Bayerisches Junior Ballett München

Produktion Bayerisches Junior Ballett München (BJMB)
BAYERISCHES JUNIOR BALLETT MÜNCHEN
(ehem. Bayerisches Staatsballett 2)
Künstlerische Leitung: Ivan Liška
Botschafterin des BJBM: Dr. h.c. Irène Lejeune

Termine auf Anfrage ganzjährig möglich

Mit Tänzer*innen des BJBM

Verschiedene Produktionen im Angebot: 

Das Triadische Ballett
in Kombination mit einem ausgewählten Stück aus dem Programm „Temperament auf 32 Beinen“

Temperament auf 32 Beinen
5 sehr unterschiedliche Werke internationaler Choreograf*innen
abendfüllend

UnHeaven
Carl Orffs „Tanzende Faune“ (1914)
Unsterbliche Geliebte
Ludwig van Beethovens Klavierkonzert Nr. 4
Beethoven- und Orff-Programm unter Corona-Bedingungen besonders geeignet
in Kombination mit einem ausgewählten Stück aus dem Programm „Temperament auf 32 Beinen“

Bilder einer Ausstellung
in Kombination mit einem ausgewählten Stück aus dem Programm „Temperament auf 32 Beinen“ 

Das Bayerische Junior Ballett München
Mit Beginn der Spielzeit 2010/11 wurde der von Konstanze Vernon und Fred Hoffmann lang ersehnte Traum einer eigenen offiziellen Münchner Junior Company Wirklichkeit: Die Gründung des Bayerischen Junior Balletts München (BJBM) als zukunftsweisende Kooperation zwischen der Heinz-Bosl-Stiftung, dem Bayerischen Staatsballett und der Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München. Die 16 jungen Tänzer*innen des Bayerischen Junior Balletts München tanzen nicht nur das eigene erarbeitete Repertoire, sondern erhalten die Chance, neben zahlreichen Gastspielen in In- und Ausland, regelmäßig gemeinsam mit einem der renommiertesten Ballettensembles Deutschlands, dem Staatsballett der Bayerischen Staatsoper, im Nationaltheater auf der Bühne zu stehen und künstlerisch zu wachsen.

Das BJBM ist eine pädagogisch, künstlerisch und kulturpolitisch vielversprechende Kooperation, deren nationaler und internationaler Erfolg das Wagnis belohnt hat und zum begehrten Karrieresprungbrett für junge Tänzer aus aller Welt geworden ist. Unter Leitung Ivan Liškas, des ehemaligen Solisten des Hamburg Balletts und des Bayerischen Staatsballetts sowie Direktors des Bayerischen Staatsballetts (1998-2016 ) tourt das BJBM seit Jahren weltweit mit einem einzigartigen Repertoire aus klassischen, neoklassischen und zeitgenössischen Werken – im deutschsprachigen Raum ebenso wie international in Israel, Tschechien, Spanien, Italien, Hongkong u. a. Und das mit großem Erfolg!


Das Triadische Ballett von Oskar Schlemmer (1922)
Am 30. September 1922 feierte das legendäre Ballett seine Uraufführung.

Originalchoreografie: Oskar Schlemmer
Rekonstruktion und Choreographie: Gerhard Bohner
Musik: Hans-Joachim Hespos
Kostümrekonstruktion und Neufassung: Ulrike Dietrich
Auftragsproduktion Akademie der Künste, UA 1977
Neuproduktion 2014
Einstudierung: Ivan Liška, Colleen Scott
Ein Tanzfonds Erbe Projekt
Kooperation Bayerisches Staatsballett & Akademie der Künste, Berlin
Die Kostüme sind Bestand des Gerhard Bohner-Archivs der Akademie der Künste, Berlin
Stil: zeitgenössisch/modern
Dauer: 71 Minuten

