Bayerisches Junior Ballett München

Produktion Bayerisches Junior Ballett München (BJBM)
BAYERISCHES JUNIOR BALLETT MÜNCHEN
(ehem. Bayerisches Staatsballett 2)
Künstlerische Leitung: Ivan Liška
Botschafterin des BJBM: Dr. h.c. Irène Lejeune
Mit Tänzer*innen des BJBM
Termine auf Anfrage ganzjährig möglich

BJBM Ensemble © Paul Daniel Schneider

Verschiedene Produktionen im Angebot: 

Das Triadische Ballett
in Kombination mit einem ausgewählten Stück aus dem Programm „Temperament auf 32 Beinen“

Temperament auf 32 Beinen
5 sehr unterschiedliche Werke internationaler Choreograf*innen
abendfüllend

Beethoven- und Orff-Programm unter Corona-Bedingungen besonders geeignet:
Unsterbliche Geliebte
Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 4
UnHeaven
Carl Orffs „Tanzende Faune“ (1914)

In Kombination mit einem ausgewählten Stück aus dem Programm „Temperament auf 32 Beinen“ 

Bilder einer Ausstellung
in Kombination mit einem ausgewählten Stück aus dem Programm „Temperament auf 32 Beinen“


Das Triadische Ballett © Michael Kienzler

Das Triadische Ballett © Michael Kienzler

Das Bayerische Junior Ballett München
Mit Beginn der Spielzeit 2010/11 wurde der von Konstanze Vernon und Fred Hoffmann lang ersehnte Traum einer eigenen offiziellen Münchner Junior Company Wirklichkeit: Die Gründung des Bayerischen Junior Balletts München (BJBM) als zukunftsweisende Kooperation zwischen der Heinz-Bosl-Stiftung, dem Bayerischen Staatsballett und der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München. Die 16 jungen Tänzer*innen des Bayerischen Junior Balletts München tanzen nicht nur das eigene erarbeitete Repertoire, sondern erhalten die Chance, neben zahlreichen Gastspielen in In- und Ausland, regelmäßig gemeinsam mit einem der renommiertesten Ballettensembles Deutschlands, dem Staatsballett der Bayerischen Staatsoper, im Nationaltheater auf der Bühne zu stehen und künstlerisch zu wachsen.

Das Triadische Ballett - Scheibenrock - Marta Villalba © Wilfried Hösl

Das Triadische Ballett – Scheibenrock – Marta Villalba © Wilfried Hösl

Das BJBM ist eine pädagogisch, künstlerisch und kulturpolitisch vielversprechende Kooperation, deren nationaler und internationaler Erfolg das Wagnis belohnt hat und zum begehrten Karrieresprungbrett für junge Tänzer aus aller Welt geworden ist. Unter Leitung Ivan Liškas, des ehemaligen Solisten des Hamburg Balletts und des Bayerischen Staatsballetts sowie Direktors des Bayerischen Staatsballetts (1998-2016 ) tourt das BJBM seit Jahren weltweit mit einem einzigartigen Repertoire aus klassischen, neoklassischen und zeitgenössischen Werken – im deutschsprachigen Raum ebenso wie international in Israel, Tschechien, Spanien, Italien, Hongkong u. a. Und das mit großem Erfolg!

Das Triadische Ballett - Scheiben - Ensemble © Wilfried Hösl

Das Triadische Ballett – Scheiben – Ensemble © Wilfried Hösl

Das Triadische Ballett von Oskar Schlemmer (1922)
Am 30. September 1922 feierte das legendäre Ballett seine Uraufführung.
Originalchoreografie: Oskar Schlemmer
Rekonstruktion und Choreographie: Gerhard Bohner
Musik: Hans-Joachim Hespos
Kostümrekonstruktion und Neufassung: Ulrike Dietrich
Auftragsproduktion Akademie der Künste, UA 1977
Neuproduktion 2014
Einstudierung: Ivan Liška, Colleen Scott
Ein Tanzfonds Erbe Projekt
Kooperation Bayerisches Staatsballett & Akademie der Künste, Berlin
Die Kostüme sind Bestand des Gerhard Bohner-Archivs der Akademie der Künste, Berlin
Stil: zeitgenössisch / modern
Dauer: 71 Minuten

„Wieviel Poesie, wieviel choreographische Weisheit und wieviel Humor!“ sagt Ivan Liška über Oskar Schlemmers legendäre Tanz-Schöpfung. «Das Triadische Ballett» gilt heute als epochales Meisterwerk der Avantgarde, als Meilenstein des Theaters und der bildenden Kunst gleichermaßen. Oskar Schlemmer, einer der bedeutendsten Bauhaus-Künstler, hat wie mancher seiner Kollegen Anfang des 20. Jahrhunderts versucht, das Theater aus spannenden Strömungen der bildenden Kunst heraus zu erneuern. Sein «Triadische Ballett» ist ein bis dahin nie dagewesener Reigen plastischer, farbiger Kostümgebilde, bewegt von Tänzern, die zu abstrakten Kunstfiguren stilisiert sind. Sieben der Originalkostüme sind heute in der Stuttgarter Staatsgalerie zu sehen. Nicht nur für Erwachsene eine Hohe Schule für Phantasie, Seele und Geist.

