Udo Jürgens

Uraufführung
EURO-STUDIO Landgraf
UDO JÜRGENS
Eine Hommage an sein Leben und seine größten Hits
Arrangements und Zwischentexte: Carsten Gerlitz

ca. 02.11.2020 – 30.11.2020
ca. 15.04.2021 – 15.05.2021

Mit Christian Mädler, Gudrun Schade und Live-Band
Regie: Rainer Steinkamp

Die ultimative Udo-Jürgens-Show
Mit über 105 Millionen verkauften Tonträgern, mehr als 1000 komponierten Liedern, über 50 veröffentlichten Alben und einer länger als sechs Jahrzehnte andauernden Karriere ist und bleibt Udo Jürgens einer der ganz Großen. Showbusiness-Stars wie Sammy Davis jr., Shirley Bassey oder Bing Crosby sangen seine Songs, Millionen euphorisierter Fans versetzte er regelmäßig weltweit bei seinen Konzerten in Rauschzustände. Und obwohl der leidenschaftliche Künstler im Dezember 2014 unerwartet von der Bühne des Lebens abtreten musste, bleiben der Nachwelt seine wundervollen Kompositionen erhalten – und machen ihn unsterblich. Die Produktion nimmt uns mit auf eine Reise durch Leben und Liedschaffen des unvergessenen Entertainers. Begleitet von einer erstklassigen fünfköpfigen Band interpretieren die Darsteller einfühlsam und authentisch die Songs und Duette des großen Künstlers.

Herausgekommen ist eine mitreißende und berührende Udo-Jürgens-Hommage mit sogar teils unbekannten Anekdoten aus dem bewegten Leben des Allround-Talents und großen Hits wie „Siebzehn Jahr, blondes Haar“, „Aber bitte mit Sahne“, „Mit 66 Jahren“, „Ich war noch niemals in New York“, „Merci Chérie“, „Vielen Dank für die Blumen“, „Ein ehrenwertes Haus“, „Immer wieder geht die Sonne auf“, „Griechischer Wein“, „Liebe ohne Leiden“, „Lieb Vaterland“ uvm.
Ein nostalgisch-packender Abend für alle Udo-Jürgens-Fans und solche, die es werden wollen…

Mädler, Christian - Nienburg 2018 (c) Uta von SohlCHRISTIAN MÄDLER
Der Sänger, Pianist und Entertainer wurde in Hannover geboren, wuchs in Hamburg auf und studierte an der Universität Hildesheim Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation.
Im Jahr 2000 initiierte, organisierte und moderierte Christian Mädler die Hildesheimer Marktplatz Open-Air-Musiktage, bis es ihn als KBB-Mitarbeiter und Marketingreferent ans Stadttheater Hildesheim bzw. ans Theater für Niedersachsen verschlug. Neben seiner Tätigkeit als Dramaturg am Scharoun Theater Wolfsburg zog und zieht es Christian Mädler, der neben dem Klavierspiel auch sein Gesangstalent pflegt, immer wieder auf die Bühne. So entstanden mehrere Kleinkunstprogramme, mit denen er mittlerweile erfolgreich in ganz Norddeutschland an großen Theaterhäusern und kleineren Bühnen auftritt. Außerdem beschäftigt sich Christian Mädler bereits seit vielen Jahren auf wissenschaftlicher und künstlerischer Ebene mit dem Werk von Udo Jürgens, der nicht nur für seine Schlager, sondern auch für seine zahlreichen ernsthaften Chansons bekannt ist. Diesem Schlagerbarden und musikalischen Grenzgänger mit Niveau widmete Christian Mädler bislang bereits die unterhaltsamen Abende „Traumtänzer – Eine Hommage mit Liedern von Udo Jürgens“ und „Es werde Licht – Weihnachten mit Liedern von Udo Jürgens“ mit bekannten Schlagern und selten gehörten Kompositionen. Dabei interpretiert der Pianist und Sänger Udo Jürgens‘ Lieder nicht nur auf seine ganz eigene Art, sondern gibt auf charmante Weise zudem auch tiefe Einblicke in das Leben des berühmten Entertainers.

