Halpern & Johnson

Klaus Mikoleit (Foto: Sun Patrik)EURO-STUDIO Landgraf
HALPERN & JOHNSON
Schauspiel von Lionel Goldstein

Wiederholungstournee
ca. 18.01.2015 – 31.01.2015
ca. 05.05.2015 – 15.05.2015

Regie: Felix Prader
Bühnenbild: Werner Hutterli

Friedhelm Ptok (Foto: Noel Tovia Matoff)Mit
Klaus Mikoleit als Joseph Halpern
und
Friedhelm Ptok als Dennis Johnson

Ein herrlich amüsanter Gute-Laune-Abend!

Inhalt
Das Schauspiel beginnt ungewöhnlich! Am Grab seiner vor kurzem verstorbenen Frau lernt Halpern unerwartet Johnson kennen und erfährt, dass dieser der Liebhaber seiner Frau war… – wenn auch vor ihrer Ehe. Halpern ist über den Blick in das Vorleben seiner Frau wenig erfreut, nicht ahnend, dass dies lediglich die Spitze des Eisbergs ist, denn – und das entsetzt ihn noch mehr – sie hat sich während ihrer 50-jährigen Ehe weiter regelmäßig mit Johnson getroffen und mit ihm über kleinere und größere Eheprobleme bis hin zu den kulinarischen Vorlieben ihres Mannes gesprochen. Ob da vielleicht sonst noch was gewesen sein könnte, will Halpern sich lieber gar nicht vorstellen.

"Halpern & Johnson" mit Klaus Mikoleit als Joseph Halpern und Friedhelm Ptok als Dennis Johnson (© Oliver Fantitsch) "Halpern & Johnson" mit Klaus Mikoleit als Joseph Halpern und Friedhelm Ptok als Dennis Johnson (© Oliver Fantitsch) "Halpern & Johnson" mit Klaus Mikoleit als Joseph Halpern und Friedhelm Ptok als Dennis Johnson (© Oliver Fantitsch)

Auf diesem Drahtseil der Emotionen über das Doppelleben einer Frau balancierten zuerst Laurence Olivier und Jackie Gleason, die die dankbaren Paraderollen 1983 in einem TV-Film spielten. Das Stück für zwei schauspielerische Hochkaräter wurde auch als Theaterfassung, die der Autor nach seinem preisgekrönten Drehbuch schrieb, weltweit aufgeführt u. a. in Israel, den USA, Australien, Argentinien, Brasilien, Europa und Kanada. Im deutschsprachigen Raum wurde „Halpern & Johnson“ erst spät entdeckt: Otto Schenk und Helmuth Lohner trauerten 2008 im Wiener Theater in der Josefstadt um dieselbe Frau.

"Halpern & Johnson" mit Klaus Mikoleit als Joseph Halpern und Friedhelm Ptok als Dennis Johnson (© Oliver Fantitsch) "Halpern & Johnson" mit Klaus Mikoleit als Joseph Halpern und Friedhelm Ptok als Dennis Johnson (© Oliver Fantitsch) "Halpern & Johnson" mit Klaus Mikoleit als Joseph Halpern und Friedhelm Ptok als Dennis Johnson (© Oliver Fantitsch)

Auch ohne die Kniffe des Autors durchschauen zu können, mit denen er den klug komponierten Spannungsbogen aufbaut, ist nach wenigen Minuten klar: Das wird ein herrlich amüsanter ‚Gute Laune Abend’. Die – wenn auch zeitlich versetzten – Liebhaber derselben Frau der aufbrausende Halpern und der distinguierte Buchhalter Johnson sind Charaktere, die jeder schnell ins Herz schließt, weshalb man den Treffen der neuen Freunde am Liebsten auch noch nach dem Ende der Vorstellung zuschauen möchte.

