Schlagwort-Archiv: Landgraf

KULTUR JOKER Freiburg: Interview
mit Birgit und Joachim Landgraf

In der Kultur- und Veranstaltungszeitung Kultur Joker Ausgabe Dezember/Januar 2019/2020 ist ein Artikel über Birgit und Joachim Landgraf erschienen, die seit 45 Jahren den Tourneetheater-Betrieb leiten. Der Artikel und das Onlinemagazin zum Blättern ist hier zu finden.

Kultur Joker

[Quelle: kulturjoker.de] Aktualisiert am

Die Deutsche Bühne:
GOTT und EXTRAWURST wichtigste neue Stücke der kommenden Spielzeit

„Gott“ und „Extrawurst“ gehören zu den wichtigsten neuen Stücken der kommenden Spielzeit! Die renommierte Theaterzeitschrift Die Deutsche Bühne führt die Schauspielstücke „Gott“ und „Extrawurst“ (beide 2020 / 2021 im Programm der Konzertdirektion) in ihrer Saisonvorschau als beachtenswerte, »zahlenmäßig sehr starke „Neueinsteiger“«:

»Ferdinand von Schirach hat sein zweites Stück geschrieben, mit dem nicht unbescheidenen Titel „Gott“. Diesmal tagt unter Einbeziehung des Publikums kein Gericht, sondern der Deutsche Ethikrat, der am Beispiel eines älteren gesunden Mannes die Frage um die Rechtmäßigkeit von Sterbehilfe und damit nach dem Recht auf einen selbstbestimmten Tod berät. (…)

Ein noch erfolgreicherer Start steht der „Extrawurst“ bevor, einem ehrgeizigen Boulevardstück. Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob sind erfahrene TV-Comedy-Autoren (aus dem Umkreis von Bastian Pastewka, Anke Engelke und Christoph Maria Herbst). (…) Thematisch ist „Extrawurst“ ein Stück der Stunde.«

Den kompletten Artikel aus Die Deutsche Bühne (09/2019) finden Sie hier. 

Aktualisiert am

Liselotte Pulver zum 90.
Wir verbeugen uns und gratulieren!

Wir gratulieren Lilo Pulver aufs Herzlichste zum 90. Geburtstag und erinnern uns gerne an die Erfolgstourneen: „Der Widerspenstigen Zähmung“ von Shakespeare mit Liselotte Pulver als Katharina und Bianca sowie mit Helmut Schmid, Regie Imo Moszkowicz. Außerdem: “Monsieur Chasse oder Wie man Hasen jagt“ von Georges Feydeau mit Lilo Pulver und Helmut Schmid, Regie Wolfgang Spier. Oder: “Lauf doch nicht immer weg“ von Philip King, Regie Helmut Schmid. Wir verbeugen uns dankbar! Das Erste (ARD) hat aktuell eine Hommage gesendet:

LILOS LACHEN – Liselotte Pulver war „das Filmgesicht“ der Wirtschaftswunderjahre. „Ihre unbekümmerte Fröhlichkeit passte perfekt in die Zeit des Aufbruchs – und des Verdrängens. Für die Doku zu ihrem 90. Geburtstag gab Lilo Pulver ein Exklusivinterview“ – das Video ist möglicherweise zeitlich nur begrenzt verfügbar: 
Das Erste: LILOS LACHEN (externer Link)

Und hier die Tourneen der Konzertdirektion Landgraf mit Liselotte Pulver 

EURO-STUDIO 1969/70
DIE ZÄHMUNG DER WIDERSPENSTIGEN von William Shakespeare
Inszenierung: Helmut Schmid
Bühnenbild: Ambrosius Humm
Kostüme: Elisabeth Urbancic
Mit Liselotte Pulver, Hans Albert Martens, Gusl Datz, Hannes Gromball, Helmut Schmid, Kurt-Julius Schwarz, Norbert Hansing, Milia Fögen, Manfred Schmid, u.a.

EURO-STUDIO – 1972/73
MONSIEUR CHASSE oder WIE MAN HASEN JAGT von Georges Feydeau
Inszenierung: Imo Moszkowicz
Ausstattung: Hanna Jordan
Mit Liselotte Pulver, Helmut Schmid, Alexis v. Hagemeister, Joseph Saxinger, Hannes Schmidt, Wolfram Guenther, Milia Fögen, u.a.

EURO-STUDIO – 1979/80
DIE DAME VOM MAIM von Georges Feydeau
Inszenierung: Wolfgang Spier
Mit Liselotte Pulver, Helmut Schmid, Milia Fögen, Günther Jerschke, Alexis v. Hagemeister,
C. Toberentz, Ingar Werdenigg, u.a.

