The Who and the What

EURO-STUDIO Landgraf
The Who and the What
Schauspiel in zwei Akten von Ayad Akhtar
Deutsch von Barbara Christ

ca. 19.11.2020 – 15.12.2020
ca. 10.01.2021 – 30.01.2021

Mit Heikko Deutschmann (zum 1. Mal auf Schauspiel-Tournee) u. a.
Regie: Felix Prader
Ausstattung: Anja Furthmann

Uraufführung: 19.02.2014, La Jolla Playhouse, San Diego
Premiere in New York: 15.06.2014, Lincoln Center-Theater
Deutschsprachige Erstaufführung: 14.01.2017, Deutsches SchauSpielHaus, Hamburg
Premiere der Inszenierung von Felix Prader: 27.05.2018, Akademietheater Wien
Aufführungsrechte: S. Fischer Verlag GmbH, Theater & Medien

AYAD AKHTAR
Ich bin fest davon überzeugt, dass Kunst nicht nur als Selbstzweck besteht. Wenn Kunst eine moralische Dimension hat, dann die, den Zuschauer über sein eigenes Wertesystem reflektieren zu lassen, und dabei zu helfen, Widersprüche auszuhalten. Ein Bewusstsein zu entwickeln, nicht nur ein Gewissen zu haben.

PULITZERPREISTRÄGER AYAD AKHTAR ist einer der wichtigsten Dramatiker unserer Zeit. Er arbeitet in den USA, seine Werke haben aber aufgrund unserer sozialen Globalisierung Allgemeingültigkeit. Ja, sie brennen den westlichen Gesellschaften förmlich unter den Nägeln.
Michaela Preiner, www. european-cultural-news. com, 06.06.2018.

The Who and the What“ – ein Kammerspiel, das, pointenreich und provokant geschrieben, das Zeug hat, Säle zu füllen, ein Well-made play.
Frauke Hartmann, Frankfurter Rundschau, 17.01.2017.

Ich glaube, er ist einer der Autoren, der unser ganzes Land auf die Bühne stellt.
Seine Stücke handeln von der Kulturen Vielfalt und der Komplexität der Welt,
in der wir heute leben. Genau das sind die Geschichten, die wir heute im Theater erzählen wollen.
Teresa Eyring über Ayad Akhtar, zitiert nach Andreas Robertz: Amerikanisches Theater, Deutschlandfunk, 22.02.2016
Teresa Eyring ist Mitglied der Theatre Communication Group, dem wichtigsten Theater- Dachverband in den USA und Herausgeberin des American Theater Magazine.

Inhalt
»Der Riss der Zeit geht durch das Herz«, so übertitelt Autor Daniel Kehlmann seine Laudatio auf Ayad Akhtar, der von einer internationalen Jury mit dem Erwin Piscatorpreis 2019 ausgezeichnet worden war. Ein »Riss der Zeit« geht auch durch das Herz und die Familie des aus Pakistan nach Atlanta im Süden der USA eingewanderten Familienpatriarchen Afzal. Da er aus Überzeugung die überlieferten Konventionen und Werte seines Heimatlandes aufrechterhält, gerät er in einen emotional unlösbaren Vater-Tochter-Konflikt. Afzal hat sich von einem einfachen Taxifahrer zu einem überaus erfolgreichen Taxiunternehmer hochgearbeitet und sich nach dem Tod seiner Frau zwölf Jahren lang liebevoll um die Erziehung seiner beiden nun erwachsenen Töchter gekümmert.
Mahwish möchte endlich die Frau ihres Langzeitfreundes werden, muss – da Afzal an den Traditionen seiner Vorfahren festhält – aber warten, bis ihre ältere Schwester Zarina, eine erfolgreiche Harvard Absolventin, verheiratet ist. Ihr hatte der Vater die Ehe mit ihrer ersten großen Liebe verboten, weil der katholische Collegestudent nicht konvertieren wollte. Nun sucht Afzal auf muslimlive.com, einem muslimischen Ehepartnerportal, einen Mann für sie. Natürlich ohne ihr Wissen hat er unter ihrem Namen Kontaktanzeigen aufgegeben und die Bewerber getroffen. In einer entwaffnend komischen Szene prüft er Eli, einen zum Muslim konvertierten Amerikaner, der in einer kleinen Moschee eine Suppenküche betreibt, auf Glaubensfestigkeit, Einkommen und Kinderwunsch. Dieser – inzwischen achte Kandidat – entspricht all seinen Vorstellungen und wird tatsächlich Zarinas Ehemann. Da sie ihn zufällig schon bei einem Vortrag der Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali kennen gelernt hatte, war sie sicher, dass er ähnlich wie sie weniger ein muslimisch-traditionsgebundenes als ein liberales, westlich orientiertes Leben führen möchte.