Das Triadische Ballett Türke Kegel Türkenrock - Sebastian Goffin, Marta Villalba © Wilfried Hösl

Das Triadische Ballett Türke Kegel Türkenrock – Sebastian Goffin, Marta Villalba © Wilfried Hösl

Pressestimmen (Auszüge)

Eine umjubelte Neufassung
Fantasievoll-verspielt: Die Kostüme sind schon für sich ein Hingucker.
Lebhafter Tanz mit schweren Kostümen
BERLIN Cosima Lutz, Berliner Morgenpost, 24.01.2019

Kostüme, die zum Faszinosum taugen
BERLIN Sandra Luzina, Der Tagesspiegel, 12.01.2019

Eines der spektakulärsten und experimentellsten Bühnenwerke des 20. Jahrhunderts
VILLINGEN-SCHWENNINGEN Hans-Jürgen Götz, Südkurier, 28.05.2019

Burlesk, heiter und verspielt
Großartige Aufführung – Juniorballett fasziniert Publikum – Das Publikum zeigte sich begeistert mit verdientem Applaus.
VILLINGEN-SCHWENNINGEN Renate Zährl, Schwarzwälder Bote, 29.05.2019

Stilistische Vielfalt
HANNOVER Hannoversche Allgemeine, 23.02.2018

Die Tänzer*innen tanzten durch und durch großartig. 
HONG KONG, seeingdance.com, 27.02.2017

„Das Triadische Ballett“ furios getanzt vom Bayrischen Stastsballett II
„Das Triadische Ballett, mit dem die Junior Company der Bayern mal wieder Furore macht.  Fantastisch, was für skurrile Figuren da auftanzen!
BERLIN Gisela Sonnenburg, Ballett Journal (online), 25.03.2015

Die Figuren gehören unstrittig zu den Meisterwerken der Moderne
Fantastische Dämonie der schwarzen Schlussserie
STUTTGART Katja Schneider, Stuttgarter Zeitung, 07.06.2014

Märchenhaft und futuristisch zugleich
Ein Spiel der Farben und der streng geometrischen Formen in freiem Raum war zu erleben.
Kokett und zärtlich, anmutig und kühl stilisiert interpretieren die Tänzer und Tänzerinnen der Junior-Company des Bayerischen Staatsballetts die abstrahierten, konstruktiv reduzierten Figuren Schlemmers. Sie geben ihnen Eigenleben und Charakter. Dieses Ballett lebt von der Ausdruckskraft der phantasievollen Kostüme.
MÜNCHEN Sabine Spindler, Handelsblatt, 24.06.2014

Dreiklang aus Kostümen, Tanz, Musik
Die Zuhörer konnten ihren Spaß an den bunten Fantasie-Figuren haben. Die Zustimmung war ungetrübt.
MÜNCHEN Volker Boser, Abendzeitung, 05.06.2014

Mit imposanten, raumeinnehmenden Kostümen, mechanisch-anmutendem Tanzvokabular und dem abstrakten Charme der Bauhaus-Tänze lässt das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts II [heute: Bayerisches Junior Ballett München] mit Bohners Werk Tanzgeschichte neu aufleben.
Theaterkompass, 30.05.2014

Das Bayerische Junior Ballett München überzeugt mit Spannung, Ausdruck und Qualität
Mit vier spannungsreichen Choreografien präsentierte das junge Ensemble Tanzkunst auf beeindruckendem Niveau. Am Ende gibt es minutenlangen rhythmischen Beifall.
VILLINGEN-SCHWENNINGEN Gunter Faigle, Südkurier, 18.10.2019


Zum DOPPELJUBILÄUM der KOMPONISTEN 2020
250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven
125. Geburtstag von Carl Orff

BEETHOVEN- / ORFF- Programm
Unhaven / Unsterbliche Geliebte

Unsterbliche Geliebte
Stilrichtung: neoklassisch
Aufführungsdauer: 32 Minuten

Musik: Ludwig van Beethoven, „Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58“
(Uraufführung 1807, Solist: Beethoven)
Choreografie: Jörg Mannes
Kostüme: Susanne Stehle
Uraufführung am BJBM:
Live-Stream am 01.02.2021, Nationaltheater München


Jörg Mannes: »Über die mysteriöse >Unsterbliche Geliebte<, die Beethoven in seinem berühmten Brief erwähnt, ist viel spekuliert worden. In meiner Choreografie möchte ich mich mehr der Person annähern, die in Beethovens Werken, auch in diesem Klavierkonzert, immer präsent zu sein scheint. Es ist eine Figur, der gegenüber Beethoven zwischen aufbrausender Hingabe und verzweifelten Rückzug schwankt.

