»Kunst«

Plakat KUNST 2016EURO-STUDIO Landgraf
»KUNST«
Komödie von Yasmina Reza

Wiederholungstournee
ca. 12.01.2018 – 28.02.2018

Mit Heinrich Schafmeister, Leonard Lansink, Luc Feit

Regie und Raum: Fred Berndt
(wie schon bei der EURO-STUDIO-Produktion von 1996)
Kostüme: Barbara Krott

Für Ihr Stück „»KUNST«“ wurde Yasmina Reza u. a. mit dem Prix Molière ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung, die ein Autor in Frankreich erhalten kann.

Inhalt
Marc ist entsetzt: Sein Freund Serge hat sich ein Bild gekauft. Ein Ölgemälde von etwa ein Meter sechzig auf ein Meter zwanzig, ganz in Weiß. Der Untergrund ist weiß, und wenn man die Augen zusammenkneift, kann man feine weiße Querstreifen erkennen. Aber es ist natürlich nicht irgendein Bild, sondern ein echter Antrios. Für 200.000 Francs. Geradezu ein Schnäppchen! Serge liebt das Bild. Natürlich erwartet er nicht, dass alle Welt es liebt, aber zumindest von seinem Freund Marc hatte er das erwartet. Marc ist verunsichert. Er zweifelt am Verstand seines Freundes. Und sucht als Verbündeten den gemeinsamen Freund Yvan. Doch Yvan findet, dass Serge mit seinem Geld machen kann, was er will. Und bald geht es nicht mehr um die grundsätzliche Frage, was Kunst sei, sondern um das Bild, das jeder der drei Freunde sich von den anderen gemacht hat und das nun plötzlich in Frage gestellt ist.

Die Wirkung dieses einfallsreichen und geistsprühenden Stücks lässt sich nicht einmal andeutungsweise wiedergeben. Mit allen Theaterwassern gewaschen ist die gefeierte Gegenwartsautorin Yasmina Reza. Immer wieder faszinierend ist ihr intuitives Gespür für Timing, durch das ihre Beziehungssaltos wie „Der Gott des Gemetzels“, „Drei Mal Leben“ u. a. zu Publikumsrennern werden.

Begonnen hat der globale Reza-Hype mit „»KUNST«“. Seitdem gehören ihre geistreichen Gesellschaftskomödien ohne Zweifel weltweit zum Besten, was das zeitgenössische Theater zu bieten hat. In bisher weit über 1000 Inszenierungen amüsierte sich das Publikum rund um den Globus über die virtuosen, so federleichten wie hintergründigen Dialoge, mit denen sie in „»KUNST«“ das labile Gleichgewicht einer Männerfreundschaft entlarvt.


Die Schauspieler Leonard Lansink und Heinrich Schafmeister zu Gast im Fernsehstudio der Landesschau Baden-Württemberg (13.02.217 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen BW)

Pressestimmen

Hochkarätige Schauspieler begeistern
Mit emotionaler Ausdruckskraft brillierten durchwegs alle (…): Leonard Lansink ein intellektueller, aber dominanter Freigeist mit überzeugender Stimmgewalt kontrastiert grandios mit Luc Feit, dem snobistischen Nerd. Doch vor allem Heinrich Schafmeister, ständig in der Trotzphase gefangen, erhielt einen tosenden Applaus für seinen minutenlangen und rasend schnellen Schmäh-Monolog, den man treffenderweise mit Hamlet für Hektische umschreiben könnte. (…)
Durch raffinierte Dialog und großartige Bühnenleistungen wurde dieses einfache Possenspiel zu einem herrlichen Spiegelkabinett der Eitelkeiten.
Thomas Hack, Augsburger Allgemeine Zeitung, 16.01.2017

Rezas Stück erntet frenetischen Beifall
Die Besetzung durch das bekannte Darstellertrio Leonard Lansink, Luc Feit und Heinrich Schafmeister erwies sich als Glücksfall: Eine temporeiche, mit Slapstickeinlagen bestückte Inszenierung und, allem voran, Yasmina Rezas pointenreicher Text sorgten für einen Höhepunkt der Theaterspielzeit. (…) Der begeisterte Beifall feierte einen Theaterabend (…), der sprühende Unterhaltung mit einer guten Portion Tiefgang geboten hatte.
Monika Fischer, Schwäbische Zeitung, 16.01.2017

