Wunschkinder

EURO-STUDIO Landgraf
WUNSCHKINDER
Schauspiel von Lutz Hübner (Preisträger des INTHEGA-Vorstands 2014)
und Sarah Nemitz

ca. 07.01.2021 – 07.02.2021

Regie: Volker Hesse
Bühnenbild: Rolf Spahn
Kostümbild: Franziska Born

Mit Martin Lindow, Carolin Fink, Katharina Heyer, Natascha Hirthe,
Josepha Grünberg, Lukas Schöttler

[„Wunschkinder“] ist noch keine zwei Minuten alt, da sind die Zuschauer bereits mitten drin im Grundkonflikt, dem Nervenspiel der Generationen, von dem die Autoren (…) pointiert erzählen.
BOCHUM Sven Westernströer, WAZ, 31.05.2016

Inhalt
ELTERN WERDEN IST NICHT SCHWER, ELTERN SEIN…
Bettine und Gerd haben ein Problem: Ihr Sohn Marc, der vor ein paar Monaten mit Ach und Krach sein Abi geschafft hat, hängt seitdem zuhause rum und tut nichts als schlafen, Fernsehen, kiffen, den Kühlschrank leerfressen und Party – und das natürlich inklusive Wäschewasch-Service in elterlicher ‚Vollpension’. Keine Initiative, kein Plan in Sicht. Nichts. Das treibt besonders Vater Gerd zur Weißglut, der als leitender Bauingenieur eines internationalen Konzerns lösungsorientiertes Handeln gewöhnt ist. Genauso könnte man einen Pudding nach dem Sinn des Lebens fragen, klagt er. Doch Druck hilft nicht. Und Diskussionen schon gar nicht! Aber ganz raushalten und einfach machenlassen, wie es Bettines alleinerziehende Schwester Katrin vorschlägt, ist auch keine Lösung. Dabei meinen es Bettine und Gerd doch nur gut. Was haben sie bloß falsch gemacht?

Aber dann lernt Marc Selma kennen, die in puncto Zielstrebigkeit sein genaues Gegenteil ist: Sie holt an der Abendschule gerade ihr Abi nach, hat zwei Jobs und kümmert sich auch noch um ihre psychisch labile Mutter Heidrun, die als Köchin in einer Werkskantine arbeitet. Aus den beiden ungleichen 19-Jährigen wird ein Liebespaar. Und endlich scheint es auch aufwärts zu gehen mit Marcs Antriebskraft. Er und Selma wollen sogar zusammenziehen. Doch dann ist Selma plötzlich schwanger. Sofort startet Bettines und Gerds Fürsorge-Wahn. Sie machen sich an die Zukunftsplanung für Sohn und Enkelkind in spe. Dafür sind Eltern ja schließlich da! Nur Selma und Marc hat noch niemand gefragt…

Das erfolgreiche Autorenduo Hübner/Nemitz beschäftigt sich in „Wunschkinder“ nicht mehr mit Eltern von Grundschulkindern und ihren Sorgen um den Übergang ins Gymnasium (wie in ihrem Theaterhit „Frau Müller muss weg“). In „Wunschkinder“ geht es um größere Kinder – und entsprechend größere Probleme. Warum sind aus den süßen Sprösslingen so antriebslose Null-Bock-Erwachsene geworden, die nicht wissen wollen, wie es in ihrem Leben weitergehen soll?

Der Autor LUTZ HÜBNER
„Lutz vor Bert“ kommentierte der SPIEGEL als Lutz Hübner nach der Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins 1999/2000 Brecht als meistgespielten deutschsprachigen Dramatiker überrundet hatte. Und auch in den nächsten Jahren besetzte er mit seinem thematisch abwechselungsreichen, vielseitigen Repertoire immer wieder einen Platz im ersten Drittel dieser Werkstatistik. Verwunderlich ist es nicht: Kaum ein führender Dramatiker hat ein vergleichbar untrügliches Gespür für Themen, die in der Luft liegen, kaum einem anderen Autor gelingt es, brandaktuelle Themen so aufzubereiten, dass Ernst und Unterhaltung die richtige Balance halten. Hübners große Kunst besteht in der emotionalen Glaubwürdigkeit der Menschen, die er auf die Bühne stellt – Menschen, die so nah am Alltäglichen sind, dass man das Gefühl hat, man würde sie kennen.

Dass Hübners Stücke gut gemachtes Konversations- und Gebrauchstheater und außerdem auch noch intelligent gebaut sind, dass die frappierend genau zur jeweiligen Person passenden Dialoge mit unwiderstehlichen Zeitgeistpointen bestückt sind, dass er Schauspielprofis bestes Rollenfutter liefert, verrät seine Vergangenheit als Regisseur und Schauspieler – wie er versichert ‘mit ordentlichem Abschluss’ (Staatliche Hochschule Saarbrücken). Vor dieser Ausbildung hatte der 1964 in Heilbronn geborene Autor schon in Münster ein Studium der Germanistik, Philosophie und Soziologie hinter sich. Er spielte, inszenierte und schrieb sechs Jahre lang parallel: Gastverträge führten ihn an das Saarländische Landestheater und an das Staatstheater Karlsruhe. 1990-1995 war er Schauspieler und Regisseur am Landestheater Neuss, 1993-1996 in den gleichen Positionen am Theater der Landeshauptstadt Magdeburg.

