Limón

Produktion José Limón Dance Foundation, INC .
75 JAHRE LIMÓN DANCE COMPANY 
Jubiläumsprogramm zum 75-jährigen Bestehen der legendären Tanz Company
Choreografien von José Limón, Chafin Seymour, Kate Weare

Frühjahr 2021 wegen Covid-19 ausgefallen,  
Premiere Februar 2023

ca. 24. Februar – 10. März 2023

Mit der José Limón Dance Company New York
Künstlerische Leitung: Dante Puleio
Homepage: http://limon.org

„Night Light“ (2014) Choreografie: Kate Weare

„Night Light“ (2014) Choreografie: Kate Weare

75 Jahre Limón Dance Company – Das Jubiläumsprogramm
»Das Programm passt perfekt in unsere Zeit, weil es thematisch immer wieder um Solidarität und sozial verantwortungsvolles Handeln in der Gemeinschaft geht. In dem von sechs Solisten – ohne jede Musik – getanzten Werk „The Unsung“ geht es um den Kampf zur Rettung der Kultur der amerikanischen Ureinwohner, in „Night Light“ verschwimmen die Grenzen zwischen dem Öffentlichen und dem Privaten, in „Suite Donuts“ sehen wir überschäumendes, jugendliches Gemeinschaftsgefühl und „A Choreographic Offering“, die choreografisch anspruchsvoll
ausgeklügelte Hommage an alle ehemaligen und heutigen Mitglieder der Limón Dance Company, ist eine ansteckende Demonstration purer Tanzfreude.«
Colin Connor, 2016–2020 Künstlerischer Leiter Limón Dance Company, über einige Choreografien, die er für das Programm zum 75. Jubiläum zusammengestellt hat.

Choreografien:
„The Unsung“ (1970)
Choreografie: José Limón, ohne Musik
Solo aus „Dances for Isadora“ (1971)
Choreografie: José Limón, Musik: Frédéric Chopin, Klavierkonzert
„Night Light“ (2014)
Choreografie: Kate Weare, Musik: „A Song for Mick Kelly” von Victoire-Cathedral City,
„Passacaglia“
für Violine solo aus den „Rosenkranz-Sonaten“ von Heinrich Ignaz Franz Biber
„Suite Donuts“ (2021)
Choreografie: Chafin Seymour, Musik: Erik Satie, Hip-Hop (Slum Village), Miguel A. Ferguson
Solo aus „Dances for Isadora“ (1971)
Choreografie: José Limón, Musik: Frédéric Chopin, Klavierkonzert
„A Choreographic Offering“ (1964)
Hommage an Limóns Lehrerin, die Tänzerin, Choreografin und Company-Mitgründerin Doris Humphrey
Choreografie: José Limón, Musik: Johann Sebastian Bach, „Musikalisches Opfer“

„Unsung“ (1970) Choreografie: José Limón

„The Unsung“ (1970) Choreografie: José Limón

Der Tänzer und Choreograf JOSÉ LIMÓN (1908-1972)
José Limón, der Amerikaner mit mexikanischen Wurzeln, schrieb Tanzgeschichte. Nachdem Limón den deutschen Ausdruckstänzer Harald Kreutzberg bei einem New York Gastspiel erlebt hatte, wusste er, dass er »nicht weiterleben wollte, ohne das zu lernen, was dieser Mann gerade gezeigt hatte.« Die Modern-Dance-Pioniere Charles Weidman und Doris Humphrey wurden seine Lehrmeister. Parallel trat er als Tänzer in Broadway-Revuen und in verschiedenen Ballett-kompanien auf, u. a. bei George Balanchine. Seine erste Pas de deux Choreografie wurde 1930 uraufgeführt. 1941 heiratete er seine Tanzpartnerin Pauline Lawrence. 1946 gründete er zusammen mit Doris Humphrey die José Limón Dance Company, die schon ein Jahr später nach ihrem sensationellen Broadway-Debüt von der New York Times gefeiert wurde. 1949 choreo-grafierte Limón „The Moor’s Pavane“ nach Shakespeares „Othello“. Bis heute fasziniert das als ‚Herausragendste Choreografie des Jahres‘ mit dem Dance Magazine Award ausgezeichnete
Werk, das u. a. 1974 von Rudolf Nurejew getanzt wurde. 1969 beendete Limón mit diesem Stück seine aktive Tänzerkarriere. Limón faszinierte durch seine Choreografien ebenso wie als Tänzer. Als Choreograf und einflussreicher Tanzpädagoge (u. a. ab 1951 an der New Yorker Juilliard School) erhielt er vier Ehrendoktortitel und wurde Direktor des Lincoln Center’s American Dance Theatre.