So sind die Figuren der vermuteten Dreiecksgeschichte zwischen Beethoven, seiner Geliebten und ihrem adligen Ehemann zwar präsent, versinken aber in den Strukturen der Musik, um dann wieder aufzutauchen um das imaginäre und reale Trauma zu verbinden. Wie die Musik durch den Komponisten in eine neue Form überführt wird werden die Tänzer in eine neue Form zu überführt«.

Pressestimmen

Durch Lichtkegel werden hier raffiniert unterschiedliche Einheiten der drei Tänzer auf der Bühne definiert. Gelegentlich hält der Tanz in erregenden Figurenkonstellationen inne, wird fast zur komplexen künstlerischen Skulptur. Es ist eine ganz andere Tanzsprache.
Rainer Zerbst in seinem Kulturblock wwwrainer-zerbst.de über die Stream-Aufführung am 01.02.2021

In einer furiosen Choreographie von Jörg Mannes konnte die Uraufführung der Choreographie Unsterbliche Geliebte“ sehr überzeugen. Die Meisterschaft der thematischen Arbeit wurde auf die jungen Tänzerinnen und Tänzer suggestiv übertragen. Das Konzertieren zwischen Soloinstrument und Orchester erfuhr so eine wunderbare Entsprechung. Ein enormer Ausdrucksreichtum brach sich in feingliedrigen Bewegungsflächen Bahn, der dem lyrisch-innigen Grundton dieser Musik, gerecht wurde. Bestechende Farbspiele der Harmonik übertrugen sich auf die tänzerischen Bewegungen, wobei das still-versonnene Kopfthema facettenreich zum Vorschein kam. Der Gegensatz von Orchester und Klavier geriet nie aus dem Gleichgewicht, wobei sich die Unterschiede in den dramatischen Bewegungen weiter zuspitzten. Die Unbeschwertheit des Schluss-Rondos erfuhr bei dieser Darbietung immer wieder neue Varianten.
Alexander Walther in online Merker.com am 02.02.2021 über die Live-Stream-Aufführung am 01.02.2021

Jörg Mannes, ein erfahrener Ballettchef und Choreograf, hat sich ganz auf das junge Ensemble eingestimmt.
Katrin Stegmeier, BSZ- Bayerische Staatszeitung, 04.02.2021 über die Live-Stream-Aufführung am 01.02.2021

Es ist ein ständiger, aber ganz selbstverständlich wirkender Wechsel zwischen Einzelperformance und Ensembleformation, jeweils stimmig dem Klavierkonzert „abgehorcht“. Mannes hat hier einen ganz eigenen choreografischen Stil gefunden, der vor allem eines ausdrückt: die Lust an der Bewegung in der Musik. Man schaut und schaut, fließt irgendwie mit in diesem Strom. Und fühlt sich heiter. Wie oft passiert uns das in diesen Tagen? Die am Ende eingeblendeten hymnischen Lobes-Mails waren ein kleiner Applausersatz. Und freuen können sich Ivan Liška, sein Team und das BJB über 8000 Zuschauer! Eine schöne Anerkennung zum 10. Geburtstag der Junior Compagnie.
Vesna Mlakar in tanz.at am 06.02.2021 über die Live-Stream-Aufführung am 01.02.2021

Reich an Stimmungswechseln und Überraschungseffekten

Ein wild verspieltes Tableau voll gruppenformaler Strenge, Damen auf Spitze und einer mitreißenden Dynamik, an der alle 16 Tänzerinnen und Tänzer teilhaben. Und Mannes hat weder gespart an sich auf- und abbauenden Schlangenformationen, diversen sanduhrartig dahinrinnenden Reihenanordnungen noch an intimeren Quartetten, Trios und Pas de deux.


