Limón

Limon Dance (Logo)José Limón Dance Foundation
LIMÓN
Neues Programm zum 75. Jubiläum der Company
Modern Dance
Choreografie: José Limón u. a.

ca. 25.02.2021 – 25.03.2021

Mit der José Limón Dance Company New York
Künstlerische Leitung: Colin Connor

75 Jahre Limón Dance Company – Ein Grund zum Feiern
Der neue, seit 2016 amtierende Künstlerische Leiter Colin Connor zaubert die bedeutenden Choreografien von José Limón mit neuem Schwung auf die Bühne. Gleichzeitig spürt man Connors Verehrung für diese Werke, mit der er den typischen Limón-Stil bewahrt und in die Zukunft transportiert. Die Limón Dance Company aus New York, benannt nach ihrem Gründer José Limón, einer Schlüsselfigur des Modern Dance, steht für die aufregende Fusion von dramatischem Ausdruck, technischer Perfektion und nuancierter Bewegungssprache. Mit ihrem neuen Programm zum 75. Jahrestag ihrer Gründung, das neben Limóns unvergesslichen Klassikern auch neue Choreografien angesagter zeitgenössischer Choreografen als Deutschlandpremieren präsentiert, spannt die Limón Dance Company erneut den Bogen zwischen Vergangenheit und Gegenwart und bietet so die einmalige Gelegenheit, ein Stück prägender Tanzgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts live nach- und mitzuerleben.

75 Jahre Limón © Limón Dance Company

Der Tänzer und Choerograf JOSÉ LIMÓN (1908-1972)
Das Werk des Amerikaners mexikanischer Herkunft schrieb im Bezug auf Technik und Dramaturgie Tanzgeschichte und steht neben dem der legendären Tanz-Ikone Martha Graham. Nachdem er den deutschen Ausdruckstänzer Harald Kreutzberg* bei dessen New-York-Gastspiel erlebt hatte, wusste Limón, dass »ich bis zu diesem Augenblick nicht wirklich gelebt hatte – oder besser: dass ich nicht weiterleben wollte, ohne das zu lernen, was dieser Mann gerade gezeigt hatte.« (J. Limón in seinen unvollendet gebliebenen Memoiren). Er gab das Studium der Malerei auf, um Tänzer zu werden. Die Modern-Dance Pioniere Charles Weidman und Doris Humphrey wurden seine Lehrmeister. Parallel trat er als Tänzer nicht nur in Broadway-Revuen auf, sondern in verschiedenen Kompanien, u. a. bei George Balanchine. Seine erste Pas-de-deux Choreografie wurde 1930 uraufgeführt – schnell folgten größere Werke. 1941 heiratete er seine Lieblings-Partnerin Pauline Lawrence, die nach Ende ihrer Tanzkarriere als Kostümbildnerin, Pianistin, Light Designerin u. a. in seiner Company arbeitete. Nach dem Militärdienst (1943-1945) gründete er 1946 die José Limón Dance Company, die schon ein Jahr später nach ihrem sensationellen Broadway-Debüt von der New York Times gefeiert wurde.
1949 choreografierte Limón eines der Werke, das Tanzgeschichte schreiben sollte: „The Moor’s Pavane“ nach Shakespeares „Othello“. Bis heute fasziniert das – als ‚Herausragendste Choreografie des Jahres‘ – mit dem Dance Magazine Award ausgezeichnete Werk, das von vielen Ausnahmetänzern getanzt wurde, u. a. 1974 von Rudolf Nurejew. 1969 beendete Limón mit diesem Stück seine aktive Tanzkarriere. Liest man die hymnischen Berichte über Limóns Auftritte, konnte er nicht nur sein vielseitiges choreografisches Spektrum mühelos umsetzten, sondern zog auch als begnadeter Tänzer durch seine charismatische Ausstrahlung in Bann. Als Choreograf schien seine Phantasie unbegrenzt, als einflussreicher Tanzpädagoge (u. a. ab 1951 an der New Yorker Juilliard School) begeisterte der zum Ehrendoktor von vier Universitäten ernannte Tänzer die nachfolgenden Generationen ebenso wie als Direktor des Lincoln Center’s American Dance Theatre.

* Harald Kreutzberg, der in Amerika zur Galionsfigur des ‚German Dance‘ wurde, gastierte 1927/1928 als Mitglied des Max-Reinhardt-Ensembles zum ersten Mal in Amerika. In den folgenden Jahren war er mit seinem Soloprogramm oder zusammen mit Yvonne Georgi beinahe jährlich auf USA-Tournee. Sein Bewegungsrepertoire faszinierte die Pioniere des Modern Dance und inspirierte sie zu einer neuen Tanzsprache.