Immer erweist sich Hübner als hochsensibler Seismograph für gesellschaftsrelevante Themen, die aktuell sind. Inzwischen gibt es mehr als 35 Theaterstücke von Lutz Hübner – oft hat er zwei Stücke pro Jahr veröffentlicht. Stücke wie u. a. „Gretchen 89 ff.“ (1997), Herzmündung“ (1999) über die Ermordung von John Lennon, „Creeps“ (2000) über eine TV-Casting-Show, „Ehrensache“ (2005) über den sogenannten ‚Hagener Mädchenmord’ an einer Halbtürkin, „Für Alle das Beste“ (2006) über die Probleme beginnender Demenz oder „Blütenträume“ (2007) über den demografischen Wandel und die Bedürfnisse der Best Ager – der EURO-STUDIO-Publikums-Hit war seit 2010 im Spielplan der Konzertdirektion Landgraf – machen Lutz Hübner seit Ende der Neunziger Jahre zu einem der meistgespielten Gegenwartsdramatiker auf deutschen Bühnen. Mit einem Sonderprogramm zu Ehren von Lutz Hübner feierte das Theater Hagen im März 2011 das 10jährige Jubiläum der nach ihm benannten Jungen Bühne „Lutz“. 2011 wurde auch der Abend „Familienbande. Eine musikalische Arbeit unter Verwandten“, den er gemeinsam mit Franz Wittenbrink kreiert hat, wie schon 2010 „Frau Müller muss weg“ am Staatsschauspiel Dresden uraufgeführt (ebenfalls als EURO-STUDIO-Produktion mit Landgraf auf Tournee). 2012 erarbeitete er das Projekt „Spiel des Lebens“ mit Schauspielschülern der Essener Folkwang Universität der Künste am Schauspiel Bochum. Dort wurde auch sein Stück „Richtfest“ im Dezember 2012 als Auftragswerk dieses Theaters überaus erfolgreich uraufgeführt. Es handelt von einer generationenübergreifenden Baugemeinschaft aus sechs Parteien, deren Wahlverwandtschaft im Zuge der Planung bald zur ‚Qualverwandtschaft’ wird. Ebenfalls als Auftragswerk für das Staatsschauspiel Dresden entstand das 2014 uraufgeführte Stück „Ein Exempel – Mutmaßungen über die sächsische Demokratie“.

Im Frühjahr 2016 wurde das neueste Stück von Lutz Hübner und Sarah Nemitz „Wunschkinder“ in der Regie von Anselm Weber am Schauspielhaus Bochum als Auftragswerk uraufgeführt. 2015 kam Hübners und Nemitz‘ Erfolgsstück „Frau Müller muss weg“ in der Verfilmung von Sönke Wortmann in Starbesetzung (u. a. mit Anke Engelke) in die deutschen Kinos – der Film erreichte über 1 Mio. Zuschauer und erhielt zahlreiche Preise. Zudem gehörte Hübner 2015 der Jury des Berliner Theatertreffens an. Lutz Hübner lebt mit seiner Frau und Mitarbeiterin Sarah Nemitz in Berlin.

Theaterfestivals
Berliner Theatertreffen: 2005 gehörte „Hotel Paraiso“ zu den zehn bemerkenswertesten deutschsprachigen Inszenierungen, die nach Berlin eingeladen wurden.
Mülheimer Theatertage: Zu den Mülheimer Theatertagen, bei denen von jeweils von über hundert Neuerscheinungen die besten neuen Theatertexte einer Spielzeit gezeigt werden, wurden Hübner-Stücke bisher schon dreimal eingeladen:
2009 „Geisterfahrer“ über Paare in der Midlife-Crisis (Staatstheater Hannover)
2001 „Die Firma dankt“ über einen Arbeitnehmer, der versucht, alles richtig zu machen (Staatsschauspiel Dresden)
2012 „Held Baltus“ über eine Patchwork-Familie (Grips-Theater Berlin)
Dieses Kinderstück wurde am selben Tag in Berlin und in Sao Paulo/ Brasilien uraufgeführt.

Auszeichnungen
1998 wurde schon sein drittes Theaterstück „Herz eines Boxers“ – geschrieben für das Berliner Grips-Theater – mit dem Deutschen Jugendtheaterpreis ausgezeichnet.
2008 erhielt Lutz Hübner die Honorable Mention der ASSITEJ International.
2010 wurde ihm der Günther-Rühle-Preis für „Ehrensache“ verliehen.
2011 wurde ihm der ASSITEJ-Autorenpreis verliehen.
2014 erhielt er den Sonderpreis des INTHEGA-Vorstands
2016 wurde Lutz Hübner mit dem Preis der Autoren der Frankfurter Autorenstiftung ausgezeichnet.