„Wieviel Poesie, wieviel choreographische Weisheit und wieviel Humor!“ sagt Ivan Liška über Oskar Schlemmers legendäre Tanz-Schöpfung. «Das Triadische Ballett» gilt heute als epochales Meisterwerk der Avantgarde, als Meilenstein des Theaters und der bildenden Kunst gleichermaßen. Oskar Schlemmer, einer der bedeutendsten Bauhaus-Künstler, hat wie mancher seiner Kollegen Anfang des 20. Jahrhunderts versucht, das Theater aus spannenden Strömungen der bildenden Kunst heraus zu erneuern. Sein «Triadische Ballett» ist ein bis dahin nie dagewesener Reigen plastischer, farbiger Kostümgebilde, bewegt von Tänzern, die zu abstrakten Kunstfiguren stilisiert sind. Sieben der Originalkostüme sind heute in der Stuttgarter Staatsgalerie zu sehen. Nicht nur für Erwachsene eine Hohe Schule für Phantasie, Seele und Geist.

Temperament auf 32 Beinen
Choreografien: Xin Peng Wang, Maria Barrios, Richard Siegal, Eric Gauthier, Caroline Finn
Musik: Camille Pépin, Jens Peter Abele, Antonio Vivaldi, Astor Piazolla,
Jordi Savall, Peter I. Tschaikowsky u. a.
UA: Nationaltheater München (Matinée der Heinz-Bosl-Stiftung)
Stil: diverse
Dauer: 90 Minuten

Das abendfüllende Programm präsentiert ein berührendes Miteinander fünf unterschiedlichster Werke internationaler Choreografen. Die individuellen Dramaturgien appellieren durch ihre charismatischen Choreografien an das Menschsein in seinem komplexen Mikrokosmos. Im Wald des Ballettdirektors des Theater Dortmund Xin Peng W ang, trifft der Zuschauer auf das innere Spannungsverhältnis von Individuum und Gesellschaft. // Maria Barrios´ eindringliche Inszenierung zeigt, dass es nur einen Eyeblink braucht, um in uns selbst von Augenblick zu Augenblick neue emotionale Jahreszeiten zu erschaffen. // Richard Siegal wählte für seine Chor eografie 3 Preludes von George Gershwin und lässt drei Männer leidenschaftlich und kämpferisch um eine verführerische Frau werben, bis die Flirts auf ihrem Höhepunkt ein überraschendes Ende finden. // Ballett 102 des Canadiers Eric Gault hier stellt sich als augenzwinkernde Satire auf die 102 Positionen des klassischen Pas de deux vor. // When she knew, das neue Werk der Britin Caroline Finn, führt in archaische Sphären mit interaktivem Finale. Kryptisch, fordernd und wirklich erlebenswert.

Einzelne Choreografien auch mit anderen Programmen kombinierbar.

In „Im Wald“ setzt sich der chinesische Choreograf Xing Peng Wang mit dem inneren Spannungsverhältnis von Individuum und Gesellschaft auseinander.
„Eyeblink“ von Maria Barrios (Venezuela) beschreibt, wie wir uns selber von Augenblick zu Augenblick neue emotionale Jahreszeiten erschaffen.
„3 Preludes“ ist ein Werk des Choreografen Richard Siegal.
„Ballett 102“ des Kanadiers Eric Gauthier ist eine augenzwinkernde Satire auf die 102 Positionen des klassischen Pas de deux.
„When she knew“, das neue Werk der Britin Caroline Finn, mündet in ein interaktives Finale.HB MAT GP 24.11.16.

„Die unsterbliche Geliebte“ und „Unheaven“ Ludwig van Beethoven trifft Carl Orff
Choreografie: Jörg Mannes, Martina La Raggione
Musik: Ludwig van Beethoven, Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58; ( 35 min )
Carl Orff: „Tanzende Faune“ (1914) ( 25 Min ) & Gunhild Keetman, Musica Poetica
Kostüme: Heidi De Raad
Stil: neoklassisch/zeitgenössisch
UA (Beethoven) Live-Stream am 1. Februar 2021 im Nationaltheater MünchenM

Die seltene Begegnung zweier unterschiedlichster Geburtstagskinder. Beethovens Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur und Orffs Jugendwerk „Tanzende Faune“ von 1914, inspirierten die Choreografen Jörg Mannes und Martina La Raggione zu einem faszinierenden Miteinander.

