Renaissance-Theater Berlin
MARLENE
Schauspiel mit Musik von Pam Gems
Deutsch von Angela Kingsford Röhl
Originalfassung von Pam Gems in der Bearbeitung des Renaissance-Theaters Berlin
Mit zwei Monologen von Connie Palmen
ca. 19. Februar – 15. März 2026
Mit Sven Ratzke, Julia Herfst
Am Flügel: Julian Bohn
3 Mitwirkende
Regie: Guntbert Warns
Bühne: Ezio Toffoluti
Arrangements: Jetse de Jong, Sven Ratzke
Kostüm: Designed by Max Mara under the artistic direction of Mr Ian Griffiths
Dramaturgie: Wenka von Mikulicz
Spieldauer:
1 Stunde 50 Minuten. Das Stück wird mit Pause gespielt (Pause nach ca. 60 Minuten).
Uraufführung: 8.4.1997 Lyric Theatre London
Deutschsprachige Erstaufführung: 28.6.1998 Renaissance-Theater Berlin
Aufführungsrechte: Litag Theaterverlag GmbH & Co. KG, München
MARLENE ist eine Produktion des Renaissance-Theaters Berlin, mit internationaler Tournee in den Niederlanden und Belgien (Ende Februar bis Ende Mai 2024), gefolgt von New York City im Dezember 2024.
Inhalt
In einem kleinen Pariser Appartement: Marlene Dietrich und Viv, ihre langjährige Begleiterin durch die Höhen und Tiefen ihrer legendären Karriere. Zurückgezogen von aller Welt streichen die Tage dahin. Doch heute ist es, als ob die vergangene Zeit wieder greifbar und lebendig wird. In der dramatischen Auseinandersetzung konfrontiert sich der Weltstar mit seinem eigenen Mythos.
Sven Ratzke spielt Marlene Dietrich und haucht ihren Liedern eine neue Seele ein. Er spürt in ihrer Biografie die Herausforderung, sich in den verschiedensten Facetten ihrer Persönlichkeit neu zu erfinden. Er taucht in die Figur Marlene ein, um sich ihrer Strahlkraft zu stellen – wie es ihm in verschiedenen Programmen über die Musik-Legende David Bowie in ausverkauften Häusern von New York City bis Sydney, von Amsterdam bis London, gelungen ist.
Der Sänger und Entertainer, der mit seinen kunstvollen Shows und ausgezeichneter Musik international für Furore sorgt, hat sich als Weltklasse-Bühnenstar etabliert.
„Marlene Dietrich wanderte zwischen den Geschlechtern und zeigte enormen Mut in ihrem Eigensinn und absolutem Perfektionismus. Gefangen im Ruhm und verschwunden in einer Kunstfigur, die sie selbst kreierte. Ich schaue in den Spiegel, den sie unserer Zeit und allen Künstlern vorhält, sehe mich und suche sie. Was für eine Herausforderung!“
Aus dieser Perspektive entwickelt sich die Neubearbeitung der originalen Fassung des Stücks von Pam Gems zu einer überraschenden, humorvollen und anrührenden Geschichte. Ein Prolog und ein Epilog, speziell für diese Aufführung geschrieben von der renommierten niederländischen Schriftstellerin Connie Palmen, bieten dem Schauspiel zusätzliche lyrisch emotionale Sphären. Aus den Tiefen der Seele von Marlene.
Der kongeniale Partner am Flügel ist der junge holländische Pianist Jetse de Jong, der gemeinsam mit Sven Ratzke die Musik komplett neu interpretiert und den Abend musikalisch leitet. Als Bühnenpartnerin spielt Julia Herfst die junge Viv, Marlenes Freundin und Widerpart. Guntbert Warns inszeniert diese neue Fassung im Bühnenbild von Ezio Toffolutti, bereichert mit den eigens kreierten Kostümen des britischen Star-Modedesigners Ian Griffiths (Creative Director / Max Mara).
