Within

Aditi Mangaldas Dance Company – The Drishtikon Dance Foundation
WITHIN
Contemporary Dance auf der Basis von Kathak + klassischer Kathak
Konzeption: Aditi Mangaldas

ca. 10.03.2019 – 25.03.2019

Mit der Aditi Mangaldas Dance Company:
Aditi Mangaldas und ca. 7 Tänzerinnen und Tänzer
4 Musiker auf der Bühne
aufwendiges Licht-Equipment

1. Teil „Knotted“: Contemporary Dance auf der Basis von Kathak
2. Teil „Unwrapped”: Kathak

Künstlerische Leitung und Choreografie ADITI MANGALDAS
Konzeptionelle und szenische Beratung MORAG DEYES
Beratung/Dramaturgie FAROOQ CHAUDHRY
Bühnenbild MANISH KANSARA
Lichtdesign FABIANA PICCIOLI
u. a. Preisträgerin des Knights of Illumination Awards 2013 in der Kategorie Bestes Tanztheater-Lichtdesign
Kostümbild „Knotted“ KIMIE NAKANO
Kostümbild „Unwrapped“ ADITI MANGALDAS
Dramaturgie VANI SUBRAMANIAN
Recherche RAGINI PASRICHA, ADITI MANGALDAS

Aditi Mangaldas
Die indische Tänzerin und Choreografin Aditi Mangaldas fusioniert in ihren atemberaubenden Choreografien Formen des klassischen indischen Kathak-Tanzes mit zeitgenössischen Ansätzen und entwickelt daraus eine außergewöhnliche moderne Tanzsprache. Mit diesem Zeiten und Kulturen übergreifenden Ansatz sorgen Aditi Mangaldas und ihre Company als eines der wichtigsten Aushängeschilder des indischen Tanzes auf Gastspielreisen u. a. in: Mumbai, Singapur, Perth (Perth International Arts Festival 2016, Australien), Sibiu Sibiu International Arts Festival 2016, Rumänien), Tiflis (Tbilisi International Festival of Theatre 2016, Georgien) und London auch international für Furore.

Aditi Mangaldas: „Unwrapped“ wurde inspiriert von einem Zitat des indischen Philosophen Jiddu Krishnamurti (1895-1986): »Um dich selbst zu verstehen, musst du einen Spiegel erschaffen, der exakt das wiedergibt, was du bist… Nur im Verstehen dessen, was ist, liegt die Freiheit von dem, was ist.«

Was Sie erwartet
„Within“ zeigt unsere Gefühle gleichzeitig ‚verknotet’ (‚knotted’) und ‚freigelegt’ bzw. ‚unverhüllt’.
Aditi Mangaldas: »Als ich anfing, das Konzept zu entwickeln, las ich wieder einmal unsere Mythen und sprachgewaltigen Epen – aber diesmal im Licht der sozialen Umwälzungen unserer Zeit. Der grausame Nirbhaya-Fall¹ versetzte mich innerlich in großen Aufruhr und löste eine Wut aus, der ich mich stellen musste. Es war an der Zeit, den ständigen Ansturm von Gewalt und die uns umgebenden gesellschaftlichen und politischen Kämpfe zu thematisieren.

Durch die Metapher des Spiegels im zweiten Teil erkennt man die Richtigkeit des Zitats von Krishnamurti. Die verhüllten Gesichter spiegeln unsere Unfähigkeit wider, die Brutalität in uns selbst zu erkennen. Mit der Enthüllung der Gesichter, dem Erkennen der Schönheit des Lebens, wird uns auch die innere Menschlichkeit bewusst. Das Werk endet mit einem Freudenfest für das Leben; denn wenn das eigene Innere (WITHIN) voll von Menschlichkeit ist, strahlt das auch nach Außen.«

¹ Am 16. Dezember 2012 wurde eine 23-jährigen indische Auszubildende in Delhi von sechs Männern vergewaltigt und gefoltert; den durch die Misshandlungen entstandenen schweren inneren Verletzungen erlag sie am 29. Dezember 2012. Diese brutale Gruppenvergewaltigung löste mehrtägige Proteste in vielen Städten Indiens und ein weltweites Medienecho aus. Da in den indischen Medien der tatsächliche Name von Vergewaltigungsopfern nicht genannt werden darf, taufte man die junge Frau Nirbhaya, was soviel wie ‚furchtlos’ bzw. ‚die Furchtlose’ bedeutet.

