Heisenberg


Ernst Deutsch Theater, Hamburg
EURO-STUDIO Landgraf
Heisenberg
Ein Stück in sechs Szenen
von Simon Stephens

ca. 02.11.2019 – 16.11.2019
ca. 01.12.2019 – 15.12.2019

Regie: Gerd Heinz
Ausstattung: Lilot Hegi

Mit Charles Brauer , Anna Stieblich
2 Mitwirkende
*Die Vertragsverhandlungen sind noch nicht abgeschlossen.

Uraufführung: 03.06.2015, Manhattan Theatre Club, New York City
Broadwaypremiere: 13.10.2016, Samuel Friedman Theatre
Deutschsprachige Erstaufführung: 21.10.2016, Düsseldorfer Schauspielhaus

Autor Simon Stephens:
»Ich habe noch nie ein Stück über zwei Figuren geschrieben, denen es zusammen besser geht als es jedem für sich allein ging.«

Aufführungen der romantischen Komödie liefen bzw. laufen z. B. in Kassel, Halle, Berlin, Bielefeld, Würzburg, Stuttgart, Hamburg

Ein herrlich unromantisches Paar
Alex und Georgie sind ein typisches unmögliches Komödiengegensatzpaar:
er alt, misstrauisch, verbittert, in Routinen erstarrt, sie unberechenbar, ausfallend, irrlichternd. Der Dialog der beiden hat Züge eines Poker-Spiels: Jeder Satz ist ein Einsatz ums Ganze. In jeder Sekunde kann alles enden. Indem sie ihn aus dem Gleichgewicht bringt, holt sie ihn zu sich.
Peter Kümmel, ZEIT online, 29.11.2016 (DIE ZEIT Nr. 45/2016).

Zum Inhalt
Der Physiker Heisenberg kommt nicht vor in dem Stück, das wie Ben Brentley in der New York Times am 13.10.2016 schreibt, den Zuschauer noch »beschäftigt, nachdem es schon längst zu Ende ist«, und es geht auch nicht um Quantenphysik. Simon Stephens, einer der – auch an deutschsprachigen Theatern – meistgespielten britischen Gegenwartsautoren, ist ein Meister, wenn es darum geht, einem Stück Rhythmus und Tempo zu geben. Bei der Kritikerumfrage von Theater heute 2006, 2007, 2008, 2011 und 2012 wurde er zum wichtigsten ausländischen Dramatiker gewählt. 2008 wurde sein Drama „Wastwater“ zusätzlich als ausländisches Stück des Jahres ausgezeichnet.

Unterschiedlicher kann es nicht sein, das Paar, dessen ungewöhnliche (Liebes-) Geschichte auf einem Londoner Bahnhof beginnt, als ein Mann scheinbar zufällig auf den Nacken geküsst wird. Und plötzlich »steht die Bühne unter Strom« (B. Brentley). Sie, GEORGIE (Anfang 40, quirlig, impulsiv, gesprächig, kontaktfreudig und trotzdem einsam) beginnt, das pedantisch geordnete Leben von ihm, ALEX (Mitte 70, schüchtern, verschlossen und seit seiner einzigen großen Jugendliebe, die einen anderen heiratete, alleinlebend) durcheinander zu wirbeln. Während er mehr oder weniger befremdet und genervt auf die vielen Geschichten reagiert, die sie ungefragt über sich erzählt, ist er gleichzeitig gegen seinen Willen beunruhigt und fasziniert von der unbändigen Energie der charmanten Nervensäge. Dabei weiß er – ebenso wenig wie das Publikum –, welche der immer wieder anders erzählten Details aus ihrem Leben Realität sind, mit welchen sie ihn nur provozieren will und welche nur ihrer Phantasie entspringen. Ist ihr Mann in den Flitterwochen mit ihr nach Thailand geflogen oder war sie nie verheiratet, ist er abgehauen und lebt jede Menge »Marihuana rauchend in Amsterdam« oder ist er verstorben?

»Stephens mag Überraschungen, und „Heisenberg“ ist voll davon«, schreibt Alexis Soloski in The Guardian am 04.06.2015. Und so merkt Alex irgendwann, dass die Begegnung offenbar doch kein Zufall war, denn – wie Stephens in einem Interview äußerte – ist in London »die Chance minimal, je mit einem der zehn Millionen [Einwohner] ins Gespräch zu kommen.

