Je t’aime… Das spektakuläre Leben des Serge Gainsbourg

Produktion Dominique Horwitz & Friends
JE T’AIME… DAS SPEKTAKULÄRE LEBEN DES SERGE GAINSBOURG
Ein Serge-Gainsbourg-Abend von Berthold Warnecke

ca. 12.  – 24. März 2022

Mit Dominique Horwitz und vierköpfiger Live-Band: Peter Engelhardt (Gitarre), Kai Weiner (Klavier und Keyboard), Volker Reichling (Schlagzeug), Johannes Huth (Bass)

Inszenierung: Dominique Horwitz

Uraufführung am 18.10.2018, Festhalle, Landau

»Je t’aime… moi non plus«
2021 jährt sich der Todestag des umjubelten Chansonniers, Songschreibers, Schauspielers und Filmemachers Serge Gainsbourg zum 30. Mal. Als unverbesserlicher Provokateur, größtes Enfant terrible der französischen Nachkriegsära und Kultikone passt er in keine kreative Schublade und bleibt auch nach zahlreichen Biografien und Dokumentationen über sein Leben und Werk das, was er immer war: ein Mysterium, das niemanden kalt lässt. Titelgebend für die Annäherung an das spektakuläre Leben des Serge Gainsbourg ist sein auch heute noch populäres Skandallied „Je t’aime… moi non plus“, das ihm – ursprünglich für Brigitte Bardot geschrieben und eingespielt – in der erotisch-aufgeladenen Aufnahme mit seiner späteren Lebensgefährtin, der britischen Schauspielerin Jane Birkin, Weltruhm einbrachte.

Mit „Je t’aime… — Das spektakuläre Leben des Serge Gainsbourg“ begeben sich Dominique Horwitz, Berthold Warnecke und eine vierköpfige Live-Band nun auf eine spannende Spurensuche nach dem genialen Künstler und dem zwischen Selbstzweifel und Vision schwankenden Menschen Gainsbourg, dessen Tod 1991 eine ganze Nation betrauerte. Horwitz schlüpft dabei in Gainsbourgs schnodderiges Alterego Gainsbarre, streift die Lebensstationen des als Sohn jüdischer Immigranten in Frankreich aufgewachsenen Stars und zeichnet in Momentaufnahmen die wechselhafte Karriere eines der bedeutendsten Singer/Songwriter des 20. Jahrhunderts nach. Eine atemberaubende Aneignung des Genies Gainsbourg durch den kongenialen Schauspieler-Sänger Horwitz.

Pressestimmen

Der Applaus ließ den Saal erbeben
In einem ‚biografischen Chansonabend‘ lässt der Schauspieler und Sänger Dominique Horwitz das Enfant terrible noch einmal auferstehen. (…) Die Interpretationen von Horwitz und der Musiker machen aus den (…) Originalen hoch intensive, stark akzentuierte, hart, kantig und überaus charismatisch wirkende Songs. (…) Horwitz lässt Gainsbourg als bereits recht verlebten Künstler Rückblick auf sein skandalträchtiges Leben halten. Und diese Perspektive schließt das Wissen um die Folgen all der provokativen Handlungen, vielen Liebschaften und zügellosen Laster mit ein. Horwitz bricht die so entstandenen Schrammen und Wunden, seelischen Verletzungen und körperlichen Narben sowohl erzählerisch als auch singend mit einer gelungenen Mischung aus Schnoddrigkeit und Sarkasmus auf, legt dabei den schwierigen Charakter dieses innerlich zerrissenen Franzosen mit den jüdisch-ukrainischen Wurzeln bloß und verbindet die wichtigen Ereignisse seines Lebens mit den entsprechenden Chansons. (…)
LANDAU Brigitte Schmalenberg, Rheinpfalz Landau, 22.10.2018