Der Regisseur VOLKER HESSE
Hesse wuchs in Deutschland und in der Schweiz auf, studierte in Köln und Wien Theaterwissenschaften, Germanistik und Philosophie und promovierte 1972 zum Dr. phil. Nach Schauspielunterricht bei Will Quadflieg assistierte Volker Hesse Regisseuren wie Leopold Lindtberg und Hans Hollmann. Erste eigene Inszenierungen entstanden am Wiener Cafétheater, am Galerietheater Die Rampe in Bern und mit der freien Gruppe Die Claque in Baden bei Zürich. Mitte der 1970er Jahre inszenierte Volker Hesse u. a. am Stadttheater Bern, am Stadttheater Trier und an den Münchner Kammerspielen. Ab 1979 gehörte er zum Team des Düsseldorfer Schauspielhauses und erarbeitete u. a. Grasers „Witwenverbrennung“ (1980), Lessings „Minna von Barnhelm“ (1980/1981) und „Nathan der Weise“ (1983) sowie Tankred Dorsts „Heinrich oder die Schmerzen der Phantasie“ (1985). Mit Arthur Schnitzlers „Professor Bernhardi“ wurde Hesse 1987 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Nach 1985 war er wieder als freier Regisseur u. a. am Bayerischen Staatsschauspiel und am Berliner Maxim Gorki Theater tätig.

In den Medien hoch gelobt wurde seine Leitung (gemeinsam mit Stephan Müller) und seine Inszenierungen am Theater am Neumarkt Zürich (1993-1999). Hesses dortige Uraufführungen „In Sekten“ (1995) und „Top Dogs“ (1997) wurden zum Berliner Theatertreffen eingeladen. 2001 übernahm er die Intendanz des Maxim Gorki Theaters Berlin, das er bis 2006 leitete. Um die Jahrtausendwende begann er, sich in der Schweiz mit großen Freilichtaufführungen zu beschäftigen: Nach dem „Einsiedler Welttheater“ (2000 und 2007) leitete er 2008 und 2012 die Tellspiele in Altdorf (Kanton Uri). Ein Höhepunkt war seine Inszenierung „Sacre del Gottardo“ zur Eröffnung des Gotthard-Basis-Tunnels im Juni 2016 mit ca. 600 Mitwirkenden vor Tausenden von Zuschauern. Neben der großflächigen und effektvollen Arbeit (u. a. mit Laien) interessiert ihn aber auch nach wie vor die politische Wirksamkeit von Theatertexten. Zuletzt arbeitete Volker Hesse am Düsseldorfer Schauspielhaus (Bertolt Brechts „Arturo Ui“), am Konzert Theater Bern (Uraufführung von Philipp Löhles „Wir sind keine Barbaren!“ und eine Fassung von Homers „Ilias“) und am Schauspielhaus Graz (Ayad Akhtars „Geächtet“). Überregionale Aufmerksamkeit erregte im Sommer 2017 seine Inszenierung des Mysterienspiels „Akte Zwingli“ von Christoph Sigrist über den Schweizer Reformator im Großmünster Zürich mit Chören, Orchester, Tänzern und Sängern. Zur Zeit plant er eine eigene Dramatisierung des Alten Testaments, die im Frühjahr 2018 unter dem Titel „Das Alte Testament“ am Schauspielhaus Graz aufgeführt werden soll. Als Dozent gibt Hesse sein Wissen u. a. an der Zürcher und der Berner Hochschule der Künste an jüngere Generationen weiter. 2010 wurde er für seine vielseitigen Inszenierungen und seine Leistungen als Theaterleiter mit dem Hans-Reinhart-Ring, der höchsten Auszeichnung des Schweizer Theaters geehrt.

Für das EURO-STUDIO Landgraf erarbeitete er bislang einige drei Produktionen: Urs Widmers „Top Dogs“ (1. INTHEGA-Preis 1999), Neil LaButes „Fettes Schwein“ .u. a. mit Martin Lindow (3. INTHEGA-Preis 2009) und William Gibsons „Licht im Dunkel“ (3. INTHEGA-Preis 2012) geben einen Einblick in seinen textgetreuen, beziehungsgenauen Regiestil.

