Der letzte der feurigen Liebhaber

Plakat "Der letzte der feurigen Liebhaber" 2015
Theater im Rathaus Essen | EURO-STUDIO Landgraf
DER LETZTE DER FEURIGEN LIEBHABER
Komödie von Neil Simon

ca. 10.12.2017 – 20.12.2017
ca. 07.01.2018 – 31.01.2018

Mit Martin Lindow (GRIMME-Preisträger) in der Titelrolle,
Sabine Kaack, Marie Anna Suttner

Regie: Ulrich Stark
Bühne: Zoltan Labas
Kostüme: Claudia Lindow

Auf die neue Aufführung des erfolgreichen Teams Martin Lindow (der feurige Liebhaber) und Ulrich Stark (Regie), das bereits seit vielen Jahren beim Fernsehen zusammenarbeitet und auch schon mit der EURO-STUDIO-Tourneeproduktion „DER VORNAME“ Furore machte, kann man sich wirklich freuen.

Inhalt
Barney Cashmans erotische Erfahrungen beschränken sich nahezu ausschließlich auf eine monogame, bislang 23-jährige Ehe mit seiner grundanständigen Highschool-Freundin Helma. Jetzt, im Alter von 47 Jahren, möchte der Familienvater und Besitzer eines New Yorker Fischrestaurants endlich seinen Horizont erweitern und – ist es Torschlusspanik oder männliche Emazipation? – einmal im Leben etwas Aufregendes erleben. Doch das ist leichter gesagt als getan!

Barney+3-Damen_© Dietrich Dettmann Barney+Elaine_© Dietrich Dettmann Elaine+Barney_© Dietrich Dettmann

Möglicherweise ist der Schauplatz der von ihm geplanten Seitensprünge ungünstig gewählt – entschließt sich Barney doch, die Wohnung seiner penibel ordentlichen Mutter zu nutzen, während die ahnungslose ältere Dame für ein paar Stunden außer Hause weilt. Möglicherweise liegt es aber auch an Barneys zugegebenermaßen unglücklichen Damenwahl – zur Auswahl stehen: die forsche, Affären-gestählte Elaine, die neurotischen Schauspielerin Bobbi und Helmas abgrundtief deprimierte Freundin Jeanette –, dass Barney nicht so recht zum Zuge kommt. Wer weiß? Jedenfalls erleben die Zuschauer einen linkischen Verführungsversuch nach dem anderen und amüsieren sich prächtig über Barneys grandioses Scheitern als wirklich allerletzter der feurigen Liebhaber.

Barney+Bobbi_© Dietrich Dettmann Bobbi+Barney-Rauchen_© Dietrich Dettmann Barney+Jeanette_© Dietrich Dettmann

Die vielgespielte, intelligente und spitzzüngige Komödie „Der letzte der feurigen Liebhaber“ aus der Feder des amerikanischen Unterhaltungs-Großmeisters Neil Simon („Barfuß im Park“, „Ein seltsames Paar“, „Sonny Boys“), 1969 in New York uraufgeführt, begeistert das Publikum heute wie damals durch aberwitzige Dialoge, Situationskomik und genau jene Prise menschlicher Tragik, die einer wirklich guten Komödie zugrunde liegen muss.

Barney erklärt Jeanette_© Dietrich Dettmann Barney-stehend_© Dietrich Dettmann Barney-Ventilator_© Dietrich Dettmann

Spätestens seitdem die Telekom den Coup landete, direkt vor der Neujahrsansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel 2015 im ZDF die Neujahrsansprache von Familienvater Walter Heins alias Schauspieler MARTIN LINDOW auszustrahlen, sind die Episoden dieser Werbefamilie kein Geheimtipp mehr. Sensationelle 1,5 Millionen Klicks verzeichnete in kürzester Zeit ihr neuester Spot („Steffi kriegt Konkurrenz“ auf youTube), in dem sich Lindow als erster – und nicht wie in Neil Simons Boulevard-Klassiker – als letzter der feurigen Liebhaber erweist. Dabei hat, wie Lindow findet, die Figur des Walter Heins in ihrer Weltfremdheit, Umstandskrämerei, Schüchternheit und Leidenschaftlichkeit auffallende Ähnlichkeit mit Simons Komödienhelden.
Mit der TV-Komödie „Apropos Glück“ (Regie: Ulrike Grothe, Oktober 2016 im ZDF ausgestrahlt), in der er neben Janna Striebeck, Katherina Müller-Elmau und Karoline Eichhorn eine Hauptrolle spielt, war er 2016 beim Filmfest Hamburg eingeladen. Die Produktion erhielt den Hamburger Produzentenpreis für Deutsche Fernsehproduktionen 2016.

