Schtonk!

EURO-STUDIO Landgraf
Schtonk!
Eine Filmkomödie von Helmut Dietl und Ulrich Limmer
eingerichtet für die Bühne von Marcus Grube
(Uraufführung: 10.2.2018, Landesbühne Esslingen)

ca. 12.04.2020 – 30.05.2020

Mit Luc Feit (Reporter),
Carsten Klemm (Fälscher),
Gregor Eckert u. a.
ca. 12 Mitwirkende

In Zeiten von Fake News und Rechtspopulismus wirkt die Realsatire „SCHTONK!“ ungebremst aktuell.
Otto Paul Burkhardt, Südwestpresse, 12.12.2018

Theater heute mit einem Stoff von gestern – das funktioniert! Denn eines ist sicher: Die nächsten Fake News sind schon da.
SWR Fernsehen, 16.02.2018

Alternative Fakten – Das Unwort des Jahres 2017
Am 16. Januar 2018 wurde das von der Trump-Beraterin Kellyanne Conway geprägte Unwort des Jahres 2017 bekannt gegeben: ‚Alternative Fakten‘ = »der verschleiernde und irreführende Ausdruck für den Versuch, Falschbehauptungen (…) salonfähig zu machen« (Definition aus der Jury-Begründung). Nicht-Belegbares als Tatsache zu behaupten, trifft auch auf den ebenfalls nominierten Begriff ‚Fake News‘ zu. Nicht einmal einen Monat nach der Bekanntgabe des Unworts, genauer gesagt am 10.02.2018, fand die Uraufführung der Theateradaption des Films „SCHTONK!“ statt. Die gefälschten Hitler-Tagebücher, um die es darin geht, sind ein Paradebeispiel dafür, wie die Sensationsgier nach einer Megastory jede journalistische Sorgfalt aushebelt. Im Gegensatz zum Internetzeitalter waren die Auswirkungen damals jedoch begrenzt.

Die Aktualität des Stücks [liegt] in der schamfreien Gewissenlosigkeit, mit der Fake News produziert werden. Man wird „SCHTONK“ in naher Zukunft sicher öfter auf deutschen Theaterbühnen zu sehen bekommen.
Wolfgang Höbel, Spiegel Online, 11.02.2018

Im April 1983 erklärte das Magazin stern, dass sich Adolf Hitlers geheime Tagebücher in seinem Besitz befänden. Wenige Tage später begann die Veröffentlichung von Tagebuchauszügen (Auflage: 2,4 Millionen!). Es dauerte nur zwei Wochen, bis eine BKA-Untersuchung bescheinigte, dass es sich bei den Büchern um Fälschungen handelte. Insgesamt 9,34 Millionen D-Mark hatte der stern bis dahin für die Beschaffung der insgesamt 62 Bände an den Fälscher Konrad Kujau bezahlt. Helmut Dietl verfilmte die Geschichte des bislang größten deutschen Medienskandals 1992 unter dem Titel „SCHTONK!“. Diese so groteske wie geniale Komödie findet nun den Weg auf die Bühne.

Zum Inhalt
Der Skandalreporter Hermann Willié ist seit Kurzem stolzer Besitzer der CARIN II., der etwas heruntergekommenen Yacht des von ihm hochverehrten NS-Reichsmarschalls Hermann Göring. Leider hat er sich mit dieser Investition finanziell überhoben. Nun ist er auf der Suche nach einem echten, einem richtigen Knüller, einer journalistischen Sensation sozusagen. Als er auf Prof. Dr. Fritz Knobel, einen Verkäufer von Historika und Antiquitäten bzw. »offizieller Kunstmaler des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg« trifft, scheinen seine kühnsten Träume wahr zu werden. Denn Knobel bietet ihm etwas an, von dem niemand geahnt hätte, dass es existiert: das geheime Tagebuch des Führers!

»Adolf Hitler privat! Ein Mensch wie du und ich!«
Willié – bekannt für seine ‚Spürnase‘ – wittert seine Chance; sein Magazin HH Press ist euphorisiert: Und da Hamburg bekanntermaßen die deutsche Pressestadt ist, schaut die ganze Welt bei der Veröffentlichung zu. Nach ersten Gutachten scheint alles seine Richtigkeit zu haben, doch dann sehen ein paar Leute etwas genauer hin – und aus dem erwarteten Hype wird ein fatales Desaster…