Pressestimmen
Sven Ratzke kreiert „Marlene“. Auf berührende Weise nähert er sich ihrer Persönlichkeit, um daraus seine ganz eigenwillige Bühnenfigur zu schaffen, die mit großartiger Ausstrahlung und wandelbarer Stimme das Songrepertoire der Diva präsentiert.
GÜTERSLOH Susanne Zimmermann, Die Glocke, 14.3.2026
Zwischen Mythos und Mensch
(…) Der Applaus im Theater will kaum enden. Standing Ovations, ein Saal, der bewegt ist. zu Recht. Das Publikum hat nicht nur eine große Figur der Kulturgeschichte erlebt. Es hat gesehen, wie sie neu geboren wird. (…)
GÜTERSLOH Birgit Compin, Neue Westfälische, 14.3.2026
Von Kopf bis Fuß Marlene
Das Publikum in der Konzerthalle verneigt sich vor einer Ikone und vor Sven Ratzke, der sie glänzend darstellt. (…) Ratzke sang wie Marlene Dietrich, er lag vorher im Bett wie die Ikone, ging und stand wie die Dietrich. Weil Ratzke und Pianist Julian Bohn die erwarteten Chansons weitestgehend vom Pathos des ewig Gehörten entkleideten (…) avancierten diese Lieder zu neuen Momenten. Am Ende gab es Standing Ovations – rund 260 Männer und Frauen erhoben sich von den Sitzen.
BAD SALZUFLEN Axel Bürger, Lippische Landeszeitung, 6.3.2026
Von Marlene Dietrich kann man heute noch lernen
Sven Ratzke interpretiert auch Liederder Diva in seiner eigenen Version.Zugabe-Rufe schallen durch die Stadthalle Waldshut. (…)
WALDSHUT Ramona Puchinger, Südkurier, 26.2.2026
Ein Mann wird zur Diva
Auf der Bühne des Wormser Theaters erweckt Sven Ratzke die Legende Marlene Dietrich zu neuem Leben – verblüffend und eindringlich. (…) Das Publikum ist begeistert. Jedes Lied wird eifrig beklatscht, am Ende stehende Ovationen und Zugabe: „I wish you Love“. (…)
WORMS Beate Harthausen, Wormser Zeitung, 26.2.2026
Von Kopf bis Fuß Marlene pur
(…) Ratzke brillierte in der Tourneepremiere dabei nicht nur als charismatischer Interpret der großen Chansons, sondern tauchte auch schauspielerisch tief in die Seele der Dietrich ein. (…) Am Ende hielt es niemanden mehr auf den Sitzen. Mit Standing Ovations und begeisterten Rufen feierte das Iserlohner Publikum ein Ensemble, dessen leidenschaftliche Hommage die Legende Marlene Dietrich weit über den letzten Vorhang hinaus spürbar machte.
ISERLOHN Nina Tripp, Iserlohner Kreisanzeiger, 21.2.2026
Ratzke, (…), er ist nun von Kopf bis Fuß, von Text bis Gesang auf Marlene eingestellt. Und schafft damit doch etwas ganz Ureigenes. Das muss man gesehen haben. Auch diese „Marlene“ hat das Zeug zum Dauerbrenner.
BERLIN, Peter Zander, Berliner Morgenpost, 8.10.2023.
Weil Ratzke und Pianist De Jong all die stürmisch erwarteten Chansons und Evergreens weitestgehend vom Pathos und der Patina des zu oft Gehörten entkleiden. „La vie en rose“, „Sag mir, wo die Blumen sind“, „Lilli Marleen“, natürlich „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ – all diese Lieder werden neu hörbar als Momente größtmöglicher Ehrlichkeit, in denen die Dietrich Freiheit von ihrer eigenen Kunstfigur findet. Am Ende gibt es Standing Ovations. Berlin hat eine neue „Marlene“.
BERLIN, Patrick Wildermann, Tagesspiegel, 9.10.2023.