Der Schauspieler MARTIN LINDOW
Seine Titelrolle in „Der Fahnder“ und die Hauptrolle in „Polizeiruf 110“ haben Martin Lindow zum Fernsehstar gemacht. Aber der vielseitige, im Ruhrpott aufgewachsene Schauspieler kann auch auf eine beachtliche Theaterkarriere zurückblicken. Schon nach seiner Ausbildung an der Folkwang-Hochschule in Essen, bekam er sein Erstengagement am dortigen Schauspielhaus (1989-1991) und wurde danach auch ans Schauspielhaus Düsseldorf (1991-1993) und ans Schauspielhaus Hamburg (1993-1997) engagiert. An diesen Theatern arbeitete er nicht nur mit dem damaligen Who-is-Who der jungen Regiegarde (Werner Schroeter, Herbert König, Anselm Weber, Leander Haussmann, Elke Lang), sondern hatte auch das Glück, noch Rollen mit so legendären Regie-Koryphäen wie Kurt Hübner, B. K. Tragelehn, Hansgünther Heyme, Hansjörg Utzerat und Wilfried Minks zu entwickeln. Ab 1998 führten ihn Gastengagements z. B. an das Schauspielhaus Bochum, das Nationaltheater Luxemburg und das Schauspielhaus Zürich, wo er u. a. unter der Regie von Karin Beier im LaBute-Stück „das maß der dinge“ spielte. 1994 stand er in seiner ersten TV-Episodenrolle neben Hannelore Elsner in „Die Kommissarin“ vor der Kamera. 1995 übernahm er in „Polizeiruf 110“ die Rolle des Dorfpolizisten Sigi Möller – und bekam für die Folge „1A Landeier“ 1996 den Adolf-Grimme-Preis als bester Hauptdarsteller. Gleich für die erste der 36 ausgestrahlten Folgen von „Der Fahnder“ (2001-2005) konnte er sich für seine Darstellung der Titelrolle über eine Nominierung zum Deutschen Fernsehpreis freuen. 1998 / 99 spielte er in elf Folgen der von Kritik und Publikum geliebten Serie „Die Straßen von Berlin“ und 21 Folgen in der Serie „Am liebsten Marlene“. Weitere Serien folgten: 2007-2010 „Rennschwein Rudi Rüssel“, 2011 die Vorabend-Justizkrimi-Serie „Henker und Richter“ (16 Folgen). Außerdem war er als Gaststar in Serien wie „Wolffs Revier“, „Tatort“, „Ein Fall für zwei“, „Alarm für Cobra 11“, „SOKO Leipzig und Köln“, „Spreewaldkrimi – Phoenix“, „Balko“, „Der Staatsanwalt“ und „Herzensbrecher – Vater von vier Söhnen“ zu sehen. In „Der Dicke“ und „Sperling“ war er Partner von Dieter Pfaff, in „Lutter“ von Joachim Król. Im Zweiteiler „Eisfieber“ spielte er mit Heiner Lauterbach und in „Willkommen im Club“ mit Senta Berger.

In letzter Zeit dreht Martin Lindow neben Serienepisoden (z. B. für „Die Kanzlei“, „Die Chefin“ etc.) vor allem TV-Spielfilme für ZDF und ARD, darunter 2015 „Freundinnen alle für eine“ (Regie: Jan Ruzicka) an der Seite von Katja Riemann, Nicolette Krebitz, Sophie von Kessel und Ben Becker sowie „Apropos Glück“, 2016 „Nord Nord Mord – Clüver und die Tödliche Afäre“ (u. a. mit Robert Atzorn, Peter Lohmeyer und Annette Frier), „Praxis mit Meerblick“ und „Drei Enkel für Jella“ und 2017 den TV-Krimi „Unter anderen Umständen – Das Haus am Meer“ (u. a mit Natalia Wörner).
Mit dem EURO-STUDIO Landgraf ging Martin Lindow erstmals 2002/2003 auf Theatertournee; in Jaan Tättes Stück „Bungee Jumping oder Die Geschichte vom goldenen Fisch“ spielte er Osvald Koger. Danach konnte er sein nuancenreiches Spiel in der Doppelrolle als Milow/Kommissar in dem Psycho-Thriller „Revanche“ von Anthony Shaffer unter Beweis stellen. Eine seiner Paraderollen auch auf Tournee war Tom in Volker Hesses Inszenierung von Neil LaButes Erfolgsstück „Fettes Schwein“; diese Produktion wurde 2009 mit dem 3. INTHEGA-Preis ausgezeichnet. 2011 folgte dann mit Margit Schreiners „Haus, Frauen, Sex“ seine erste eigene Regiearbeit am Theater im Rathaus Essen, in der er auch selber auf der (Tournee-) Bühne stand. Mit dem Regisseur Ulrich Stark, der mit Lindow schon den Komödienhit „Der Vorname“ von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière sowie die Neil-Simon-Komödie „Der letzte der feurigen Liebhaber“ (2015-2017) für das EURO-STUDIO inszenierte, verbindet Martin Lindow eine zwanzigjährige Zusammenarbeit (gemeinsam drehten sie die Filmkomödie „Diamanten küsst man nicht“ mit Meret Becker und mehrere Folgen des „Polizeiruf 110“). Seit der Spielzeit 2013/14 ist Lindow in „Der Vorname“ als Querulant Vincent auf Tournee zu sehen. 2013 stand er bereits in diesem Stück am Berliner Renaissance Theater auf der Bühne – allerdings damals nicht in seiner Lieblingsrolle Vincent, sondern als Pierre. Seit 2014 macht Martin Lindow übrigens auch im TV oder auf youtube Furore als liebenswerter Telekom-Werbe-Familienvater Walter Heins.

