Archiv der Kategorie: Biografien

Wolfgang Seidenberg

Der gebürtige Siegburger Wolfgang Seidenberg absolvierte seine Schauspielausbildung am Max-Reinhardt-Seminar in Wien. Dort hatte er auch seine ersten Theaterengagements, u. a. am Akademietheater, am Schauspielhaus und an der Kleinen Komödie. Unter der Intendanz von Peter Lotschak spielte er über zwölf Jahre bei den Bad Hersfelder Festspielen, u. a. die Titelrollen in „Jedermann“ und „Tartuffe“. Weitere Stationen waren das Landestheater Niederösterreich („Der Verschwender“ unter der Regie von Jérôme Savary), die Schauspielbühnen in Stuttgart (u. a. als Zampano in „La Strada“) und die Salzburger Festspiele („Die Salzburger Dreigroschenoper“ inszeniert von Sven Eric Bechtolf und Julian Crouch, „Der Sturm“, Regie: Deborah Warner). Nach einigen Arbeiten als Schauspieler, Regisseur und Dramaturg für das Theater Wahlverwandte und am Theater in Kempten spielte er zuletzt in der Musical-Uraufführung „Anne of Green Gables“ von Thomas Birkmeir den Matthew Cuthbert am Renaissancetheater Wien und in „Tom und Huck“ am Theater der Jugend Wien. Einem breiten TV-Publikum bekannt wurde Wolfgang Seidenberg durch die Rolle des Klempnermeisters Frank Töppers in der ARD-Vorabendserie „Marienhof “, die er von 1995 bis 2011 übernahm. Neben Gastrollen in anderen Fernsehserien spielte er auch in Kinofilmen, z. B. einen SS-Aufseher in Spielbergs „Schindlers Liste“ und in mehreren Produktionen des Filmemachers Roland Reber. Mit dem EURO-STUDIO Landgraf arbeitet Seidenberg seit 1988 zusammen, u. a. 1999 bis 2002 als Richard III. in Shakespeares gleichnamigem Drama. In der Spielzeit 2010/2011 war er in „Zweifel“ von John Patrick Shanley als Pater Flynn an der Seite von Renan Demirkan zu sehen, von 2013 bis 2018 als Wolf Haider in Lutz Hübners „Frau Müller muss weg“. Von 2018 bis 2025 war Wolfgang Seidenberg als John Proctor in „Hexenjagd“ zu sehen und von 2022 bis 2024 als Salieri in „Amadeus“, einer Koproduktion des EURO-STUDIOs Landgraf und den Schauspielbühnen in Stuttgart, sowie als medizinischer Sachverständiger in der EURO-STUDIO-Landgraf-Produktion „Gott“ von Ferdinand von Schirach. Zudem ging er für das Tournee-Theater THESPISKARREN (TTT) von 2010 bis 2018 mit „Die Legende vom heiligen Trinker“ nach Joseph Roth und „Der ewige Gatte“ nach Dostojewski (beide Regie: Silvia Armbruster) auf Gastspielreisen.
Zuletzt spielte er vom 20. Juni bis 17. August 2025 als Peter Block in „Sommernachtsträume“ (Shakespeare/Hinkel) und vom 25. Juli bis 10. August 2025 als Arne in „Wie Im Himmel“ (Kay Pollak) bei den Bad Hersfelder Festspielen.
Am 18. September 2025 liest er zusammen mit Schauspielkollegin Kathrin Hanak im Rahmen der Lesereise „quer Beet“ im Kurgarten Freudenstadt.

Aktuelle Produktionen: „Sie sagt. Er sagt.“

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Dominique Siassia

Da die 2014 in Stuttgart für ihre Darstellung der Emmi in „Gut gegen Nordwind“ als Schauspielerin des Jahres ausgezeichnete Dominique Siassia mit ihren deutsch-kongolesischen Eltern abwechselnd im Kongo, dem Heimatland ihres Vaters, und in ihrem Geburtsort Osterburg in der Altmark aufwuchs, spricht sie neben Deutsch, Französisch und Englisch auch fließend Kikongo. Nach dem Abitur in Duisburg studierte sie von 2000 bis 2004 Schauspiel, Gesang und Tanz an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Gleich zu Beginn ihres Studiums bekam sie ab 2001 einen dreijährigen Gastvertrag am Düsseldorfer Schauspielhaus. Sie spielte die weibliche Hauptrolle der Tamara in „39,90“ nach dem gleichnamigen französischen Bestseller von Frédéric Beigbeder. Bei den Ruhrfestspielen 2006 spielte sie unter der Regie von Ingo Waszerka die Cordelia in „Ich bin der Narr von Lear“ nach Shakespeares „König Lear“. Seit ihrer Hauptrolle der Samia in der bekannten ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ (2007 bis 2008) war sie immer wieder in TV-Produktionen zu sehen. Aufsehen erregte 2009 und 2010 ihre außergewöhnliche Leistung in der ZDF-Krimi-Reihe „Nachtschicht“. In „Ein Mord zu viel“ stand sie mit Joachim Król vor der Kamera und in der Jubiläumsfolge „Reise in den Tod“ überzeugte sie in der Hauptrolle Marie France an der Seite von Götz George. 2014 bzw. 2015 war sie in den auf den Romanvorlagen von Bestsellerautorin Kerstin Gier basierenden TV-Filmen „Die Mütter- Mafia“ und „Müttermafia-Patin“ an der Seite von Annette Frier zu sehen. In der 2014 von arte ausgestrahlten zweiten Folge „Partitur des Todes“ der ZDF-Serie „Kommissar Marthaler“ trat sie als Anna Stern neben Matthias Koeberlin auf. Nach einem Gastauftritt in „Anna und die Liebe“ und einer Hauptrolle in „Bettys Diagnose“ stand sie in der 400. Folge der Kultkrimi-Serie „Die Rosenheim-Cops“ als Amrei Silberbauer vor der Kamera. Das Tourneetheater-Publikum lernte Dominique Siassia durch zwei sehr unterschiedliche Rollen bei der Konzertdirektion Landgraf kennen: Zunächst konnte man ihr musikalisches Talent in „Am offenen Herzen. Eine musikalische Notaufnahme” bewundern. Nach dieser Koproduktion mit dem Theater im Rathaus Essen spielte sie drei Jahre später in „Zeitfenster“ die Politikstudentin Terry Scholes in einer Aufführungsserie an den Hamburger Kammerspielen und gleich im Anschluss auf Tournee. Die Hauptrolle in dem Stück des britischen Dramatikers David Hare – eine Zusammenarbeit zwischen den Kammerspielen und dem EURO-STUDIO Landgraf, die als Wiederholung im Herbst 2009 lief – spielte Peter Striebeck. Das Publikum der Gastspielorte kennt Dominique Siassia außerdem durch Produktionen von den Theatergastspielen Kempf und des Tournee-Theaters THESPISKARREN (TTT). Beim TTT war sie in zwei Bestseller-Dramatisierungen zu sehen: In Gaby Hauptmanns „Suche impotenten Mann fürs Leben“ (2011 bis 2013), 2018 in „Das Lächeln der Frauen“ nach Nicolas Barreaus gleichnamigen Roman. Die Regie in dieser Liebesgeschichte führte Karin Boyd. Bestseller waren auch „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“ von Daniel Glattauer, die sie 2012 bzw. 2014 an den Schauspielbühnen in Stuttgart spielte. 2022 hat sie für die ARD-Serie „In Aller Freundschaft“ gedreht.
Aktuelle Produktionen: „Und wer nimmt den Hund?“
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