Georgie verfolgt also einen Plan: »Ich habe kein Geld. Du schon.« Hat sie sich nur verplappert oder ist sie wirklich eine Killerin, die es auf sein Geld abgesehen hat? Denn sie braucht Geld. Genauer gesagt: Sie braucht viel Geld. Exakt 15.000 Pfund. Ein Vertrauensbruch. Trotzdem gibt ihr Alex das Geld mit der – das zärtliche Verständnis des Autors für seine Figuren zeigenden – verblüffenden Begründung: er hat Angst, »sich in sie zu verlieben«, und er »will nicht, dass das passiert«. Zwei Monate später klingt das Stück mit einem zauberhaft poetischen Happy End aus, dem man sich nicht entziehen kann und nicht entziehen will. In wunderbarer Unbesorgtheit lässt der von Georgie »psychopathisches Gewohnheitsmonster« genannte Alex sich zum ersten Mal in seinem Leben auf ein Abenteuer ein und fährt mit ihr nach New Jersey, um dort ihren Sohn zu suchen, der nicht von ungefähr Jason (griech; deutsch = der Heilende) heißt. Und so sind in diesem wunderbaren modernen Märchen Alex und Georgie in einem Moment unerwarteten Glücks während eines ohne Musik getanzten Tangos nicht mehr nur durch ihre Einsamkeit verbunden.

„Heisenberg“, das erste Schauspiel, das Stephens im Auftrag eines Theaters geschrieben hat, unterscheidet sich durch die Konzentration auf die Ängste, Sehnsüchte und Träume seiner Figuren sowie das Gespür für deren Verletzlichkeit sehr von den bisher fast 30 anderen Stücken des vielseitigen Autors, in denen von Beginn an eine latente Bedrohung in der Luft liegt. Diese spürbare Aggression und Gewalt, die sich unter dem Alltäglichen versteckt, ist meist nicht mehr zu verhindern. Wie im Daily Telegraph 2002 über Stephens Stück „Port“ zu lesen war, zeigen diese atmosphärisch dichten, in nüchterner Sprache geschriebenen Stücke mit einer schwer zu ertragender Konsequenz die Welt, »wie Politiker sie ungern sehen«.
In „Heisenberg“, diesem wunderbar melancholischen, modernen Märchen, nähert sich Dramatiker Stephens seinen Personen mit Verständnis, Neugier, Nachtsicht und Zärtlichkeit. Und er findet mit Georgie und Alex zwei Figuren, die man im Theater schon lange nicht mehr gesehen hat. Sie verzaubern den Theaterbesucher nicht nur durch ihre Widerspenstigkeit, sondern auch durch ihre ganz eigene Weise, mit der sie um die Verwirklichung ihres Traums vom privaten Glück kämpfen.

"Heisenberg", Ernst Deutsch Theater, Regie: Gerd Heinz mit Charles Brauer Anna Stieblich © Christian Enger "Heisenberg", Ernst Deutsch Theater, Regie: Gerd Heinz mit Charles Brauer Anna Stieblich © Christian Enger "Heisenberg", Ernst Deutsch Theater, Regie: Gerd Heinz mit Charles Brauer Anna Stieblich © Christian Enger
"Heisenberg", Ernst Deutsch Theater, Regie: Gerd Heinz mit Charles Brauer Anna Stieblich © Christian Enger "Heisenberg", Ernst Deutsch Theater, Regie: Gerd Heinz mit Charles Brauer Anna Stieblich © Christian Enger "Heisenberg", Ernst Deutsch Theater, Regie: Gerd Heinz mit Charles Brauer Anna Stieblich © Christian Enger
"Heisenberg", Ernst Deutsch Theater, Regie: Gerd Heinz mit Charles Brauer Anna Stieblich © Christian Enger "Heisenberg", Ernst Deutsch Theater, Regie: Gerd Heinz mit Charles Brauer Anna Stieblich © Christian Enger "Heisenberg", Ernst Deutsch Theater, Regie: Gerd Heinz mit Charles Brauer Anna Stieblich © Christian Enger