Die Schauspielerin KATHARINA HEYER
Die Gewinnerin der Nachwuchsförderpreises Deutsches Theater Göttingen (2008) studierte 2003-2007 Schauspiel an der Universität der Künste Berlin mit einer Masterclass in Los Angeles bei Ivana Chubbuck. Bereits während ihres Studiums hatte sie Gelegenheit, in den Sophiensaelen Berlin bzw. auf Kampnagel in Hamburg professionell auf der Bühne zu stehen. Es folgte ein Festengagement am Deutschen Theater Göttingen, wo sie mit renommierten Regisseuren wie z. B. Volker Hesse, Marc Zurmühle und Armin Petras arbeitete und viele prominente klassische und moderne Schauspielrollen spielte, u. a. Helena in Euripides‘ „Die Troerinnen“, Portia und Lady Macbeth in den Shakespeare-Stücken „Der Kaufmann von Venedig“ bzw. „Macbeth“, Alkmene in Kleists „Amphitryon“, Maria Braun in „Die Ehe der Maria Braun“ nach Fassbinder oder Helene in „Die Mittagsfrau“ nach dem Roman von Julia Franck. Auch musikalische Hauptrollen vertraute man der gesangsbegabten Schauspielerin gerne an, u. a. Polly in Brechts „Die Dreigroschenoper“ und Sally Bowles im Musical „Cabaret“. Neben einigen Kinorollen, z. B. in „Stellungswechsel“ (2007, 20th Century Fox), „Wir waren Könige“ (2013, Walker + Worm Film) oder „Ummah – Unter Freunden“ (Senator), dreht Katharina Heyer auch sehr regelmäßig für ARD, ZDF und NDR: mit Hauptrollen in „Polizeiruf 110: Das Beste für mein Kind“ (2017), „Die Frau hinter der Wand“ (2013; ZDF kleines Fernsehspiel) – ein Film, der auf internationalen Filmfestspielen von Shanghai über London bis LA gezeigt wurde –, in „Tatort Weimar – Der scheidende Schupo“ (2016), „Kommissar Dupin – Bretonisches Leuchten“ (2017) u.v.m. Abgedreht hat sie einen Magdeburger „Polizeiruf“ und die von NBC Universal für Amazon produzierte internationale Serie „Hanna“, sowie  die Serie „Charité 2“ (2018), in der Katharina Heyer Anfang 2019 in der Rolle als Magda Goebbels in der ARD zu sehen war. 2019 sticht sie außerdem auch mit dem „Traumschiff – Antigua“ in See.

Pressestimmen

Aufreibendes Nervenspiel der Generationen
Eine messerscharfe Analyse menschlicher Befindlichkeiten der Gegenwart, die (…) im nahezu ausverkauften Aschaffenburger Stadttheater zu verfolgen war. (…) Katharina Heyer in der Rolle der von der Gesellschaft vergessenen Alleinerziehenden istv es, die der (…) Inszenierung Tiefgang verleiht (…).
ASCHAFFENBURG Nina Mähliss, Main-Echo, 4.2.2019.

„Wunschkinder“ traf den Nerv des Publikums
Ein lohnender und nachdenklich machender, vom Publikum mit viel Applaus honorierter Theaterabend.
BAD HERSFELD Thomas Landsiedel, Hersfelder Zeitung, 19.12.2018

„Wunschkinder“ (…) mit guten Darstellern
Hübner[/Nemitz] gelingt es, aus Charaktereigenschaften der Figuren Allgemeingültiges herauszudestillieren, Figuren zu schaffen, in denen sich der Zuschauer wiederfindet. (…) Dass der Abend gelingt, ist vor allem den Schauspielern zu danken, die es (…) schaffen, die Ambivalenz der Figuren, ihre scheinbaren und echten Widersprüche, ihre Windungen und Wendungen gut und glaubhaft über die Rampe zu bringen. (…) Ein Stück, das Unterhaltung und Tiefgang zu vereinen weiß.
BIETIGHEIM-BISSINGEN Arnim Bauer, Ludwigsburger Kreiszeitung, 19.1.2019.

Kinder sind kein Wunschkonzert
„Wunschkinder“ (…) ist der dritte Teil der Eltern-Kind-Trilogie des Autorenehepaares Lutz Hübner und Sarah Nemitz. Der erste Teil „Frau Müller muss weg“ (…) ist im Vergleich (…) eher harmlos. Jetzt wie damals geht es um Helikoptereltern. Doch es hat eine erschreckende Weiteremntwicklung stattgefunden, die Regisseur Volker Hesse in seiner Inszenierung bis an die Grenzen auslotet. (…) [Das] Bühnenbild bestand lediglich aus drei die ganze Bühnenbreite einnehmenden Gitterstufen. So war der Blick ganz auf die sechs Schauspieler fokussiert.
Die agierten großartig.
Jedem von ihnen gelang es, die Zuschauer tief in seinen Charakter blicken zu lassen. Das waren Blicke, die berührten, die nachdenklich machten, die manchmal auch schockierten. Das auch deshalb, weil Situationen und Dialoge mitten aus dem Leben gegriffen waren. (…) Am Ende gab es großen Applaus (…).
DELMENHORST Heide Rethschulte, Delmenhorster Kurier, 10.1.2019.

Nerven-Krieg
Alle Schauspieler wurden ihrer Rolle sehr gerecht, jeder hat seine starken Auftritte (…). (…) Das Schauspiel „Wunschkinder“ ist ungemein realistisch, zeitlos und immer aktuell. Das Publikum im ausverkauften Theater bedankte sich bei Regie und allen Akteuren mit langem Applaus.
EMMERICH Harald Beyer, Neue Ruhr Zeitung , 18.12.2018

Großartige Akteure
EPPELHEIM Sabine Geschwill, Schwetzinger Zeitung, 9.2.2019.