Die Limón Dance Company New York
Die als beste Tanzcompagnie der Welt gefeierte Limón Dance Company ist seit ihrer Gründung im Jahr 1946 Vorreiter für den amerikanischen Modern Dance. Sie leistete auch Pionierarbeit in Bezug auf die Idee, dass es einem Ensemble möglich sein kann, den Tod des Companygründers zu überlegen und setzte so ein bis dato im Tanzbereich einmaliges Zeichen. In den vier Jahrzehnten seit Limóns Tod hat sich die Company ein einzigartiges Repertoire erarbeitet, das dem Publikum einen Überblick über die besten und wichtigsten Choreografien – neue und alte – der Tanzwelt bietet. Die Company ist das lebendige Vermächtnis der Theaterphilosophie, die José Limón und seine Lehrmeister Doris Humphrey und Charles Weidman entwickelten, deren innovative Werke den amerikanischen Tanz revolutionierten. Fast 75. Jahre nach ihrer Gründung, ist die Limón Dance Company weltberühmt für ihr technisch meisterhaftes Können und ihre dramatische Ausdruckskraft und steht sowohl für die Zeitlosigkeit der Werke von José Limón als auch für die humanistische Vision, die die Spielplangestaltung bestimmt. Die Limón Dance Company ist eine von zwei Komponenten, aus denen sich die José Limón Dance Foundation zusammensetzt; ihr Gegenpart ist das Limón Institute, mit dessen Hilfe die Foundation Ausbildungsprogramme anbietet und das Limón-Repertoire verbreitet. 2008 wurde der José Limón Foundation sogar die National Medal of the Arts verliehen, die höchste Auszeichnung für künstlerische Spitzenleistungen, die in den USA vergeben wird.

COLIN CONNOR  Künstlerische Leitung
Der in London geborene Tänzer und Choreograf ist der fünfte Künstlerische Leiter in der fast 75jährigen Geschichte der Company. Er tanzte zuerst in Kanada, war acht Jahre lang Solist der Limón Dance Company, gastierte bei diversen anderen Ensembles und ging mit eigenen Werken auf Gastspielreise. Seine über 50 eigenen Choreografien – von Contemporary Dance über Ballett und Flamenco – haben bereits in Nord- und Südamerika sowie in Europa für Furore gesorgt. Colin Connor unterrichtete bereits an der Juilliard School und an der New York University und gehörte 14 Jahre lang als Director of Student Professional Development zum Lehrkörper  des California Institute of the Arts.

Pressestimmen
zur Limón Dance Company und deren „Legacy Tour“ 2016

Rasend rotierende Leichtigkeit
In Amberg bietet sie [die Limón Dance Company] einen hochklassigen Abend. (…)
Mit einem Gespür für Timing, ihrer sichtbaren wie ansteckenden Freude an der Bewegung, faszinierender Körperbeherrschung und Musikalität begeistert die Gruppe. (…) Mit rasend rotierenden Armen, flinken Fingern und athletischen Bewegungen taucht man ein in eine Tanz-Sinfonie, die mitreißt. Ekstatisch, exotisch, exzellent (…). (…) Sehr präsent, gradlinig modern, kratzig, kreativ und kraftvoll die Bewegungen, Formationen und Schritte, einfallsreich der Musikmix (…). Grandios getanzt (…).
AMBERG Marielouise Scharf, Amberger Zeitung, 22./23.10.2016

Federleicht und rasant
Die Wirkung, die die Limón-Tänzer auf der Bühne entfalten, ist (…) gewaltig. (…) Absolut ist zudem die Fähigkeit der Darsteller, synchron zu tanzen. Individuen werden eins – und reißen sich voneinander los. Limóns Credo und Handlungsmaxime, dass der Tanz die menschlichste aller Künste sei, weil er Grenzen und Barrieren ohne Beschränkungen aufhebt, wird visuell greifbar.
LEVERKUSEN Frank Weiffen, Leverkusener Anzeiger/ Kölner Stadt-Anzeiger, 27.10.2016

Unvergessliches Erlebnis
Genau so muss modernes Tanztheater sein
(…).
SCHWEINFURT Oliver Schikora, Main-Post, 18.10.2016

Kraft, Bewegungsreichtum, Ausdruck
Die New Yorker Limón Dance Company überzeugte im Forum auch bei ihrem zweiten Besuch.
LEVERKUSEN Monika Klein, Rheinische Post, 28.10.2016

Grandiose Einheit von Musik und Tanz
In fünf Szenen historischer und aktueller Choreografien erlebt das ergriffen mitgehende Publikum ausdrucksstarkes Tanztheater auf höchstem Niveau. Heinz-WOLFSBURG Werner Kemmling, Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 21.10.2016

New Yorker Compagnie tanzt große Choreografien
Geschwindigkeit und Grazie, Grandezza und Gefühl, die Intensität der Aufführung war hoch und faszinierte.
WOLFSBURG Andreas Stolz, Wolfsburger Nachrichten, 21.10.2016

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