Schade, Gudrun (c) SchadeGUDRUN SCHADE
Die gebürtige Dortmunderin studierte Tanz und Schauspiel in Berlin (Ballettakademie Vogl), Hamburg (Bühnenstudio der Darstellenden Künste) und New York (Broadway Dance Center und Steps), nahm Gesangsunterricht in Hamburg, Essen und Köln. Mittlerweile ist sie seit 35 Jahren erfolgreich in Musical- und Schauspiel-Hauptrollen auf deutschsprachigen Bühnen zu sehen.
Erste Engagements führten sie zu den Bad Hersfelder Festspielen und ans Operettenhaus Hamburg. Mehrfach spielte sie die Rolle der Graziella in „West Side Story“, u. a. am Staatstheater Kassel und an den Städtischen Bühnen Dortmund; die Rolle der Anita verkörperte sie am Theater Erfurt. Weitere wichtige Rollen folgten: Magenta in Richard O’Briens „Rocky Horror Show“ am Pfalztheater Kaiserslautern (1990), am MiR (Musiktheater im Revier) Gelsenkirchen (1994) und bei den Luisenburg Festspielen Wunsiedel (1994, auch Co-Choreografie); Janet in „Rocky Horror Show“ am Kaiserhof-Theater Köln (1994); Roxie Hart in „Chicago“ am Theater Osnabrück (1993) und am Stadttheater Bremen (1994); die Titelrolle in „Sweet Charity“ am Staatstheater Kassel (1995), wo sie 1996-1999 auch u. a. als Rizzo in „Grease“ auf der Bühne stand; Sally Bowles in „Cabaret“ (1997) und Dolly in „Hello, Dolly!“ (2000) am Anhaltinischen Theater Dessau sowie Aldonza in „Der Mann von La Mancha bei den Clingenburg Festspielen (1998). In der Deutschsprachigen Erstaufführung des The-Who-Musicals „Tommy“ verkörperte sie am Theater Lübeck 1999 Mrs. Walker und war auch für die Choreografie verantwortlich. 2001-2006 spielte sie den Kommissar und Tod in „Falco Meets Amadeus“ am Theater des Westens Berlin, TheatrO CentrO Oberhausen, auf der Wörtherseebühne Klagenfurt sowie auf Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Am Musical Dome Köln war sie 2003 Lady Beaconsfield/Nellie in „Jekyll&Hyde“, am Stadttheater St. Gallen 2008 Velma van Tussle in „Hairspray“ und bei den Schlossfestspielen Ettlingen 2013 Mrs. Lovett in „Sweeney Todd“. Bei den Luisenburg Festspielen Wunsiedel ist sie sozusagen Dauergast: als Kate in „Kiss me, Kate“ (2006), Pinguintante und Dance Captain bei „Blues Brothers“ (2011/2012), Schwiegermutter in Lorcas „Bluthochzeit“ (2016) und Fräulein Rottenmeier in „Heidi“ (2017). Am MiR Gelsenkirchen stand sie außerdem als Praskowia in Lehárs „Die lustige Witwe“ (2016-2017), in „Linie 1“ (2017) und in Künnekes „Der Vetter aus Dingsda“ (2018) auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Ihre letzten großen Erfolge feierte sie als Mama Morton im Musical „Chicago“ bei den Schlossfestspielen Ettlingen (2018), als Golde in „Anatevka“ am MiR Gelsenkirchen (2016-2017), als Old Gumbie Cat in „CATS“ bei den Luisenburg Festspielen Wunsiedel (2016/2017), als Mutter Oberin in „Sister Act“ am Metronom Theater Oberhausen (2013-2015) sowie  als Killer Queen im Queen-Musical „We Will Rock You“ am Musical Dome Köln/Raimund Theater Wien/Apollo Theater Stuttgart/Theater des Westens Berlin (2004-2011). 2018/2019 ist sie als Hattie in „Kiss me, Kate“ bei den Freilichtfestspielen Eutin engagiert.

