Fantasio

Rumänisches Staatsballett „Oleg Danovski“ FANTASIO
(Constanța, Rumänien)
Direktion: Daniela Vladescu
Künstlerische Leitung: Monica Chereches

Neuproduktion:
ca. 21.11.2020 – 02.01.2021

Mit Solist*innen und Corps de ballet des Rumänischen Staatsballetts

DER PRINZ UND DER BETTELKNABE
Klassisches Ballett
nach dem gleichnamigen Roman von Mark Twain
Choreografie: Horatiu Chereches
Ausstattung: Natalia Kornilova

Mark Twains bekannter Roman als Ballett
England im 16. Jahrhundert. Der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Tom Canty, Sohn eines gewalttätigen Trunkenbolds, und Prinz Edward, Sohn Heinrichs VIII. von England, teilen nicht nur denselben Geburtstag, sie sehen sich auch zum Verwechseln ähnlich. Als sie bei einem zufälligen Treffen spaßeshalber ihre Kleidung tauschen, wird aus einem albernen Jungenstreich bald bitterer Ernst. Denn alle Welt hält sie nun für den jeweils anderen: Während Edward als Bettlerjunge mit Schimpf und Schande aus dem Schloss gejagt wird, gilt Tom als Thronfolger und wird auf seine Krönung als neuer König vorbereitet. Egal, wie oft beide Jungen die Wahrheit beteuern – niemand glaubt ihnen. Sie werden einfach für verrückt gehalten. Insbesondere Edward lernt zum ersten Mal die Härten des Lebens kennen, landet im Gefängnis und sieht, welchen Ungerechtigkeiten das einfache Volk unter der Herrschaft seines Vaters ausgesetzt ist. Er nimmt sich vor, ein gnädiger König zu werden, wenn er den Thron besteigt. Nach einigen weiteren Abenteuern platzt Edward am Tag der Krönung mitten in die Zeremonie hinein, gibt sich als echter Thronfolger zu erkennen und erhebt Anspruch auf die Krone – doch wird man ihm glauben?

Der 1881 veröffentlichte Roman „Der Prinz und der Bettelknabe“ wurde mehrmals verfilmt, u. a. 1977 mit Rex Harrison und Raquel Welsh, und diente 1990 auch einem Disney-Kurzfilm mit Mickey Mouse in der Doppelrolle als Prinz und Bettelknabe als Inspirationsquelle.

MARK TWAIN (1835-1910)
Der US-Abenteurer und scharfsinnige Intellektuelle ist bei uns vor allem als Autor der Romane „Die Abenteuer des Tom Sawyer“ und „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“ bekannt. Geboren wurde er als Samuel Langhorne Clemens in einem Dorf in Missouri. Der unerwartete Tod seines Vaters 1847 brachte die Familie in finanzielle Nöte. Schon mit 12 Jahren musste Samuel die Schule verlassen und fand eine Anstellung als Druckerei-Lehrling, später arbeitete als Schriftsetzer bzw. Gelegenheitsschreiber und -Lektor. 1857 erfüllte sich der 21-jährige Samuel einen Traum: Er machte eine Ausbildung zum Lotsen auf einem Mississippi-Dampfer – sein Pseudonym »Mark Twain« ist übrigens ein Begriff aus der Flussschiffahrt. Als amtlich zugelassener Lotse fand er ab 1859 ein regelmäßiges Auskommen, wurde aber 1861 mit Einsetzen des Amerikanischen Bürgerkrieg arbeitslos. Auf der Suche nach einer lukrativen Zukunft machte er sich auf nach Westen, versuchte sich zunächst als Goldgräber und fand schließlich eine Arbeit als Reporter. Am laufenden Band schrieb er Nachrichten, Leitartikel und Reportagen – seit 1863 auch zum ersten Mal unter seinem Künstlernamen. Mit der Zeit mauserte sich Mark Twain zu einem der bekanntesten Geschichtenerzähler des amerikanischen Westens und kultivierte seinen unverwechselbaren Schreibstil – freundlich, witzig und respektlos-satirisch. Seine humoristische Reiseberichte von einer Mittelmeer-Kreuzfahrt wurden ein Bestseller. Mit nur 34 Jahren zählte der rothaarige, schlaue, egozentrische und ehrgeizige Journalist und Reisende zu den beliebtesten und bekanntesten Schriftstellen Amerikas. Er schrieb „Tom Sawyer“ und „Huckleberry Finn“, den Roman „Der Prinz und der Bettelknabe“ und das Reisebuch „Leben auf dem Mississippi“. 1885 war er als Verleger der Memoiren des kurz zuvor verstorbenen US-Präsidenten Ulysses S. Grant überaus erfolgreich. 1889 veröffentlichte er den scharfsinnigen Science-Fiction-/Historien-Roman „Ein Yankee am Hofe des König Arthus”. Es folgten Kurzgeschichten, Essays und andere Veröffentlichungen.
Die letzten 15 Jahre seines Lebens waren ausgefüllt mit öffentlichen Ehrungen. Als vermutlich bekanntester Amerikaner des späten 19. Jahrhunderts wurde er oft fotografiert und überall beklatscht. Er gehörte also zu den prominentesten Persönlichkeiten der Welt und reiste viel ins Ausland, u. a. 1895-96 mit einer enorm erfolgreichen Vortragsreihe um die ganze Welt.


