Sugar

SUGAR
Manche mögen‘s heiß
Musical von Jule Styne
Buch von Peter Stone
nach dem Film „Some Like It Hot“ von Billy Wilder und I.A.L. Diamond, basierend auf einer Story von Robert Thoeren
Gesangstexte von Bob Merrill
Musik von Jule Styne

Aufführungsrechte Concord Theatricals, Berlin | www.concordtheatricals.de

ca. 3. – 30. April 2024

Broadway-Premiere: 9. April 1972, Majestic Theatre, NY
Westend-Premiere: 19. März 1992, Prince Edward Theatre, London
Deutschsprachige Erstaufführung: 23. März 1989, Metropol Theater, Berlin

Chicago, 1931. Die Band Sweet Sue and the Society Syncopaters hat ihren letzten Abend in der Stadt bevor es mit dem Nachtzug nach Miami Beach geht. Manager Bienstock muss vor der Abreise noch zügig die Positionen Bass und Saxophon neu besetzen – da scheint es fast wie eine glückliche Fügung, dass der Kontrabassist Jerry und der Saxophonist Joe, die finanziell völlig abgebrannt, händeringend ein Engagement suchen. Das einzige Problem: Die „Society Syncopaters“ sind eine reine Frauenband. Bienstock bietet ihnen einen anderen Job an, sie können die Noten zum Bahnhof transportieren. Mangels einer Alternative Geld zu verdienen, willigen sie ein. Dazu müssen sie ein Auto aus der Clark Street Garage holen, wo sie unwillentlich Zeugen eines Bandenmordes werden. Um sich vor der Mafia in Sicherheit zu bringen, müssen sie die Stadt verlassen. Ein Anruf bei Bienstock genügt und sie fahren mit dem Dixie Flyer und der Band nach Florida – als Josephine und Daphne. Sie freunden sich mit der bildschönen Leadsängerin Sugar, die sich in Miami einen Millionär angeln will, an und es kommt zu höchst amüsanten und spannenden Verwirrungen. Denn während Joe Gefallen an Sugar findet und sich als Millionär verkleidet, wird Daphne alias Jerry von einem richtigen Millionär der Hof gemacht – und dann tauchen auch noch die Gangster im Hotel auf.

Das Musical basiert auf dem legendären, vielfach prämierten Filmklassiker „Some Like it Hot“ von Billy Wilder mit Marylin Monroe, Jack Lemmon und Tony Curtis aus dem Jahr 1959, dessen einzigartig herzliche und heitere Stimmung es mit aufregender, jazziger Musik von Jule Styne und Bob Meryll, dem Komponistenteam von „Funny Girl“, einfängt.

Vom Film zum Musical
Erste Anläufe, den Film als Musical zu adaptieren, unternahm Michael Stewart im Jahr 1970. Unter dem Arbeitstitel „Doing it all for Sugar“ arbeitete George Axelrod an dem Buch, er scheiterte jedoch an dramaturgischen Schwierigkeiten, die sich im zweiten Akt ergaben. Komponist Jule Styne und Textdichter Bob Merrill hatten zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Songs geschrieben. Peter Stone übernahm im September 1971 die Arbeit am Buch und stellte es mit Unterstützung von Neil Simon fertig. Die besonderen Herausforderungen der Adaption ergaben sich aus der atemberaubende Dynamik des Filmschnitts und aus den besonderen Elementen wie Verfolgungsjagden und Grimassen, denen der Film seine Anziehungskraft verdankte. Unter dem Titel „Sugar“ wurde das Stück am 29. März 1972 uraufgeführt, ab dem 9. April 1972 lief es am Broadway im Majestic Theatre insgesamt 505 Mal, produziert von David Merrick. 1972 wurde es mit dem Drama Desk Award for Outstanding Performance und dem Theatre Wold Award ausgezeichnet. Im Folgejahrwar es für vier Tony Awards u. a. in der Kategorie Bestes Musical nominiert. Von 2002 bis 2003 tourte Tony Curtis mit dem Musical durch die USA – in der Rolle des Osgood Fielding. Seit 1989 wird „Sugar“ auch in Deutschland aufgeführt.