Autor SIMON STEPHENS
Einer der erfolgreichsten englischsprachigen Gegenwartsdramatiker wollte eigentlich Liedtexter werden. Wohl auch aus diesem Grund gibt es – wie in „Heisenberg“ – viele Hinweise auf Jazz-, Pop-, Rock-, Gospel-, Country-, aber auch auf klassische Musik in seinen Stücken. In einem Interview sagte Stephens: »Mich inspirierten die Platten und Songtexte von Leuten wie Elvis Costello, Shane McGowan oder Tom Waits, und ich wollte so werden wie sie.«

Der am 6.2.1971 in South Manchester geborene, in Stockport aufgewachsene Autor, dessen Stück „Port“ (UA 2002) in dieser Industriestadt spielt, arbeitete nach seinem Hochschulabschluss (Geschichte) in York neben anderen Gelegenheitsjobs auch als DJ. Von 1993 bis 2005 war er Bassist der schottischen Art-Punkband The Country Teasers. Mit seinem 2010 beim Brighton Festival uraufgeführten Musical „Marine Parade“ setzte er seine Liebe zur Musik auf der Bühne um. Komponist und Songtexter war Mark Eitzel, der als Leadsänger und Bandleader mit seiner Rockband American Music Club Popgeschichte schrieb. Die Schattenseiten eines Rock’n’Roll-Megastars beschreibt Stephens in „Birdland“ (UA 2014 am Royal Court).

Seine Theaterbesucher-Leidenschaft begann in seinem ersten Studienjahr: »An der Universität (…) wollten damals die hübschesten Mädchen alle Schauspielerinnen werden. Und in einem kläglichen und letztlich erfolglosen Versuch, bei ihnen Eindruck zu machen, schaute ich mir die ganzen fürchterlichen Studententheater-Produktionen an, in denen diese Mädchen mitspielten. Vielleicht habe ich trotzdem keinen einzigen Kuss abgekriegt, aber ich habe erlebt, welche Kraft eine Geschichte entwickeln kann, die mit einfachsten Mitteln in einem Theater bei geschlossenen Türen erzählt wird. Ohne den blassesten Schimmer davon und ohne es studiert zu haben, schrieb ich mein erstes Stück. Es hieß „Good Racing Tonight“. Ich habe es mit dem Theaterclub der Uni auf die Bühne gebracht, und es veränderte mein Leben. Es war ein winziges Theater. Es war ein grauenhaftes Stück (…) mit zwei Personen und einer Live-Band, die Elvis Presley Coverversionen spielte. Die Band war das Beste daran. Ich spielte Gitarre (…) und der Sänger war ein Doppelgänger von Elvis Presley. Aber die Erfahrung, das Publikum so unmittelbar zu berühren, war überwältigend.«¹

Nachdem eines seiner ersten Stücke, „Bring Me Sunshine“, beim Edinburgh Fringe Festival uraufgeführt wurde, lief sein beklemmendes Schauspiel „Morning“ 2012 im Hauptprogramm des Edinburgh Festivals. »Mein erstes Stück, das professionell produziert wurde, war „Bluebird“. Es wurde 1998 beim Royal Court Young Writers Festival in London [ur]aufgeführt. Ich war 26 als ich es schrieb. Es war mein achtes Stück. (…) Dass „Bluebird“ am Royal Court Theatre gezeigt wurde, hat in vieler Hinsicht alles verändert. Plötzlich wollten mich Leute treffen, die meine Stücke vorher ignoriert hatten. Ich bekam eine Agentin. Und durch sie (…) einen Verlag in Deutschland [Rowohlt]. Ich bekam einen Stückauftrag, aus diesem Auftrag entstand [2004] „Christmas“. Und ich bekam das Angebot, Hausautor am Royal Court zu werden. Die Zeit als Hausautor wurde für mich zum Sprungbrett.«¹

