Des Teufels General

Plakat "Des Teufels General"

EURO-STUDIO Landgraf
DES TEUFELS GENERAL
Schauspiel von Carl Zuckmayer
2. INTHEGA-Preis DIE NEUBERIN 2016

Einzeltermine möglich

Mit Gerd Silberbauer in der Titelrolle
In weiteren Rollen: Daniel Pietzuch, Thorsten Nindel, Adrian Spielbauer, Andreas Klein, Peter Schmidt-Pavloff, Markus Fisher, Martina Dähne, Annette Kreft, Marsha Zimmermann, Elisabeth Halikiopoulos, Hans Machowiak

Regie: Klaus Kusenberg
Bühne: Günter Hellweg nominiert als Bühnenbildner des Jahres 2014 (Theaterheute)
Kostüme: Franziska Isensee

Inhalt
Berlin, Spätherbst 1941. Zu Ehren einiger beurlaubter Front-Offiziere gibt Fliegergeneral Harras, der von der Gestapo verdächtigt wird, in die Sabotageaffäre um mysteriöse Abstürze von Kampfmaschinen verwickelt zu sein, in einem Berliner Restaurant eine Gesellschaft. Dabei scheut sich der Draufgänger nicht, das NS-Regime – unter anderem in Gestalt des NS-Kulturleiters Schmidt-Lausitz – zu düpieren. Doch nachdem Harras Bekanntschaft mit den Inhaftierungs- und Verhörmethoden der Gestapo gemacht hat, stellt ihm Schmidt-Lausitz ein Ultimatum: Innerhalb von zehn Tagen muss er herausfinden, wer der Urheber der Sabotageakte ist, sonst…

Als die Abendblätter die Nachricht vom Flugzeugabsturz des jungen Oberst Eilers überbringen, der auch der Sabotage zum Opfer fiel, ist Harras bestürzt. Der Tod des Freundes zwingt ihn dazu, seine Verantwortung und Mitschuld anzuerkennen. In der Hoffnung, die Affäre gemeinsam mit Chefingenieur Oderbruch aufzuklären, macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit – mit ungeahnten Folgen.

Des Teufels General 1_Gerd Silberbauer (General Harras) COPYRIGHT Bernd Boehner Des Teufels General 2_Ensemble COPYRIGHT Bernd Boehner Des Teufels General 3_Marsha Zimmermann, Thorsten Nindel (Anna und Friedrich Eilers) COPYRIGHT Bernd Boehner
Des Teufels General 4_Elisabeth Halikiopoulos, Gerd Silberbauer (Diddo, General Harras) COPYRIGHT Bernd Boehner Des Teufels General 5_Hans Machowiak, Gerd Silberbauer (Oderbruch, General Harras) COPYRIGHT Bernd Boehner Des Teufels General 6_Adrian Spielbauer, Martina Dähne (Hartmann, Pützchen) COPYRIGHT Bernd Boehner

Das von Carl Zuckmayer zwischen 1942 und 1945 verfasste Stück, das 1946 im Schauspielhaus Zürich mit Gustav Knuth in der Titelrolle uraufgeführt wurde, stellte sich als größter Theatererfolg der Nachkriegsjahre heraus; allein zwischen 1947 und 1950 erlebte es insgesamt 3238 Aufführungen. Überall diskutierte man Zuckmayers Auseinandersetzung mit Widerstand und Mitläufertum im Zweiten Weltkrieg lebhaft und kontrovers. Zuckmayer wurde zwar aufgrund der positiven Zeichnung der Hauptfigur, des in Hitlers Diensten stehenden Fliegergenerals Harras, politische Ahnungslosigkeit und moralische Skrupellosigkeit vorgeworfen, es ging ihm aber nicht nur um die Mitschuld der Mitläufer, sondern auch um die Frage, ob der Zweck die Mittel heiligt, wenn Widerstand als Sabotageakt den Tod unschuldiger Menschen in Kauf nimmt.
Klaus Kusenbergs Inszenierung betont die aktuelle bzw. zeitlose Bedeutung des Stücks, indem sie zum Beispiel auf NS-Insignien wie Hakenkreuze oder historisch korrekte Uniformen verzichtet.