Fantasio

Rumänisches Staatsballett „Oleg Danovski“ FANTASIO
(Constanța, Rumänien)
Direktion: Daniela Vladescu
Künstlerische Leitung: Monica Chereches

Wiederholungen:
ca. 21.11.2020 – 02.01.2021 

Mit Solist*innen und Corps de ballet des Rumänischen Staatsballetts

DIE SCHÖNE UND DAS BIEST
Handlungsballett nach dem bekannten Märchen
Musik: Peter I. Tschaikowsky
Libretto: Horatiu Chereches nach Gabrielle-Suzanne de Villeneuve
Choreografie: Horatiu Chereches
Ausstattung: Natalia Kornilova

Ein Märchenklassiker als zauberhaftes Erzählballett
Ob als Disneyfilm im Zeichentrick- (1991) oder Live-Action-Format (2017), als virtuoses Fantasy-Drama mit den französischen Filmstars Léa Seydoux und Vincent Cassel (2014) oder als Schwarzweiß-Klassiker des Filmgenies Jean Cocteau (1946): Das Märchen „Die Schöne und das Biest beflügelt immer wieder die Phantasie der Künstler. Das liegt sicherlich zum einen an der bezaubernden Liebesgeschichte um den aus Strafe für seinen Hochmut in ein abstoßendes Tier – halb Tier, halb Mensch – verwandelten Königssohn und die schöne Kaufmannstochter, die ihn durch vorurteilslose Liebe aus seiner Einsamkeit befreit; sowie an den vielfältigen Möglichkeiten, die sich in Bezug auf Kostüme und Szenenbild aus dieser Geschichte ergeben. Zum anderen ist die Moral des Märchens „Die Schöne und das Biest“ – dass innere Schönheit bei Weitem wertvoller ist als rein äußerliche – als Aussage v. a. in der heutigen Zeit mit ihren unrealistischen Körperidealen und ihrem Schönheitswahn wieder (oder immer noch) äußerst aktuell. Und so nimmt es nicht Wunder, dass sich auch eine so anspruchsvolle und technisch brillante Company wie FANTASIO, die sich mittlerweile im heiß umkämpften europäischen Tanzmarkt einen führenden Platz erobert hat, diesem Thema widmet.

FANTASIO und „Die Schöne und das Biest“
Schon lange stand „Die Schöne und das Biest“ auf der FANTASIO-Wunschliste. Aber erst nach der konsequenten Aufbauarbeit der Ballettdirektorin Monica Chereches hat FANTASIO neben dem durch technische Perfektion und stilistische Vielfalt bestechenden Corps de ballet endlich wieder ein vielseitiges internationales Solistenensemble, das dem hohen Niveau der Solopartien gerecht werden kann. Der Zauber dieses Märchens vereint alles, was Ballettfans sich wünschen: eine emotionale Geschichte, romantisch-dynamische Pas de deux, atemberaubende Ensembleszenen und phantastisch getanzte Soli. Wie immer legt FANTASIO nicht nur Wert auf perfekte Technik und künstlerische Ausdruckskraft, sondern auch auf eindrucksvolle Bühnenmalerei und prachtvolle Kostüme, die das Publikum in eine Märchenwelt entführen.
FANTASIO: ein Synonym für Ballett zum Staunen und Träumen!

