Jeder stirbt für sich allein

Plakat "Jeder stirbt für sich allein"Altes Schauspielhaus Stuttgart / EURO-STUDIO Landgraf
JEDER STIRBT FÜR SICH ALLEIN
nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada
Bearbeitung: Volkmar Kamm

2. INTHEGA-Preis DIE NEUBERIN 2015
Beste Aufführung der Spielzeit 2014/15 am Alten Schauspielhaus Jeder stirbt für sich allein, Peter Bause und Hellena Büttner © Sabine Layh

Wiederholungstournee
ca. 04.03.2019 – 25.03.2019

Regie: Volkmar Kamm
Ausstattung: Konrad Kulke

Hellena Büttner © Bernd Böhner Peter Bause © Bernd BöhnerMit Peter Bause (Preisträger des INTHEGA-Vorstandes 2010), Hellena Büttner (Schauspielerin des Jahres 2015 am Alten Schauspielhaus Stuttgart)
In weiteren Rollen: Elisabeth Halikiopoulos, Serjoscha Ritz, Aki Tougiannidis, Ralf Grobel, Uwe-Peter Spinner, Volker Jeck, Markus Angenvorth, Nils Daub
Zehn Schauspieler spielen die 16 Rollen.

Inhalt
„Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet!“ – Mit diesem Text auf einer von über 200 Postkarten, die sie in Treppenhäusern, Briefkästen und in Hinterhöfen heimlich deponieren, rufen die Berliner Eheleute Quangel zum Widerstand auf. Durch den Tod ihres einzigen Sohnes haben sie ihren Lebenssinn verloren und ihn durch die heimlich ausgelegten Botschaften, die dem Regime den Krieg erklären, neu gefunden. So ist Falladas Hinterhofpanorama, das auf dem realen Fall und den Ermittlungsakten der Gestapo des 1942 durch Denunziation verhafteten und zum Tode verurteilten Ehepaares basiert, auch ein großer Liebesroman.

Jeder stirbt_5_Armin Jung, Ralf Grobel © Jürgen Frahm Jeder stirbt_2_Katrin Reuter, Hellena Büttner© Jürgen Frahm Jeder stirbt_6_Markus Angenvorth, Volker Jeck © Jürgen Frahm

Dem erfahrenen Theatermann Volkmar Kamm gelingt es in seiner Dramatisierung in beklemmender Eindringlichkeit, die emotional sehr anrührende Atmosphäre einzufangen und in Momentaufnahmen die verschiedenen Schicksale der Denunzianten, Opfer, Mitläufer, Spitzel und überzeugten Nazis zu bündeln. 

Jeder stirbt_8_Markus Angenvorth, Peter Bause © Jürgen Frahm Jeder stirbt_7_Hellena Büttner, Volker Jeck, Katrin Reuter, Peter Bause © Jürgen Frahm Jeder stirbt_9_Ralf Grobel, Markus Angenvorth, Volker Jeck © Jürgen Frahm

„Das Buch hat die Spannung eines Le-Carré-Romans, ein tiefgehendes, erschütterndes Porträt“, schrieb The New Yorker online, und auch von der New York Times wurde das literarische Großereignis gefeiert. Der Überraschungs-Weltbestseller, der 2011 in den USA auf dieses sensationelle Echo stieß, wurde von dem gesundheitlich total zerrütteten Autor Hans Fallada verfasst. In der Nervenklinik der Berliner Charité schrieb er die rund 850 Manuskriptseiten von „Jeder stirbt für sich allein“ in nur dreieinhalb Wochen. Drei Monate vor der Veröffentlichung starb er. 

Jeder stirbt_1_Peter Bause © Jürgen Frahm Jeder stirbt_3_Hellena Büttner, Peter Bause © Jürgen Frahm Jeder stirbt_4_Aki Tougiannidis, Ralf Grobel © Jürgen Frahm

Falls Sie sich für Volkmar Kamm interessieren, haben wir eine gute Nachricht: Seine neueste Bühnen-Bearbeitung,  DIE BLECHTROMMEL nach Günter Grass‘ weltberühmtem Roman, ist seit dem 2. November 2015 mit uns auf Tournee. 


Pressestimmen

Hellena Büttner spielt die Anna Quangel – eine Frau ihrer Zeit, die sich erst gegen den Führungsanspruch ihres Manns und dann gegen den eines ganzen Regimes auflehnt. Und dabei zu einer anrührenden Würde findet, der auch die perfidesten Beleidigungen nichts anhaben können. Peter Bause wiederum gibt seinem Otto eine Größe, die sich aus der tiefen Überzeugung nährt, das Richtige getan zu haben. Volker Jeck zeichnet als SS-Scherge und als Präsident des Volksgerichtshofs ein beklemmend authentisches Bild von der ausgefeilten Rhetorik und Dramaturgie, mit der die Nazibonzen vor allem auf eines aus sind: Demütigung.
Mathias Wiedemann, Mainpost, 13.02.2015

Aufwühlende Bühnenadaption
Das Publikum braucht ein paar Sekunden, bis sich die Erstarrung im Applaus für die hervorragenden schauspielerischen Leistungen löst. Der Widerstand der kleinen Leute aussichtslos, aber nicht umsonst.
Christina Nack, Südkurier, 10.02.2015

Die Tourneepremiere unter der Regie von Volkmar Kamm überzeugte auf beeindruckende Weise im Amberger Stadttheater.
Johann Frischholz, Oberpfalznetz, 04.02.2015

Anrührend, kraftvoll, spannend
Überragende Hauptakteure – Starke Bühnenfassung
Herausragend an dieser insgesamt sehr beeindruckenden Inszenierung sind die beiden Hauptdarsteller. Peter Bause und Hellena Büttner alleine sind schon Garanten für ein lebensnahes Spiel, mit dem sie den Zuschauer emotional mitnehmen und so das Typische an Falladas Romanen herausarbeiten. Auch die anderen Rollen sind gut besetzt. Ein starkes Stück Theater, das Volkmar Kamm mit viel Fingerspitzengefühl erzählt. Eine spannende Geschichte, die auch in Zeiten nicht totzukriegender Unbelehrbarkeit absolut auf der Höhe der Zeit ist.
Arnim Bauer, Ludwigsburger Kreiszeitung, 03.11.2014

Aufrecht unter Duckmäusern
Peter Bause und Hellena Büttner als mutiges Ehepaar Quangel spielen sich schnell ins Herz des Publikums: Wie Bause, vom Duckmäusertum körperlich schon ganz erstarrt und blass, langsam auftaut und sich zum sympathisch aufrechten Revoluzzer wandelt, wie die resolute Büttner mit Berliner Schnauze bis zum bitteren Ende standhaft bleibt und wie sich beide im gemeinsamen Widerstand neu (er-)finden und verlieben – all das ist wahrhaftig und glaubwürdig gespielt.
Verena Großkreutz, Esslinger Zeitung, 03.11.2014

Mit Bause und Büttner findet sich ein schauspielerisches Traumpaar
Er, knochig, knittrig, stoisch, und sie, schwankend zwischen feurigem Drang und herber Resignation, trotzen mitlaufenden Angsthasen und exekutiven Gewissensfreien.
Cornelius W. M. Oettle, Stuttgarter Nachrichten, 03.11.2014

Pressemappe: Jeder stirbt für sich allein - Kritiken WH-Tourneen 20181/19
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