Und wer nimmt den Hund?

EURO-STUDIO Landgraf /
Komödie Winterhuder Fährhaus Hamburg
UND WER NIMMT DEN HUND?
Komödie nach dem Filmdrehbuch von Martin Rauhaus
in einer Bühnenbearbeitung von Marcus Grube

Tourneezeitraum wird in Kürze genannt*
* Verhandlungen noch nicht abgeschlossen

Mit Marion Kracht,
Michael Roll,
Dominique Siassia, Simone Ritscher, Hartmut Lehnert, Sandrine Guiraud
6 Schauspieler*innen

Regie: Martin Woelffer
Bühnenbild: Tom Presting
Kostüme: Nicole von Graevenitz

Der gleichnamige Film erlebte seine Weltpremiere am 2. Juli 2019 beim Filmfest München und erhielt dort gleich eine Nominierung für den Bernd Burgemeister Fernsehpreis. Beim Kinostart am 8. August 2019 erreichte der Film Platz 1 der Arthouse-Kinocharts. 2020 wurde er in der Kategorie Bestes Drehbuch Kinofilm für den österreichischen Film- und Fernsehpreis Romy nominiert.

Und wer nimmt den Hund?

 

Zum Inhalt
Es gibt Vorzeigepaare, die machen alles richtig. Georg und Doris Lehnert sind seit 20 Jahren verheiratet, er hat es als Biologe zum Aquariumsdirektor gebracht, sie hat zwei Kinder aufgezogen und sich um das Eigenheim in bevorzugter Wohnlage gekümmert. Jede Menge Alltag und gemeinsam gelebtes Leben. Die Kinder sind aus dem Haus, das Paar könnte sich neu finden…

Die Versuchung in Gestalt von Laura, Georgs zwanzig Jahre jüngerer Doktorandin, naht, und plötzlich steht seine Beziehung mit Doris vor dem Aus. Wer eine Schlammschlacht erwartet, muss umdenken. »Wir hatten unsere Zeit. Und jetzt ist die eben vorbei«, konstatiert Georg trocken, und auch Doris scheint sich für die Trennungsdynamik eher wie für ein Experiment unter Laborbedingungen zu interessieren. »Man will das doch irgendwie verstehen«, sagt sie und schlägt den gemeinsamen Besuch bei Trennungstherapeutin Gisela Bruhns vor. Das klingt nach ‚Scheidung light‘, frei nach dem modischen Lifestyle-Konzept „bewussten Entpaarens“ („conscious uncoupling“), auf das Hollywood Stars wie Gwyneth Paltrow schwören.

Der Witz und besondere Charme dieser Komödie besteht darin, wie Szene für Szene die Vernunft als das am wenigsten taugliche Instrument zur Lösung von Beziehungsproblemen vorgeführt wird. Das Publikum darf sich am Gefälle zwischen der erhofften problemfreien Trennung und den sich unvermutet meldenden Gefühlsverwirrungen des Paares ergötzen.

Statt Familiensinn dominiert plötzlich Lagerdenken: Beide Seiten werfen Kindern und Freunden mangelnde Loyalität vor, es wird um Geld und Besitzstände gefeilscht, die Lebensleistungen werden wechselseitig kleingeredet, die neuen Partner lächerlich gemacht und Pyrrhussiege, wenn es gelingt, den Ex eifersüchtig zu machen oder der Ex die Autoreifen zu zerstechen, werden schamlos ausgekostet. Die Frage, wer den Hund nimmt, ist unter den Bedingungen mühsam niedergerungener oder wie Geysire aufschießender Emotionen vergleichsweise zweitrangig. Erst als es einen unwiederbringlichen Verlust zu beklagen gibt, stellt sich bei den Kombattanten Wehmut ein, die vieles in ein milderes Licht zu tauchen vermag.

Ein Hinweis sei erlaubt: Der ursprünglich für das Kino entwickelte und mit Martina Gedeck und Ulrich Tukur in den Hauptrollen erstmals 2019 beim Filmfest München gezeigte Stoff ist wie geschaffen für die Bühne!