Die Jahrhundertfälschung – Vom Sensations-Coup zum Medienskandal
In den letzten Kriegstagen, am 20. April 1945, Adolf Hitlers 56. Geburtstag, startete die Operation „Seraglio“. Ziel war die Evakuierung von etwa 80 Mitgliedern von Hitlers engster Entourage; außerdem sollten persönliche Geheimpapiere, wichtige Akten und Wertgegenstände transportiert werden. Zielort war die sog. »Alpenfestung« im Berchtesgadener Land, gemeint ist das sog. Führersperrgebiet Obersalzberg. Das von Pilot Friedrich Gundelfinger geflogene Flugzeuge, eine Junkers 352 mit 16 Insassen, stürzte im sächsischen Börnersdorf, etwa 39 km südlich von Dresden ab. Hitler kommentierte entsetzt: »In diesem Flugzeug war mein gesamtes privates Archiv, das ich der Nachwelt überlassen wollte. Es ist eine Katastrophe.«

Knapp 40 Jahre später reiste der Journalist Gerd Heidemann mit dem stern-Ressortleiter für Zeitgeschichte Dr. Walde nach Börnersdorf – damals tiefste DDR –, um festzustellen, ob dort wirklich ein NS-Flugzeug abgestürzt war. Mit Auffinden der Holzkreuze für die tote Besatzung und die Insassen glaubten sie, den Beweis für die Echtheit der angeblich geretteten Hitler-Tagebücher gefunden zu haben. Damit nahm der größte Medienskandal des 20. Jahrhunderts seinen Lauf, der mit der Veröffentlichung (Schlagzeile: „Hitlers Tagebücher entdeckt“) am 28. April 1983 und der nur zwölf Tage später stattfindenden Enttarnung als Fälschung durch das BKA am 6. Mai 1983 seinen Höhepunkt fand.

Gerd Heidemann und Konrad Kujau – Die wahre Geschichte
Treibender Motor hinter der Veröffentlichung der angeblichen Hitler-Tagebücher war der gefeierte Star-Reporter Gerd Heidemann. Der preisgekrönte Fotojournalist und Kriegsberichterstatter galt als Spürhund. Aber er hatte auch eine seltsame Vorliebe: 1973 kaufte er die Göring-Jacht CARIN II., nachdem er sie für den stern fotografiert hatte. In den 1970ern war er ein paar Jahre lang mit Edda, der Tochter von Hermann und Emmy Göring, liiert. 1979 waren zwei ehemalige SS-Generäle seine Trauzeugen. Er glaubte außerdem fest daran, dass Martin Bormann, Leiter der NS-Reichskanzlei, dessen Tod 1972 nachgewiesen und u. a. vom stern journalistisch aufgearbeitet wurde, noch am Leben sei. Er reiste mehrfach nach Südamerika, traf dort Klaus Barbie und andere Nazis und versuchte, an Bormann heranzukommen. Selbstverständlich vergeblich. Irgendwann hörte er, dass Fritz Stiefel, ein Industrieller aus Waiblingen, im Besitz eines Hitlertagebuches sei. Er kontaktierte Stiefel und lernte über einige Umwege Konrad (Conny) Fischer alias Konrad Kujau kennen, der auch als Peter Fischer oder Heinz Fischer, »Der Professor« oder auch »Doktor Fischer« bekannt war – ein künstlerisch begabtes Allround-Fälscher-Schlitzohr. Kujau als notorischen Lügner und Betrüger zu bezeichnen, würde ihn weit unter Wert verkaufen. Der 1938 in Loebau/Sachsen geborene und 1957 in den Westen geflohene Fälscher war in Stuttgart in den 1970ern im Rotlichtviertel auch als »Der General« bekannt. Er verkaufte Pickelhauben, von ihm selbst gefälschte Nazidevotionalien, Militaria etc. So tauschten Heidemann und Kujau beispielsweise bei ihrem ersten Treffen eine Göring-Uniform und ein angebliches Hitler-Gemälde aus.

Dass die beiden aufeinandertrafen, war eine besondere Fügung. Denn Kujaus außerordentliche Fähigkeit zu betrügen und zu lügen traf auf Heidemanns außerordentliche Fähigkeit, Kujaus Lügengeschichten unbedingt glauben zu wollen. Damit nahm das Verhängnis seinen Lauf. Im Laufe ihrer Bekanntschaft kaufte Heidemann von Kujau u. a. etwa 300 angeblich von Hitler stammende Ölgemälde und Aquarelle, 120 Hitlerdokumente und die Waffe, mit der Hitler Selbstmord begangen haben soll. Für das Verfassen eines Tagebuchs brauchte Kujau im Schnitt ca. vier bis fünf Stunden. Manche haben nur wenige kurze Einträge, andere sind gänzlich leer. Etwa 90% des Inhalts stammt aus dem umfangreichen Standardwerk „Hitler: Reden und Proklamationen, 1932-1945“ des Historikers und Publizisten Max Domarus. Umgerechnet zahlte der stern an Kujau pro Wort etwa 120 DM.