Pressestimmen

Dass Carl Zuckmayers „Des Teufels General“ (…) ganz großes Kino ist, ist im Besonderen dem facettenreichen Spiel von Gerd Silberbauer in der Titelrolle zu verdanken. (…) Langanhaltender und verdienter Applaus.
Holger Stiegler, Amberger Zeitung, 30.01.2016

Zuckmayers Theaterstück (…) vermag auch 70 Jahre nach seiner Uraufführung für Unbehagen zu sorgen. Die Frage nach der Schuld der Mitläufer uns Opportunisten bewegte (…) das Publikum.
Von der Konzertdirektion Landgraf, im Rahmen der Spielzeit zum 70-jährigen Bestehen neu aufgelegt, entwickelt das Stück eine heute wieder aktuelle Brisanz. Eine neue Zeit scheint heraufzuziehen, überall auf der Welt lodern Krisenherde, die sich zu Flächenbränden auszuweiten drohen. Rechte Populisten wittern überall in Europa Morgenluft. Regisseur Klaus Kusenberg hat trotzdem der Versuchung widerstanden, Carl Zuckmayers Drama zu aktualisieren. Die hier gestellten Fragen sind zeitlos und grundsätzlicher Natur. Der Zuschauer muss am Ende selbst entscheiden, was er für sich mit nach Hause nimmt. (…)
Das Publikum kann sich amüsieren und wird doch immer tiefer in den Strudel beklemmender Bilder und Dialoge hineingezogen, in denen die dunkle Seite des Menschen hervortritt.
Jürgen Haberer, Offenburger Tageblatt/Lahrer Anzeiger, 18.02.2016

Noch heute (…) trifft das Stück voll ins Schwarze.
Simone Brauns-Börnermann, Diepholzer Kreisblatt, 09.02.2016

Viel Beifall
Gerd Silberbauer gab einen Harras, der aus dem Ensemble herausragte, ohne die Mitstreiter auszustechen. (…) Die Bühnengestaltung von Günter Hellweg gab den immerhin zwölf Protagonisten schöne und abwechslungsreiche Spielmöglichkeiten. (…) Die Zuschauer im vollbesetzten Kurtheater wollten schließlich die Schauspieler fast gar nicht von der Bühne gehen lassen. Diese genossen sichtlich den langen und begeisterten Applaus nach einer Aufführung, die keine fertigen Antworten auf die moralische Frage nach der Verantwortung und schuldhafter Verstrickung in der Nazizeit geben wollte, aber reichlich Stoff bot für Diskussionen und die Weiterbeschäftigung mit einem Thema, dessen Wichtigkeit und Bedeutung wohl für alle Zeit erhalten bleiben wird.
Joachim Rübel, Bad Kissinger Anzeiger, 02.03.2016

Großartiges Theater
Es war der seit langem beste Theaterabend in Lahr. Stück, Schauspieler, Bühne, Regie – alles stimmte bei dieser Inszenierung (…). (…) In der Hauptrolle (…) brillierte Gerd Silberbauer (…). (…) Subversives Volkstheater mit zuweilen kabarettistischen Dialogen, volkstümlichen Figuren und Sprache – und einer politisch wie psychologisch durchdachten Charakterzeichnung, die das Stück auch nach 70 Jahren noch trägt. Und so verzichtet Regisseur Klaus Kusenberg völlig zu Recht auf Aktualisierungen, das Stück braucht sie nicht. (…) Bewegt und ergriffen spendete das (…) Publikum minutenlang Applaus für einen großartigen Theaterabend.
Juliana Eiland-Jung, Badische Zeitung, 18.02.2016

Mit einer fabelhaften Leistung brachte das Ensemble des EURO-STUDIO Landgraf das Schauspiel (…) auf die Bühne. Das intensive Spiel begeisterte das Publikum, das die Darsteller am Ende mit minutenlangem Applaus bedachte und sich zuletzt auch fast geschlossen erhob, um den beeindruckenden Abend zu würdigen.
Hagen Thiele, Bergische Morgenpost, 04.02.2016

Stehend applaudierte das Publikum (…). Das (…) Ensemble bot ein spannendes Drama um Widerstand und Mitläufertum vor dem Hintergrund der Nazizeit. Auf Uniformen und Nazisymbolik verzichtete Regisseur Klaus Kusenberg (…) fast vollständig und hob das Stück auf eine weitgehend zeitlose Schiene. (…)
Bernd Stobäus, Braunschweiger Zeitung, 25.02.2016

Ein teuflisch gutes Theaterstück
Dass „Des Teufels General“ in Buxtehude ganz großes Theater war, ist dem facettenreichen Spiel von Gerd Silberbauer in der Titelrolle zu verdanken und der Gesamtleistung seiner brillanten Schauspielerkollegen.
Buxtehuder Tageblatt, 11.02.2016

