Ernst Wilhelm Lenik

Der begnadete Schauspieler lernte sein Handwerk an der renommierten Otto Falckenberg Schule in München. Aus jeder Rolle, die er spielt, macht Ernst Wilhelm Lenik etwas Besonderes. Das bewies er bereits früh in seinen ersten Engagements an verschiedenen Bühnen in München, Berlin, Zürich und Stuttgart.

In Aachen, wo er bis zu seinem Wechsel nach Stuttgart engagiert war, spielte Ernst Wilhelm Lenik unter anderem Titelrollen in Lessings „Nathan der Weise“, in Zuckmayers deutschem Märchen „Der Hauptmann von Köpenick“ oder in Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“. Außerdem war er dort in vielen weiteren Produktionen wie „Don Carlos“, „Im weißen Rössl“, „Hexenjagd“, „Sofies Welt“ und „Der nackte Wahnsinn“ zu sehen.

Während seines Engagements am Alten Schauspielhaus Stuttgart überzeugte Ernst Wilhelm Lenik in zahlreichen Stücken. So spielte er beispielsweise in Hübner/Nemitz‘ „Blütenträume“, in Terry Johnsons „Reine Hysterie“ den Sigmund Freud sowie in der Uraufführung von Joshua Sobols „Blutgeld – Adenauers Weg“. Zudem stand er rund 760 Mal im Udo Jürgens Musical „Ich war noch niemals in New York“ in Stuttgart, Berlin und München auf der Bühne. Neben seiner Schauspielerei ist Ernst Wilhelm Lenik auch als Synchronsprecher für Kinofilme und CD-Produktionen im Einsatz und lieh beispielsweise Rex im Animationsfilm „Toy Story“ seine Stimme.

Für das Tournee-Publikum ist Ernst Wilhelm Lenik kein Unbekannter. Mit Manfred Langners Inszenierung von Joshua Sobols Schauspiel „Ghetto“ war er 2000 in der wichtigen Rolle des Bibliothekars Kruk bei der Konzertdirektion Landgraf zu sehen. Diese Produktion wurde 2000 mit dem 2. INTHEGA-Preis ausgezeichnet. In der vielumjubelten Tragikomödie „Vater“ von Florian Zeller spielte er in Stuttgart und auf Tournee beklemmend eindringlich die Titelrolle des achtzigjährigen, an Alzheimer erkrankten André. Diese ungewöhnliche Inszenierung mit dem überragenden Spiel von Ernst Wilhelm Lenik erhielt 2017 den 2. INTHEGA-Preis. Nun übernimmt der Verwandlungskünstler die Hauptrolle von Ferdinand von Schirachs neuem Theaterstück „Gott“.

☑ Diese Seite speichern oder drucken