Wer einen grandiosen Schauspieler und Sänger erleben möchte, wird hochzufrieden das Theater verlassen. (…) Neben den Hits wie „Lili Marleen“ oder „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ interpretierte Ratzke auch weniger Bekanntes auf eine sehr individuelle Art. So gelang ihm auch musikalisch ein neuer Ansatz, um die Geschichte von Marlene Dietrich (1901-1992) zu erzählen. Standing Ovations, zu Recht.
BERLIN, Claudia von Duehren, Berliner Zeitung, 9.10.2023.
Der Abend wird zum Best of-Konzert, bei dem Ratzke mit den dramaturgisch geschickt angeordneten Dietrich-Hits punkten kann. Großer Jubel am Ende dieses knapp zweistündigen Abends für den Weltstar aus Schöneberg, der in Berlin zu Lebzeiten so lange als „Verräterin“ geschmäht wurde, und für den Entertainer, der ihre Songs auf seine eigene Art bietet. Dass es sich hier um einen Drag-Auftritt, einen Mann in einer Frauen-Rolle, spielt eine untergeordnete Rolle. Marlene Dietrich, die bewusst immer aus den engen Geschlechter-Stereotypen ihrer Zeit ausbrach, hätte dies wohl gefallen.
BERLIN, Konrad Kögler, daskulturblog.com, 9.10.2023.
Kaum ist der letzte Ton verklungen, gibt es tosenden Applaus und Bravo-Rufe. Mit Liedern wie „Lilli Marleen“ und „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ singt sich Sven Ratzke als Marlene Dietrich mitten ins Herz des Berliner Premierenpublikums, wunderbar begleitet von Jetse de Jong am Flügel. (…) an dem Ort, wo 25 Jahre zuvor Judy Winter in dem Stück von Pam Gems brillierte. Der Entertainer und Chansonnier Ratzke erweist sich als würdiger Nachfolger. Auf der verspiegelten Bühne zeigt er die Privatperson und die Bühnenfigur Marlene Dietrich, von aufbrausend bis verletzlich.
BERLIN, Jakob Hayner, Die Welt, 10.10.2023.
(…) Sven Ratzke verkörpert die Stilikone kongenial. Er geht ganz und gar in der Rolle auf und zeigt Marlene Dietrich in einer Bandbreite menschlicher Gefühlsregungen: mit Starallüren und Stolz, Enttäuschung und Neid, Zerbrechlichkeit und Einsamkeit, Humor und Klugheit, Verführung und Sinnlichkeit. (…) Ratzke interpretiert jedes Lied mit viel Hingabe und zollt der vielseitigen Künstlerin Marlene Dietrich Tribut. Zugleich beweist er seinen eigenen Facettenreichtum, und zwar so intensiv, dass es schwerfällt, sich eine andere Person in dieser Rolle vorzustellen. Sie scheint ihm wie auf den Leib geschrieben.
BERLIN, Katharina Klasen, musicalzentrale.de, 14.10.2023.
Intendant Guntbert Warns hat selbst Regie geführt und in seiner Interpretation ganz klar auf einen Show-Effekt einerseits und die Stimme und die Entertainer-Qualitäten seines Hauptdarstellers Sven Ratzke andererseits gesetzt.
Unterstützt wird diese Herangehensweise durch das beeindruckende Bühnenbild von Ezio Tofolutti, in dem immer neue überraschende Effekte erzeugt werden und der Raum immer wieder anders wirkt.
(…) Die Architektur und die ausgeklügelte Lichtgestaltung von Carl Bergerard lassen Marlene plötzlich überall im Raum sein.
BERLIN, Sibylle Marx, Kulturvolk Blog, 16.10.2023.
Biografien
SVEN RATZKE
Im Laufe seiner bereits über zwei Jahrzehnte währenden Karriere ist Sven Ratzke zum Cabaret-Superstar geworden. Er trat auf den renommiertesten Bühnen der ganzen Welt auf, u. a. im Concertgebouw (Amsterdam’s Carnegie Hall), am Berliner Ensemble, im Operahouse in Sydney und dem Lincoln Center in New York City. Seine Show „Homme Fatale“ war international auf Tour und fand mehr