Drama mit aktuellem Bezug
Die Titelrolle in der durch und durch stimmigen Inszenierung (…) spielt ein überzeugender Gerd Silberbauer, der streckenweise an den großen Curd Jürgens erinnert.
Jens Potschka, Cuxhavener Nachrichten, 23.02.2016

Packende Dramatik
Dass das Stück (…) weit entfernt ist von eindimensionaler Schuldzuweisung (…), wurde beklemmend deutlich dank der grandiosen Leistung von Gerd Silberbauer (…).
Claudius Wiedemann. Augsburger Allgemeine, 29.02.2016

Die stimmige Inszenierung punktet nicht zuletzt mit einer geschlossenen Ensembleleistung, für die es am Ende stehend Ovationen gibt. Motor ist Gerd Silberbauer, der seinen Harras charismatisch, sehr dynamisch (…) anlegt.
Andreas Balzer, Der Patriot, 05.02.2016

Der tosende Applaus (…) galt uneingeschränkt allen Schauspielern (…) in dieser beeindruckenden Inszenierung (…). (…) Dieses Spiel (…) fordert heute wie vor fast 70 Jahren sein Publikum glaubhaft auf, über Zivilcourage und ihre Möglichkeiten gründlich nachzudenken. Eine großartige (…) Leistung.
Assunta Tammelleo, Geretsrieder Merkur/Isar-Loisachbote, 15.02.2016

Gerd Silberbauer, eine Bühnenschauspieler mit beeindruckender Ausstrahlung, (…) gab dem General Gestalt und Charakter(züge). (…) Knorrig, sarkastisch und in einer Gratwanderung zwischen Manie, temporärer Nachdenklichkeit und Depression – mit Sensibilität und Emphase auf die Bühne gebracht. (…) Silberbauer (…) war authentisch.
Andreas Stolz, Wolfsburger Nachrichten, 25.02.2016

Dank Gerd Silberbauer lebt die Bühne
(km), Wolfsburger Allgemeine, 26.02.2016

Teufels General geht unter die Haut
Das Stück liefert auch 70 Jahre nach seiner Entstehung noch einen extrem starken Eindruck (…). (…) Es stellt klar die Frage nach der Verantwortung des Einzelnen (…). Eine Frage, die nicht alt wird. Wir sind immer mitverantwortlich für das, was um uns herum geschieht, oder für politische Prozesse.
te, Westfälische Rundschau/Westfalenpost, 15.02.2016

Großes Theater mit einem großartigen Ensemble
Hannelore Aldag, Stader Tageblatt, 12.02.2016

Eine spannende Angelegenheit
Gerhild Ahnert, Saale Zeitung, 29.02.2016

Zuckmayers Theaterstück (…) vermag auch 70 Jahre nach seiner Uraufführung für Unbehagen zu sorgen. Die Frage nach der Schuld der Mitläufer und Opportunisten bewegte (…) das Publikum. Von der Konzertdirektion Landgraf, im Rahmen der Spielzeit zum 70-jährigen Bestehen neu aufgelegt, entwickelt das Stück eine heute wieder aktuelle Brisanz. Eine neue Zeit scheint heraufzuziehen, überall auf der Welt lodern Krisenherde, die sich zu Flächenbränden auszuweiten drohen. Rechte Populisten wittern überall in Europa Morgenluft. Regisseur Klaus Kusenberg hat trotzdem der Versuchung widerstanden, Carl Zuckmayers Drama zu aktualisieren. Die hier gestellten Fragen sind zeitlos und grundsätzlicher Natur. Der Zuschauer muss am Ende selbst entscheiden, was er für sich mit nach Hause nimmt. (…)
Das Publikum kann sich amüsieren und wird doch immer tiefer in den Strudel beklemmender Bilder und Dialoge hineingezogen, in denen die dunkle Seite des Menschen hervortritt.
Jürgen Haberer, Offenburger Tageblatt, 18.02.2016