In dieser Talentschmiede lernte Stephens nicht nur, komplexe Charaktere zu entwickeln, die in verschiedensten Beziehungskonstellationen Trauer, Gewalt und Verlust verarbeiten müssen, sondern auch die hohe Schule, Dialoge so zu schreiben, dass sie wie improvisiert wirken.
»Nachdem ich als Hausautor aufhörte, leitete ich als Tutor die Schreibwerkstatt für junge Autoren am Royal Court. Fünf Jahre [2001-2006] unterrichtete ich Schreiben und schrieb gleichzeitig selber. Und die Stücke, die in der Zeit entstanden – „Reiher“, „Port“ [Pearson-Award für das Beste neue Stück 2001/02], „One Minute“ [Tron Theatre Award als Bestes neues Stück 2003], „Country Music“, „ Am Strand der weiten Welt“ [Laurence Olivier Award als Bestes neues Stück 2006]. „Motortown“ und „Pornographie“ [Critics‘ Awards for Theatre in Schottland als Bestes neues Stück 2008/09] wurden sowohl in England wie auch im Ausland gespielt.«¹

Seine Theateradaption des internationalen Bestsellers von Mark Haddon über einen Autisten – „Supergute Tage oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone“ – wurde 2013 in Großbritannien mit dem Olivier Award als Bestes neues Stück, in den USA mit dem begehrtesten Theaterpreis, dem dem Film-OSCAR entsprechenden TONY ausgezeichnet. Der Krimi „Three Kingdoms“, der wie Stephens sagt, »moralische Gewissheiten hinterfragt und unterwandert« hatte 2011 nach der Uraufführung in Tallinn (in jenem Jahr Europäische Kulturhauptstadt) und dem Gastspiel an den Münchner Kammerspielen 2012 am Londoner Lyric Hammersmith Theatre Premiere. Seit dieser Produktion ist Stephens künstlerischer Mitarbeiter dieses Londoner Theaters. Das exemplarische europäische Theaterprojekt wurde von Sebastian Nübling mit estnischen, deutschen und englischen Schauspielern dreisprachig inszeniert. Außerdem gehört Simon Stephens zu den Hausautoren der Steep Theatre Company in Chicago. An diesem Theater, das für seinen von zeitgenössischen Stücken geprägten Spielplan bekannt ist, wurden Stephens‘ Familiendrama „Harper Regan“ (2010), „Pornographie“ (2011), „Motortown“ (2013) und „Wastwater“ (2016) noch vor der New Yorker Premiere gezeigt.

Neben Theaterstücken hat Simon Stephens auch Hörspiele geschrieben:
„Five Letters Home To Elizabeth“ (2001) und „Digging“ (2003) – beide für BBC Radio 4. Simons verfasste außerdem Drehbücher, u. a. die zweiteilige Serie „Dive“ für Granada BBC (2009), eine Kurzfilm-Adaption von „Pornographie“ für Chanal 4 (2009) und „Cargese“ für Sprout Pictures/Sky Arts (2013). Zwischen 2009 und 2014 war er Teil des künstlerischen Leitungsteams des britischen Tournee-Theaters Paines Plough. Er lebt mit seiner Frau, die er 1992 in Edinburgh kennen lernte und 2005 heiratete, zwei gemeinsamen Söhnen und einer Tochter in London.

¹ Simon Stephens: Wir schreiben, weil wir lesen. Deutsch von Stephanie Lubbe.
Es handelt sich bei diesem Text um einen Vortrag, den der britische Dramatiker anlässlich der Uraufführung seines Stückes „Pornographie“ an der Universität Hannover hielt. (http://www.kulturserverhamburg.de/home/schauspielhaus-hamburg/
downloads/dasschauspielhaus2.pdf)

Auszeichnungen für den Autor in Deutschland
Bei der jährlichen Kritikerumfrage in der Theaterzeitschrift Theater heute wurde Stephens 2006 (für „Am Strand der weiten Welt“), 2007 (für „Motortown“), 2008 (für „Pornographie“), 2011 (für „Wastwater“) und 2012 (für „Three Kingdoms“) zum besten ausländischen Dramatiker des Jahres gewählt.
Das Drama „Wastwater“ wurde zusätzlich auch zum Ausländischen Stück des Jahres ernannt.
Diese Auszeichnungen sind eine Bestätigung dafür, dass Stephens, der in seinen so zeitlosen wie zeitrelevanten Stücken oft bis zuletzt unvorhersehbare Schicksale beschreibt, auch im deutschsprachigen Raum viel gespielt wird.