„Kunst“ überzeugt mit drei hervorragenden Darstellern und gekonnter Regie
Fred Berndt (…) hat es [das Stück] mit seinen drei starken Darstellern neu in Szenen gesetzt. Auch das Bühnenbild hat er selbst entworfen, karg, utilitarisch und ganz in weiß. Allerdings kann man, Kleiner Geniestreich mit wenig Aufwand, die Stimmung mittels kraftvoll farbiger Beleuchtung verändern. (…) Berndt verfolgt konsequent die Schattierungen des Umgangs der drei mit ihrer Freundschaft, wie sich die Fronten verschieben, wie sich die Charaktere entblättern. Und hier hat er, unabdingbar für derart subtile Betrachtungsweisen, eben auch drei hervorragende Darsteller, die die lebensnah getroffenen, teilweise widersprüchlichen Charaktere auch gänzlich ausfüllen und auf der Bühne glaubwürdig zeigen können.
Leonard Lansinks realistischer und direkter Marc, der im Verlauf des Abends dahinter aber auch ganz andere Eigenschaften zeigt, Heinrich Schafmeisters weicherer, manchmal geradezu wehleidiger, gleichzeitig reflektierter, zuweilen auch kindlich naiver Yvan und der Bilderkäufer Serge (Luc Feit), der ebenfalls eine Achterbahn der Empfindungen durchlebt, wie er mit den manchmal chaotischen Reaktionen seiner Freunde klarkommen soll. (…)
Die Aufführung (…) gehört sicher zu denen, die Komödie und Drama sehr gekonnt und überzeugend mischen.
Arnim Bauer, Ludwigsburger Kreiszeitung, 14.01.2017

Im Kronensaal fängt das Publikum schnell Feuer bei der Drei-Mann-Komödie.
Susanne Yvette Walter, Bietigheimer Zeitung, 14.01.2017

Weitere Pressestimmen
zur EURO-STUDIO Produktion »KUNST« von 1996
(Regie und Raum: Fred Berndt)

Geistreiche Aufführung einer geistreichen Komödie
Durchdachte Regie.
Klaus Schmidt, Allgäuer Anzeigenblatt, 21.09.1996

»KUNST« – in überaus reizvoller Inszenierung von Fred Berndt Drei Männer, drei Sessel, drei Wände, in seinem beeindruckenden Bühnenbild führt Berndt auf optisch überzeugende Weise in die Tiefen des Geschehens. Gelungene Licht-, Farb- und
Musikeffekte verstärken die Eindrücke.
Dagmar Leinke, Sullinger Kreiszeitung, 19.09.1996

Prickelnde Dialoge: »KUNST« als pfiffige Komödie
Robert Stockamp, Wolfsburger Nachrichten, 21.09.1996

Viel Applaus gab es für ein modernes französisches Boulevardstück, das von Paris bis Berlin das Publikum amüsiert. Fred Berndt hat die Vorlage, in der sich die Kunst als Freundschaftskillerin erweist, mit viel Sinn für das Detail inszeniert.
Hans Herrmann, Mühlacker Tagblatt, 17.09.1996

Temporeiche Inszenierung
Ein echtes Festmahl für das Publikum.
km, WAZ, 21.09.1996

Pressestimmen
zur Pariser Uraufführung

Das pfiffige, ja sogar durchtriebene Stück ist einfach bejubelnswert.
»KUNST«? Große Kunst!
Les Echos, Paris

»KUNST« holt aus seinem Publikum das Beste heraus: Emotionen, Intelligenz, Humor.
L’Evenement

Zwei glänzende Stunden. Ein Schmuckstück von einem Text.
Valeurs Actuelles, Paris

Reza schreibt für ihre Schauspieler wie ein Komponist für seine Virtuosen.
Ein Wunder des Theaters. Man verlässt es begeistert.
Le Figaro, Paris