Die Limón Dance Company New York
Die Limón Dance Company gehört zur absoluten Weltspitze des zeitgenössischen Tanzes. Die Jubiläums-Tournee zum 75-jährigen Bestehen mit der Konzertdirektion Landgraf bietet die seltene Gelegenheit, die Limón Dance Company live zu erleben, deren technische Meisterschaft, expansive Tanzfreude und nuancierte Präzision legendär sind und die Tanzwelt revolutioniert haben. Es ist die erste Deutschland-Tournee unter dem neuen künstlerschen Leiter Dante Puleio und nach der erfolgreichen „Legacy Tour“ 2016 die dritte Limón Dance Tournee mit der Konzertdirektion Landgraf. Die 1946 gegründete Company wurde durch José Limóns bahnbrechende Choreografien und die erstklassigen Solisten in kürzester Zeit zu einem der impulsgebenden zeitgenössischen Ballettensembles. Künstlerische Co-Direktorin war Limóns ehemalige Lehrerin und Mentorin, die Tänzerin und Choreografin Doris Humphrey. Als erste amerikanische Company trat Limón Dance in Europa auf (1948 in Paris). Als Limón nach zweijähriger Krebserkrankung 1972 starb, übernahmen Mitglieder seiner Company das künstlerische Erbe. Erst Ruth Currier, dann Carla Maxwell – einst selbst eine brillante Tänzerin, die sieben Jahre mit Limón gearbeitet hatte. 2020 folgte Dante Puleio auf Colin Connor als künstlerischer Leiter, ebenfalls beide ehemalige Limón-Tänzer.

Das Grundrepertoire der Company bilden einige balletthistorische Schlüsselwerke von Limón, Martha Graham und anderen Ballett-Revolutionären. Gleichzeitig werden von Gastchoreografen neue Akzente gesetzt, die der Company ihren hohen Stellenwert innerhalb der internationalen Tanzszene sichern. Die Limón-Technik wie die Graham-Technik werden heute noch an jeder Ballettschule gelehrt, u. a. an exemplarischen Tanzschulen wie der New Yorker Juilliard-School, der Folkwang-Universität der Künste in Essen, der Tanzakademie Rotterdam und der Londoner Rambert-School. Die Company lebt das choreografische Erbe des überragenden Tänzers José Limón nicht nur weiter, sondern überführt es immer wieder neu in den Kontext moderner Ausdrucksformen. Mit beeindruckender visueller Klarheit, Theatralik, rhythmischer und musikalischer Dynamik beeinflusst die Limón Dance Company die Entwicklung der Kunstform Tanz bis auf den heutigen Tag. Das Repertoire des Ensembles umfasst aktuell neben Werken ihres Gründers José Limón bedeutende Choreografien von Meistern wie Lar Lubovitch, Doug Varone, Donald McKayle, Murray Louis, Susanne Linke, Meredith Monk, Jiří Kylián und Kate Weare. 2008 wurde die José Limón Dance Foundation, zu der die Company gehört, mit der Nationalen Medaille der Künste ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung der USA für künstlerische Werke. Die Limón Dance Company trat bisher bei drei Tanzfestivals in der Schweiz und Deutschland auf: 2010 beim exklusiven internationalen Schweizer Dance Festival „Steps“, 2005 bei den Oster-Tanz-Tagen in Hannover und bei den renommierten Ballettwochen der Bayerischen Staatsoper.