Unglaubliche Performance
Er lebt Gainsbourg. In den zwei Stunden auf der Bühne wird Horwitz zu Gainsbourg – oder „Gainsbarre“, wie er sein zynisches Alter Ego nennt. Horwitz erzählt oft sarkastisch, (…) wie es Gainsbourg ergangen ist, der als Maler scheiterte, der dafür als Chansonnier und als Songschreiber höchst erfolgreich war. Horwitz erweist sich wie schon beim Jacques-Brel-Abend oder bei „Me and the Devil“ (…) als ausgezeichneter Sänger. Wobei Gitarrist Peter Engelhardt, Kai Weiner an Klavier und Keyboard, Schlagzeuger Volker Reichling und Bassist Johannes Huth ihm erstklassig zur Seite stehen. (… ) In Erinnerung bleiben vor allem zwei Songs, mit denen Gainsbourg große Skandale erreichte. Gemeint ist vor allem „Je t’aime… moi non plus“, das er eigentlich für Brigitte Bardot geschrieben hatte, die aber erst Jahrzehnte später einer Veröffentlichung zustimmte. 1967 wollte sie mit dem anzüglichen Song nicht ihren Ehemann vor den Kopf stoßen. Nach drei Monaten war ihre wilde Affäre mit Gainsbourg auch schon wieder beendet. So wurde Jane Birkin mit dem Lied zum Weltstar. Fast noch beeindruckender ist aber Gainsbourgs Fassung der Nationalhymne, die als Reggaefassung nichts mehr vom Kriegerisch-Martialischen der Marseillaise hat. Da Gainsbourg auch den Refrain verballhornt und aus dem Aufruf ein einfaches „Zu den Waffen etcetera“ macht, haben sich vor vierzig Jahren die Rechten aufgeregt, so dass manche Konzerte nur unter Polizeischutz möglich waren.
LINDAU Dirk Augustin, Schwäbische Zeitung, 22.10.2018

Ein sehr großer Applaus für einen, pardon: zwei Ausnahmekünstler
Dominique Horwitz und Serge Gainsbourg müssen Seelenverwandte sein. Den Eindruck konnten zumindest die Zuschauer gewinnen, die Horwitz mit seinem Programm „Das spektakuläre Leben des Serge Gainsbourg” (…) sehen durften. Denn ohne Seelenverwandtschaft wäre der Schauspieler Horwitz dem Chansonnier Gainsbourg nie so nahe gekommen. Beide sind Charakterköpfe, haben Ecken und Kanten, was den Abend unvergesslich machte. Das rockige Intro der energiegeladenen Band machte mit Takt 1 klar: Das wird kein charmanter Club-Abend. Gainsbourg ist nicht Aznavour. Horwitz spielte Theater, tanzte, schmachtete, litt Qualen, sang – kurz: Er gab den Kette rauchenden und saufenden Frauenheld so glaubwürdig, dass man mitleiden konnte. (…) Horwitz wurde zu Gainsbourg und kommentierte ihn von außen in fließendem Wechsel. (…). Gainsbourg inszeniert sich als Erotomane mit Hang zur Selbstzerstörung. Doch in seinen Songs ist er reine Emotion: „Adieu, créature”, ein herzzerreißender Abschied von einer der ungezählten Geliebten. Die Missbrauchs-Debatte (Tochter Charlotte), die Marseillaise als flapsiger Reggae – ein Leben voller Skandale, das nur eines weiß: Die Flamme darf niemals erlöschen.
GUMMERSBACH, Kölner Stadtanzeiger, 07.12.2018

Biografien 

Dominique Horwitz (Copyright: Ralf Brinkhoff)DOMINIQUE HORWITZ
Der in Paris geborene Charakterdarsteller zog als Jugendlicher mit seiner Familie nach Berlin. Mit 19 Jahren erhielt er sein erstes Schau- spiel-Engagement in der TV-Produktion „Eine Jugendliebe“. Es folgte mit Peter Lilienthals preisgekröntem Film „David“ seine erste Kino- produktion. Seitdem spielte er Hauptrollen in so wichtigen Filmen wie „Stalingrad“… mehr

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