Der Mann von La Mancha

EURO-STUDIO Landgraf
Der Mann von La Mancha
(Man of La Mancha)
Ein Musical von Dale Wasserman
Musik von Mitch Leigh
Gesangstexte von Joe Darion
Inszenierung der Uraufführung von Albert Marre
Deutsch von Robert Gilbert

ca. 25.11.2020 – 15.01.2021

Mit Ilja Richter in der Titelrolle (Doppelbesetzung wird noch bekannt gegeben)
Musikalische Leitung: Heiko Lippmann
ca. 8 Musiker*innen im Orchestergraben

1966 ausgezeichnet mit 5 TONY Awards, u. a. als Bestes Musical, Beste Originalkomposition 

Der Mann von La Mancha - Musical

Den unmöglichen Traum träumen
„Der Mann von La Mancha“ aus dem Jahr 1966 ist nicht nur einer der ganz großen Broadway-Musicalklassiker, er basiert auch auf einem der bedeutendsten Romane aller Zeiten: Miguel de Cervantes‘ „Don Quixote de La Mancha“. Das berührende Musical erzählt von der reinigenden Kraft des Theaters und dem »unmöglichen Traum« von einer besseren Welt:
Der Dichter Cervantes wird von der spanischen Inquisition wegen ketzerischer Äußerungen verhaftet und landet gemeinsam mit seinem Diener in einem Gefängnis voller Mörder, Diebe, Huren und Betrüger. Um sich gegen den Anführer der Insassen zu behaupten, der ihm nicht nur seine Habe, sondern auch sein wertvolles „Don Quixote“-Manuskript entwendet, entschließt sich Cervantes kurzerhand, die Geschichte seines Romans nachzuspielen. Er selbst schlüpft in die Rolle des alten Edelmanns Alonso Quijana, der sich nach der Lektüre etlicher Heldenromane für den fahrenden Ritter Don Quixote hält und mit seinem Diener Sancho Pansa auszieht, um das Böse zu bekämpfen. Zunehmend verstrickt Cervantes dabei seine Mitgefangenen in das Phantasiespiel und infiziert sie mit Don Quixotes unerschütterlichem Idealismus. Als ‚Ritter von der traurigen Gestalt‘ kämpft er gegen Windmühlen, die ihm als Riesen erscheinen, sieht Schlösser, wo es nur heruntergekommene Gasthöfe gibt, und hält ein leichtes Mädchen für die edle Dame Dulcinea. Alles für Ehre, Tugend und Gerechtigkeit. Diesem Traum zu folgen, ist Don Quixotes Schicksal. Mit der hoffnungsvollen Botschaft vom »unmöglichen Traum«, der gegen alle Widerstände geträumt werden will, tritt Cervantes vor das Inquisitionstribunal …

Nach dem erfolgreichen Broadway-Revival von „Man of La Mancha“ läuft der Musicalhit ab April 2019 wieder am Londoner West End (London Coliseum). Höchste Zeit also, das bewegende Musiktheaterwerk nach 20 Jahren Tournee-Pause endlich wieder auf Tournee zu schicken!

Arbeitsaufnahmen mit Ilja Richter, begleitet von Felix Meyerle:

🎧 Der unmögliche Traum


🎧
Dulciena


ILJA RICHTER
Schon als Prof. Higgins in „My Fair Lady“ und Horace Vandergelder in „Hello, Dolly!“ – zwei der begehrtesten Rollen der Musicalliteratur überhaupt – hat der musicalerfahrene Ilja Richter mit phantastischer Stimme und differenzierter Rollengestaltung die Herzen des Tourneetheaterpublikums erobert.
Die Karriere des nach dem russischen Schriftsteller Ilja G. Ehrenburg benannten Schauspielers und Autors begann im Radio: Mit nur acht Jahren erhielt der in Berlin geborene Sohn einer Schauspielerin vom Berliner Radiosender RIAS ein Engagement als Sprecher. Bald bekam er auch erste Fernsehrollen; mit neun Jahren gab er am Berliner Renaissance Theater in dem Stück „Belvedere“ an der Seite von Victor de Kowa sein Bühnendebüt und wurde zum Kinderstar. Als 16-Jähriger co-moderierte er dann die Musiksendung „4-3-2-1 Hof und Sweet“, die ab 1971 unter dem Namen „Disco“ zum TV-Hit avancierte und elf Jahre erfolgreich lief. Mit »Licht aus, Spot an!«, in Sakko, Krawatte und frisch gebügelter Hose wurde Ilja Richter zur Kultfigur einer ganzen Generation.  Ab seinem 30. Lebensjahr spielte Ilja Richter vorwiegend Theater und wirkte in über 50 Inszenierungen mit – von Komödie bis Tragödie, von Musical bis Lesung. 1987-89 war er festes Ensemblemitglied am Bremer Theater; in den folgenden Jahren spielte er Musical-Hauptrollen u. a. am Theater des Westens in Berlin (Amos Hart in „Chicago“), am Renaissance-Theater (Stelzfuß in „Black Rider“), am Westfälischen Landestheater, an der Komödie am Kurfürstendamm und an der Deutschen Oper am Rhein in Duisburg (Petrucchio im Musical „Kiss me, Kate“). Zu Richters wichtigen Bühnenarbeiten gehören auch die „Nibelungenfestspiele“ in Worms unter der Regie von Dieter Wedel (2008), die Titelrolle in Shakespeares „König Richard III.“ am Deutschen Theater Göttingen (2008) und die Deutsche Erstaufführung der Komödie „Die Socken Opus 124“ an der Seite seines Freundes Dieter Hallervorden (Regie: Katharina Thalbach). Mit diesem Stück wurde 2009 das Schlosspark Theater in Berlin wiedereröffnet. 2010 spielte er an diesem Haus sowie auf Tournee mit dem Tournee-Theater Thespiskarren virtuos die Titelrolle in „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ von Eric-Emmanuel Schmitt. 2016 hob er sein erstes Chanson-Soloprogramm „Durch Kreislers Brille“ aus der Taufe – eine Hommage an den 2011 verstorbenen Wiener Kabarettpoeten. 2017 folgte die Lesung mit Musik „Vergesst Winnetou!“ über das skurrile Leben des Karl May. 2017 war er nicht nur bei den Bad Hersfelder Festspielen als Müllkutscher Doolittle in „My Fair Lady“ zu sehen, sondern spielte auch den FBI-Agenten Hanratty im Musical „Catch Me If You Can“ bei den Burgfestspielen Jagsthausen – eine Rolle, die er 2018 am Altonaer Theater wiederholte. Als Synchronsprecher lieh er u. a. dem Erdmännchen Timon aus Disneys „Der König der Löwen“, dem grünen Monster aus „Die Monster AG“ bzw. „Die Monster Uni“ sowie Pi aus „Life of Pi. Schiffbruch mit Tiger“ seine Stimme.
Und auch als Autor war er erfolgreich: Nach seiner Autobiografie „Spot aus! Licht an!“ veröffentlichte Richter u. a. das Buch „Der deutsche Jude“, in dem er sich gemeinsam mit seiner Mutter ironisch mit der deutsch-jüdischen Geschichte auseinandersetzte und 2013 das vom Feuilleton für seinen heiter-ironisch Umgang mit der Vergänglichkeit gelobte Buch „Du kannst nicht immer 60 sein“. Ilja Richter wurde mit zahlreichen Preisen geehrt, u. a. mit der Goldenen Kamera, dem Echo Preis Klassik, dem Deutschen Hörbuchpreis sowie dem Curt-Götz-Ring.
Für die Konzertdirektion Landgraf bzw. das Tournee-Theater Thespiskarren ging Ilja Richter u. a. mit der erfolgreichen Musicalproduktion „My Fair Lady“ oder mit dem 2008 mit dem INTHEGA-Musiktheater-Preis ausgezeichnetem Musical-Klassiker „Hello, Dolly!“ auf Tournee. Es folgten die Musikalische Komödie „Theo Lingen – Komiker aus Versehen“ (Liedtexte und Titelrolle: Ilja Richter) sowie die Produktionen „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“.

 

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