Der ganze Veröffentlichungs-Vorgang ist nach wie vor kurios: Beim stern wussten von den Tagebüchern bis zu deren Erscheinen nur wenige Leute: neben Gerd Heidemann der Ressortleiter Thomas Walde, die Chefredakteure Jan Hensmann und Wilfried Sorge sowie der geschäftsführende Direktor Manfred Fischer. Später – da hatte Hensmann im Auftrag von Fischer bereits eine Million DM ausgegeben – wurde auch der Verleger Henri Nannen eingeweiht. Obgleich keiner der beteiligten Herren Historiker war, zog man keine Experten hinzu. Kujau, der behauptete, sein Bruder sei NVA-General und würde die Tagebücher unter Lebensgefahr beschaffen, warnte wortreich davor, das Leben seines Bruders zu gefährden. Insofern forschte man nicht nach, woher die Tagebücher stammten. Alle Einwände gegenüber auffälligen Ungereimtheiten – etwa der Eintrag zu einem Besuch der SS-Leibstandarte im Jahr 1933 (die es nachweislich damals noch nicht oder nicht unter diesem Namen gegeben hatte) – wurden beiseite gewischt. Besonders absurd: Der Schriftvergleich, der einem renommierten Kriminologen aus der Schweiz vorgelegt wurde erfolgte mit einem anderen, ebenfalls von Kujau gefälschten Dokument. Ein amerikanischer Schriftexperte kam mit denselben Unterlagen natürlich zu demselben Echtheits-Ergebnis. Eine Materialprüfung strengte man vor Veröffentlichung nicht an. Aber genau die ließ ja bekanntlich am Ende den Schwindel auffliegen.
Absurd aber wahr: Am 28. März 1983 waren Heidemann und Walde in Wiesbaden beim BKA. Dort erklärte Dr. Louis Werner sechs von neun der vorgelegten Dokumente für Fälschungen. Der Beweis: Aufheller im Papier – das Verfahren wird erst seit den 1950er Jahren bei der Papierherstellung angewandt. Aber Heidemann glaubte Kujau, der behauptete, die Aufheller hätte es schon viel früher gegeben und sie könnten auch später aufgebracht worden sein, z. B. durch Kontamination mit anderem Material.

Es war ein System des Betruges, das aufrechterhalten wurde: Kujau betrog Heidemann, angeblich betrog Heidemann Kujau – indem er Teile des vom stern gezahlten Geldes für sich behielt – und damit auch das Management von Gruner+Jahr. Und das alles fand statt, obwohl die Mängel und der Betrug offensichtlich waren. Als am sog. »Black Friday«, dem 6. Mai 1984, die Tagebücher als Fälschung enttarnt wurden und die PANORAMA-Redaktion Kujau auf den Fersen war, floh dieser mit seiner Lebensgefährtin Edith Lieblang von Stuttgart in Richtung Österreich, stellte sich aber am 14.5. den Behörden. Heidemann wollte zum Beweis der Echtheit der Tagebücher Martin Bormann aus Südamerika als Zeugen holen lassen. Schließlich wurde er am 26.5. verhaftet. Ab 21.8.1984 kam es zum Prozess: Heidemann bekam 4 Jahre, 8 Monate, Kujau 4 Jahre, 6 Monate, Edith Lieblang 8 Monate. Während des Prozesses log Kujau meisterhaft, überschwänglich und ausdauernd. Gleichzeitig stellte er Beförderungsurkunden für die im Saal anwesenden Justiz- und Polizeibeamten aus und verteilte auf Wunsch seine ‚Hitler-Unterschriften‘. Aus der Haft entlassen wurde er zum Medienstar und Talkshow-Publikumsliebling. 1996 trat er sogar als OB-Kandidat in Stuttgart an. Seine oft über 1000 DM teuren, mit dem Stempel »Gefälscht von Konrad Kujau« versehenen Bilder fanden reißenden Absatz. Heidemann hingegen verlor alles u. a. seine Reputation als ernstzunehmender Journalist. »Jeder Journalist ist nur so gut wie seine letzte Geschichte«, sagt er einmal dazu. Die Geschichte um die Hitler-Tagebücher brach ihm das journalistische Genick. Der stern erholte sich von dem Debakel um die gefälschten Hitler-Tagebücher nur langsam – aber irgendwann war auch in der Pressebranche der Rauch verflogen.