Die dramatisch hochexplosive Spannung des vielschichtigen Dramas entwickelt sich aus dem Zündstoff, der sich in dem Inhalt des Romans, an dem Zarina seit Jahren schreibt, verbirgt. In ihrem Porträt des Propheten hinterfragt sie dessen Frauenbild und versucht zu ergründen, WER Mohammed wirklich war – da nur Vordergründiges über ihn bekannt ist: Er war Araber, Aisha war seine Lieblingsfrau, er hat eine Zahnlücke, und so weiter… Brisant ist ihre Auslegung der Koranstellen über Mohammeds Heirat mit seiner Kusine Zaynab, die bis zur Scheidung die Frau seines Adoptivsohnes war. Sind seine Prophezeiungen nur Rechtfertigungen für seine verbotenen Gefühle? Zarinas Roman beginnt, als der Prophet seine ehemalige Schwiegertochter nackt sieht und wie er damit ringt, dass er die Frau seines Sohnes begehrt. Frau Nummer sieben ist der Grund für die Offenbarung über den Schleier. Den Vorhang. (Das arabische Wort ‚Hidschab‘ oder ‚hijab‘, das die Kopfbedeckung der Muslimas bezeichnet, bedeutet ursprünglich ‚Vorhang‘.)
Als Afzal zufällig das fertige Buchmanuskript von Zarina entdeckt, weiß der orthodoxe Muslim sofort, was das bedeutet. Nicht nur für ihn, sondern für alle, die an den Werten der Religion ihrer Heimat festhalten, ist es pure Blasphemie. Er ist zutiefst verletzt, gleichzeitig auch voller Sorge um die Sicherheit seiner Familie. In Pakistan würde man dafür getötet werden. (Das Kopfgeld auf Salman Rushdie, der wegen weit weniger brisanter Inhalte verfolgt wird, wurde 2016 auf fast vier Millionen
Dollar erhöht.) Obgleich er seine Tochter verstößt, wirft man auch seine Fenster ein, und er verliert seine Firma. In diesem »Konfliktstoff, der in seiner Essenz ein großes Hohelied auf die Liebe darstellt, gibt es ein Happy End plus Aussicht auf eine Enkelin!« (Bernadette Lietzow, Tiroler Tageszeitung, 29.5.2018.) Als Sohn pakistanischer Einwanderer kennt Akhtar die brennenden Fragen nach der Identität im Alltag von Migranten und gibt – auch in diesem Stück niemals einfache Antworten. »Im Stil eines intelligenten Konversationsstückes wird eine anrührende Tragödie erzählt. Akhtars Well-made play behandelt die interkulturellen Probleme mit eindringlicher Farbigkeit, gescheiter Präzision und gelegentlichen ironischen Akzenten, die dem Thema eine anregende Leichtigkeit geben.« (Rüdiger Krohn, Badische Neueste Nachrichten, 5.12.2018.)
Noch einmal Daniel Kehlmann: »Ayad Akhtar ist genau der Schriftsteller, den wir brauchen.«
Die kursiv hervorgehobenen Texte sind Zitate aus „The Who and the What“.

Der Titel
Der rätselhafte Titel erklärt sich durch die zentrale Frage: Was wäre, wenn Mohammed den Koran nicht durch göttliche Eingebung, sondern auf der Basis eigener, höchst menschlicher Erfahrung verfasst hätte? Schlagartig könnte durch solch eine Umkehrung das problematische Frauenbild des Islam kritisch hinterfragt werden, und genau darum geht es Zarina in ihrem Roman, in dem sie versucht, den Menschen Mohammed aufzuspüren.
Ute Baumhackl, Kleine Zeitung , 01.06.2018

„The Who and the What“ bezieht sich auf ein Zitat aus einem Interview des französischen Philosophen Jacques Derrida (1930-2004) über Liebe und den Zusammenhang zwischen dem WER und dem WAS in der Liebe.
Welchen Maßstab legen wir bei der Beurteilung eines Menschen an? Sind wir stärker von dem abhängig, WAS wir über ihn wissen: Herkunft, Erziehung, Beruf, soziale Stellung, Familie, oder beurteilen wir ihn danach, WER dieser Mensch wirklich ist?