DANTE PULEIO Künstlerische Leitung
Dante Puleio tanzte – so geht die Legende – schon, bevor er laufen lernte, hauptsächlich zu Songs von Donna Summer. Mit 19 Jahren nahm er sein Tanzstudium am Laban Centre in London auf, setzte es an der Northern School of Contemporary Dance in Chapeltown, Leeds, fort und schloss es an der University of the Arts (UArts) in Philadelphia mit einem Bachelor of Fine Arts (BFA) ab. Er erwarb außerdem einen Master of Fine Arts (MFA) an der University of California, Irvine. Mit der Limón Dance Company trat er mehr als zehn Jahre lang national und international in Tanzmusikproduktionen auf. Sein künstlerisches Interesse richtet sich u. a. auf die Einbeziehung von Tanztraditionen aus der Mitte des 20 Jahrhunderts in den zeitgenössischen Tanz, wobei seine Vision auf eine Neuinterpretation dieser Elemente unter den Bedingungen der sich schnell verändernden Tanzlandschaft des 21. Jahrhunderts ausgerichtet ist. Dante Puleio wurde 2020 zum Nachfolger von Colin Connor in der künstlerischen Leitung der Limón Dance Company ernannt.

Pressestimmen
zur Limón Dance Company und deren „Legacy Tour“ 2016

Rasend rotierende Leichtigkeit
In Amberg bietet sie [die Limón Dance Company] einen hochklassigen Abend. (…)
Mit einem Gespür für Timing, ihrer sichtbaren wie ansteckenden Freude an der Bewegung, faszinierender Körperbeherrschung und Musikalität begeistert die Gruppe. (…) Mit rasend rotierenden Armen, flinken Fingern und athletischen Bewegungen taucht man ein in eine Tanz-Sinfonie, die mitreißt. Ekstatisch, exotisch, exzellent (…). (…) Sehr präsent, gradlinig modern, kratzig, kreativ und kraftvoll die Bewegungen, Formationen und Schritte, einfallsreich der Musikmix (…). Grandios getanzt (…).
AMBERG Marielouise Scharf, Amberger Zeitung, 22./23.10.2016

Federleicht und rasant
Die Wirkung, die die Limón-Tänzer auf der Bühne entfalten, ist (…) gewaltig. (…) Absolut ist zudem die Fähigkeit der Darsteller, synchron zu tanzen. Individuen werden eins – und reißen sich voneinander los. Limóns Credo und Handlungsmaxime, dass der Tanz die menschlichste aller Künste sei, weil er Grenzen und Barrieren ohne Beschränkungen aufhebt, wird visuell greifbar.
LEVERKUSEN Frank Weiffen, Leverkusener Anzeiger/ Kölner Stadt-Anzeiger, 27.10.2016

Unvergessliches Erlebnis
Genau so muss modernes Tanztheater sein
(…).
SCHWEINFURT Oliver Schikora, Main-Post, 18.10.2016

Kraft, Bewegungsreichtum, Ausdruck
Die New Yorker Limón Dance Company überzeugte im Forum auch bei ihrem zweiten Besuch.
LEVERKUSEN Monika Klein, Rheinische Post, 28.10.2016

Grandiose Einheit von Musik und Tanz
In fünf Szenen historischer und aktueller Choreografien erlebt das ergriffen mitgehende Publikum ausdrucksstarkes Tanztheater auf höchstem Niveau.
WOLFSBURG Heinz-Werner Kemmling, Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 21.10.2016

New Yorker Compagnie tanzt große Choreografien
Geschwindigkeit und Grazie, Grandezza und Gefühl, die Intensität der Aufführung war hoch und faszinierte.
WOLFSBURG Andreas Stolz, Wolfsburger Nachrichten, 21.10.2016

Zuletzt aktualisiert: 07.06.2021