Zauberflöte Reloaded

Produktion Christoph Hagel (ECHO-Preisträger, Dirigent, Regisseur)
ZAUBERFLÖTE RELOADED
Oper – Hiphop – Rap
Ein Opernspaß mit Klassik, Breakdance und Beats

ca. 20. November – 15. Dezember 2021
ca. 10. – 25. Januar 2022

„Zauberflöte Reloaded“ lief bereits erfolgreich beim Mozartfest Würzburg (2018), Musica Viva Festival Bayreuth und am Prinzregenten Theater München (2019).

Mit: Frederic Böhle (Papagino), Christina Roterberg (Pamina), Boze Juric (Tamino), Theo Rüster (Monostatos), Devin Ash-Quainor (Monosflatos), Darlene Ann Dobisch (Königin der Nacht), Marko Spehar (Sarastro), Rosa Rädisch (1. Dame), Janina Gauckstern (2. Dame), Safiya Galvani (3. Dame), Nam Ngyen (1. Knabe), Michael Lamprecht (2. Knabe) u. a.
Es spielen die Berliner Symphoniker. Ca. 6 Sänger*innen, ca. 6 Tänzer*innen, ca. 21 Musiker*innen, insges. ca. 39 Mitwirkende

  • Idee, Inszenierung und Musikalische Leitung: Christoph Hagel
  • Choreografie: Raha Nejad, Alexeji Uvarov
  • Kostüme: Nele Sternberg
  • Visuals: Dariusz Voltra

Time to reload
Nach seinen aufsehenerregenden, internationalen Erfolgen mit „Flying Bach“, „Breakin‘ Mozart“ und „Beethoven! The Next Level“ widmet sich der Berliner ECHO-Preisträger, Dirigent und Regisseur Christoph Hagel nun gemeinsam mit internationalen Gesangssolisten, einem Rapper, Hiphop-Tänzerinnen und Breakdancern sowie den Berliner Symphonikern Mozarts „Zauberflöte“.  Dass dieses Meisterwerk des Salzburger Musikgenies als meistgespielte Oper aller Zeiten gilt, ist kein Zufall. Hier traf schon immer hohe Kunst auf reines Vergnügen, Volkstheater auf alte Mythen und Anspruch auf Entertainment. Jetzt prallt in „Zauberflöte Reloaded“ Rokoko auf Street Culture und die geheiligte Hochkultur auf Beats & Raps. Beim Mozartfest Würzburg 2018 wurde die Produktion ebenso bejubelt, wie beim Musica Viva Festival Bayreuth 2019 und einer einwöchigen Spielzeit im Prinzregententheater München.
Christoph Hagel vereint Mozarts Oper mit der Jugendkultur des 21. Jahrhunderts. Während die zeitlose Schönheit des Originals unangetastet bleibt, prägt statt Wiener Volkstheater nun Hiphop die Handlung. Papageno rappt, die Protagonisten tanzen zu pumpenden Beats; Orchester, Operngesang und Hiphop fusionieren zu einem völlig neuen Klassiker.

Schon die Originalversion der „Zauberflöte“ verdankte ihren Erfolg dem Zusammenprall von Gegensätzen: Mozart und sein Textdichter Schikaneder richteten sich bewusst an ein junges Publikum und setzten auf eine Fusion von Volks- und Mysterientheater. So ist „Zauberflöte Reloaded“ eigentlich eine logische Übersetzung der Originalvorlage, doch vor allem eins: sehr fresh. Mit seinen bisherigen Projekten „Flying Bach“, „Breakin’ Mozart“ und „Beethoven! The Next Level“ feiert Christoph Hagel große internationale Erfolge und füllt Hallen auf der ganzen Welt. Seine faszinierenden Fusionen aus Klassik und urbaner Jugendkultur bringen nicht nur junges Publikum mit spannenden kulturellen Einflüssen in Berührung.