HEIKKO DEUTSCHMANN – AfzalHeikko Deutschmann (Foto: Martin Kraft)
Der in Innsbruck geborene vielseitige Schauspieler, preisgekrönte Drehbuchautor und Regisseur gehört zu den gefragtesten TV- und Bühnendarstellern im deutschsprachigen Raum. Nach der Schauspielausbildung an der Berliner Hochschule der Künste erhielt er 1984 seine ersten Theater-Engagement an den ersten Theater-Adressen Deutschlands: 1984 bei Peter Stein an der Berliner Schaubühne, von 1986 bis 1991 am Thalia Theater Hamburg unter Regie-Größen wie Robert Wilson, Jürgen Flimm, Ruth Berghaus, Jürgen Gosch, Werner Schroeter und Alexander Lang. Es folgten Engagements am Schauspiel Köln, am Schauspielhaus Zürich, am Renaissance-Theater in Berlin. Mit George Taboris „Flucht nach Ägypten“ stand er 2015 in einer Koproduktion des Théâtre National du Luxembourg und der Ruhrfestspiele Recklinghausen, 2016 mit „Das Blau in der Wand“ von Tankred Dorst in einer Koproduktion der Ruhrfestspiele und des Düsseldorfer Schauspielhauses auf der Bühne. Nach dem Auftakt „Walkman Blues“ (1985, Regie Alfred Behrens), zuerst noch parallel zu seiner Bühnentätigkeit, konzentrierte er sich ab Ende der 1990er Jahre ganz auf seine immer zahlreicher werdenden Film- und Fernsehengagements. Für den wandelbaren Schauspieler folgten unendlich viele Fernseh- und Kinoproduktionen, von denen hier nur eine kleine Auswahl genannt werden kann: Die Satiren „Rotwang muss weg“ (1994) und „Der Planet der Kannibalen“ (2001) von Hans-Christoph Blumenberg, die dreiteilige Literaturverfilmung „Der Laden“ (Regie Jo Baier) nach der Romantrilogie von Erwin Strittmaier, die 1999 mit dem Grimme-Preis in Gold ausgezeichnet wurde, Produktionen unter der Regie von Peter Patzak , u. a. „Sweet little Sixteen“ (1999), „Die Entführung“ (1999) sowie „Sternzeichen“ (2003), Thomas Berger („Ein unmöglicher Mann“, „Operation Rubikon“) und Diethard Klante („Nicht ohne Dich“ und „Hannas Baby“).
Heikko Deutschmann übernahm als Gaststar Rollen in beliebten Krimi-Reihen wie „Der letzte Zeuge“, „Rosa Roth“, „Ein starkes Team“, „Doppelter Einsatz“, „Tatort“, „Polizeiruf“, „Der Staatsanwalt“, „SOKO Köln“, „Donna Leon“, „ Der Alte“ und „Marie Brand“ und beeindruckte in Dramen wie „Blindes Vertrauen“ (Regie Mark Schlichter) und der preisgekrönten ARD-Produktion „In Sachen Kaminski“ (Regie Stefan Wagner). Seit 2010 ist er als Tierarzt Dr. Philip Hansen in Jörg Grünlers beliebter Familienserie „Tiere bis unters Dach“ zu sehen. Weitere Filme mit Heikko Deutschmann waren u. a. der Krimi „Rottmann schlägt zurück“, der Zweiteiler „Schicksalsjahre“, das Drama „Blutgeld“ und „Ein Sommer in den Bergen“ (alle ZDF). Außerdem war er in „Der Meineidbauer“ (ARD) und in mehreren Inga-Lindström-Verfilmungen (u. a. „Zurück ins Morgen“) besetzt. Neben seinen Film- und Fernsehengagements ist der vielseitige Schauspieler auch ein gefragter Sprecher für Hörbücher, u. a. „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera, „Schiller-Balladen“, die Brigitte Hörbuch-Edition „Starke Stimmen“, „Reise im Mondlicht“ von Antal Szerb oder „LIMIT“ von Frank Schätzing. Als Absolvent der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) ist er auch als Regisseur tätig – schon sein erte r Kurzfilm „Noch ein Seufzer und es wird Nacht“ (2015), bei dem er das Drehbuch schrieb und Regie führte, er hielt etliche Preise, u. a. als Bester erzählender Kurzfilm (Best Narrative Short) beim Nordic International Film Festival New York 2015, als Bester fremdsprachiger Kurzfilm (Best Short Foreign Language Film) beim International Filmmaker Festival of World Cinema London 2016. Beim Berlin Independent Film Festival 2016 war er als Bester Kurzfilm nominiert.

