Klaus Mikoleit

Nach den mit jeweils über 200 Vorstellungen sehr erfolgreichen EURO-STUDIO Landgraf-Produktionen „Der Zauberberg“ und „Buddenbrooks“ (2. INTHEGA-Preis 2009), in denen er als Hofrat Behrens bzw. Konsul Johann Buddenbrook glänzte sowie seiner Tournee mit Lionel Goldsteins Zwei-Personen-Stück „Halpern & Johnson“ (2014/15) freuen wir uns, dass Klaus Mikoleit in der Spielzeit 2020/2021 erneut mit der Konzertdirektion Landgraf auf Gastspielreise geht – diesmal mit dem neuen Stück von Ferdinand von Schirach.

Der gebürtige Berliner blickt auf eine über 50-jährige Bühnenkarriere zurück. Seine Schauspielausbildung absolvierte er an der renommierten Max-Reinhardt-Schule in Berlin. Festengagements führten ihn u. a. ans Badische Staatstheater Karlsruhe (1965-1968), Nationaltheater Mannheim (1968-1969), Schauspielhaus Bochum (1969-1976), Thalia Theater Hamburg (1976-1980) und an die Staatlichen Schauspielbühnen Berlin (1980-1986). Dort arbeitete er u. a. mit so namhaften Regisseuren wie Peter Zadek, Hans Neuenfels, Boy Gobert, Boleslaw Barlog und Michael Verhoeven. Anfang der 1980er Jahre wurde er mit „Die Geschwister Oppermann“ (1981, Regie: Egon Monk) und „Die flambierte Frau“ (1982, Regie: Robert van Ackeren) auch für Film und Fernsehen entdeckt und drehte seitdem kontinuierlich für dieses Medium, mit gelegentlichen Abstechern zum Theater – wie 1986 am Düsseldorfer Schauspielhaus, 1991 und 2004 an den Hamburger Kammerspielen sowie 1992 am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Im deutschen Fernsehen wirkte der vielbeschäftigte Schauspieler in über 200 TV-Filmen und Kinoproduktionen mit. Hinzu kamen durchgehende Rollen in Serien wie „Die Losbergs“ (52 Folgen), „Büro, Büro“ (52 Folgen), „Adelheid und ihre Mörder“ (12 Folgen) und sechs Jahre als Chefarzt Prof. Günther in „Für alle Fälle Stefanie“. Außerdem war er Gast in mehreren „Tatort“-Filmen und Serien wie „Heim für Tiere“, „Die Wicherts von Nebenan“, „Liebling Kreuzberg“, „Freunde fürs Leben“ und „Notruf Hafenkante“. Erfolg hatte er auch in den französischen Fernseh-Mehrteilern „Les allumettes suédoises“ (1996, Regie: Jacques Ertaud) und „Entre terre et mer“ (1997, Regie: Hervé Baslé). Unter der Regie von Hagen Müller-Stahl wirkte er 1987 in dem Mehrteiler „Morgen in Shanghai“ mit, der ersten deutschen Fernsehproduktion, die in China gedreht wurde. 2013-2016 stand er als Dr. Udo Ebinger für die ARD-Erfolgs-Telenovela „Rote Rosen“ vor der Kamera. Zum Themenabend „70 Jahre Grundgesetz“ strahlte die ARD im Mai 2019 den Fernsehfilm „Sternstunden ihres Lebens“ (D 2014) mit Iris Berben u. a. aus, in dem Klaus Mikoleit den ersten Bundespräsidenten der BRD Theodor Heuss spielte.

Da der vielseitige Schauspieler auch ein Faible für das komische Fach hat, trat er gerne in der Komödie am Kurfürstendamm auf und war u. a. als Kommissar Harry Baxter mit „Keine Leiche ohne Lily“ an der Seite von Anita Kupsch auf Tournee.

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