Die Unsterbliche Geliebte
Über die mysteriöse “Unsterbliche Geliebte”, die Beethoven in seinem berühmten Brief erwähnt, ist viel spekuliert worden. In seiner Choreografie möchte Jörg Mannes sich mehr der Person annähern, die in Beethovens Werken, auch in diesem Klavierkonzert, immer präsent zu sein scheint. Eine Figur, der gegenüber Beethoven zwischen aufbrausender Hingabe und verzweifeltem Rückzug schwankt. Es fehlen ihm Mut und Entscheidung. So sind die Personen der vermuteten Dreiecksgeschichte zwischen Beethoven, seiner Geliebten und ihres adligen Ehemanns zwar präsent, versinken aber in den Strukturen der Musik, um erneut aufzutauchen, das imaginäre und reale Trauma zu verbinden. Wie die Musik durch den Komponisten in eine neue Form überführt wird, führt Mannes seine Protagonisten in ihre Metamorphose.

UnHeaven
In einem Zeitloch wird der Körper zum Erinnerungsträger ar chaischer Geheimnisse. Eine Brücke zwischen weißem und schwarzem Loch führt in ein anderes Universum. Der Körper kollabiert, bevor das Auge die Zeit hat, sie zu überqueren. In der Zeit gefangen, versucht «UnHeaven» dennoch unbedingt mit Lebenskraft und animalischen Instinkt die Existenz aufrecht zu erhalten.

Bilder einer Ausstellung
Musik: Modest Mussorgsky (in verschiedenen instrumentalen Fassungen)
Choreografie: Norbert Graf, Ayman Harper, Ivan Liška
Kostüme: Susanne Stehle

Stilrichtung: neoklassisch Dauer: 32 Minuten
Uraufführung: 13.04.2014

Mussorgskys viel gespielter Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“, komponiert 1874, wird oft als Musterbeispiel für den Genrebegriff der Programmmusik zitiert. Das Werk entstand auf Anregung eines Freundes, mit dem Mussorgsky eine Gedächtnisausstellung des ein Jahr zuvor verstorbenen russischen Künstlers Viktor Hartmann besucht hatte. Die einzelnen Sätze beschreiben Gemälde und Zeichnungen und werden in situationsangepaßten Varianten immer wieder von der „Promenade“ unterbrochen. Mussorgski selbst sprach davon, dass die Promenade ihn selbst darstelle, wie er zwischen den Ausstellungsstücken umherwandere, um sie zu betrachten. Der Reichtum der Tonmalereien regte schon früh zahlreiche Komponisten an, das Werk auch für Orchester und andere Instrumentalbesetzungen zu bearbeiten. So bildet Mussorgskys Komposition auch für diesen Ballettabend des Bayerischen Junior Ballett München den Ausgangspunkt für sehr unterschiedliche musikalische Bearbeitungen und Instrumentationen. Als »Kaleidoskop der Anverwandlungen« entstand diese Auseinandersetzung dreier Choreografen mit dem Schaffen von bildenden Künstlern des 20. Jahrhunderts, unter anderem Roy Lichtenstein, Joseph Beuys und Yves Klein. Bunt, ausdrucksstark und musikalisch wie tänzerisch sehr phantasievoll richtet sich der Abend sicher an eine breite Zielgruppe.

Pressestimmen

Wir staunen über die wunderbare Frische der Vergangenheit!
[Das Triadische Ballett] Deutschlandradio

Faszinierend [Das Triadische Ballett]
Phantastische Formen- und Farbenvielfalt
Die Münchner Juniorcompagnie brachte ihrerseits den Charme der Jugend, des Spielerischen und Verspielten ein, der genauso gut taugt, Schlemmers phantastische Bildschöpfungen zu beleben. (…) Ausverkaufte Vorstellungen in München und Berlin und demnächst auch an Schlemmers Uraufführungsort in Stuttgart belegen das große Bedürfnis nach solch geistig-formaler Besinnung in Zeiten des völlig befreiten Ausdrucks, so wie es schon Bohner in den nach-rebellischen 70ern empfand. Die Tänzer haben die Rekonstruktion zu einem magischen Ausflug gemacht.
Die Deutsche Bühne, Andreas Berger, 02.07.2014

