Archiv der Kategorie: Biografien

Sebastian Hölz

Sebastian Hölz wurde 1972 in Ravensburg geboren. Nach seinem Abitur am dortigen Albert-Einstein-Gymnasium studierte er zunächst drei Semester Germanistik und Romanistik an der Universität Heidelberg, bevor er 1994 zum Schauspielstudium ans Salzburger Mozarteum wechselte. 1998 debutierte er am Schauspielhaus Zürich in Georg Büchners „Leonce und Lena“ unter der Regie von Nicolai Sykosch. Sein erstes Festengagement führte Hölz erneut nach Österreich, ans Linzer Landestheater unter Gerhard Willert, wo er u. a. in Shakespeares „Der Sturm“ als Ferdinand, in Schönherrs „Kindertragödie“ als Franz und in Schillers „Kabale und Liebe“ als Ferdinand zu sehen war. In Österreich begann er auch, für Film und Fernsehen zu arbeiten. Dort spielte er in ORF-Serien wie „Kommissar Rex“, „Soko Kitzbühel“, „Schloßhotel Orth“ oder „Die Neue“. 2003 ging er ans Staatstheater Nürnberg, wo er bei Klaus Kusenberg Rollen wie Demetrius in Shakespeares „Sommernachtstraum“, Tusenbach in Tschechows „Drei Schwestern“, Michael in Vinterbergs „Das Fest“ oder Eilif in Brechts „Mutter Courage“ spielte. Drei Jahre später führte ihn sein Weg in den Norden, nach Hamburg ins dortige „Großstadtrevier“. An der Seite von Jan Fedder drehte er als Polizeiobermeister Ben Kessler 32 Folgen der beliebten ARD-Serie. Seit dieser Zeit arbeitet Sebastian Hölz freischaffend für Theater, Hörfunk, Film und Fernsehen, außerdem ist er als Synchronsprecher tätig. Er spielte den Konrektor Julian Götting in der SAT.1-Soap „Hand aufs Herz“, den Stararchitekten Lars Klingenthal im RTL-Dauerbrenner „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ und drehte für Serien wie „Notruf Hafenkante“ und „Alarm für Cobra 11“. 2015 war er erstmals für das EURO STUDIO Landgraf auf Tournee, an der Seite von Doris Kunstmann in der Regie von Hans Hollmann als Simultanübersetzer Gottfried in Theresia Walsers „Ich bin wie ihr-ich liebe Äpfel“. Gastspiele führten ihn u. a. nach Osnabrück, wo er an den Städtischen Bühnen Shakespeares „Julius Cäsar“ spielte, nach Düsseldorf ans Theater an der Kö, wo er in Moritz Rinkes „Wir lieben und wissen nichts“ als Roman zu sehen war, oder ans Stadttheater Bremerhaven, wo er 2022 Don Pedro in Shakespeares „Viel Lärm um nichts“ in der Regie von Kay Neumann spielte. 2023 und 2024 übernahm Sebastian Hölz bei den Sommerfestspielen des Landestheaters Oberpfalz auf Burg Leuchtenberg die Titelrolle in Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ in der Regie von Christian A. Schnell. 2024 spielte er dort mit großem Erfolg auch den Milchmann Tevje im Musical „Anatevka“. Hölz lebt in Berlin und am Stettiner Haff, er ist Vater eines Sohnes.

Aktuelle Produktion: „Kardinalfehler“

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Stephan Bürgi

Der gebürtige Schweizer, begann seine künstlerische Laufbahn an der renommierten Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin und studierte zusätzlich in Mailand Commedia dell’Arte. Sein Schauspieldebüt gab er am Hans-Otto-Theater in Potsdam in Shakespeares „Was ihr wollt“. Es folgten Festengagement am Theater Altenburg/Gera sowie Gastrollen am Schauspiel Essen und am Hechtplatztheater Zürich. Zu seinen Bühnenrollen zählen unter anderem der Titelheld in Peter Shaffers „Amadeus“ an den Berliner Kammerspielen, Biff in Arthur Millers „Tod eines Handlungsreisenden“ an der Komödie Dresden, Mortimer in „Arsen & Spitzenhäubchen“ in Winterthur sowie Arlecchino am Teatro Olympico Vincenza. Am Theater Wechselbad Dresden war er in „Ladies Night“ als Norman sowie als Faust in „Faust – Die Rockoper“ zu sehen. Zudem stand er am Kleinen Theater Berlin als Udo in seinem eigenen Schlagerprogramm „Udo & Jürgen – Ein Sehnsuchtsabend“ auf der Bühne. Das Tourneepublikum kennt den vielseitigen Schauspieler u. a. von Konzertdirektion-Landgraf-Gastspielreisen mit „Die Physiker“, „Das Fußballwunder von Bern“, „Bei Anruf Mord“ und „Mann über Bord“. Seit 2015 ist er auch im Musical-Bereich aktiv, unter anderem am Stage Theater Hamburg in „Das Wunder von Bern“ und in der Europapremiere von „Die fabelhafte Welt der Amélie“ in München. Er trat im Musical „Sterntaler“ der Grimmfestspiele Hanau auf, das für den Musical Preis 2024 nominiert wurde. Auch inszeniert Bürgi Theaterstücke, darunter Schillers „Wilhelm Tell“ sowie „Romeo muss leben“ und „Krankheit der Jugend“, die zum Theatertreffen der Jugend nach Berlin eingeladen wurden. Mit „Faust to go“ hat er zudem eine spannende Schulfassung des Goethe-Klassikers für den Unterricht entwickelt. Neben seiner Bühnenarbeit gibt er sein Wissen und seine Erfahrung als Dozent an verschiedenen Schauspielschulen weiter. Darüber hinaus wirkte er in diversen deutschen und Schweizer TV-Produktionen mit, so in „Die Affäre Cum-Ex“, „SOKO Wismar“, „Inga Lingström“, „Der Zürich Krimi“, „Der letzte Zeuge“, „Notruf Hafenkante“, „Der Bestatter“, „Mörderische Jagd“ und „Familie Dr. Kleist“.

Aktuelle Produktionen: „Achtsam morden“

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