Horaţiu Cherecheş
Der Tänzer und Choreograf besuchte das Lyceum ‚Octavian Stroia’ für Choreografie und Dramatische Künste in Cluj-Napoca und ging 1990 für zwei Monate nach Paris, um seine Tanzausbildung zu vertiefen. Engagements führten ihn danach an die Rumänische Staatsoper in Bukarest, als Solist an die Oper in Nizza und an das Rumänische Staatsballett ‚Oleg Danovski’ in Constanta. Von 2006-2010 studierte er zusätzlich Choreografie und Performing Arts an der Academia de Musică ‚Gheorge Dima’ in Cluj-Napoca sowie an der ‚Ovidius’ Universität in Constanta. Der mit Monica Cherecheş, der derzeitigen Ballettdirektorin des Rumänischen Staatsballetts ‚Oleg Danovski’ verheiratete brillante Solotänzer schuf auch bald seine eigenen Choreografien, neben „Die Schneekönigin“ u. a. die Ballette „Romeo und Julia“, „L’heure d’or de Paris“, „Cinderella“, „Agon“ und natürlich „Die Schöne und das Biest“. Bei der alljährlich stattfindenen Staatsopen-Gala wurde er 2013 mit dem Excellence Award geehrt. 2015 erhielt er für seine Choreografie zu „Romeo und Julia“ den Titel Bester Choreograf.

„Die Schöne und das Biest“ – Eine kleine Motivgeschichte
Das Motiv des jungen Mannes in abstoßender Tiergestalt, der durch die Macht der Liebe erlöst wird, findet sich bereits in der Märchensammlung „Ergötzliche Nächte“, die zwischen 1550 und 1553 von dem Italiener Giovan Francesco Straparola herausgegeben wurde. Dieses Element griff die französische Schriftstellerin Gabrielle-Suzanne de Villeneuve in ihrer 1740 erschienenen Geschichtensammlung „La jeune américaine, et les contes marins“ auf. Bekannter als diese Version ist allerdings die kürzere Fassung der Französin Jeanne-Marie Leprince de Beaumont aus dem Jahr 1756, durch die das Märchen „La Belle et la Bête“ („Die Schöne und das Biest“) in ganz Europa berühmt wurde.


DIE SCHNEEKÖNIGIN
Klassisches Ballettmärchen nach Hans Christian Andersen
Musik von Edvard Grieg und Jean Sibelius
Libretto, Choreografie: Horatiu Chereches
Regie: Gelu Rapa
Bühnenbild: Natalia Kornilova

     

      

Wer kennt es nicht, Andersens wunderbares Märchen um den kleinen Kay, dessen Herz die Schneekönigin gegen eines aus Eis vertauscht, und seine treue Freundin Gerda, die sich aufmacht, ihn aus dem von Schneeflocken und Eiskristallen bewachten Palast der bösen Königin zu befreien? Auf ihrem Weg zu Kay muss Gerda viele Abenteuer bestehen, bevor sie die Macht der Schneekönigin brechen kann. In überwältigenden Ballettszenen verleihen die jungen Fantasio-Tänzer/-innen dieser zeitlosen Geschichte über die Kraft der Liebe und die Macht des Dämonischen eine neue Lebendigkeit und Faszination. Ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus für kleine und große Menschen!

     

Plakat Die Schneekönigin

Pressestimmen

Traumtänzer im besten Sinne
Der minutenlange Schlussapplaus sprach Bände: (…) Fabelhafte Tänzer in traumhaften Szenen, märchenhafte Kostüme und Andersens Geschichte, in zahlreichen Bildern detailgetreu nacherzählt, ließen (…) keine Wünsche offen. (…) Ensembletänze der Schneekristalle, tanzende Fische, Rosen und (…) Hofgesellschaft wechselten sich mit teils wilden Solotänzen und romantischen Duetten mit Hebefiguren ab, um im Pas de deux der wiedervereinten Kay und Gerda zu kulminieren. Die Kitschgefahr hat der Regisseur dabei klug umschifft, indem er Andersens Ironie in kleinen Dosen einstreut und mal die zwielichtigen Magier, mal die vorwitzigen Krähen in den Mittelpunkt rückt.
BAD AROLSEN Sandra Simshäuser, Waldeckische Landeszeitung, 11.12.2018

Rumänisches Staatsballett mit tänzerischer Perfektion
Ein Wintermärchen!
Der Konzertdirektion Landgraf ist (…) ein echter Glücksgriff gelungen, was die Herzen der zahlreichen Zuschauer höherschlagen ließ.
LINGEN Sebastian von Melle, Lingener Tagespost, 18.12.2018

Eine Reise ins ewige Eis
Besonders gefielen die farbenprächtig bunten Kostüme: strassglitzernde Schneeflocken-Tänzerinnen mit ‚schneerieselnden‘ Fingerbewegungen, Polarfüchse und Holzsoldaten in roten Fantasie-Uniformen, aber auch Tänzer, die sich zum rankenden Rosenspalier formten oder ein Hofball mit güldenen Gewändern und goldener Kutsche. Die Stationen des Märchens (…) eigneten sich für eine kurzweilig abwechslungsreiche Revue. Dabei wurde einiges aufgeboten: von echt verblüffenden Tricks, als der böse Magier zu Beginn zwei Tänzerinnen auf die Bühne zauberte, über die Räuberhöhle mit pittoresker ‚Zigeuner-Romantik‘ und kunstnebelndem Lagerfeuer bis zum ewigen Eis in Lappland. (…) Ein rundum gelungener Ballettabend (…).
TÜBINGEN Achim Stricker, Schwäbisches Tagblatt, 17.12.2018