Pressestimmen

Anhaltender Applaus
KAMEN Klaus Schultebraucks, Hellweger Anzeiger, 13.04.2022

90 Minuten lang wurde in dem Stück auf einem Grat balanciert, der die tragischen Facetten anerkannte, sie aber immer wieder komödiantisch durchbrach. (…) Die Gäste genossen sichtlich den Theaterabend und bedachten alle, vor allem aber Kracht und Roll, mit viel Applaus.
NETTETAL Sigrid Blomen-Rademacher, Rheinische Post, 12.04.2022

Komödie begeistert mit bitterbösen Witzen und Stoff zum Nachdenken
Die beiden Hauptfiguren (…) zogen während ihres bühnenreifen Trennungsprozesses alle schauspielerischen Register. Sehr zur Freude des Theaterpublikums. (…) Marion Kracht begeistert als leidende, wütende, suchende und plötzlich ganz befreite Ehefrau.
NEUBURG Elke Böcker, Neuburger Rundschau, 31.03.2022

Fernsehstars brillieren
Marion Kracht und Michael Roll, beide erfahrene Film- und Bühnenprofis, gelingt es mit Bravour, die Sympathie des Publikums zu gewinnen. (…) Auch die vier weiteren Rollen sind hochkarätig und hochwertig mit bekannten Gesichtern besetzt.
NEUBURG Kerstin Egerer, Donaukurier, 30.03.2022

90 Minuten beste Unterhaltung
Komödie mit Marion Kracht und Michael Roll überzeugt
Die Komödie war nicht nur erstklassig besetzt, sondern auch unbeschwert unterhaltend für das Publikum.
ESPELKAMP Wiebke Henke, Westfalen-Blatt, 15.03.2022

In der Bühnenfassung spielten nun Michael Roll und Marion Kracht das Ehepaar – mit Bravour, um es vorwegzunehmen.
Die Aufführung hatte alles, was eine gute Komödie ausmacht. Eine gekonnt erzählte Geschichte, in der es einige unerwartete Perspektivwechsel gab. Spritzige Dialoge. Ein pfiffiges, schnörkelloses Bühnenbild. Ein Ensemble, das offensichtlich richtig Lust zum Spielen hatte. Und einen Titelhelden, Hund „Lewandowski“, der nie zu sehen war, aber eine entscheidende Rolle spielte.
ESPELKAMP Cornelia Müller, Neue Westfälische, 15.03.2022

Komödie überzeugt mit ansprechender Unterhaltung
Doris und Georg werden nicht nur von zwei ausgebufften Bühnenprofis verkörpert. Marion Kracht und Michael Roll gelingt es auch, die beiden Figuren als Sympathieträger in Szene zu setzen, sich nicht auf Kosten des anderen als hilfloses Trennungsopfer zu profilieren.
LAHR Jürgen Haberer, Lahrer Zeitung, 10.03.2022

Das Publikum belohnte ein interessantes Stück und überzeugende Schauspielleistungen mit großem Applaus.
DELMENHORST Heide Rethschulte, Delmenhorster Kurier, 04.03.2022

Pressestimmen zum Film

[Hier] fliegen – unterbrochen von Rückblenden und Spielszenen aus dem aufgewühlten Alltag – die Fetzen so heftig, dass es einfach nur Spaß macht zuzusehen. (…) Bittere Enttäuschungen, kurz wieder aufflammende Leidenschaft und Eifersucht, tiefe Verletzungen – in diesem Film von Rainer Kaufmann wird auf sehr komische Weise wieder einmal klar, dass in Scheidungskriegen keine Gefangenen gemacht werden.
LEIPZIG Knut Elstermann, MDR Kultur, 08.08.2019

In der Tat sind es die oft sehr pointierten Dialoge, die die Stärke des Filmes sind.
HAMBURG Bettina Peulecke, NDR Kultur, 05.08.2019

Bitterböse Scheidungskomödie mit pointierten Dialogen Einen Großteil seines Humors bezieht „Und wer nimmt den Hund?“ aus seinen bissigen Dialogsequenzen, wenn sie etwa zu ihm sagt: »Ich will eine Firma gründen.« Darauf er: »Ein Bauunternehmen für Luftschlösser?«. Oder er sagt zu ihr: »Ich hab‘ nachgedacht.« Darauf sie: »Das muss ja nicht falsch sein.« (…) Da fühlt man sich zuweilen an den (…) Hollywood-Klassiker „Der Rosenkrieg“ erinnert, in dem sich Michael Douglas und Kathleen Turner eine brachial-brutale Scheidungsschlacht liefern. Da (…) es ein paar schöne Querverweise auf andere Filme gibt (…) macht „Und wer nimmt den Hund?“ trotz seiner eigentlich ernsthaften Prämisse einen Heidenspaß.
**** Vier (von fünf) Sternen
BERLIN Thomas Lassonczyk, filmstarts.de, 06.06.2019

