Jeder Schauspieler träumt davon, dass ihm eine TV-Serien-Titelrolle auf den Leib geschrieben wird. Für Martin Armknecht, der in der für den INTHEGA-Preis 2020 nominierten Tournee-Theater THESPISKARREN Produktion „Chaos auf Schloss Haversham“ – „The Play That Goes Wrong“ Chris bzw. Inspektor Carter spielt, wurde dieser Traum mit den 1997/1998 ausgestrahlten Folgen „Ein Mord für Quandt“ Wirklichkeit. Wie das Rollenvorbild Columbo führt der Berliner Kommissar Quandt die Täter durch seine scheinbare Schusseligkeit hinters Licht. Populär wurde der Schauspieler, der seine Schauspielausbildung in Berlin u. a. bei Jack Garfein vom Actor Studio Los Angeles und Zygmont Molik vom Grotowski Institut Warschau erhielt, 1986 als Krimineller Robert Engel in der „Lindenstraße“. Sensationeller Weise wird er 2014 und – nach einer Gefängnisstrafe des Kriminellen – 2017 noch einmal in die TV-Serie zurückgeschrieben. Von den über 50 TV-Produktionen, in denen Martin Armknecht mitgespielt hat, können hier nur einige genannt werden: „Tatort “, „SOKO Köln und Kitzbühel“, „Dr. Klein“, „Notruf Hafenkante“, „Bettys Diagnose“, „Heldt“, „Hindenburg“ (Zweiteiler) „Alles was zählt“, „In aller Freundschaft“ oder „Danni Lowinski“ und der 2012 u. a. mit dem 3sat-Zuschauerpreis, dem Prix Italia 2012 in der Kategorie Best TV Drama und der Goldenen Nymphe für den Besten Fernsehfilm beim Festival de Télévision de Monte-Carlo ausgezeichneten Fernsehfilm „Der letzte schöne Tag“. 1991 übernahm er seine erste Kinorolle in „Manta Manta“, u. a. mit Til Schweiger, mit dem er schon in der „Lindenstraße“ gedreht hatte. Seine Theaterengagements begannen an dem 1980 zusammen mit Kollegen gegründeten Theater Hansaplast in Düsseldorf. Nach sieben Jahren eroberte der Schauspieler bei Engagements am Schlosstheater Moers und an den Städtischen Bühnen Oberhausen in unterschiedlichsten Rollen das Publikum. Weitere Theaterstationen waren die Komödie und die Komödie Steinstraße in Düsseldorf, das Contra-Kreis-Theater Bonn, das Theater am Dom Köln und das Schlosspark Theater Berlin, an dem er 2017 in der Ray-Cooney-Komödie „Funny Money“ spielte. Zusammen mit Frank Lustig produziert Martin Armknecht seit 2001 für das von ihnen gegründete „doppel plus gut ENTERTAINMENT“ z. B. die beliebte Krimi-Bühnenshow „Fang den Mörder“. Martin Armknecht, der auch schon u. a. mit Annette Frier eigene Theaterstücke produziert hat, ist auch ein begehrter Hörbuch-Sprecher.
Aktuelle Produktion: „Die Kehrseite der Medaille“
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Der Schauspieler wurde 1953 in eine 10-köpfige schwäbische Pfarrfamilie hineingeboren. Aber nach Abitur und Zivildienst wollte Hartmut Volle nicht, wie sein Vater gehofft hatte, Pfarrer werden, sondern studierte Soziologie. Dieses Studium schloss er 1978 mit Diplom ab und absolvierte danach, aus dem Wunsch heraus, nach der Wissenschaft die Praxis zu erkunden, eine Schreinerlehre. Doch ein Unfall mit der Kreissäge ließ ihn an eine Umschulung denken. Neues Berufsziel: Schauspieler. Mit einer privaten Schauspielausbildung in Berlin und ersten Bühnenerfahrungen an der Berliner Schaubühne begann der Weg »auf die Bretter, die die Welt bedeuten«. Es folgten 14 Jahre im Festengagement an verschiedenen Bühnen mit Theaterstationen wie Hildesheim, Kaiserslautern, Saarbrücken, Nürnberg und Frankfurt. Hier verkörperte er u. a. die großen Hauptrollen der Bühnenklassiker wie Faust, Hamlet, Torquato Tasso, Zettel, Mephisto und viele andere. Das Rollenspektrum erweiterte sich auch durch Musical- bzw. musikalische Rollen wie Mackie Messer, Henry Higgins, Cyrano oder Don Quixote. Seit 1998 arbeitet Hartmut Volle freischaffend, u. a. in Freilichttheatern, als Gast in Osnabrück, Koblenz und am Schauspiel Frankfurt. In der Deutschen Erstaufführung der 2010 mit dem 1. INTHEGA-Preis ausgezeichneten Bühnenbearbeitung des Krimibestsellers „Tannöd“ von Andrea Maria Schenkel – eine Produktion des EURO-STUDIO Landgraf in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Fürth – spielte Hartmut Volle den mutmaßlichen Mörder Georg Hauer.
Bereits ab Anfang der 1990er Jahre schuf er sich in Film und Fernsehen ein zweites Standbein neben dem Theater und spielte in Serien mit wie „Tatort“, „Die Kommissarin“, „Ein Fall für zwei“, „Die Rosenheim Cops“ oder „Für alle Fälle Stephanie“. 2006 war er im Hauptcast der Telenovela „Das Geheimnis meines Vaters“ zu sehen, von 2006-2019 als Chef der Spurensicherung Horst Jordan fester Teil des Saarbrücker „Tatort“-Teams. Kinoprojekte wie „Das Labyrinth des Schweigens“ (D 2014, Regie: Giulio Ricciarelli) über die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitz-Prozesse und „Die Reste meines Lebens“ (D 2016, Regie: Jens Wischnewski) folgten. Parallel entstanden eigene Programme, u. a. der Brahms/Tieck-Abend „Die schöne Magelone“ mit seinem als Opern-Bariton berühmten Bruder Michael Volle oder »belebte Rezitationen« wie „Alte Liebe“ von Elke Heidenreich mit seiner Frau, der Schauspielerin Andrea Wolf. Darüber hinaus ist Hartmut Volle als Sprecher für Rundfunk, Features für Reiseveranstalter oder Hörspiele tätig und macht Lesungen. Seit 2009 arbeitet er auch im Rahmen von Fortbildungen für die deutsche Stiftung Organspende (DSO) sowie als Coach für Außendienstmitarbeiter im Pharmabereich. Und wenn er mal frei hat, was selten vorkommt, setzt er sich ans Klavier oder Cello, geht auf den Tennisplatz oder zieht sich allein an einen Carambolage-Billardtisch zurück. Mit seiner Frau hat er zwei mittlerweile erwachsene Kinder und lebt in Frankfurt am Main.
Aktuelle Produktion: „Amadeus“
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