SCHNEEKÖNIGIN VERZAUBERT AMBERG
„Die Schneekönigin“ verzauberte auch mit Bühnenbild und fantasievollen Darstellungen das (…) gut besuchte FANTASIO-Ballett. Für Choreographie und tänzerische Höchstleistungen des 41-köpfigen Rumänischen Staatsballetts spendete das Publikum im Stadttheater deshalb am Ende minutenlangen Applaus. (…) Wohlverdient waren Choreograph, Solisten und das Corps de ballet bereits mehrmals für ihre Virtuosität und Präzision ausgezeichnet worden. Der magische Zauber dieses Entwicklungsmärchens vereinte alles, was Fans wie Kenner des klassischen Handlungsballetts sich wünschen: eine emotionale Geschichte, romantisch-lyrische und effektvolle Pas de deux mit atemberaubenden Hebefiguren, Mehrfachpirouetten, Arabesken und Fouettés.
AMBERG Marianne Moosburger, Amberger Zeitung, 04.12.2017

Ballett verzaubert mit märchenhaften Bühnenbildern das Hanauer Publikum
HANAU Andrea Pauly, Hanauer Anzeiger, 19.12.2017

Ballettmärchen verbreitet im Stadttheater vorweihnachtliche Stimmung – auch wegen der wunderschönen und opulenten Kostüme
Wie viel Interesse es an der Kunstform Ballett gibt, zeigt das ausverkaufte Stadttheater an diesem Abend. (…) Die atemberaubenden Ballett-Choreografien (…) wirken manchmal locker-leicht und manchmal melancholisch und dramatisch und zeigen durchgehend das hohe Niveau aller Tänzer. Es werden Hebefiguren, Mehrfachpirouetten und klassische Tanzfiguren geboten, die genauso für Begeisterung sorgen wie die Ensemblenummern. (…) Das klassische Balett in zwei Akten lockt nicht nur Erwachsene, sondern auch zahlreiche Kinder in das familiengerechte Stück, die sich von der bunten Märchenwelt und den wunderschönen tänzerischen Darbietungen der Balletttänzer bezaubern lassen. Die Leistung der Tänzer versetzt die Zuschauer immer wieder ins Staunen und wird schließlich mit einem lang anhaltenden Beifall honoriert.
MINDEN Janina Blum, Mindener Tageblatt, 29.11.2017

Anmut und tänzerische Power
Am Schluss (…) löst sich das Publikum im zweimal ausverkauften Theater langsam aus seiner Verzauberung: Mit Riesenapplaus, Begeisterungsrufen, Bravos für das ausgezeichnete Rumänische Staatsballett FANTASIO (…).
(…) Für die tänzerische Umsetzung des Märches hat der Choreograf Horatiu Chereches gesorgt, der es in einer sich durch hohe Musikalität auszeichnenden Bewegungssprache fantasievoll gestaltete und so mit einem Füllhorn von 14 zauberhaften Bildern überraschte. Dazu schaffen noch die farbenprächtigen Kostüme (…) und die die Stimmung verstärkenden Bühnenmalereien (…) die ideale Ergänzung.
SCHWEINFURT Manfred Herker, Schweinfurter Tagblatt/Volkszeitung, 03.01.2018

Ganz klassisch – deswegen bezaubernd
Es war ein Ballettabend wie aus dem Bilderbuch. Keine Experimente, keine krampfhaften Versuche, ein altes Märchen in eine moderne Form zu transformieren – sondern klassisches Ballett pur. Mit tänzerischer Eleganz und Anmut, opulenter Kostümausstattung und einer lebendigen Choreografie mit hohem Anspruch an Tänzerinnen und Tänzer überzeiugte das Rumänische Staatsballett (…) die Besucher im ausverkauften Wolfgang-Eychmüller-Haus. (…)
Vom Publikum gab es für einen zauberhaften Ballettabend zum Abschluss nicht enden wollenden Beifall.
VÖHRINGEN Ursula Katharina Balken, Neu-Ulmer Zeitung, 19.12.2017