UnHeaven Bayerisches Junior Ballett Anna Greenberg Hélian Potié © Wilfried Hösl

UnHeaven
Stilrichtung: neoklassisch / zeitgenössisch
Aufführungsdauer: 25 Minuten

Musik: Carl Orf mit Auszügen aus dem Orff-Schulwerk
„Musica Poetica“ (Orff & Gunild Keetmann), „Tanzende Faune “ (Uraufführung 1995)
Choreografie: Martina La Ragione
Kostüme: Heidi De Raad
Premiere am BJBM: Live-Stream am 01.02.2021 im Nationaltheater München

Pressestimmen 

„UnHeaven“ begeisterte aufgrund der visuellen Einfallskraft. Da lagen die Tänzerinnen und Tänzer zunächst zwischen vielen Federn auf dem Boden und erhoben sich erst ganz allmählich wie geheimnisvolle Statuen. Dabei offenbarten sich auf dem Bühnenboden plötzlich verschiedenartige Muster, die umso geheimnisvoller wirkten, je mehr sie sich auffächerten. Die vitalen Kräfte des Rhythmus bis hin zu ganz versteckten frühbarocken Elementen und unterschiedlichsten Klangkombinationen machten die tänzerische Begegnung mit Orffs Musik hier zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Alexander Walther in online Merker.com am 2.2.2021 über die Live-Stream-Aufführung am 01.02.2021

Lustvolle Bewegung
Das Bayerische Junior Ballett präsentiert sich als ungewöhnlich homogenes Ensemble. Junge Menschen so hinreißend tanzen zu sehen – was für ein Glücksmoment. Dass diese 16 Tänzerinnen und Tänzer aus Europa, Kanada, Australien und den USA zu einem so homogenen Ensemble zusammengewachsen sind, das ist schon außergewöhnlich. In drei Choreografien konnten sie ihre stilistische Flexibilität zeigen. In „Unheaven“ wagt sich Martina La Ragione vor zu einer Überblendung von Post-Neoklassik und Tanztheater. Sehr schön die traumartige Atmosphäre, getragen auch von den an die französischen Impressionisten (Debussy natürlich) erinnernden Klangfarben.
Katrin Stegmeier, BSZ- Bayerische Staatszeitung,04.02.2021 über die Live- Stream-Aufführung am 01.02.2021


Bild ereiner Ausstellung Pauline Simon Sebastian Goffin © CharlesTandy

BILDER EINER AUSSTELLUNG
Stilrichtung: neoklassisch
Aufführungsdauer: 32 Minuten
kombiniert mit einer Choreografie aus dem Programm „Temperament auf 32 Beinen“

Musik: Modest Mussorgsky, Klavierzyklus für Solo-Klavier „Bilder einer Ausstellung“
(komponiert 1874, uraufgeführt 1922 in Paris unter dem Titel „Les tableaux d’une exposition“ in der Instrumentierung von Maurice Ravel durch die das Werk weltberühmt wurde). Der Klavierzyklus wird in verschiedenen musikalischen Bearbeitungen und Orchestrierungen eingespielt.

Choreografie: Norbert Graf, Ayman Harper, Ivan Liška
Kostüme: Susanne Stehle
Premiere am BJBM: 13.04.2014

TEMPERAMENT AUF 32 BEINEN
5 im Stil sehr unterschiedliche Werke internationaler Choreograf*innen
abendfüllend

Ein thematisch wie tänzerisch so spannungsreiches wie faszinierendes Mit- und Gegeneinander von fünf Werken internationaler Choreograf*innen.


Allegro Brillante
Musik: Peter I. Tschaikowsky, Klavierkonzert Nr. 3 in Es-Dur
Choreografie: George Balanchine
Kostüme: Karinska
Uraufführung: 1956, New York City Ballet, New York City Center of Music and Drama
Premiere am BJBM: 2012 in einer Matinée der Heinz-Bosl-Stiftung, Bayerische Staatsoper, München

Der spritzige Ballettklassiker gehört zu den beliebtesten Repertoirestückedes 20. Jahrhunderts.

Im Wald
Musik: Camille Pépin,
Konzert für Klarinette, Cello und Orchester (Uraufführung 2019)
Choreografie: Xing Peng Wang
Uraufführung am BJBM: 2019 in einer Matinée der Heinz-Bosl-Stiftung, Bayerische Staatsoper, München. Die Choreografie wurde inzwischen bei zahlreichen Gastspielen im In- und Ausland gezeigt.

