Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel

Doris Kunstmann Oliver © FantitschEURO-STUDIO Landgraf
ICH BIN WIE IHR, ICH LIEBE ÄPFEL
Satirische Komödie über drei Frauen der Weltpolitik
von Theresia Walser

Wiederholungstournee
ca. 15.01. – 25.01.2017

Regie: Hans Hollmann
Ich bin wie ihr ich liebe Äpfel - Hölz Sebsatian © Robert ReckerAusstattung: Stephan Mannteuffel

Mit Doris Kunstmann (Preisträgerin des INTHEGA-Vorstands 2012),
Saskia Valencia, Reinhild Solf, Sebastian Hölz.

Auf den Szenenfotos unten sehen Sie die Besetzung mit Ole Eisfeld; 2017 ist Sebastian Hölz (Foto links) besetzt. 

Collage aus verschiedenen Szenenfotos © Stephan Mannteuffel

Stalin hat es getan, Mao, Khomeini und Saddam Hussein ebenso. Sie haben zur Feder gegriffen, um auch als Dichter unsterblich zu werden. Zwei Zeilen aus einem Gedicht von Gaddafi, mit dem er sich selbst zum einsamen, vom Volke unverstandenen Herrscher stilisiert, hat Theresia Walser als Titel ihres neuen Stücks übernommen.

Inhalt
In Theresia Walsers bitterböser Komödie geht es um drei Ehefrauen ehemaliger Diktatoren: Frau Margot, Frau Imelda und Frau Leila (Ähnlichkeiten mit Margot Honecker, Imelda Marcos und Leila Trabelsi, der Frau von Ben Ali, sind beabsichtigt). Während die illustren Damen gemeinsam mit ihrem Dolmetscher auf eine Pressekonferenz warten, die anlässlich der Verfilmung ihres Lebens anberaumt wurde, versuchen sie, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Doch in diesem höchst amüsanten Zickenkrieg sind sie sich nur in drei Punkten einig: ihr schlechtes Image beruht auf einem Missverständnis, die Freiheit des Volks wird überbewertet, und entschuldigen muss man sich wirklich für gar nichts.

Der Dolmetscher, der eine sehr spezielle Einstellung zu seinem Beruf hat, avanciert  zum geheimen Dreh- und Angelpunkt. Denn er entscheidet blitzschnell, ob eine wortgetreue Übersetzung oder eine freie Interpretation des Gesagten ratsam ist und welche Bemerkungen er auf gar keinen Fall übersetzt, sondern vorsichtshalber ins Gegenteil verkehrt.

Ich bin wie ihr ich liebe Äpfel_Reinhild Solf, Ole Eisfeld, Doris Kunstmann, Saskia Valencia © Oliver Fantitsch Ich bin wie ihr ich liebe Äpfel_9_Saskia Valencia, Reinhild Solf © Oliver Fantitsch Ich bin wie ihr ich liebe Äpfel_7_Reinhild Solf, Ole Eisfeld © Oliver Fantitsch
Ich bin wie ihr ich liebe Äpfel_6_Saskia Valencia © Oliver Fantitsch Ich bin wie ihr ich liebe Äpfel_5_Reinhild Solf © Oliver Fantitsch Ich bin wie ihr ich liebe Äpfel_2_Doris Kunstmann, Ole Eisfeld © Oliver Fantitsch

Diese Ex-First-Lady-Farce ist ein Feuerwerk aus maliziöser Schlagfertigkeit und zynischen Zitaten der Niederträchtigkeit. Theresia Walser, jüngste Tochter des Schriftstellers Martin Walser, beweist wieder einmal, dass sie zu Recht zu den meistgespielten Dramatikerinnen Deutschlands gehört.


Pressestimmen

Stattlicher Applaus.
Marielouise Scharf, Amberger Zeitung, 1.10.2015.

Trefflicher und bissiger Star der Satire von Theresia Walser
Gelächter und reichlich Applaus für eine Parabel, die in ihrer Nähe zur Realität so unheimlich eindrucksvoll ist. Dass es im Publikum so ankam, gebührte dem Ensemble, das intensiv in die Rollen schlüpfte und diese herrlich auslotete.
Ilse-Marie Voges, Kreiszeitung, 11.4.2016.

