Kategorie-Archiv: Biografien

Martin Armknecht

Martin Armknecht erhielt seine Schauspielausbildung in Berlin unter anderem bei Jack Garfein vom Actor Studio Los Angeles und Zygmont Molik vom Grotowski Institut Warschau. Zusammen mit anderen Kollegen baute er 1982 ein eigenes Theater in Düsseldorf, den Hansa Palast, auf, wo er fünf Jahre lang spielte. Der Durchbruch gelang ihm 1986 als Robert Engel in der Fernsehserie „Lindenstraße“. Im Folgenden spielte er an Städtischen Bühnen wie Oberhausen und Moers sowie an Komödienhäusern wie der Komödie Düsseldorf, der Komödie Steinstraße in Düsseldorf und am Contra-Kreis-Theater Bonn. 1991 übernahm er seine erste Kinorolle in „Manta Manta“, es folgten zahlreiche andere. 1996 stand Martin Armknecht in der Serie „Ein Mord für Quandt“ als Haupt- und Titeldarsteller vor der Kamera. Bis heute spielt er in zahlreichen Film- und Fernsehrollen von „Tatort“ über „Alles was zählt“ bis hin zu „In aller Freundschaft“, in denen er sein schauspielerisches Talent immer wieder aufs Neue unter Beweis stellt. Zusammen mit Frank Lustig produziert Martin Armknecht seit 15 Jahren erfolgreich die Krimi-Bühnenshow „Fang den Mörder“ und hat auch schon eigene Theaterstücke produziert, u. a. mit Annette Frier. Auch als Hörbuch-Sprecher ist er erfolgreich.
Aktuelle Produktion: „Die Kehrseite der Medaille“

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Hartmut Volle

Der Schauspieler wurde 1953 in eine 10-köpfige schwäbische Pfarrfamilie hineingeboren. Aber nach Abitur und Zivildienst wollte Hartmut Volle nicht, wie sein Vater gehofft hatte, Pfarrer werden, sondern studierte Soziologie. Dieses Studium schloss er 1978 mit Diplom ab und absolvierte danach, aus dem Wunsch heraus, nach der Wissenschaft die Praxis zu erkunden, eine Schreinerlehre. Doch ein Unfall mit der Kreissäge ließ ihn an eine Umschulung denken. Neues Berufsziel: Schauspieler. Mit einer privaten Schauspielausbildung in Berlin und ersten Bühnenerfahrungen an der Berliner Schaubühne begann der Weg »auf die Bretter, die die Welt bedeuten«. Es folgten 14 Jahre im Festengagement an verschiedenen Bühnen mit Theaterstationen wie Hildesheim, Kaiserslautern, Saarbrücken, Nürnberg und Frankfurt. Hier verkörperte er u. a. die großen Hauptrollen der Bühnenklassiker wie Faust, Hamlet, Torquato Tasso, Zettel, Mephisto und viele andere. Das Rollenspektrum erweiterte sich auch durch Musical- bzw. musikalische Rollen wie Mackie Messer, Henry Higgins, Cyrano oder Don Quixote. Seit 1998 arbeitet Hartmut Volle freischaffend, u. a. in Freilichttheatern, als Gast in Osnabrück, Koblenz und am Schauspiel Frankfurt. In der Deutschen Erstaufführung der 2010 mit dem 1. INTHEGA-Preis ausgezeichneten Bühnenbearbeitung des Krimibestsellers „Tannöd“ von Andrea Maria Schenkel – eine Produktion des EURO-STUDIO Landgraf in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Fürth – spielte Hartmut Volle den mutmaßlichen Mörder Georg Hauer.

