Through Darkness

[OPERASSION] / EURO-STUDIO Landgraf
THROUGH DARKNESS
Im Scheinwerferlicht ist jeder blind
Ein multimediales Musik-Erlebnis von Oper bis Spiritual
Text und Musik: Fabian Dobler

ca. 01.03.2019 – 31.03.2019

Musikalische Leitung, Piano: Fabian Dobler
Video und Klangeffekte: Stephan Boehme
Licht-Design: Felix Kirchhofer
Kostüme: Cordula Stummeyer

Mit: Douglas Yates (Bariton), Antje Steen (Bandoneon)
Ensemble [OPERASSION] (Piano, Violine, Cello, Gitarre, Kontrabass, Bandoneon) auf der Bühne
ca. 2 Sänger, 1-2 Schauspieler; ca. 6 Instrumentalisten
insgesamt ca. 10-11 Mitwirkende

Die Multimedia-Show folgt biografischen Erlebnissen des Hauptdarstellers Douglas Yates (u. a. ausgezeichnet mit dem Metropolitan Opera Council Award, New York) und bietet ein völlig neuartiges Musikerlebnis:

Ein erfolgreicher Sänger wir durch den Verlust seines Augenlichts aus der Bahn geworfen. Den Platz auf der Bühne muss er sich erst wieder erkämpfen. Als er sein bisheriges Leben komplett in Frage stellt, bekommt er eine neue Chance… Ein Stück über die Oper und das Leben, basierend auf einer wahren Geschichte. „Through Darkness“ verbindet wunderbare Musik mit einer großen Erzählung über die Suche nach dem, was im Leben wirklich zählt. Emotionale Höhepunkte der Oper, die direkte Wirkung des Schauspiels und die visuelle Kraft des Kinos verschmelzen zu echtem, heutigen MusikTheater. Ein neues Genre wird geboren. Das Ergebnis: Kein altes Stück aus einer anderen Zeit, sondern eine Geschichte in die man sofort eintaucht, da sie heute passiert, in unserer Welt.

Mit einer hollywoodreif erzählten Geschichte, atmosphärisch dichtem Sounddesign sowie Video-Projektionen zu Live-Musik entsteht eine noch nie dagewesene, mitreißend-innovative Best-of-Music-Gala. Fabian Dobler und [OPERASSION] entführen das Publikum in die Welt der Fantasie! Was der Cirque du Soleil für das Genre Zirkus geleistet hat, schafft [OPERASSION] für das Musiktheater: Endlich ist es im 21. Jahrhundert angekommen! 

Musiktheater sprengt seine Grenzen
Fabian Dobler über THROUGH DARKNESS
Eine echte Geschichte jenseits des genreüblichen Stillstands auf der Bühne. Eine Reise durch musikalische Welten von Oper bis Spiritual. Ein neuer, authentischer Klang, der direkt ins Herz geht. Der das bisher Gewohnte erscheinen lässt wie Dampfradio im Zeitalter von Dolby Surround. Sie erleben die Geschichte mit allen Sinnen, müssen sich nicht die dynamischen Elemente der Handlung dazu denken. „Through Darkness“ ist die Verbindung von Theater, Konzert und Kino. Sie tauchen ein in dramatische und visuell überwältigende Teile der Handlung, weil Sie sie sehen. Die Wirkung ist direkter und unmittelbarer als im Kino, da hierzu live musiziert und gesungen wird. Musik und Bild gehen eine ganz neue und enge Verbindung ein. Auch die Klangwelt der filmischen Szene, z. B. Geräusche, ist in die musikalische Partitur eingearbeitet. Dazu Theater. Eine Gegenfigur zum Protagonisten/Sänger, teils Erzähler, teils Angstvision, gibt Raum für die gedankliche Auseinandersetzung. Musical? Oper? Crossover? Eher ein neues Genre, das in Zukunft vielleicht einmal ‚Synergie’ genannt wird.