Pressestimmen

Zur Hamburger Premiere am Ernst Deutsch Theater

Eine anheimelnd verrückte Liebesgeschichte.
Gelungene, vom Publikum begeistert aufgenommene Inszenierung (…) mit Anna Stieblich und Charles Brauer als Liebespaar auf den Prüfstand (…).
MN, Die Welt, 02.05.2018

Romantische Komödien mit Anspruch stehen hoch im Kurs. Nicht nur im Kino, sondern auch im Theater.
Neue Westfälische, 24.03.2018

Alex als ideale Rolle für Brauer, Georgie als schamloser Gegenpart.
Charles Brauer und Anna Stieblich nehmen die Zuschauer mit ins London von heute und nach Amerika, einem romantischen Roadmovie gleich.
Wie Brauer seine Gefühle für Georgie entdeckt, ist eine der feinen Volten des Stücks. (…)Das Stück zeigt in Zeiten der abnehmenden Gesprächs- und Streitkultur eine Chance für die Liebe auf.
Stefan Reckziegel, Hamburger Abendblatt, 27.04.2018

Großartiges Duo
Mit großem Beifall und einzelnen Bravos gefeiert: Charles Brauer und Anna Stieblich – zwei starke Schauspieler-Persönlichkeiten, denen man einfach mit Vergnügen zuschaut. Wunderbar gelingt es dem Darsteller-Duo in der einfühlsamen Inszenierung (Regie: Gerd Heinz) ihren Figuren ganz eigene Konturen zu verleihen.
Brigitte Scholz, Hamburger Morgenpost, 29.04.2018

In jeder Sekunde dieses raffinierten Komödienspiels droht die Situation zu kippen.
Jeder Satz enthüllt Unerwartetes, könnte zugleich auch der letzte sein.
Und wenn Alex und Georgie am Ende dann doch gemeinsam in New Jersey landen,
er verjüngt und wieder voller Lebenslust, sie ungewohnt ausgeglichen,
dann ist das am Ende vielleicht der Ausdruck jener Utopie,
bei der zwei völlig Verschiedene sich zu Momenten eines Wunders ergänzen.
Annette Stiekele, Hamburger Abendblatt, 06.10.2017

Zur Aufführung am Düsseldorfer Schauspielhaus

Simon Stephens erzählt im leichten Ton der Boulevard-Komödie die Geschichte zweier Menschen, die einander anziehen, aushalten, glücklich machen.
Die Figuren verhalten sich widersprüchlich, geben mal ihre Beweggründe, mal ihren Charakter nicht ganz preis. Ihre Reaktion auf das Leben, das ihnen Kränkungen zugefügt hat. Besser man geht in Deckung, versteckt sich – auch vor sich selbst.
Zwischen ihnen entwickelt sich zarte Spannung.
Dorothee Krings, Rheinische Post, 24.10.2016

Zur Produktion der Deutschsprachigen Erstaufführung am Düsseldorfer Schauspielhaus

Georgie ist ehrlich und gerissen, traurig und witzig, anstrengend und bezaubernd, alles zugleich. Alex genervt und doch magisch angezogen. Wie er allmählich auftaut, das ist berührend und komisch.
Anna Brockmann, Neue Rhein Zeitung, 24.10.2016

Eine anregende Mischung aus Komik und nachdenklichem Ernst.
Fazit: intelligentes Boulevard mit Tiefgang.
Max Kirschner, Westdeutsche Zeitung, 24.10.2016

Ein spannendes Drama, mit schnellen Dialogen und genauen Einblicken in Gefühls- und Seelenlagen, Befindlichkeiten und Beziehungen. Leicht, aber nicht unernst,
anrührend, aber nicht sentimental.
Andreas Rossmann, FAZ, 26.10.2016

Perfekt gebaute Duo-Sonate
Andreas Wilnick, SPIEGEL-Online, 22.10.2016

Zur Londoner Premiere

Ein emotionales Stück, das scheinbar geschrieben wurde, um das Publikum, egal welchen Alters, unter Strom zu setzen und zu revitalisieren.
Will Longman, London Theatre.co.uk, 09.10.2017