CARSTEN GERLITZ   Arrangements
Carsten Gerlitz lebt und studierte in seiner Geburtsstadt Berlin Musik. Seine Ausbildung am Klavier sowie in Arrangement und Komposition erhielt er u. a. bei Clemens Kühn, Hartmut Fladt und Heinrich Riethmüller. Er arbeitet als Chorleiter, Musiker, Dozent sowie als Arrangeur und Autor für verschiedene Verlage. Seine Klavier- und Chorarrangements sind inzwischen in über 250 Publikationen erschienen.
Mit seinen Happy Disharmonists, dem angeblich ältesten Pop-Chor Deutschlands, den er seit der Gründung (1985) leitet, bekam er den Berliner Kulturpreis Bonzo und veröffentlichte mehrere CDs. Seine „Pop Ballads“ erhielten den Deutschen Musikeditionspreis. 2011 erhielt er einen Kompositionsauftrag für die Niedersächsischen Musiktage. Er war mehrfach Musical Director beim Fernsehen, arbeitete als Musikalischer Leiter an vielen Theatern in Deutschland und der Schweiz und arrangierte und leitete Shows in Berlin, Stuttgart, Nürnberg, München und Wien. In Zusammenarbeit mit der Stage Entertainment war er mehrfach in Musical-Projekte involviert. Er leitete außerdem den Senioren-Chor des SAT.1-Projekts „Rock statt Rente“.
Carsten arrangierte u. a. für Max Raabe und das Palast Orchester, Reinhard Mey, Ute Lemper, Ernie & Bert, Ralph Siegel, VoXXclub, Pepe Lienhard, die Wise Guys und für das NDR-, das MDR-Orchester, den WDR-Rundfunkchor, den MDR-Kinderchor, die Dresdner Philharmonie und arrangierte und dirigierte mehrfach die Playa)(pops Symphony beim Burning Man Festival.
Er ist zudem regelmäßig als Dozent für Popchorleitung aktiv, unterwegs und coached Chöre. Zum Thema Popchor erschien 2012 sein Buch „JUST SING IT!“ und 2018 das Buch „POPCHOR – fast 1001 Tipps zur Chorleitung“. Für die Konzertdirektion Landgraf bzw. das EURO-STUDIO schrieb und arrangierte er die Musik zum erfolgreichen Wechseljahre-Musical „Heiße Zeiten“ und zu „Mann über Bord“. Bei den „Heiße Zeiten“-Fortsetzungen „Höchste Zeit!“ und „Himmlische Zeiten!“ (in der Spielzeit 2020/2021 neu auf Tournee!) war er zusätzlich auch Liedtexter. Mit seinen Kindern vertonte er mehrere Conni-Abenteuer.