Aus dem Skandal wird ein Film
Die Story hat alles, was ein Riesencoup braucht: Nazis, Pressebarone, Millionen von D-Mark, die im Spiel sind, einen gewitzten Fälscher und die Tagebücher des »Führers«.
Helmut Dietl machte daraus die Filmkomödie „SCHTONK!“. Der Film brachte über 2 Millionen Menschen in die Kinos. Ulrich Limmer, ausführender Produzent und Co-Autor hatte bereits Mitte der 1980er die Idee, die kuriose Geschichte um den Hitler-Tagebuch-Skandal zu verfilmen. Er überzeugte den Produzenten Günter Rohrbach, der Helmut Dietl mit ins Boot holte. Zwei Jahre lang schrieben Dietl und Limmer an dem Buch, dann drehten sie mit Götz George, Uwe Ochsenknecht, Christiane Hörbiger, Veronica Ferres u.v.a. Der 1992 uraufgeführte Film erhielt noch im selben Jahr den Deutschen Filmpreis und wurde für den Oscar in der Kategorie Bester nicht englischsprachiger Film nominiert. Das Genre: eine Realsatire, die zugleich eine Warnung vor dem falschen Umgang mit dem Mythos des ‚Dritten Reichs‘ ist. Als Titel wählten die Autoren ein Zitat aus der Filmgeschichte: Charles Chaplin erfand für seinen Hollywood-Film „Der große Diktator“ 1940 die fiktive Sprache GRAMMELOT – »Demokratsie SCHTONK! Liberty SCHTONK! Free Sprekken SCHTONK!«. Der Titel ist also eine Hommage an den großen Chaplin und seinen wunderbaren Filmklassiker.

Vom Film zum Theaterstück
Es sollte noch einmal fast 15 Jahre dauern, bis dieser Filmstoff auch den Weg auf die Bühne fand: 2016 fragten der Intendant der Württembergischen Landesbühne Esslingen Friedrich Schirmer und sein Chefdramaturg Marcus Grube die Autoren bzw. Rechteinhaber – Helmut Dietls Witwe und Dietls Co-Autor Ulrich Limmer –, ob sie den Stoff auf die Bühne bringen dürften. Beide ließen sich von der Begeisterung für das Vorhaben bzw. von der Bühnenfassung von Marcus Grube überzeugen.
In der Vorberichterstattung und in den Kritiken zur Esslinger Uraufführung wurde immer wieder die Frage gestellt, ob der Stoff noch aktuell sei. Es zeigte sich: das ist entschieden der Fall! Die Anziehungskraft dieses Teils der deutschen Vergangenheit scheint durch die fehlende oder verfehlte Aufarbeitung der 1950er und 60er Jahre eher noch verstärkt worden zu sein. »The living dead«, die lebenden Toten, sind immer noch präsent. Hier zwei Beispiele: Im Februar 2017 wurde Hitlers – wohl ebenfalls gefälschtes – rotes Reisetelefon für 229.000 Euro in den USA versteigert, (anonyme Bieter in aller Welt konnten per Telefon an der Auktion teilnehmen), einen Monat später erbrachte in England ein Fotoalbum von Eva Braun 39.000 Euro. Wie der mittelalterliche Reliquienhandel mit dem Stroh aus dem Stall von Bethlehem oder dem Holzsplitter aus dem Kreuze Jesu nimmt der Handel mit NS-Devotionalien und deren Verehrung nahezu religiöse Dimensionen an.
Und was Presseleute schon immer wussten, gilt auch heute noch: »Hitler sells«.

Pressestimmen

Zur Uraufführung an der Württembergischen Landesbühne Esslingen am 10.02.2018

Die Affäre um die ‚Hitler‘-Tagebücher auf der Bühne
Der Einsatz hat sich gelohnt. Herausgekommen ist ein vergnüglicher Theaterabend, der bei der ausverkauften Premiere mit viel Beifall aufgenommen wurde.
Thomas Rothschild, Stuttgarter Nachrichten, 11.02.2018

Marcus Grube ist mit der Bühnenfassung eine unterhaltsam-ironische Mischung gelungen. Die Zuschauer amüsierten sich köstlich.
Renate Zährl, Schwarzwälder Bote, 18.02.2018

Bei der Bühnen-Erstaufführung zu Helmut Dietls legendärem Kinohit wurde viel gelacht und entschieden gejubelt. Tatsächlich hat Marcus Grube die Uraufführung nicht als Geschichtslektion oder pathetisches Großunternehmen, sondern als leichtes Entertainment angerichtet. Er zeigt eine Komödie mit viel Slapstick und entschlossen aufgedrehtem Tempo. Die Theaterwirkung des Stoffs entsteht aus der Eleganz der Dialoge, aus der Frechheit und der Musikalität des Drehbuchs, die sich über ein Vierteljahrhundert gehalten haben.
Wolfgang Höbel, Spiegel Online, 11.02.2018

Eine Komödie mit hoher Aktualität. „SCHTONK!“ funktioniert hervorragend.
Liest man die wahre Geschichte der 1983 vom stern veröffentlichten Hitler-Tagebücher, dann muss man einfach an das hoch aktuelle Thema der Fake News denken. Sie fordert geradezu heraus, für Film und Bühne bearbeitet zu werden. Das Publikum bedankte sich mit viel Beifall für ein Stück, dass witzig Unterhaltsames bestens mit kritisch Fragendem zu verbinden versteht und sich dabei durch unerwartete Aktualität auszeichnet.
garai, Südwestpresse, 19.02.2018