Martin Lindows Bühnenpartnerin in „Der letzte der feurigen Liebhaber“ ist SABINE KAACK, eine der bekanntesten und meistbeschäftigten deutschen TV-Protagonistinnen („Diese Drombuschs“, „Da kommt Kalle“ u. a.). Neben ihrer Arbeit vor der Kamera, u. a. unter der Regie von Ulrich Stark („SOKO 5113“), stand und steht sie auch auf der Bühne, so in ihrem Erstengagement an der Freien Volksbühne Berlin, aber auch an Theatern in Bremen, Celle, Hamburg und Düsseldorf.

Nach einer Gesangsausbildung, einem Puppenspielstudium an der Hochschule für Schauspielkunst ‚Ernst Busch’ Berlin und einem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Rostock war MARIE ANNA SUTTNER 2007-2009 am Volkstheater Rostock und ab 2011 am Landestheater Detmold engagiert. Am Alten Schauspielhaus Stuttgart und auf Tournee mit der Konzertdirektion Landgraf spielte sie die Stella in T. Williams’ „Endstation Sehnsucht“.

Regisseur ULRICH STARK
Der in Bremen aufgewachsene Stark erreicht gleich zu Beginn seiner Laufbahn der ursprünglich regionalen Sendereihe „Sketchup“ mit Dieter Krebs, Iris Berben und Beatrice Richter Kultstatus. In der Folgezeit entwickelte er sich zum Spezialisten für die abendfüllenden Krimireihen, oft mit komödiantischem Einschlag, arbeitete als Regisseur und Autor für Fernsehen und Film (u. a. „Tatort“, „Um Himmels Willen“, „Polizeiruf 110“, „Adelheid und ihre Mörder“). Mit seiner Inszenierung der französischen Gesellschaftskomödie „Der Vorname“ gab Ulrich Stark 2014 beim Euro-Studio Landgraf sein Debüt als Theaterregisseur.

Pressestimmen

Spaß an der scharfen Zunge
„Der Vorname“, mit dem der Theaterzyklus (…) einen Glücksgriff tat, ist eines jener geistreichen, scharfzüngigen Stücke, wie sie in der Folge der Yasmina Reza dem Boulevard wieder neue Zugkraft verleihen, wobei Delaporte und de la Patellière mit den seit Molière gängigen Formen spielen. (…) Wie geschickt die Autoren das einfädeln und mit literarischen Verweisen spicken, ist oftmals bravourös. (…)
Martin Lindow verkörpert virtuos den Spieler Vincent, der sich ignorant und naiv stellt, dabei gespannt wie eine Feder ist, präzise und sprachlich eloquent. (…)
Mit Distinktion spielt Benjamin Kernen den Feingeist Claude, der mit kessem Hüftschwung die nach einem Opfer gierende Meute auf eine falsche Fährte führt. (…)

Mit einem starken Ensemble, zu dem die Frauen Anna-Maria Kuricova als Elisabeth und Julia Hansen als schwangere Anna gehören, hat Ulrich Stark die Komödie so lässig wie ein Essen bei Freunden inszeniert, wobei ihm die von Marlies Frese stilsicher (…) entworfene Mansardenwohnung half.
dt, Badische Neueste Nachrichten, 15.11.2016.

Gepflegte Selbstzerfleischung
Die frische französische Komödie (…) besticht durch ebenso intelligente wie bitterböse Dialoge und sorgt für einen funkelnd schwarzen Abend.

Eine hochintelligente, mit großem Bühnenverstand konstruierte Komödie wurde da (…) aufgeführt – von der Konzertdirektion Landgraf in der uneitel pointierten Inszenierung von Ulrich Stark mit fünf guten Schauspielern ohne jeden Durchhänger dargeboten. Durchaus bekannter Akteur war Martin Lindow (…), hinter dem sich freilich Christian Kaiser, Anna-Maria Kuricova (neu als Elisabeth), Benjamin Kernen und Julia Hansen kein bisschen zu verstecken brauchten. (…) Es war ein guter Theaterabend.
Manfred Allenhöfer, Heidenheimer Neue Presse,  17.11.2016.