FELIX PRADER – Regie
Felix Prader, dessen Inszenierungen sich durch genaue und sensible Schauspielerführung auszeichnen, begann als Regieassistent am Theater am Neumarkt in seiner Heimatstadt Zürich. Von 1975 bis 1979 assistierte er Regie-Legenden wie Peter Stein, Klaus Michael Grüber und Robert Wilson an der Schaubühne in Berlin. Dort zeigte er ab 1977 auch eigene Regiearbeiten, u. a. „Familienszenen“ mit Texten von Robert Walser und „Die Aufrichtigen“ von Marivaux. Mit seiner Schaubühnen-Inszenierung von Javier Tomeos „Mütter und Söhne“ mit Udo Samel und Gerd Wameling wurde er 1991 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Weitere Arbeiten folgten an den wichtigsten deutschsprachigen Bühnen, u. a. am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Schauspielhaus Bochum, Schauspiel Köln, im Theater im Turm in Frankfurt, am Residenztheater in München. Gastengagements führten ihn an viele internationale Bühnen, u. a. zu den Wiener Festwochen nach Basel und Genf, immer wieder an das Burgtheater Wien (seit 2016 läuft dort seine Inszenierung von Hermann Bahrs Komödie „Das Konzert“), in die  USA, nach Frankreich an die Comédie Française und das Festival d’Avignon sowie an das Spanische Centro Dramático de Aragón. 1995 inszenierte Prader die Deutschsprachige Erstaufführung von Yasmina Rezas „»Kunst«“ an der Schaubühne Berlin. Die viel beachtete Aufführung wurde ans Berliner Renaissance-Theater übernommen und ist dort immer noch im Spielplan. Seit 2002 wurde sie schon über 50 Mal am Burgtheater in Wien gezeigt. Seit 2000 wurde Prader wiederholt am Renaissance-Theater in Berlin zu Gast-Regien eingeladen. Hier inszenierte er 2001 und 2002 zwei Stücke von Yasmina Reza – „Drei Mal Leben“ als Deutschsprachige Erstaufführung und „Reise in den Winter“, Jean-Claude Grumbergs „Das Atelier“ und die Deutschsprachigen Erstaufführungen von zeitgenössischen Dramatikern wie Edward Albee, Michael Frayn und Michael Healey. Daneben verfasste Prader Übersetzungen und Theateradaptionen von Prosatexten, leitete in Frankreich Theater-Workshops, arbeitete bei den Salzburger Festspielen als Produktionsleiter mit Peter Stein und Luca Ronconi zusammen und unterrichtete u. a. an der französischen nationalen Schauspielschule in Straßburg sowie am Mozarteum in Salzburg. Seit 1985 lebt Prader in Paris. Seine Renaissance-Theater-Inszenierung von Fabrice Roger-Lacans „Der Krawattenklub“ war 2007-2009 mit der Konzertdirektion Landgraf auf Tournee. 2012-2015 lief seine hoch gelobte EURO-STUDIO-Produktion „Halpern & Johnson“ von Lionel Goldstein mit Klaus Mikoleit und Friedhelm Ptok. »Großes Theater« (H. Pöschl, Die Rheinpfalz, 24.01.2015).

Pressestimmen
zur Inszenierung von Felix Prader am Akademietheater Wien

Tiefgründige Komödie feierte Österreichische Erstaufführung.
Felix Prader gelingen schnelle Szenenwechsel, die das über mehrere Jahre spielende Stück temporeich zu einem kurzweiligen Vergnügen machen. Dass keine der Figuren sichtbare Zeichen einer muslimischen Herkunft trägt, macht „The Who and the What“ trotz des religiösen Themas universell. Lang anhaltender Jubel für Ensemble und Regie. Ein Abend, der noch lange nachwirkt.
Salzburger Nachrichten, 28.05.2018

FELIX PRADER inszeniert das hervorragend geschriebene Familiendrama humorvoll.
k A. , Falter: Woche, 06.06.2018