Gespür für aktuelle und sensible Themen
Unter der Regie von Volker Hesse hatten die Schauspieler den Stoff um Generationskonflikt, Verantwortung und gesellschaftliches Zusammenleben zu einer vielschichtigen Inszenierung verwoben.
ERKELENZ Helmut Wichlatz, Heinsberger Zeitung, 25.1.2019.

„Wunschkinder“ regen zum Nachdenken an
Wieder bewies die Kultur GmbH Erkelenz bei der Auswahl eines Theaterstücks ein gutes Händchen. Das Schauspiel (…) sorgte für viel Beifall – und Diskussion.
ERKELENZ Kurt Lehmkuhl, Rheinische Post, 18.1.2019.

Tolle Bühnenpräsenz
Das Schauspiel überzeugt insbesondere durch die geschliffenen Dialoge der Darsteller, die darüber hinaus mit Bühnenpräsenz und Ausdrucksstärke die Zuschauer fesseln. (…)
Ein Drama, das unter die Haut geht. Dafür hat vor allem das grandiose Schauspielensemble gesorgt. Die erhielten daher vom Publikum viel Applaus.
ESPELKAMP (JP), Espelkamper Zeitung, 14.12.2018

Mit „Wunschkinder“ erlebten die Zuschauer eine Sternstunde des modernen Theaters – dank großartiger Schauspieler in einer eigenwilligen Kulisse
Je länger das Stück dauerte, desto mehr entpuppten sich die Vorzüge dieser Bühne, die mit ihren unterschiedlichen Ebenen wechselnde Räume und Beziehungen eröffnete. Und desto mehr konzentrierten sich alle Blicke auf die sechs Darsteller, die mit ihrem Spiel eine unwiderstehliche Sogwirkung entfalteten und die Zuschauer ganz in die Handlung hineinzogen. (…)
Ein ausnahmslos hervorragendes Ensemble, das nicht viele Requisiten brauchte, um glaubwürdig eine Familiengeschichte zu erzählen, die viel über das gesellschaftliche Klima im Allgemeinen sagt.
ESPELKAMP Cornelia Müller, Neue Westfälische, 12.12.2018

Ein beeindruckendes Schauspielensemble um Fernsehstar Martin Lindow
Die Produktion (…) vereint ein beeindruckendes Schauspieler-Team auf der Bühne. Grimme-Preisträger Martin Lindow ist sicher das Zugpferd dieser Inszenierung. (…) In den Wunschkindern (…) schafft er den Spagat zwischen rührend-komischer Hilflosigkeit und überzeugender Dramatik. Claudia Wenzel (…) übernimmt (…) die Rolle des Ringmeisters, der (…) das Publikum amüsiert. (…) Josepha Grünberg gelingt es (…) die für Jugendliche befremdlich souveränen Gedankengänge mit anrührender Authentizität lebendig zu gestalten.
Katharina Heyer gibt eine beeindruckende Darstellung (…). Ulla Wagener wittert (…) im entstehenden Chaos die Chance zur eigenen Selbstverwirklichung.
Das als einfaches Gittergerüt auf der Bühne stehende Bühnenbild verwandelt sich, Dank der hervorragenden Leistung der Darsteller, mühelos vom chaotischen Wohnzimmer in ein Gefängnis der Emotionen. Ein spannender, gelungener Theaterabend, der (…) sein Publikum zwei Stunden lang in Atem halten konnte.
HERFORD Philipp Tenta, Neue Westfälische, 19.2.2019.

Zwischen Boulevard und kaukasischem Kreidekreis
Super, das kann ja lustig werden. Und das ist es auch – bis zur Pause. Denn je später der Abend wird, desto mehr geht es (…) ans ‚Eingemachte‘. (…) Das Bühnenbild (Rolf Spahn) erinnert an die Tribüne in einem Fußball-Stadium und ließ den Schauspielern viel Platz zur Entfaltung.
ISERLOHN Miriam Mandt-Böckelmann, Iserlohner Kreisanzeiger und Zeitung, 10.12.2018

Theaterstück stellt familiäre Probleme gekonnt in den Mittelpunkt
Ein facettenreiches Schauspiel. (…) Einfache Antworten gibt es hier nicht, das Stück begeistert mit einer nuancierten Sicht auf familiäre Probleme.
KAMEN Niklas Mallitzky, Westfälische Rundschau, 14.1.2019.

Stoff zum Nachdenken
Das Theater der Lennestadt war (…) proppenvoll. Das Ensemble der Konzertdirektion Landgraf in bestechender Spiellaune (…). Das sensible Publikum (…) geizte nicht mit wohlverdientem Applaus.
Regisseur Volker Hesse beweist in seiner Inszenierung große Texttreue, präsentiert die Charaktere gestochen scharf.
LENNESTADT Werner Riedel, Westfalen-Post, 17.01.2019

Drama der Kommunikationsunfähigkeit
„Wunschkinder“ im ausverkauften Lindauer Theater. (…) Die nackte Kulisse zwingt die Spieler zu eindringlicher Körpersprache (…).
(…) Ein Stück, das unsere Gesellschaft kritisch beleuchtet, Fragen aufwirft (…).
LINDAU Christel Voith, Lindauer Zeitung, 24.1.2019.