Sehr präsent in seiner pflichttreuen Unaufgeregtheit Thorsten Nindel. (…)
Eindrucksvoll in seiner dröhnenden und fast komödiantischen Unbeirrbarkeit Peter Schmidt-Pavloff. (…)
Leise, nachdenklich, in seiner Wandlung zum Widerstandkämpfer glaubhaft Adrian Spielbauer. (…)
Andreas Klein als imposanter, im Umgang mit seiner Familie liebevoller, später politisch nachdenklicher Patriarch. (…)
Marsha Zimmermann mit großer Wandelbarkeit von der anschmiegsamen Ehefrau zur Rächerin. (…)
Faszinierend in all den Facetten ihrer Rolle Martina Dähne. (…)
Brillant, souverän, eindrucksvoll Annette Kreft. (…)
Elisabeth Halikiopoulos anrührend in ihrer Wandlung vom schwärmerischen Teenager zur liebenden Frau. (…)
Markus Fisher in nahezu beklemmender Unnahbartkeit. (…)
Gerhild Ahnert, Saale Zeitung, 29.02.2016

Bravourös ist die Leistung des gesamten Ensembles, doch Silberbauer hat sich mit seiner grandiosen Darstellung selbst übertroffen.
Sina Gebhardt, Offenbach-Post, 01.02.2016

Aufführung übertraf die Erwartungen.
Sabine Naber, Remscheider Generalanzeiger, 04.02.2016

Silberbauer spielte den Zwiespalt zwischen Widerstand und Mitläufertum grandios.
Sabine Lüers-Grulke, Die Harke, 10.02.2016

Beklemmend aktuell und zeitnah
Die moralische Frage von Widerstand und passiver Duldung in Zeiten von diktatorischen Regimen hat heute wie in Zeiten des Zweiten Weltkriegs, seine unmittelbare Gültigkeit. Dieses Stück erhält auf beklemmende Weise mit dem Zeitgeschehen um den Bürgerkrieg in Syrien seine Aktualität.
ur, Weinheimer Nachrichten, 17.02.2016

Thorsten Nindel spielte mit glaubhafter Verzweiflung den Flieger Eilers.
ur, Weinheimer Nachrichten, 17.02.2016

Eine bewegende Aufführung eines Klassikers bekam das Publikum in der ausverkauften Kulturhalle zu sehen.
Anita Molnar, Pforzheimer Zeitung, 20.02.2016

Die Bühne von Günter Hellweg ist in zwei Ebenen aufgeteilt. Oben und unten, Himmel und Hölle – jeder ist mal hier, mal dort und mittendrin.
Anita Molnar, Pforzheimer Zeitung, 20.02.2016

Den Film konnte man getrost vergessen. Das EURO-Studio Landgraf hatte eine Ensemble zusammengestellt, das dem Publikum eine weitaus stärkere Vorstellung bot.
Sabine Sipos, Rhein-Neckar-Zeitung, 25.02.2016

Die Kostüme von Franziska Isensee gaben der Handlung etwas Zeitloses. Denn blinder Gehorsam, Mitläufertum, Neid und Obrigkeitshörigkeit sind noch lange nicht ausgerottet.
Sabine Sipos, Rhein-Neckar-Zeitung, 25.02.2016

Theaterhöhepunkt „Des Teufels General“ faszinierte bis zuletzt.
mka, Weilheimer Echo, 25.02.2016

Schauspielerisch lieferten alle Schauspieler Glanzleistungen ab.
mka, Weilheimer Echo, 25.02.2016

Fesselndes Theaterstück mit versierten Schauspielern.
miha, Andernach Aktuell, 01.03.2016

Landgraf hat wie üblich richtig gute Schauspieler und die gleich im Dutzend.
Uwe Spille, Südkurier, 16.04.2016

Aktueller denn je: „Des Teufels General“
Spannender Theaterklassiker/ überragende Inszenierung.
Im brechend vollen Bürgerhaus vergehen zwei ungemein spannende Stunden, die niemanden kalt lassen. (…) Wie Gerd Silberbauer vom sprühenden Charmeur zum verzweifelten, ja fast gebrochenen Helden mutiert, das ist schlichtweg genial. (…)
Zivilcourage oder Mitläufertum? Gewissensentscheidungen dieser Art sind so alt wie die Menschheit und deshalb ist „Des Teufels General“ aktueller denn je. (…)
Die herausragende Regie von Klaus Kusenberg ist von einer immensen Fallhöhe gekennzeichnet, wenn zum Beispiel im ersten Akt ausgelassen Champagnerlaune zelebriert wird, und dann urplötzlich der Einsatzbefehl für die Flieger in Haus flattert.
Bodo G. Toussaint, Badisches Tagblatt/Acher- und Bühler Bote, 29.04.2016

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