Pressestimmen

Ein berührendes Stück über die Liebe und das Leben
Wie die beiden Darsteller Klaus Mikoleit und Friedhelm Ptok sich umkreisen, sich streiten, Gemeinheiten an den Kopf werfen und sich doch wieder versöhnen, ist wirklich großes Theater: gleichermaßen glaubhaft wie berührend. Mikoleit lässt seine Figur virtuos zwischen Wut und Fassungslosigkeit pendeln. Friedhelm Ptok, dem man seine 81 Jahre wirklich nicht anmerkt, gibt seinem Johnson dagegen eine distinguierte Würde, in der viel Trauer und Resignation mitschwingt. Unterstützt wird das intensive Spiel der beiden, das vom Publikum zum Schluss zu Recht mit lang anhaltendem Applaus bedacht wurde, durch das extrem minimalistische Bühnenbild.
Holger Pöschl, Die Rheinpfalz, 24.01.2015.

„Halpern & Johnson“ wurde zu einem ganz großen Theaterabend
Mit „Halpern & Johnson“ bot die Gifhorner Stadthalle ihrem Publikum einen intensiven und berührenden Abend. Und das ist der Verdienst der beiden Protagonisten Klaus Mikoleit (Halpern) und Friedhelm Ptok (Johnson). Beide sind noch richtig deftig durchgespielte Darsteller, gehörten in den 8oer Jahren zum Ensemble des Berliner Schiller-Theaters und verstehen ihr Handwerk ganz einfach. Auf erfrischende weise erdig, ganz am Charakter und mit einer verblüffenden Einfachheit gelingt es dem Duo auf der Bühne, den Draht zum Publikum nicht eine Sekunde abreißen zu lassen. Ein wunderbarer Theaterabend, für den es einen ungewöhnlich langen und verdient kräftigen Beifall gab.
Anja Alisch, Gifhorner Rundschau, 21.11.2012.

Gelungene Inszenierung
Klaus Mikoleit und Friedhelm Ptok haben sich bei Aufführung als leidenschaftliche Gegenspieler mit einer kraftvollen Bühnenpräsenz entpuppt. Mikoleit und Ptok kommen mit dem Stoff wunderbar zurecht, liefern eine am Ende beeindruckende Vorstellung ab.
Jürgen Haberer, Lahrer Zeitung, 23.11.2012.

Eine spannende Charakterstudie
Getragen wurde das Zwei-Mann-Stück von den beiden starken Hauptdarstellern Klaus Mikoleit und Friedhelm Ptok. Während die beiden oberflächlich in einem ständigen Streit verwickelt sind, merkt der Zuschauer trotzdem, dass sich unter dieser Oberfläche eine Verbindung zwischen Halpern und Johnson aufbaut. Diese beruht auf den Gemeinsamkeiten, die beide teilen: Die Liebe zur gleichen Frau und die Erkenntnis, dass in ihrem Leben vieles nicht so lief, wie sie es dachten. „Was in einem Leben zählt, ist nicht die Zeit. Es sind die Gefühle.“ Klaus Mikoleit spielte die Schwankungen zwischen Trauer und Aggression, die seiner Figur Halpern unterliegt, sehr überzeugend. Ihm zur Seite stand Friedhelm Ptok, der nachdenklich und besonnen agierend einen guten Gegenpart bildete.
an Eric Fiedler, Delmenhorster Kreisblatt, www.dk-online.de, 20.10.2012.

Lionel Goldsteins grandioses Stück „Halpern & Johnson“ im Stadttheater Amberg
Die beiden Männer stehen sich anfangs wie bei einem Schwergewichtsboxkampf im Ring gegenüber. Halpern (Klaus Mikoleit) in derber Karojacke, schreit, pöbelt und wirft mit Kraftsausdrücken um sich. Dennis Johnson (Friedhelm Ptok), im eleganten Jackett, verfolgt eine andere Strategie. Er beginnt die Runden anfangs zurückhaltend, ja beinahe höflich und äußerst friedfertig. Felix Praders Inszenierung lebt vom einfühlsamen und nuancierten Spiel der beiden genialen Schauspieler. Sie agieren virtuos, entwickeln glaubwürdige Charaktere, loten Stimmungen aus, lassen menschliche Fehler und Entwicklungen zu und locken dann und wann auch ein Schmunzeln ins Gesicht der Zuschauer. Eine anspruchsvolle, amüsante Produktion. Das Publikum spendete viel Anerkennung und Applaus.
Marielouise Scharf, Amberger Zeitung, 25.10.2012.

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