Der emotionale Kern liegt (…) im Gespräch mit der Therapeutin verborgen, wodurch sich ein schönes Wechselspiel aus mit Hysterie und Aufopferung kokettierender Comedy und melancholischem Drama über verpasste Chancen und Mittlebenskrisen entwickelt. (…) „Und wer nimmt den Hund?“ [ist] ein (…) Beweis dafür, dass deutsche Filmemacher auch richtig komisch sein können.
Antje Wessels, Programmkino.de

Einer nicht validierten Beobachtung zufolge sind Beziehungen, deren Mitglieder sich für eine »Paartherapie« entscheiden, eigentlich bereits am Ende. Im Umkehrschluss gäbe es dann für bröckelnde Beziehungen, die eine »Trennungstherapie« beginnen, ja vielleicht noch Hoffnung. Aber so einfach ist das natürlich nicht. Auch nicht in Rainer Kaufmanns Beziehungskomödie „Und wer nimmt den Hund?“.
BERLIN Jenny Zylka, TAZ, 12.08.2019

Biografien

Marion Kracht (c) Mirjam KnickriemMARION KRACHT
Die in München geborene Marion Kracht ist die Tochter von Fritz André Kracht, der nicht nur als Autor, Filmmacher und Übersetzer tätig war, sondern auch einer der wenigen deutschen Künstler war, die mit Polaroids arbeiteten. Für seine als Polagrafien bezeichneten Kunstwerke wurde er international hochgeachtet.
Bereits seit ihrem fünften Lebensjahr… mehr

Michael Roll (c) Pascal AlbandopulosMICHAEL ROLL
Der gebürtige Münchner bekam durch die Berufe seiner Eltern – Vater Gernot Roll war ein renommierter Kameramann und Regisseur und seine Mutter, Nina Roll, arbeitete ebenfalls beim Film – sehr früh Kontakt zur Branche. Noch während der Schulzeit synchronisierte er unzählige Filme, obwohl sein eigentlicher Plan war, Pilot zu werden. Seine Karriere am Theater… mehr

Dominique Siassia (c) Nela KnigDOMINIQUE SIASSIA
Da die 2014 in Stuttgart für ihre Darstellung der Emmi in „Gut gegen Nordwind“ als Schauspielerin des Jahres ausgezeichnete Dominique Siassia mit ihren deutsch-kongolesischen Eltern abwechselnd im Kongo, dem Heimatland ihres Vaters, und in ihrem Geburtsort Osterburg in der Altmark aufwuchs, spricht sie neben Deutsch, Englisch und Französisch auch fließend Kikongo. … mehr

Sandrine Guiraud (c)-Hagen SchnaussSANDRINE GUIRAUD
Fernsehzuschauer kennen die gebürtige Karlsruherin womöglich aus Fernsehserien wie „Tatort“, „SOKO Wismar“ oder aus der TV-Film-Romanze „Schwer verknallt“ mit Katrin Filzen. Im Kino war sie u. a. 2006 als Sunny in dem gleichnamigen Film von Thorsten Wettcke zu sehen, dessen Drehbuch beim Brooklyn International Film Festival ausgezeichnet wurde. Auf den Brettern… mehr

SIMONE RITSCHER
Geboren und aufgewachsen ist Simone Ritscher in Bautzen. Nach dem Abitur begann sie ein Studium an der Humboldt- Universität Berlin (Pflanzenproduktion/Mikrobiologie). Recht schnell merkte sie jedoch, dass das nichts für sie war und entschied, sich ihren heimlich schon lange gehegten Wunsch zu erfüllen: Schauspielerin zu werden… mehr

HARTMUT LEHNERT
In Frankfurt am Main geboren, absolvierte Hartmut Lehnert von 2004 bis 2007 seine Ausbildung zum staatlich anerkannten Schauspieler am Europäischen Theaterinstitut (ETI) zu Berlin. Anschließend baute er sein schauspielerisches Profil weiter aus und belegte Kurse u. a. in Kamera-Training, Gesangsunterricht und besuchte regelmäßig Schauspiel- und Improvisationstheater… mehr

 

Zuletzt aktualisiert: 21.05.2022