Pressestimme (Auszüge)

Das Bayerische Junior Ballett München überzeugt mit Spannung, Ausdruck und Qualität. Mit vier spannungsreichen Choreografien präsentierte das junge Ensemble Tanzkunst auf beeindruckenden Niveau. .Der aus China stammende Choreograf entwickelt ein Stück für sechs Tänzer. Von ihnen wird eine Bewegungssprache gefordert, die eine außerordentliche Beweglichkeit ebenso voraussetzt wie die Fähigkeit, fast statisch ruhende Hebefiguren scheinbar mühelos auszuführen.
VILLINGEN-SCHWENNINGEN, Gunter Faigle, Südkurier, 18.10.2019


Stimmenstrahl © WilfriedHoesl

Stimmenstrahl-Trio
Musik: Sergej Rachmaninow, „Ganznächtliche Vigil op. 37“ (Uraufführung 1915) und Jacopo Salvatori (Auftragskomposition für dieses 2017 vom BIB aufgeführte Ballett)
Choreografie: Maged Mohamed
Uraufführung am BJBM: 2017, Nationaltheater München

Der von dem ehemaligen Staatsballett-Tänzer zu Rachmaninows emotionaler russisch-orthodoxer Kirchenmusik und der Kompositin des 1986 in Florenz geboren, italienischen Pianisten und Komponisten Jacopo Salvatori choreografierte zwei Tänzer und eine Tänzerin- Pas de trois spielt – wie Mohammed erläutert – „mit der Idee der Trinität, die sich aus drei Individuen zusammensetzen kann, die aber auch als eine enge Einheit verstanden werden kann“.

Pressestimmen 

Eine wunderbar fließende und dabei sehr skulptural in Klang und Raum geformte Choreografie mit schön ausgeführten Figuren und Hebungen. Die große gegenseitige Achtsamkeit und das stets symbiotische Dreiecksverhältnis vermag durch innere geistige Spannung zu bannen. Bravo!
Vesna Mlakar in tanz.at am 06.02.2021 über die Live-Stream-Aufführung am 01.02.2021

In der subtilen Choreographie von Maged Mohamed überzeugte „Stimmenstrahl Trio“, weil die Tänzer ganz ineinander aufgingen und sich fast genial in schemenhaften Silhouetten ergänzten. Weiche Melodien folgten Temperamentsausbrüche in effektvoller Aufmachung.
Alexander Walther im online Merker.com 2.2.2021 über die Live-Stream-Aufführung am 01.02.2021

Die zweite Choreografie heißt „Stimmenstrahl Trio“. Eindringlich sphärische Musik. Lichtspots in bläulich-schwarzem Lichtgefüge. Ein wunderbar ausdrucksstarkes tänzerisches Trio. Die Höhepunkte bilden für mich die ineinander verwobenen Hebefiguren und Körperreihungen. Mehrfach aneinandergeschmiegt, zart zu dritt miteinander verbunden. Einfühlsame Ästhetik. Ich fühle Begeisterung.
Frank Heublein in klassik-begeistert.de 2.2.2021 über die Live-Stream-Aufführung am 01.02.2021


Ballet 102 Lotte James Martin Nudo © Wilfried Hösl

Ballet 102
Musik: Jens-Peter Abele
Choreografie: Eric Gauthier
Uraufführung: Kremlin-Gala „Ballet Stars of the 21st Century“, 15.10.2016 im Staatlichen Kremlpalast im Kreml, Moskau mit dem Staatsballett Berlin
Premiere am BJBM: 2018 im Rahmen der Jubiläums-Matinee „40 Jahre Heinz-Bosl-Stiftung“ im Nationaltheater München.

Die spritzig-humorvolle Choreografie begeisterte schon das Publikum der Komischen Oper in Berlin, in Villingen-Schwenningen und im Hofbräuhaus.

Die Idee für „Ballet 102“ hatte Andrej Petrov, der Gründer und Direktor des Moskauer Kreml-Balletts, der so begeistert war von Gauthiers 100 anspielungsreichen Variationen zu den fünf Fußpositionen in seiner – inzwischen von vielen Weltstars getanzten – Solo-Choreografie „Ballett 101“, dass er den Stuttgarter Erfolgschoreografen für 2016, für die große Moskauer Gala „Ballett-Stars des 21. Jahrhunderts“ um einen ebenso anspruchsvoll virtuosen wie amüsanten Pas de deux-Crashkurs als Fortsetzung bat.

Eric Gauthier: „Ballet 102“ ist eine augenzwinkernde Satire auf die 102 Positionen des klassischen Pas de deux. Obwohl frei erfunden, sind Ähnlichkeiten mit Figuren aus realen Balletten bedeutender Choreografen von Marius Petipa und Vaslav Nijinski über John Cranko und Mats Ek bis zu John Neumeier oder Mauro Bigonzetti weder zufällig noch unbeabsichtigt …

Ballet 102 Lotte James Martin Nudo © Wilfried Hösl

Zuletzt aktualisiert: 01.09.2021