Bereits ab Anfang der 1990er Jahre schuf er sich in Film und Fernsehen ein zweites Standbein neben dem Theater und spielte in Serien mit wie „Tatort“, „Die Kommissarin“, „Ein Fall für zwei“, „Die Rosenheim Cops“ oder „Für alle Fälle Stephanie“. 2006 war er im Hauptcast der Telenovela „Das Geheimnis meines Vaters“ zu sehen, von 2006-2019 als Chef der Spurensicherung Horst Jordan fester Teil des Saarbrücker „Tatort“-Teams. Kinoprojekte wie „Das Labyrinth des Schweigens“ (D 2014, Regie: Giulio Ricciarelli) über die Vorgeschichte der Frankfurter Auschwitz-Prozesse und „Die Reste meines Lebens“ (D 2016, Regie: Jens Wischnewski) folgten. Parallel entstanden eigene Programme, u. a. der Brahms/Tieck-Abend „Die schöne Magelone“ mit seinem als Opern-Bariton berühmten Bruder Michael Volle oder »belebte Rezitationen« wie „Alte Liebe“ von Elke Heidenreich mit seiner Frau, der Schauspielerin Andrea Wolf. Darüber hinaus ist Hartmut Volle als Sprecher für Rundfunk, Features für Reiseveranstalter oder Hörspiele tätig und macht Lesungen. Seit 2009 arbeitet er auch im Rahmen von Fortbildungen für die deutsche Stiftung Organspende (DSO) sowie als Coach für Außendienstmitarbeiter im Pharmabereich. Und wenn er mal frei hat, was selten vorkommt, setzt er sich ans Klavier oder Cello, geht auf den Tennisplatz oder zieht sich allein an einen Carambolage-Billardtisch zurück. Mit seiner Frau hat er zwei mittlerweile erwachsene Kinder und lebt in Frankfurt am Main.

Aktuelle Produktion: „Amadeus“

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Michael Roll

Als Sohn des mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Kameramanns Gernot Roll wurde er schon mit einem „Filmgen“ geboren, und so ist es keine Überraschung, dass er bereits während seiner Schulzeit in München Filme synchronisierte und heute die deutsche Stimme von Tom Hanks und Benjamin Bratt ist. Nach Gesangs- und Schauspielunterricht gehört er seit Jahrzehnten zu den bekanntesten und meistbeschäftigten Theater-, Film- und TV-Schauspielern Deutschlands. Seine ersten Kinorollen spielte er in „Kraftprobe“ (1981) zusammen mit Hannelore Hoger und bekam zwei Jahre später beim Casting für den Film „Einmal die Woche“ die Hauptrolle. Trotz seiner zahlreichen Film- und Fernsehrollen hielt Roll dem Theaterpublikum immer die Treue. Er ging u. a. in „Andorra“ von Max Frisch auf Tournee und gastierte mit William Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“ bei den Luisenburg-Festspielen in Wunsiedel. Für seine Hauptrolle im TV-Zweiteiler „Der Mann aus Salz“ nach Ludwig Ganghofer wurde er mit dem „Chaplin-Schuh“ als bester Nachwuchsschauspieler vom Bundesverband deutscher Film- und Fernsehregisseure ausgezeichnet. Zum Fernsehliebling wurde er als junger Kriminalassistent Axel Hübner an der Seite des legendären Günter Strack in der 32-teiligen Fernsehserie „Der König“, die von 1994 bis 1998 bei Sat.1 gesendet wurde. Seitdem war der Serien- und TV-Star in Haupt-und Nebenrollen in unendlichen vielen namhaften Produktionen zu sehen, darunter in „Café Meineid“, „Liebling Kreuzberg“, „Siska“, „Der Alte“, „Der Fahnder“, „Derrick“, „Tatort“, „Ein Fall für zwei“, „Polizeiruf 110“, „Der Bulle von Tölz“, „Die glückliche Familie“ und „SOKO 5113“. Ein Millionenpublikum sah ihn in sechs Folgen der ZDF Reihe „Rosamunde Pilcher“ und in bisher zwei Episoden, „Singapur/Bintan“ und „Macau“, des ZDF-Quotenbrechers „Traumschiff“, die zusammen von fast zehn Millionen Menschen angeschaut wurden.

Roll stand 2019 als Richard in „Willkommen bei den Hartmanns“ in der Hamburger Komödie Winterhuder Fährhaus auf der Bühne. Viel Zeit widmet Michael Roll seinem sozialen Engagement. Neben seiner eigenen Stiftung unterstützt er die Tabaluga-Stiftung für traumatisierte Kinder, die unter der Schirmherrschaft von Peter Maffay steht.

Aktuelle Produktion: „Und wer nimmt den Hund?“

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