Kategoriearchiv: Biografien

Lore Richter

Mit dem Max-Ophüls-Preis als Beste Nachwuchsdarstellerin wurde Lore Richter 2015 für ihre eindrucksvolle Leistung in dem Tanzfilm In uns das Universum ausgezeichnet. Die Ehrung unterstreicht die Vielseitigkeit einer Künstlerin, die sich gleichermaßen auf der Theaterbühne, vor der Kamera und in eigenen künstlerischen Projekten bewegt.
Geboren 1985 in Meißen, absolvierte Lore Richter erst ihre 7-jährige Turniertanzausbildung in Standard und Latein. Danach begann sie im Alter von 16 Jahren ihre Schauspielausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Rostock. Bereits während des Studiums sammelte sie erste Bühnenerfahrungen am Carrousel Theater Berlin. Es folgten Festengagements am Thalia Theater Halle 2004-2006 (Intendanz Annegret Hahn), wo sie u.a. in Die Räuber und im Musical Sonnenallee als Miriam überzeugte. 2005 lernte Lore den gesamten Faust 1 von Goethe auswendig, das Stück wurde nach Einaar Schleef, komplett als Chor inszeniert.  In diesen 2 Jahren war Lore in 2 Dutzend Stücken zu sehen.
Weitere wichtige Stationen führten sie 2006-2008 an die Berliner Volksbühne, wo sie unter der Regie von Frank Castorf in den 6-stündigen Inszenierungen Der Idiot mit Herbert Fritsch und Nord mit Matthias Schweighöfer auftrat. Diese Stücke brachten sie auch auf Bühnen und Festivals im Ausland, wie in Avignon (Frankreich), Wien (Österreich) und Athen (Griechenland). Von 2008 bis 2011 gehörte sie zum festen, neugegründeten Ensemble des Centraltheaters Leipzig unter der Intendanz von Sebastian Hartmann. Zusammenarbeiten mit Rene Pollesch, Michael Schweighöfer, Jorinde Dröse, Frieder Venus, Babett Grube, Martin Laberenz, Mareike Mikat, In dieser Zeit prägte sie zahlreiche Inszenierungen, darunter als Lady Macbeth in Shakespeares Macbeth, in Black Rider und als Anja in Tschechows Der Kirschgarten.
Parallel entwickelte Lore Richter ab 2010 eine erfolgreiche Film- und Fernsehkarriere. Dazu zählen unter anderem das erste Webformat mit 40 Folgen von MANNFRAU, die Kinofilme Hannas Reise, Unter deutschen Betten, Schwestern, Dear Courtney, Papa Gold und zahlreiche TV Produktionen wie zuletzt Das Traumschiff – Bahamas. Der Film Der Badeanzug unter Justin Koch lief 2011 bei den 64. Filmfestspielen in Cannes.
Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin ist Lore Richter auch als Synchronsprecherin tätig. In Hauptrollen der ersten Staffel von African Queens sowie Exploding Kittens ist ihre enorme stimmliche Bandbreite zu hören. Eine umfassende Gesangs- und Tanzausbildung ergänzt ihr künstlerisches Profil. Darüber hinaus arbeitet sie als DJ-Duo DiscoCat & LazerSchnitzel (Berlinale/ Filmfestivals).

Lore ist Gründerin und Kuratorin der unabhängigen Kunstplattform „M.A.R.X.-Bande“, die Ausstellungen organisiert, Sichtbarkeit für junge Künstler*innen schafft und ein Netzwerk unabhängiger Künstler*innen bildet. Unter dem Namen Käpt’n Kinky (#artismykink), sind regelmäßig auch zeitgenössische Werke von Lore selbst zu erwerben. Sie bewegt sich fließend zwischen den Genres und vermeidet Schubladen.
Lore Richter lebt in Berlin, wird vertreten von der Agentur Windhuis und steht für eine Generation von Künstlerinnen, die sich nicht auf ein Genre festlegen lassen. Ihre Arbeit verbindet schauspielerische Präzision, kreative Neugier gepaart mit hoher Energie und die Freude daran, immer wieder neue Ausdrucksformen zu erkunden. Lore liebt das analoge Leben, lebt seit Geburt abstinent was Alkohol und Drogen angeht, treibt viel Sport und sagt selbst über Social Media: „Es ist ein notweniges Übel. Zeitlich komme ich da nicht hinterher, das wäre ein weiterer Hauptjob. “

Aktuelle Produktion: „Achtsam Morden durch bewusste Ernährung“, „Kalter Weißer Mann“

Marion Elskis

Marion Elskis, geboren in Hamburg, gehört zu den vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten ihres Fachs. Nach dem Abitur absolvierte sie ihre Ausbildung an der Schauspielschule Hamburg und begann eine erfolgreiche Laufbahn, die sie auf zahlreiche Bühnen, vor die Kamera, ins Tonstudio und auf die Konzertbühne führte.
Als Schauspielerin verkörperte sie mehr als 30 Hauptrollen an renommierten Theatern. Zu ihren prägenden Bühnenfiguren zählen Blanche DuBois in „Endstation Sehnsucht“, Marina in Lutz Hübners Erfolgsstück „Frau Müller muss weg“, das sie über 250 Mal spielte, sowie Irina in Anton Tschechows „Drei Schwestern“, für deren Darstellung sie mit dem Boy-Gobert-Preis ausgezeichnet wurde. Weitere Engagements führten sie unter anderem an die Berliner Vaganten Bühne, wo sie in Yasmina Rezas „Drei Mal Leben“ und Daniel Kehlmanns „Ruhm“ zu sehen war. Mit dem Musical „Flashdance“ ging sie auf große Deutschlandtournee, an der Komödie Hannover stand sie in „Die Niere“ auf der Bühne.
Aktuell ist Marion Elskis in Magdeburg in den Produktionen „Der Abschiedsbrief“ und „Dinner for One“ als Miss Sophie zu erleben. Seit 2022 tourt sie zudem als Produzentin und Hauptdarstellerin mit dem von ihr initiierten Theaterstück „Der Prozess des Hans Litten“ durch Deutschland. Besondere Aufführungen fanden dabei unter anderem in den ehemaligen Konzentrationslagern Lichtenburg und Dachau statt.
Auch als Autorin hat sie sich einen Namen gemacht: Ihr Theaterstück „Whiskey & Sugar“ wurde erfolgreich an verschiedenen deutschen Bühnen aufgeführt. Dem Fernsehpublikum ist sie aus Produktionen wie „jerks.“, „Großstadtrevier“ und „Notruf Hafenkante“ bekannt. Darüber hinaus arbeitet sie seit vielen Jahren als Synchronsprecherin und lieh ihre Stimme zahlreichen Film- und Serienfiguren, darunter Holly in „King of Queens“ sowie der Titelheldin der französischen Krimiserie „Candice Renoir“. Junge Zuhörer kennen sie als Sprecherin der Hörbuchreihe „Der magische Blumenladen“ und als Petra Plapper aus den NDR-Märchenproduktionen.
Eine besondere Leidenschaft gilt ihrer Musik. Als Sängerin und Komponistin feierte sie sowohl mit ihrer Band Scarborough als auch als Solokünstlerin Erfolge in den deutschen Musikcharts. Zuletzt überzeugte sie mit der Single „Warum“, die gemeinsam mit Mathias Grosch, dem Bandleader der Band aus „Sing meinen Song“, entstand.

AKTUELLE PRODUKTION: Der Wal