„Within“ OFFICIAL TRAILER
Aditi Mangaldas Dance Company – The Drishtikon Dance Foundation

Pressestimmen

„Within” beginnt im Dunkeln und bewegt sich dann in zwei miteinander verbundenen, aber sehr verschiedenen Teilen ins Licht, eine sehr bewegende Kombination. (…) Gewandtheit und Individualität der Mangaldas-Tänzerinnen und -Tänzer werden in formalen Gruppenchoreografien gezeigt. (…) Unangefochtenes Highlight ist das blitzschnell getanzte, glänzende Solo der Choreografin (…).
Deborah Jones, deborahjones.me, 22.02.2016

Selbst wenn die Gesichter der Tänzerinnen und Tänzer verhüllt sind, strahlt dieses Werk. Wenn sie in offenbarer Ekstase rotieren oder einen von komplexen Gesten begleiteten Rhythmus skandieren, scheinen die Tänzerinnen und Tänzer beseelt.
Nina Levy, The Weekend West, 13./14.02.2016

Indischer Tanz, der erzählerische Klugheit mit atemberaubender Virtuosität verbindet. (…) Aditi Mangaldas Kunstfertigkeit und selbstsicheres Auftreten, ihr dramatisches Talent und ihr technisches Können sind wirklich erstaunlich. Wenn Tanz den Zuschauer so mühelos fesselt, ist das für sich allein genommen schon eine Freude; wenn dann aber noch der wache Verstand der Choreografin hinzukommt, wird das Ganze lebensverändernd.
Maxim Boon, Limelight Magazine, 12.02.2016

Der Tanz der Seele, die Seele des Tanzes
Wenn man eine Perle finden will, muss man tief in die Tiefen des Ozeans eintauchen. Aditi Mangaldas muss viele Perlen aufgespürt haben, denn sie ist tief in den Ozean der Gefühle vorgedrungen. Die Tänzerinnen und Tänzer verkörperten Gedanken und Emotionen, die sich in unsere geistige Landschaft drängten. Der Nritya-Teil [der erzählerische, darstellende Teil einer Kathak-Aufführung] war ausdrucksstark, Aditis Chakkars [die Kathak-typischen schnellen Drehungen; Erg. d. Red.] waren von beeindruckender Energie und Geschwindigkeit. Die ganze Company zeigte atemberaubende Abhinaya- [gestische Umsetzung und Interpretation] und Nritya-Passagen. Geschwindigkeit, Energie und Fußarbeit waren makellos.
Shveta Arora, Kala Upasana, www.Narthaki.com, 08.10.2013

Es war ein wirklich komplexes Thema für eine Tanzperformance, aber Aditi und ihre Tänzerinnen und Tänzer haben die Aufgabe auf faszinierende Art und Weise gemeistert. Alles war vollendet, und das Publikum wurde verzaubert.
Shveta Arora, Kala Upasana, www.Narthaki.com, 08.10.2013

Die Choreografie „Within” hatte zwei Teile (…), die vollständige Gegensätze bildeten. Während der erste Teil die Hoffnungslosigkeit des Lebens darstellte, (…) relativierte der zweite Teil diese Aussage (…), indem er die Stimmung durch eine positivere Sichtweise hob (…), die eine (…) innere Gelassenheit spüren ließ. Die Reaktionen des Publikums spiegelten dieses Auf und Ab wider. Pirouetten in Höchstgeschwindigkeit, abgehackte Bewegungen, eine Collage aus kraftlos auf einen Haufen geworfenen Körpern, eine durch abstrakte Sprache Unglück vermittelnde Bilderwelt in einem verblüffend stimmungsvollen Bühnenbild und Licht. „Unwrapped“ war in Bezug auf Tanzsprache und Ausführung hervorragend – mit klassischen Nritya-Passagen [der erzählerische, darstellende Teil einer Kathak-Aufführung; Erg. d. Red.] durchsetzt mit interpretativem Tanz zu Dichtung und Musik. Eine hochprofessionelle Performance der Tänzer.
Leela Venkataraman, The Hindu, September 27th, 2013, Delhi

Die brillante Beleuchtung (der Preisgekrönten Lichtdesignerin Fabiana Piccioli), die zerklüftete Oberflächen und andere Lichteffekte auf dem Hintergrundprospekt entstehen ließ, war von seltener Güte.
Leela Venkataraman, The Hindu, September 27th, 2013, Delhi