SCHWANENSEE
Klassisches Handlungsballett
Musik: Peter I. Tschaikowsky
Choreografie nach Marius Petipa, Lew Iwanow eingerichtet von Mihai Babuska
Bühnenbild: Adriana Urmuzescu

Fantasio - Schwanensee © Andrei Daniel

Der „Schwanensee“-Zauber ist ungebrochen
Tschaikowskys unsterbliche Melodien gepaart mit einer unwiderstehlich tragischen Geschichte haben „Schwanensee“ zu dem gemacht, was es heute ist: das populärste aller Ballettwerke überhaupt. Auch in dieser Inszenierung ziehen die melodische Kraft und choreografische Raffinesse des Werks die Zuschauer unweigerlich in ihren Bann: Die tragische Liebesgeschichte des Prinzen Siegfried und der verzauberten Odette, die durch den bösen Fluch des Zauberers Rotbart zur Schwanenkönigin wird, gilt als Synonym für Ballettkunst schlechthin. Die Doppelrolle des ‚weißen‘ und des ‚schwarzen Schwans‘ gehört zu den begehrtesten Partien des Ballettwelt. Dabei ist Tschaikowskys Musik im höchsten Sinne theatralisch und psychologisch treffend: Die Figuren und ihre Gemütszustände werden in ihren Eigenarten glaubhaft und nachvollziehbar charakterisiert. Dabei herrschen zwei immer wiederkehrende Hauptgedanken vor: das Schwanen-Motiv und das lyrische Thema der Odette. Diesem „Schwanensee“-Zauber kann sich niemand entziehen.

Das Rumänische Staatsballett „Oleg Danovski“ FANTASIO
Gegründet wurde das Ballettensemble 1978 von dem berühmten Choreografen Oleg Danovski mit ursprünglich 18 jungen Tänzern. 1979 gab die Company aus der rumänischen Hafenstadt Constanta ihr Gastspieldebüt in Damaskus. Für sein Ensemble kreierte Danovski Jahr für Jahr klassische und moderne Ballette, die bis ins kleinste Detail höchste Anforderungen an die Virtuosität und Präzision der Solisten und des Corps de ballet stellten. Nach dem Tod des vielfach ausgezeichneten und geehrten Prinzipals 1996 übernahm Simona Noja, Solistin der Wiener Staatsoper, die Künstlerische Leitung des mittlerweile weltberühmten Ensembles. 2004 kam es zu einer Fusion der Company mit der dreispartigen Oper Constanta (Oper, Orchester, Ballett). Aus FANTASIO und Oper wurde die Staatsoper mit Staatsballett ‚Oleg Danovski‘, deren Intendantin Daniela Vladescu ist.
Die Ballettsparte besteht zurzeit aus 41 Tänzern unter der Künstlerischen Leitung von Monica Chereches, der ehemaligen Prima Ballerina des weltberühmten Ensembles. Mit ihrem vielseitigen Repertoire aus klassischen bzw. neoklassischen Ballett-Produktionen und ihrer ausgedehnten Tourneetätigkeit, z. B. in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien und natürlich Rumänien, ist die Company fast schon ein nationales Kulturwunder.
Bei der alljährlichen Staatsoper-Gala wurde Horatiu Chereches, erster Solist und Choreograf der FANTASIO-Company, 2013 mit dem Excellence Award geehrt; der erste Solist Adrian Mihaiu erhielt eine Auszeichnung als Bester Ballett-Solist. 2015 konnte sich Horatiu Chereches erneut freuen – diesmal über den für sein Ballett „Romeo und Julia“ vergebenen Titel Bester Choreograf. Ein Jahr später wurde „Die Schneekönigin” (Choreografie: Horatiu Chereches) zur Besten klassischen Ballettaufführung des Jahres 2016 gekürt. Weitere renommierte Solisten der Company sind Irina Ganea Mihaiu, Amalia Mîndrutiu, Nozomi Miura und Shigeyuki Kondo. Die künstlerische Tätigkeit der Rumänischen Staatsoper mit Staatsballett ‚Oleg Danovski‘ fördert nicht nur den Ruf Constantas als Kulturstadt, sondern findet auch weit über die Grenzen Rumäniens hinaus ein internationales Echo in der Europäischen Union.

Pressestimme

Zauberhaftes Märchen – Überzeugende Aufführung
Die Choreografie der ‚großen‘ Tanzszenen war eindrucksvoll und schlüssig. (…)
So galt der fast euphorische Schlussapplaus dem gesamten Ensemble für ein eindrucksvolles, (…) begeisternd getanztes Märchen.
AMBERG Helmut Fischer, Amberger Zeitung, 21.12.2012

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