Fabian Dobler – Dirigent, Tonsetzer, Autor, Pianist:
„Musik ist Klang, Klang ist Emotion.“ 
Nicht nur DIE ZEIT lobte seine Mozart-„Don Giovanni“-Adaption „Leporellos Tagebücher“, sein künstlerischer Ansatz wird als Problemlösung einer ganzen Kunstsparten-Krise gefeiert: So bezeichnete das 3sat-Magazin „Foyer“ Dobler als »Retter der Oper«, und Opernlegende Inge Borkh ließ in der Stuttgarter Zeitung in Bezug auf „Leporellos Tagebücher“ verlauten »Was wir heute erlebt haben, ist die Zukunft der Oper«. Dobler geht es bei seinen Neufassungen nicht um Verkleinern, sondern um Verdichten, Intensivieren und um Übertragung in die heutige Erlebniswelt. So kondensiert er große Arien auf ihre kammermusikalische Essenz, oft in gänzlich unerwartetem Klang, aber immer voller Respekt für die Originalideen. Aktuell ist die Produktion „…und sonst gar nichts?“ des Theater Die Färbe, Singen (Musik, Konzept, Musikalische Leitung: Fabian Dobler) zu den Hamburger Privattheatertagen 2016 eingeladen und für den Monika-Bleibtreu-Preis nominiert.

[OPERASSION] = OPERA (Werke) + OPERATION (Bearbeitung) + PASSION (Leidenschaft)[OPERASSION] ist eine Gruppe außergewöhnlicher Künstler. In verschiedenen Besetzungen, mit neuen Konzepten und eigenen Bearbeitungen steht das Ensemble für eine neue Art von Kammermusik. Prägend für den Charakter des Ensembles ist die Verbindung der verschiedenen künstlerischen Welten seiner Mitglieder. So verschmilzt das Tango-Instrument Bandoneon ganz selbstverständlich mit ‚klassischen’ Instrumenten und Gesang zum einzigartigen Klang von [OPERASSION]. Der künstlerische Ansatz ist ein bewusster Gegenentwurf zum ‚historisch Korrekten’. Ziel ist nicht das Nachempfinden einer idealisierten Uraufführung. [OPERASSION] will die Arbeitsweise der Künstler vergangener Epochen adaptieren und ihre Werke eingebunden in unsere Zeit neu entstehen lassen.

[OPERASSION] schafft Musik voller Klangzauber, Dramatik und Emotion. Der so entstehende Klang ist im 21. Jahrhundert angekommen: überraschend, fesselnd – und doch der Idee hinter den Noten absolut treu.

Auszug aus einem Fabian-Dobler-Interview mit Detlev Fetten in:
ORPHEUS, Das MusikTheatermagazin, September / Oktober 2015, S. 16-18

Fabian Dobler: Wie alle Künstler bin ich auf der Suche nach Echtem und Lustvollem, das unsere Zeit spiegelt und heute Menschen erreicht. Ich glaube nicht ans Historische. Ich denke nicht, dass es weiterhilft, überkommene Formen der Darbietung eines mehrere hundert Jahre alten Repertoires endlos zu wiederholen. (…) Es gibt das Kino. Es gibt Computerspiele, das Fernsehen, Youtube, Hörbücher – unzählige multimediale Welten. Alles bewegt sich. Dieser Herausforderung müssen wir klassischen Musiker uns stellen. Man erzählt die Geschichten heute anders.
(…)
Genau hier liegt einer der Gründe für das unsägliche Klischee der »langweiligen Klassik«. Die Libretti wurden zu einer Zeit geschrieben, als stringentes Erzählen nicht die heutige Priorität hatte. (…) Wir müssen an die Werke ran! (…) Wie schon Schumann, Mendelssohn, Liszt, Busoni, Mahler und Schönberg Werke vergangener Epochen zu neuem Leben erweckten, indem sie ihre eigenen Fassungen schrieben. Sie bewahrten das künstlerische Erbe, indem sie es veränderten. (…)
Wenn es gelingt, den leise glimmenden Kern eines künstlerischen Werkes für das heutige Publikum wieder zur lodernden Flamme anzufachen, ist alles erlaubt. Wir brauchen einen überraschenden, besonderen Klang, der die Aufmerksamkeit wieder neu fesselt und einen dramaturgischen Aufbau von Konzerten und Theateraufführungen, der den Vergleich mit aktuellen Kino- und Fernsehproduktionen aushält.

Pressestimmen zu Doblers Arbeit

Die Zukunft der Oper.
Inge Borkh, Stuttgarter Zeitung

Eine Verzauberung der Welt mit musikalischen Stilmitteln unserer Tage.
Südwest Presse