Rolf Spahn schuf (…) eine wunderbare Bühne aus einem großen dreistufigen Podest aus Stahlgitter. Der Weg nach hinten wird den Figuren so versperrt. Nur auf und unter der Treppe (…) und an der engen Rampe unter Beobachtung der anderen können die Figuren versuchen, nach Autonomie zu streben. Die Sinnlosigkeit dieses Unterfangend nimmt Hesse zum Anlass für eine drastische Regie.
LUDWIGSHAFEN Leon Igel, Mannheimer Morgen, 6.3.2019.

Spielfreudiges Ensemble
„Wunschkinder“ (…) beeindruckten und begeisterten das zahlreiche Publikum auch wegen der guten Inszenierungsqualität (…) und eines charaktervoll spielfreudigen Schauspieler-Ensembles. (…) Auf den Metallgitter-Stufen der kühl gestylten Bühne (…) sorgen die Protagonisten für eine austarierte Balance zwischen Humor voller kritischer Widerhaken und Ernst. (…) Das waren zwei unterhaltsame, oft spannungsgeladene Stunden.
MÜHLACKER Eckehard Uhlig, Pforzheimer Zeitung, 21.1.2019.

Generationenkonflikt zeitgemäß zugespitzt
Schwungvolle Unterhaltung mit Hintersinn.
MÜHLACKER Volker Henkel, Mühlacker Tagblatt, 22.1.2019.

Ein fesselnder Generationenkonflikt
In „Wunschkinder“ überzeugt die Konzertdirektion Landgraf mit einer Gratwanderung zwischen Komödie und Tiefsinn. (…)
Die Inszenierung von Volker Hesse überzeugt dank der bemerkenswerten Schauspielleistung aller Protagonisten (…). Fest steht auch, dass der zuschauer durch die anfängliche Leichtigkeit in eriner frontalen Weise auf die Intensität der Thematik zusteuert und dadurch ein nachhaltiger Denkanstoß geschaffen wird.
NECKARTENZLINGEN Sara Hille, Nürtinger Zeitung, 2.2.2019.

Ist der Titel „Wunschkinder“ (…) eigentlich wörtlich oder ironisch gemeint? Wohl beides, wie die gut besuchte, sehenswerte Aufführung (…) verdeutlichte. Engagiert und durchdacht spielten prominente Darsteller (…).
(…) Begeisterten Beifall gab es für das gurt gebaute Stück und für die Regie, die sich auf das Wesentliche konzentrierte.
NETTETAL (gho), Rheinische Post, 11.2.2019.

Viel Applaus
NEUMÜNSTER (kh), Holsteinischer Courier, 15.12.2018.

Bezwingende Essenz sozialer Dramatik
Ein hochaktuelles Stück von (…) erschreckend konfliktreicher Brisanz. Und so war die Aufführung im nahezu ausverkauften Nienburger Theater ein höchst anspruchsvolles Beispiel, die Kraft des Wortes mit Nachdruck und Überzeugung zu vermitteln. Dazu bedurfte es (…) nichts weiter als transparente Stahlpodeste, die (…) den Schauspielern alle Freiheiten gaben, sich auf ihre Körperlichkeit und Ausdrucksfähigkeit zu konzentrieren. Zu diesem minimalistischen Bühnenraum hatte Rolf Spahn  eine eindrucksvolle Lichtregie entwickelt (…).
(…) Familienvater Gerd (…) hat in Martin Lindow einen ganz überragenden Interpreten gefunden, der die gequälte Vaterseele (…) mit großer Leidenschaft und bisweilen skurrilen Ausrastern (…) höchst amüsant zu verkaufen weiß. Als seine Frau Bettine wird Ulla Wagener (…) eine fein gestrickte Persönlichkeit (…) schaffen. Großes Theater ist ihr alle Phonstärken übertreffender Ausraster. (…) Lukas Schöttler [zeigt] Oberflächlichkeit und Tiefe eines Jugendlichen auf dem Weg von der Unbekümmertheit zur Verantwortung. (…) Claudia Wenzel als Katrin [darf] (…) als erwachsenes Enfant Terrible immer wieder kräftig Öl ins Feuer der Emotionen gießen und mit kleinen, charmanten running gags das Publikum miteinbeziehen (…). Als erfrischend ‚normale‘ Freundin Selma wird Josepha Grünberg ihrem Marc ein eindringliches Gegengewicht setzen (…). (…) Ihre Mutter Heidrun hat in Katharina Heyer eine zu Herzen gehende Interpretin, die die feinnervige, labile Struktur einer Persönlichkeitsstörung mit beklemmender, surrealer Dichte füllt (…).(…) das Publikum applaudierte mit großem Ernst und einem sehr, sehr herzlichen Applaus einem grandiosen Schauspielensemble, das mehr als nur eine theatralische Botschaft hatte.
NIENBURG Uta von Sohl, Die Harke, 16.2.2019.