Einzigartige Magie, die von diesem Gesamtkunstwerk aus Tanz, Mechanik, Kostüm, Licht und Musik [Das Triadische Ballett]
STUTTGART Roland Müller, Stuttgarter Zeitung, 03.06.2019

Eine umjubelte Neufassung [Das Triadische Ballett]
Fantasievoll-verspielt: Die Kostüme sind schon für sich ein Hingucker. (…)
Lebhafter Tanz mit schweren Kostümen
BERLIN Cosima Lutz, Berliner Morgenpost, 24.01.2019

Kostüme, die zum Faszinosum taugen
BERLIN Sandra Luzina, Der Tagesspiegel, 12.01.2019

Eines der spektakulärsten und experimentellsten Bühnenwerke des 20. Jahrhunderts [Das Triadische Ballett]
VILLINGEN-SCHWENNINGEN Hans-Jürgen Götz, Südkurier, 28.05.2019

Burlesk, heiter und verspielt [Triadisches Ballett]
Großartige Aufführung – Juniorballett fasziniert Publikum – Das Publikum zeigte sich begeistert mit verdientem Applaus.
VILLINGEN-SCHWENNINGEN Renate Zährl, Schwarzwälder Bote, 29.05.2019

Stilistische Vielfalt
HANNOVER Hannoversche Allgemeine, 23.02.2018

Die Tänzer*innen (…) tanzten durch und durch großartig. 
HONG KONG, seeingdance.com, 27.02.2017

„Das Triadische Ballett“ furios getanzt vom Bayrischen Stastsballett II
„Das Triadische Ballett, mit dem (…) die Junior Company der Bayern mal wieder Furore macht (…) Fantastisch, was für skurrile Figuren da auftanzen! (…)
BERLIN Gisela Sonnenburg, Ballett Journal (online) , 25.03.2015

Die Figuren gehören unstrittig zu den Meisterwerken der Moderne
Fantastische Dämonie der schwarzen Schlussserie
STUTTGART Katja Schneider, Stuttgarter Zeitung, 07.06.2014

Märchenhaft und futuristisch zugleich
Ein Spiel der Farben und der streng geometrischen Formen in freiem Raum war zu erleben.
Kokett und zärtlich, anmutig und kühl stilisiert interpretieren die Tänzer und Tänzerinnen der Junior-Company des Bayerischen Staatsballetts die abstrahierten, konstruktiv reduzierten Figuren Schlemmers. Sie geben ihnen Eigenleben und Charakter. (…) Dieses Ballett lebt von der Ausdruckskraft der phantasievollen Kostüme.
MÜNCHEN Sabine Spindler, Handelsblatt, 24.06.2014

Schlemmers „Triadisches Ballett“ – Dreiklang aus Kostümen, Tanz, Musik
Die Zuhörer (…) konnten ihren Spaß an den bunten Fantasie-Figuren haben. Die Zustimmung war ungetrübt.
MÜNCHEN Volker Boser, Abendzeitung, 05.06.2014

Mit imposanten, raumeinnehmenden Kostümen, mechanisch-anmutendem Tanzvokabular und dem abstrakten Charme der Bauhaus-Tänze lässt das Ensemble des Bayerischen Staatsballetts II [heute: Bayerisches Junior Ballett München] mit Bohners Werk Tanzgeschichte neu aufleben.
Theaterkompass, 30.05.2014

Das Bayerische Junior Ballett München überzeugt mit Spannung, Ausdruck und Qualität
Mit vier spannungsreichen Choreografien präsentierte das junge Ensemble Tanzkunst auf beeindruckendem Niveau. (…) Am Ende gibt es minutenlangen rhythmischen Beifall.
VILLINGEN-SCHWENNINGEN Gunter Faigle, Südkurier, 18.10.2019

Zuletzt aktualisiert: 20.05.2021