Tolles Theater, das den Nerv der Zeit trifft, braucht nicht viel: Manchmal genügen ein (…) Bühnenbild, wundervolle Darsteller, eine unaufdringliche, vielleicht gerade deshalb äußerst wirksame Regie und ein gut gemachtes, aktuelles Stück, das (…) unterhält und belehrt. Tolles Theater braucht sehr viel: All die genannten Faktoren müssen perfekt zusammenpassen. Das ist bei „The Who and the What“ gelungen. Ayad Akhtar, inzwischen Shooting-Star der USLiteratur, hat mit einem raffiniert simplen Stück entzückt. (…) Felix Prader hat sich bei seiner Inszenierung nicht auf Mätzchen eingelassen, (…) er hat ganz einfach ein rasantes Kammerspiel mit fliegenden Szenenwechseln entwickelt. (…) Fazit: hier wird auf höchstem Niveau ein Lehrstück der Toleranz geboten. In diesem Lob der Vielfalt gibt es keine billigen Lösungen. Sanft wird man dazu ermahnt, auch andere Seiten verstehen zu wollen.
Norbert Mayer, Die Presse, 29.05.2018

Die (…) Tragikomödie (…) entpuppt sich als Stück über das Wesen der Liebe.
(…) Und Felix Prader arbeitet diesen Aspekt sorgsam heraus. Ihm gelingt das Kunststück, über den politischen Debattenbeitrag hinaus aufs Mit- und Zwischenmenschliche zu deuten. (…) Viel Jubel für einen klugen Text voll gewitzten Humors und dessen ebensolche Umsetzung.
Michaela Mottinger, Mottingers-Meinung.at, 28.05.2018

Brillantes Stück über brisante Fragen
Prader hat das Stück souverän im Griff: Wie feine Miniaturen reiht er die Szenen (…) aneinander. Jede Pointe sitzt perfekt. Das Spiel der Nuancen in Dialogen (…) gewinnt immer mehr an Spannung, aber auch die Ausbrüche des erzkonservativen Vaters berühren, lassen aber auch lachen. (…) Ein Abend für Feinspitze!
Karlheinz Roschitz, Kronen Zeitung, 01.06.2018

VIELSCHICHTIGES FAMILIENDRAMA
Ayad Akhtar (…) vermag Konflikte höchst plastisch, unterhaltsam und amüsant aufzubereiten. (…) In „The Who and the What“ erzählt er über die Zerrissenheit von Immigranten, die zwar die neue Heimat lieben, sich aber nicht von den Werten ihrer Vorfahren lösen können. (…) Unangestrengt wie treffend findet das Stück so zu einem hohen Lied auf die Freiheit der Gedanken – oder wie es Zarinas Ehemann Eli einmal fragt: Soll denn gute Kunst nicht genau das bewirken?
Irene Bazinger, MOZ, 10./11.02.2018

MUSTERGÜLTIGE ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG
Akhtars Spielanordnung ist von beinahe unverschämter Raffinesse. (…) Afzal gebärdet sich wie der liberalste Vater der Welt, (…) der es gewohnt ist, sich in jeder Kultur durchzusetzen. Umgekehrt handelt Akhtars Text auf beunruhigend lauernde Weise von den Blindflecken religiös-kultureller Borniertheit. (…) Die Risse laufen durch die Menschen hindurch. Und weil das nicht nur niederschmetternd traurig, sondern auch haarsträubend komisch ist, schließt man Akhtars Figuren ins Herz.
Ronald Pohl, Der Standard, 29.05.2018

EIN GROSSARTIGER TEXT
Sein Handwerk versteht (…) Akhtar perfekt. (…) „The Who and the What“ – ein Theaterstück, das auf vielen Ebenen begeistert. (…) Akhtar bringt nicht nur eine Reihe von Problemen in geschliffenen Dialogen zur Sprache, er erzeugt auch einen faszinierenden Spannungsbogen. Feinstes Theater.
M. Reichart, Kronen Zeitung, Kultur, 01.06.2018

POINTIERTES KAMMERSPIEL
Das Well-made-Play (…) feiert internationale Erfolge. „The Who and the What“ ist ein hochbrisantes Stück, das soziale, religiöse und kulturelle Differenzen aufzeigt, ohne zu urteilen. (…) Der Dramatiker (…) thematisiert die Schwierigkeiten ethnisch-kultureller Identitäten in unserer modernen Welt.
Julia Danielczyk, Die Furche, 30.05.2018

