Luc Feit

Der gebürtige Luxemburger, der die Auszeichnung European Shooting Star Berlinale 2002 erhielt, hat auf der Bühne und im Film internationale Erfahrung. Das Schauspielstudium absolvierte er an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Engagements führten ihn u. a. an das Staatstheater Saarbrücken, an Häuser in Luxemburg, in Paris und Berlin. Seit Beginn der 1990er Jahre hat Luc Feit im internationalen wie im deutschen Film- und Fernsehgeschäft Fuß gefasst. Das lag zum einen an Filmen wie „Erkan und Stefan“ oder „Was nützt die Liebe in Gedanken“, zum anderen aber auch an seiner großen Serien-Präsenz. In „Edel & Stark“ hatte seine als Ekel konzipierte Figur des Frank Vanderheiden eine große Resonanz beim Publikum; meist markante Typen spielte er in „Tatort“, „Der Kriminalist“, „Wolffs Revier“ oder „Rosa Roth“. Seine Liebe zu Comedy zeigte er z. B. als Gast bei „Pastewka“, „Danni Lowinski“ und in einer Hauptrolle bei der WDR-Serie „Meuchelbeck“. An der Seite von Tatort-Kommissarin Ulrike Folkerts war er im Fernsehfilm „Ich bin eine Insel“ in einer Hauptrolle zu sehen. Zudem spielte er in bislang drei Staffeln der hochkarätig besetzten, von ARD und Sky koproduzierten Erfolgsserie „Babylon Berlin“ (Regie Tom Tykwer und Achim von Borries). 2019 ist er auf Sky außerdem in der Endzeit-Miniserie „8 Tage“ zu sehen. Zu seinen wichtigsten Arbeiten für das Kino zählen u. a. Stephan Ricks Film „Die dunkle Seite des Mondes“ nach dem gleichnamigen Roman von Martin Suter, Lola Randls „Die Erfindung der Liebe“ und George Clooneys „The Monuments Men“. 2016 drehte er u. a. mit dem OSCAR-prämierten Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck („Das Leben der Anderen“) den Kinofilm „Werk ohne Autor“, der 2017 in die Kinos kam und für den OSCAR als bester fremdsprachiger Film nominiert war. In einigen Kurzfilmen hat Luc Feit auch selbst Regie geführt.

„Die Grönholm-Methode“ von Jordi Galceran war Luc Feits erste Arbeit für das EURO-STUDIO Landgraf. Die Produktion erhielt 2008 den 2. INTHEGA-Preis (Schauspiel). Anschließend war Feit in der Uraufführung von „Das Leben der Anderen“, eine Koproduktion des Kapuzinertheaters Luxemburg und des EURO-STUDIOs Landgraf, auf Tournee zu sehen. Das Textbuch, eine zum Teil die Handlung weiterführende Theateradaption des Oscar-prämierten Films von Florian Henckel von Donnersmarck, schrieb der bekannte deutsche Schriftsteller Albert Ostermaier. Sowohl „Die Grönholm-Methode“, „Das Leben der anderen“ als auch der Andersen-Abend „Wär ich doch früher jung gewesen“, den Feit ebenfalls auf Gastspielreise zeigte, wurden von Johannes Zametzer inszeniert. Für die Konzertdirektion Landgraf ging Feit außerdem 2015 auf Tournee mit der fulminanten „Rose Bernd“-Inszenierung Frank Hoffmanns, eine Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen, des Théâtre National du Luxembourg und des Saarländischen Staatstheaters Saarbrücken. Seit 2016 war er bereits auf mehreren höchst erfolgreichen Tourneen an der Seite von Leonard Lansink und Heinrich Schafmeister in Yasmina Rezas „»Kunst«“ zu sehen. In der Spielzeit 2017/18 war er außerdem mit George Taboris schwarzer Komödie „Requiem für einen Spion“ an der Seite von Steve Karier und Josiane Peiffer (Regie: Johannes Zametzer), einer Produktion von Les Théâtres de la Ville de Luxembourg, für die Konzertdirektion Landgraf auf Gastspielreise.

Aktuelle Produktion: „SCHTONK!“, „»KUNST«“
☑ Diese Seite speichern oder drucken