EURO-STUDIO – 1983/841985/861986/87
LAUF DOCH NICHT IMMER WEG von Philip King
Inszenierung: Helmut Schmid
Bühnenbild: Gert B. Venzky
Kostüme: Monika Ludwig
Mit Liselotte Pulver, Helmut Schmid, Gerhard Zemann, Milia Fögen / Helga Kruck, Susanne Kaufmann, Raymond Joob / Günter Eisel,, Rüdiger Weigang / Dieter Stolz, Harald Wieczorek / Jons Dengler, Karl Spanner

Datum des Original-Beitrags: 12.10.2019
Aktualisiert am

Wir trauern
um Werner Schneyder

Wir trauern um Werner Schneyder – Der österreichische Kabarettist, Autor, Schauspieler, Boxkampfrichter und Sport-Kommentator starb im Alter von 82 Jahren. Der umtriebige Künstler und selbsternannte »Universaldilettant« war nicht nur für seine beißenden politischen Kommentare, sondern auch als kongenialer Bühnen- und TV-Partner von Dieter Hildebrandt bekannt. Für die Konzertdirektion Landgraf ging er mit drei erfolgreichen Produktionen auf Tournee:

  1. „Sonny Boys“ von Neil Simon, mit Dieter Hildebrandt u. a.
    (Produktion: Münchner Kammerspiele in Zusammenarbeit mit Pro Arte München und Konzertdirektion Landgraf)
  2. „Verzeihen Sie, ist das hier schon die Endstation?“ von und mit Erika Pluhar
  3. „Galanacht“ von und mit Werner Schneyder, Ilja Richter u. a.

Die Zusammenarbeit mit Werner Schneyder war etwas ganz Besonderes, wir werden ihn vermissen.

SONNY BOYS: Hildebrand - Schneider (c) Oda Sternberg

Erinnerungen von Joachim Landgraf
Werner Schneyder war schon ein Begriff in meinen Anfangsjahren beim Wandertheater. Wenn man in Tournee-Städten war, war die Münchner Lach- und Schießgesellschaft immer schon da oder war auf Plakaten angekündigt. Konnte eine Tourneetheater-Produktion ein Gastspiel durchführen, dann war die Münchner Lach-und Schießgesellschaft mit zwei Vorstellungen da oder gab es mal zwei Tourneetheater-Gastspiele in einer Stadt, hatte die Münchner Lach- und Schießgesellschaft die dreifache Zahl.

Nach Jahrzehnten kam es dann über eine Initiative von Werner Schneyder zu „Sonny Boys“. Als ich nach München fuhr und mir in den Münchner Kammerspielen die Vorstellung ansah, war ich voller Überraschung, als auf einmal im Text Werner Schneyder sagte, »wir gehen mit Duna auf Tournee« und Dieter Hildebrandt entgegnete »nein, nein, mit Landgraf«. Ich dachte, es wäre ein Extempore, aber nein, „Sonny Boys“ wurde über 50 Mal in München gespielt und über 80 Mal auf Tournee. Als der Intendant der Kammerspiele, Dieter Dorn, zum Nationaltheater wechselte, nahm er die Produktion mit und spielte sie im Cuvilliés-Theater.

Bei meinem Gespräch bei dem Treffen nach der Vorstellung, dem ich nicht unnervös entgegenfieberte, da ich es als Problem betrachtete, den beiden nochmals die Tournee schmackhaft zu machen. Aber nein, da saßen mir zwei Legenden gegenüber, die so viel Tournee-Erfahrung hatten, was mir bis dahin noch nie begegnet ist, und die zu meinem großen Erstaunen die Namen der Tournee-Unternehmen in dieser Zeit kannten.

Die „Sonny-Boys“-Produktion war wohl eine der letzten Produktionen, mit der wir sehr viele Gastspiele in Stadttheatern, Staatstheatern und in Großstädten hatten. Unsere Tournee führte auch für mehrere Tage in die neuen Bundesländer, u. a. ins Staatsschauspiel Dresden und in die MuKo Leipzig; sie wurde dann in Berlin im Theater am Kurfürstendamm aufgezeichnet.

In Schaffhausen öffnete sich der Vorhang zu „Sonny Boys“, Werner Schneyder lag auf dem Sofa und las aus der Zeitung Blick: »heute ist die Schweiz der EU beigetreten…«. Die täglichen Einwürfe waren ein Bonmot für sich und immer ein sicherer Szenenapplaus zum Auftakt des Stücks. Während der Tournee wurde die Idee geboren, dass Werner Schneyder ein eigenes Stück schreibt – „GALANACHT“, das später in der Komödie am Kurfürstendamm zur Uraufführung kam und dann mit dem EURO-STUDIO Landgraf auf Tournee ging.

Die Begegnung mit beiden Legenden hat eine feste Erinnerung und die Gastspiele, die wir durchführten, werden wie viele andere Auftritte von Werner Schneyder in lebendiger Erinnerung bleiben. Gerne hätte ich die Tournee „Sonny Boys“ in der Bearbeitung von Werner Schneyder wiederholt, doch er wollte etwas Neues starten.

Joachim Landgraf

GALANACHT: Schneider - Richter u. a. (c) Jirka Jansch

Werner Schneyders Liebe zum Theater hat er in seinem Buch „Meiningen oder Die Liebe zum Theater“ am zartesten und menschlichsten zum Ausdruck gebracht. Werner war scharfzüngig als Beobachter der Welt und privat liebenswert barock.
Servus Werner! Hier wie später oben
immer Dein Ilja. 

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