Weitere Pressestimmen

So geht das allerbeste Theater:
Einfach mal mit sehr guten Schauspielern eine brisante Geschichte erzählen.
Stefan Grund, Die Welt, 16.01.2017

Ein großartiges Stück, das Debatten auslösen wird.
WAREN SIE LANGE NICHT MEHR IM THEATER?
Und finden Sie das schade, weil Sie eigentlich gern mal wieder ein tolles Theatererlebnis hätten? Dann haben wir was für Sie: Sehen Sie sich das Stück „The Who and the What“ des Pulitzerpreisträgers Ayad Akhtar an. Das Publikum war begeistert und wollte gar nicht mehr zu klatschen aufhören. Was dieses Stück so sehenswert macht, ist, dass es Menschen zeigt und keine Klischees. Die Fronten scheinen anfangs scheinbar klar und damit auch die Sympathien des Publikums. Aber so einfach ist es nicht. Man mag diesen knurrigen Über-Kümmerer irgendwie, der nicht aus seiner Haut kann. Er liebt seine Töchter, aber er ist gefangen in den Konventionen und Erwartungen seiner religiösen Community. Ayad Akhtar stellt im Grunde zwei simple Fragen: Was haben Menschen aus der Religion gemacht? Und was macht diese Religion mit den Menschen? Über Antworten kann man lange diskutieren. Dieses mitreißende Theaterstück lädt dazu ein.
Kester Schlenz, Stern (Kultur), 15.01.2017

AYAD AKHTAR IST EIN STAR
Der New Yorker Dramatiker (…) ist phänomenal erfolgreich, auch in Deutschland.
Man vergleicht ihn mit Yasmina Reza, weil er wie Reza das Einmaleins der geistreichen Unterhaltung mit politischen Untertönen beherrscht. (…)
Akhtar zweites Stück „The Who and the What“ spielt mit den Bausteinen der klassischen Familiensoap: erstickende Elternliebe, aufbegehrende Kinder, Bruch und Versöhnung.
Wolfgang Höbel, DER SPIEGEL 5/2017, S. 125

Akhtar (…) schildert das Milieu seiner Werke aus eigenem Erleben.
Ebenso wichtig wie der authentische, glaubwürdig fundierte Charakter seines Stückes (…) ist seine brillante Begabung für dramaturgische Spannung und flüssige, nicht selten pointierte Dialoge.
Rüdiger Krohn, Badische Neueste Nachrichten, 05.12.2018

„The Who and the What“ ist sehenswertes (…), überzeugendes Schauspielertheater.
Ein leidenschaftliches Plädoyer für die Liebe als sicheres Maß der Dinge in ungeheuerlichen Zeiten.
Stefan Schmidt, nachtkritik, 14.01.2017

Aus Glaubens- und Familienangelegenheiten, Geschlecht und Kultur entwickelt sich in „THE WHO AND THE WHAT“ eine explosive Mischung. Wie bei Akhtars „Geächtet“ werden die konfliktgeladenen Spannungen zur Diskussion gestellt, die entstehen, wenn Religion und eine weltoffene liberale Gesellschaft innerhalb einer
Familie miteinander konfrontiert werden. „THE WHO AND THE WHAT“ untersucht Generations- und interreligiöse Konflikte mit flüssiger Eloquenz und Intelligenz. Akhtar schreibt einen Dialog, der – obwohl oft lustig – immer realistisch ist, dessen Ideen aufrütteln und dessen Richtung eine unterschwellige Anspannung verrät, durch die sich die emotionalen Auseinandersetzungen ständig steigern.
Die dominante Figur des Stücks in Afzal, der hier als bestimmende, aber nicht unsympathische Figur dargestellt wird. Er ist ein liebevoller Vater, der stolz auf seine Töchter ist und das Beste für sie will – solange sich deren Wünsche vollständig mit seinen decken. So dauert es eine Weile, bevor wir die fragwürdigen Aspekte seines
Charakters entdecken.
NEW YORK Charles Isherwood, New York Times, 16.06.2014

Ayad Akhtars kurzweiliges, beachtenswertes Stück erzählt eine Geschichte über unbequeme Fragen und den Mut, sie zu stellen.
NEW YORK Zachary Stewart, www.theatermania.com, 16.06.2014

Definitiv ist Akhtar ein Dramatiker, dessen zukünftige Arbeit viel Aufmerksamkeit verdient.
NEW YORK Frank Scheck hollywoodreporter. com 16.04.2014

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