Pressestimmen

So also kriegt man junge Leute in die Oper
Und dann geschieht etwas Wunderbares. In den originalen Arien und Ensembles wird es plötzlich mucksmäuschenstill im Theater. So entsteht neben Leichtigkeit und Spaß eine weitere Ebene der Tiefe, die anrührender kaum sein könnte. So entsteht neben Leichtigkeit und Spaß eine Dimension der Tiefe, die anrührender kaum sein könnte. Die größte Magie entfaltet eben dann doch Mozarts Musik selbst. Gut möglich, dass sich einige der zum Schluss entfesselt Jubelnden demnächst auch mal eine ganz normale Oper anhören.
WÜRZBURG Mathias Wiedemann, Mainpost Würzburg, 20.06.2018

Am Ende wird in dieser zweistündigen Aufführung keine Arie gefehlt haben, trotz origineller Breakdance-, Rap- und Hiphop-Einlagen. Auch die beiden Arien der Königin der Nacht bleiben unangetastet, werden auf hohem Niveau gesungen und oft tänzerisch begleitet.
Das aus vielen Familien bestehende Publikum spendet ausgiebig Applaus, auch schon mal mitten in einer Nummer. Natürlich ist Papagino im stahlblauen Anzug mit Augen von Pfauenfedern am Arm (Kostüme Nele Sternberg) der Star des Abends, von TV-Star Frederic Böhle mit charismatischer Natürlichkeit gesungen und gespielt. Nach seinem Rap über das Mädchen, das er nicht bekommen könne, weshalb das Leben sinnlos sei, bricht das Publikum in helle Begeisterung aus; auch sonst herrscht eine ausgelassene Stimmung, wie man sie aus Aufführungen der „Zauberflöte“ nicht kennt. Der Dirigent Christoph Hagel, der auch für Fassung und Inszenierung verantwortlich ist, hat allen Ballast abgeworfen: das Freimaurer-Gedöns fällt fast ganz weg. So funktioniert vor allem der 2. Akt viel besser. Auf die Feuer- und Wasserprobe aber wird nicht verzichtet, und dank der Videos von Dariusz Voltra ist sie sehr glaubwürdig. Die Aufführung spielt mit den Stilistiken der Oper, lässt Boze Pesic als Tamino aus dem Theatermuseum auftreten und nobel singen, während Pamina in Silberleggings und rotem Samtsweater eine junge Frau von heute ist und auch so klingt. Darlene Ann Dobisch brilliert mit blitzsauberen Koloraturen der Königin der Nacht, Marko Spehar verleiht dem Sarastro einen profunden Bass.
WÜRZBURG Süddeutsche Zeitung, 30.07.2019

Das Würzburger Mozartfest will künftig noch mehr Menschen für Klassik begeistern. Am 19. Juni wird das eigens in Auftrag gegebene Werk „Zauberflöte Reloaded” uraufgeführt. Der Berliner Opernregisseur und Dirigent Christoph Hagel hat sich dem Culture-Clash verschrieben und schafft in diesem Stück nun erstmals den Link zwischen Oper und Urban Culture. Er mischt die klassische Oper mit Elementen aus der Moderne und lässt Rap, Hiphop und Breakdance Teil der Aufführung werden.
WÜRZBURG Süddeutsche Zeitung, 15.04.2018

Opernsound im Hiphop-Style
Schon mit der Wortwahl „Zauberflöte Reloaded“ offenbart Hagel das Erfolgskonzept seiner zweistündigen Show: „Reloaden“ heißt übersetzt „nachladen“ oder auch „neu laden“. Beides gelingt dem Regisseur, ohne den zauberhaften Charakter des Originals zu zerstören. Alle Mitwirkenden werden mit riesigem Beifall, im Stehen gespendet, förmlich überschüttet. Mozarts 1791 uraufgeführte Oper weiß sich so auch „reloaded“ nach über zwei Jahrhunderten zu behaupten, gerade weil die Inszenierung jede unsensible Vermischung mit Hiphop- und Rap-Elementen vermeidet und damit Respekt und Offenheit für andere musikalische Welten zu wecken versteht.
WÜRZBURG Diana Seufert, Mannheimer Morgen, 13.04.2018

Biografien 

Christoph Hagel (c) rechtefreiCHRISTOPH HAGEL
Der Dirigent und Regisseur hat sich vor allem mit seinen Berliner Produktionen der zehn großen Mozart-Opern einen Namen gemacht. Dabei bewies er ein besonderes Gespür für ungewöhnliche Spielorte. Legendär wurden „Die Zauberflöte in der U-Bahn“, „Don Giovanni im E-Werk“ und „Figaros Hochzeit im Bode-Museum“… mehr

Zuletzt aktualisiert: 08.09.2020