Der Weltstar UDO JÜRGENS
Udo Jürgens gehörte mit seiner vielseitigen Mischung aus anspruchsvollem Schlager, Chanson und Popmusik zu den ganz Großen der deutschsprachigen Unterhaltungslandschaft. Über sechs Jahrzehnte lang war er als Sänger, Entertainer und Komponist erfolgreich. Viele seiner Kompositionen entwickelten sich zu Evergreens oder – wie der Hit „Griechischer Wein“ in Griechenland – zu regelrechten Volksliedern. Im Lauf seiner Karriere schrieb Udo Jürgens über 1000 Titel, veröffentlichte eine fast unüberschaubare Anzahl von Alben bzw. Singles, verkaufte über 105 Millionen Tonträger und gewann neben anderen Preisen auch zahlreiche Gold- und Platin-Auszeichnungen. Sein Erfolgsgeheimnis lag dabei u. a. in seiner Vielseitigkeit, denn sein musikalisches Schaffen ging weit über das reine Schlager-Genre hinaus, dem er in seinen Anfangsjahren zugeordnet wurde: So waren seine Lieder musikalisch mitreißend und abwechslungsreich geschrieben und seine Texte nicht nur unterhaltsam, sondern durchaus zeitkritisch. Auf Live-Konzerten begeisterte er als Sänger am Klavier Millionen Fans.
Geboren wurde Udo Jürgens am 30.9.1934 unter dem Namen Udo Jürgen Bockelmann im österreichischen Klagenfurt. Als Teil einer Familie aus erfolgreichen Bankern, Politikern und Unternehmern verlebte er seine Kindheit und Jugend mit seinen deutschen Eltern und zwei Brüdern auf Gut Ottmanach in Kärnten und entwickelte schon früh eine Leidenschaft für die Musik. 1948 begann er ein Musikstudium am Konservatorium Klagenfurt und begeisterte sich u. a. für die Musik von Duke Ellington, Count Basie und Benny Goodman. Als Udo Bolán trat er bereits während seines Studiums mit eigener Swing-Band auf; den Künstlernamen Udo Jürgens (abgeleitet aus seinen beiden Vornamen) legte er sich erst später zu. 1950 nahm der 16-Jährige mit seinem Lied „Je t’aime“ an einem Komponisten-Wettbewerb des Österreichischen Rundfunks teil und gewann den 1. Preis. Später textete und komponierte Udo Jürgens auch immer wieder für andere Künstler, u. a. für Shirley Bassey, die mit „Reach for the Stars“ einen Welthit landete, aber auch für Sammy Davis jr. und Frank Sinatra. Erfolgreiche Künstler*innen wie Anneliese Rothenberger, Nancy Wilson, Bing Crosby, Marty Robbins und Al Marino sangen Cover seiner Lieder. In den 1950er und 60er Jahren war Udo Jürgens auch als Schauspieler in deutschen Unterhaltungsfilmen zu sehen (in den 1990ern auch in einigen TV-Serien) – seiner eigentlichen Berufung als Musiker, Komponist und Entertainer blieb er aber immer treu. Sein erster Auftritt beim Eurovision Song Contest (ESC), der damals noch Grand Prix Eurovision de la Chanson hieß, brachte ihm mit dem Titel „Warum nur, warum?“ 1964 den fünften Platz. Der Song wurde in den USA und Großbritannien auf Englisch ebenso erfolgreich wie die deutsche Originalversion, die den ersten Platz der französischen Charts eroberte. Bei seiner zweiten ESC-Teilnahme landete er 1965 mit „Sag ihr, ich lass sie grüßen“ auf Platz vier. Mit dem Titel „Merci Cherie“ gelang ihm schließlich 1966 nicht nur der ESC-Sieg, sondern auch der internationale Durchbruch. 1967 erschien sein erstes Album „Was ich dir sagen will“, das 36 Wochen lang Platz zwei der deutschen Hitliste belegte. Im selben Jahr ging er auch erstmals auf Welttournee; unzählige nationale und internationale Tourneen vor euphorisiertem Publikum sollten folgen. 1978 wurde der Song „Buenos dias, Argentina“ mit der deutschen Fußballnationalelf zum größten Schallplattenhit seiner Karriere. 1973 erlebte Udo Jürgens‘ erstes, auf einem Theaterstück von G. B. Shaw basierendes Musical „Helden, Helden“ in Wien seine Uraufführung; im Hamburger Operettenhaus fand 2007 die Premiere von Jürgens’ zweitem Musical „Ich war noch niemals in New York“ statt. 2004 erschien der gemeinsam mit Michaela Moritz geschriebene autobiografische Roman „Der Mann mit dem Fagott“, der sich wochenlang auf der Spiegel-Bestsellerliste hielt. 2011 wurde zur Feier seines 77. Geburtstags der gleichnamige zweiteilige Fernsehfilm ausgestrahlt. 2014 erhielt er rund um seinem 80. Geburtstag u. a. eine eigene Geburtstags-Eurovisionssendung von ZDF/ORF/SF, den Prix du Champagne und den Bauer Star Award für sein Lebenswerk; die österreichische Post AG brachte eine 70-Cent-Geburtstagsbriefmarke heraus. Kürzer treten wollte Udo Jürgens auch mit 80 noch nicht. Doch während einer Tournee-Pause starb er unerwartet am 21.12.2014 bei einem Spaziergang an einem akuten Herzversagen.
Udo Jürgens war zweimal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe (1964-1989) mit Erika Meier stammen Sohn John (*1964) und Tochter Jenny (*1967). Außerehelich wurden zwei weitere Töchter geboren: Sonja (*1966) und Gloria (*1994). In zweiter Ehe war er 1999-2006 mit Corinna Reinhold verheiratet. Seit 1977 lebte Udo Jürgens in der Schweiz und nahm neben seiner österreichischen Staatsbürgerschaft 2007 auch die Schweizer Staatsbürgerschaft an.

Aktualisiert am