Pressestimmen zur Inszenierung am Berliner Schlosspark Theater

Selten so gelacht wie bei dieser schrägen Verfolgungsjagd.
BERLIN Ulrike Borowczyk, Berliner Morgenpost, 5.9.2022

Mitreißende Unterhaltung
BERLIN Hans Ackermann, Der Tagesspiegel, 4.9.2022

Spaß an der Verwechslung und energiegeladene Spielfreude stehen im Zentrum dieser Inszenierung. Wer für zweieinhalb Stunden von real existierenden Problemen und Krisen abschalten möchte, kann dies aufgrund der Leistung des überzeugenden Ensembles bei „Sugar“ sehr gut tun.
BERLIN Katharina Klasen, musicalzentrale.de, 3.9.2022

Peter Stone
Peter Stone (1930–2003) war der erste Schriftsteller, der den Tony, den Oscar und den Emmy gewann. Mit 15 Broadway-Produktionen auf seinem Konto erhielt er Tony Awards für seine Bücher „1776“, „Woman Of The Year“, „The Will Rogers Follies“ und „Titanic“ (alle vier gewannen auch den Tony für das beste Musical). Zu seinen weiteren Broadway-Arbeiten gehören die Musicals „Two by Two“, „My One and Only“ und „Sugar“. Zusammen mit Erich Maria Remarque arbeitete er an dem Broadway-Stück „Full Circle“. 1999 adaptierte er das Buch von „Annie Get Your Gun“ für die Tony-prämierte Wiederaufnahme. Als Autor von mehr als zwei Dutzend Spielfilmen gewann er einen Oscar für sein Drehbuch „Father Goose“, den Edgar (Mystery Writers of America Award) für seinen Film „Charade“ (Neuverfilmung 2002) und den Christopher Award für seine Verfilmung seines eigenen Musicals „1776“. Zu seinen weiteren Filmen gehören „The Taking of Pelham 1-2-3“, „Mirage“, „Arabesque“, „Sweet Charity“, „Skin Game“, „Who‘s Killing the Great Chefs of Europe?” und „Just Cause“. Zu seinen Fernseharbeiten gehörten die gefeierte CBS-Serie „The Defenders“ (ausgezeichnet mit einem Emmy Award) und die Libretto-Adaption von George Bernard Shaws „Androcles and the Lion“ mit Liedern von Richard Rodgers (NBC, 1967; Bühnenpremiere, 2002). Von 1981 bis 1999 war Peter Stone Präsident der Dramatists Guild, der nationalen Gesellschaft von Dramatikern, Komponisten und Textern.

Jule Styne
Jule Styne (1905–1994) brachte den Broadway 50 Jahre lang zum Singen mit Shows wie „High Button Shoes“; „Gentlemen Prefer Blondes“; „Hazel Flagg“; „Gypsy“; „Peter Pan“; „Bells Are Ringing“; „Do Re Mi“; „Subways Are For Sleeping“; „Funny Girl“; „Fade Out-Fade In“; „Hallelujah, Baby!“; „The Red Shoes“ und „Darling of the Day“. Zu seinen Filmarbeiten gehören „Anchors Aweigh“ und der Oscar-prämierte Titelsong für „Three Coins in the Fountain“. Er hat Songs geschrieben wie „I Don’t Want to Walk Without You“, „Just in Time“, „People“, „Guess I’ll Hang My Tears Out To Dry“, „Everything’s Coming Up Roses“, „I Fall in Love Too Easily“, „Make Someone Happy“, „ Small World“ und „Time After Time“. Jule Styne war 1990 Kennedy-Center-Preisträger und erhielt einen Oscar, einen Tony, zwei Grammys, einen Emmy, einen Donaldson Award und einen Drama Critics Award. Zu den Textern, mit denen er zusammenarbeitete gehören Frank Loesser, Sammy Cahn, Leo Robin, E.Y. Harburg, Stephen Sondheim, Susan Birkenhead, Betty Comden und Adolph Green und Bob Merrill. Er war Mitglied des Dramatists Guild Council und mehr als 50 Jahre lang Mitglied von ASCAP.

Bob Merrill
Bob Merrill (1921–1998) war ein US-amerikanischer Songwriter, Theaterkomponist, Texter und Drehbuchautor. Mit Hits wie „How Much Is That Doggie In The Window?“, „Mambo Italiano“ und „Honeycomb“ war er der zweiterfolgreichste Songwriter der 1950er Jahre in den UK Singles Charts. Da er sich danach sehnte, tiefergehende Lieder zu schreiben, wandte er sich dem Musiktheater zu. In den späten fünfziger Jahren schrieb Merrill Musik und/oder Texte für die Broadwaystücke „New Girl in Town“, „Take Me Along“, „Carnival“, „Henry“, „Sweet Henry“ und „Funny Girl“. Seine Hits „People“ und „Don’t Rain on my Parade“ wurden mit Barbra Streisand weltberühmt.

Zuletzt aktualisiert: 08.09.2022