Herrlich klischeehaft
Der Schlussapplaus im gut besetzten (…) Theater war lang, das Publikum fühlte sich bestens unterhalten. Das lag vor allem an den (…) starken Darbietungen der Akteurinnen, die facettenreich und glaubwürdig in ihren Rollen der boshaften, ewig gestrigen und daher weltfremden Frauen geschlüpft waren – die Lacher galten der beißenden Ironie und blieben manchmal im Hals stecken.
Karsten Bödecker, Syker Kurier, 11.4.2016.

Theresia Walser wendet die oberflächliche Aufschneiderei der drei Damen zu komödiantischen Momenten, zu spritzigem Kabarett.
Herbert Kullmann, Aalener Nachrichten, 23.10.2015.

Regisseur Hans Hollmann inszeniert die facettenreiche Vorlage dialogbetont und setzt dabei auf das hervorragende Ensemble. Man ist hin- und hergerissen zwischen heiterer Unterhaltung durch die absichtlichen Fehlübersetzungen und schlichter Empörung über diese Selbstgerechten, die im korrupten Luxus schwelgten, während die Bürger litten. Ein bösartiger Spaß und ein heiterer Abend zugleich, teils mit schallendem Gelächter, das einem manchmal im Halse steckenbleibt.
Petra Meyfarth, Abendzeitung München, 01.12.2014

Sie ist eine renommierte zeitgenössische Dramatikerin und hierzulande eine viel gespielte Theaterautorin. Die Rede ist von Theresia Walser, der jüngsten Tochter des Schriftstellers Martin Walser. Mit ihrem nunmehr 15. Stück, der bitterbösen Komödie „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“, gastierte das Euro-Studie Landgraf in Bad Orb. Im Gepäck hatte das Tourneetheater nicht nur ein großes Wortkunstwerk, sondern auch ein schauspielerisch äußert versiertes Quartett, das mit ungemeiner Bühnenpräsenz zu punkten wusste.
Dr. Monika Fingerhut, Gelnhäuser Neue Zeitung, 17.11.2014

Stück „Ich bin wie ihr, ich liebe Äpfel“ begeisterte das Publikum auf ganzer Linie – Großartige Komödie um Dikatoren-Ehefrauen
Das Stück war ein amüsantes Zusammenspiel von Schlagfertigkeit, Witz und Charme, mit vielen bissigen Zitaten und wurde zu Recht mit tosendem Applaus bedacht.
Kathrin Bolte, Peiner Allgemeine Zeitung, 12.11.2014

Beeindruckendes Theaterstück über Ex-Diktatorengattinnen
Schauspieler-Quartett bot grandiose Leistung.
Heide Rethschulte, Weser Kurier, 08.10.2014

Dialogstarker Zickenkrieg
Regisseur Hollmann verlässt sich bei seiner jüngsten Inszenierung neben seinem hervorragenden Darstellerensemble vor allen Dingen auf den facettenreichen Text. Da sitzen Reinhild Solf als Margot Honecker, Doris Kunstmann als Imelda Marcos und Saskia Valencia als Leila Ben-Ali von links nach rechts aufgereiht auf Stühlen beziehungsweise einem Sessel. Das macht Spaß, weil der Text etliche Pointen in sich birgt und weil sich Dolmetscher Gottfried als gewiefter Drachendompteur entpuppt. Nach der Pause dreht das Ensemble noch einmal auf und das Stück endet mit einem komödiantischen Clou.
Jens Potschka, Cuxhavener Nachrichten, 07.10.2014

Pressestimmen zur Uraufführung am Nationaltheater Mannheim am 12.01.2013

Die drei Egomaninnen mit zweifelsfrei wahnhaftem Weltbild brauchen also einen Simultandolmetscher. Das ist eine Quelle witziger Dialogsequenzen – denn von Dialog zwischen den Damen kann gar nicht die Rede sein. Und der zwischengeschaltete, eifrig bemühte Dolmetscher kann alle Register seines Metiers ziehen: Verdrehung, Verharmlosung, Verdunklung und Verdummung; die Spanne reicht von Aussagelosigkeit bis zur Verkehrung ins Gegenteil.
Cornelie Ueding, Deutschlandfunk, 14.01.2013

Der Text ist ebenso unheimlich wie komisch.
Tobias Becker, SPIEGEL online, 09.01.2013

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