Vielschichtige Gesellschaftskritik
Ein starkes Ensemble verleiht der Aufführung besondere Wucht.
Es ist eine sehr moderne Inszenierung, die Regisseur Volker Hesse (…) umgesetzt hat. (…) Die Regie [setzt] auf starke, einprägsame Bilder. (…)
Aus dem durchwegs spielstarken sechsköpfigen Ensemble, das der Aufführung eine enorme Wucht verleiht, ist besonders Martin Lindow hervorzuheben (…).
Und bei der furiosen Schlusssequenz wird Claudia Wenzel (…) bejubelt. (…) Die rund 400 Besucher spenden begeisterten Applaus und entlassen die Schauspieler erst nach mehreren Vorhängen.
NÖRDLINGEN Toni Kutscherauer, Rieser Nachrichten, 7.2.2019.

Ob ernst, ob heiter: Der Theatergenuss war durch die Qualität der Darsteller allemal gewährleistet. Der Schlussapplaus kam prompt – und verdient.
QUAKENBRÜCK Bernard Middendorf, Bersenbrücker Kreisblatt, 1.2.2019.

„Wunschkinder“ (…) hatte Tiefgang, überraschte mit dramatischen Zügen. Ein großartiges Schauspieler-Ensemble wurde am Ende vom Publikum (…) mit minutenlangem Beifall belohnt. (…) Eine gelungene Inszenierung, zu der auch das spartanische Bühnenbild aus drei Drahtgitterstufen beitrug. Es ließ den Schauspielern Platz zur Entfaltung.
SANKT AUGUSTIN Ralf Rohrmoser-von Glasow, Rhein-Sieg-Anzeiger, 12.2.2019.

Im Theater der Obergrafschaft überzeugt das Drama „Wunschkinder“ durch beklemmende Lebensnähe
Die Aufführung vertraut ganz auf die Kraft der Erzählung und die Präsenz der Schauspieler: Ein Konzept, das das Publikum überzeugte und bewegte.
SCHÜTTORF Andreas Krzok, Grafschafter Nachrichten, 16.1.2019.

Ein Theaterstück über die Einsamkeit moderner Familien
Wie eine Aufführung zur Lebenshilfe werden kann: Die „Wunschkinder“ geben in der Singener Stadthalle zu denken.
Das Schauspiel von Lutz Hübner und Sarah Nemitz analysiert den Zeitgeist, indem es dem Publikum Mechanismen des menschlichen Zusammenlebens vor Augen hält. Dabei spielt der Egoismus eine große Rolle. (…)
Der Wiedererkennungswert der Geschichte ist groß. (…) Das hat eine befreiende Komik. Doch die Lacher bleiben dem Publikum schnell im Hals stecken. Zumal die Bühne in ihrer Nacktheit keinerlei heimelige Rückzugsmöglichkeit bietet. (…)
Die gesamte Konzentration der Zuschauer richtet sich auf die Schauspieler selbst. (…) Nichts lenkt ab von den Konflikten zwischen den Generationen. Was zunächst banal alltäglich erscheint, wird zum Aha-Effekt. Weil jeder schon ähnliche Szenen selbst erlebt hat, gibt es einiges zum Nachdenken. (…) Den meisten scheint das Stück (…) einen neuen Blick auf eigene Generationenkonflikte zu eröffnen. Das jedenfalls lässt der kräftige Applaus vermuten.
SINGEN Gudrun Trautmann, Südkurier, 22.1.2019.

Theaterabend fesselt die Zuschauer
Der prasselnde Beifall am Schluss war nur einer von mehreren Indikatoren, wie fasziniert die Zuschauer von dem waren, was Regisseur Volker Hesse (…) auf die Bühne gebracht hatte. Intensive Pausengespräche über das Stück und nach dessen Ende im Foyer und auf dem Heimweg waren weitere. (…)
Regie und hochkarätig besetzte Schauspieler-Crew schafften es, die zum Teil bedrückende Tiefe des Themas so umzusetzen, dass sogar Lacher möglich waren.
SOLINGEN Jutta Schreiber-Lenz, Solinger Tageblatt, 28.1.2019.

Die Schauspieler überzeugen in ihren Rollen
Sie alle spielen ihre Rollen mit einer Intensität, die manchmal bis an die Schmerzgrenze geht.
TÖNISVORST Stephanie Wickerath, Westdeutsche Zeitung, 17.12.2018

Gute Unterhaltung und reichlich Stoff zum Nachdenken
Volkers Hesses Inszenierung funktionierte (…) großartig, vor allem wegen der ausgesprochen guten schauspielerischen Leistung aller Akteure. (…) Der gesamte Cast war in der Lage, die Figuren nicht ganz ernst zu nehmen und immer ein paar Millimeter neben der Spur zu interpretieren. Dem zahlreich erschienenen Publikum gefiel das gut. Es ließ sich hörbar mitreißen, lachte an vielen Stellen und war doch betroffen.
WOLFSBURG Robert Stockamp, Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 11.01.2019

 

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