Brillante französische Komödie
Herrlich gehässige Schlammschlacht (…), ein subtil angelegtes, perfekt getimtes Familiendrama, über das man herzhaft lachen kann. Das Stück erschöpft sich dabei keineswegs in vordergründigem oder gar zweckfreiem Humor. Hier lacht jeder nicht zuletzt auch über sich selbst (…). Darüber hinaus hat das Stück intellektuellen Tiefgang (…).

Ein Glücksfall bei dieser Inszenierung, die mit einem aufwändig gestalteten Bühnenbild aufwartet, ist das fünfköpfige Ensemble, das mit viel Lust am Spiel agiert und deshalb wunderbar authentisch rüberkommt. GRIMME-Preisträger Martin Lindow gefällt als nonchalanter Spaßvogel Vincent, der sehr empfindsam ist, wenn’s um seine Mutter geht. Christian Kaiser im Cordanzug weiß als engagiert diskutierender Literaturprofessor Pierre zu überzeugen, und Benjamin Kernen läuft als Claude (…) zu großer Form auf. Das tut auch Anna-Maria Kuricova, die als Elisabeth mit allen drei Herren genüsslich abrechnet. Julia Hansen vervollständigt die Runde als Anna, die ungeachtet ihrer Schwangerschaft raucht und mit schnoddrigen Sprüche die coole Dame gibt. Lang anhaltender Applaus (…) für eine sehr gelungene und herrlich vergnügliche Darbietung.
Volker, Haussmann, Nürtinger Zeitung, 19.11.2016.

Rasante Boulevardkomödie
Martin Lindow ist in dieser Inszenierung ein Glücksfall (…).

»Heute Abend haben wir echt Spaß miteinander« waren nicht nur Vincents Worte, die das Duisburger Publikum in die Pause schickten, sondern drückten zugleich auch die Stimmungslage desselben bis zum letzten Vorhang aus.
Olaf Reifegerste, Rheinische Post, 6.12.2016.

Fünf Charakterdarsteller begeistern das Publikum
Überzeugend spielte Lindow den quirligen Vincent, Kaiser als Pierre den besserwisserischen Professor und Kuricova als Elisabeth die Frau, die Freundschaften und Familienbande zusammen hielt. Hansen war die selbstbewusste Anna und Kernen als Claude der eher ruhige, beobachtende Typ. (…) Die Besucher waren vollkommen begeistert.

Elvira Meisel-Kemper, Ruhr Nachrichten, 6.122016.

Schlagabtausch mit Wortwitz
Wenn eine Komödie nicht nur herzhafte Lacher hervorruft, sondern dabei auch noch einen tieferen Sinn aufweist, dann hat sie ihre wahre Aufgabe erfüllt. Das traf auf (…) der Vorname“ in der Inszenierung von Ulrich Stark zu (…). Ein kurzweiliger, unterhaltsamer Abend, der aber bisweilen doch nachdenklich werden ließ.

Hervorragend Anna-Maria Kuricova in ihrer Wutrede einer frustrierten Frau (…).
olo, Schwarzwälder Bote, 16.11.2016.

Komödie im ausverkauften Stadttheater
Das Publikum nahm jede (…) Wendung der Dialoge mit viel Vergnügen zur Kenntnis (…).

Gerd Büntzly, Westfalen-Blatt, 6.12.2016.

Hervorragend besetzt
Die Zuschauer amüsieren sich köstlich über das fast 50 Jahre alte Stück. Die Inszenierung (Ulrich Stark) lebt von Gags und eindeutig zweideutigen Dialogen sowie der hervorragenden Besetzung. Martin Lindow ist stets komisch in seiner Paraderolle, Marie Anna Suttner als kesse Bobbi erntet als Komödiantin Lacherfolge. Eine Klasse für sich ist Sabine Kaack, die es verstand, die Nymphomanin Elaine ebenso gekonnt auf die Bühne zu bringen, wie die Rolle der Jeanette. Es gab anhaltenden Applaus für einen unterhaltsamen, zuweilen auch nachdenklich stimmenden Theaterabend.
Werner Senzel, Waldeckische Landeszeitung, 1.11.2016.

Einmal ein Casanova sein
[Ulrich] Stark hat die (…) Komödie klug im Geist [Neil] Simons inszeniert (…).
So amüsieren wir uns zwar über die linkischen Verführungsversuche Barneys, sind gespannt auf den Auftritt seiner nächsten Verabredung. Doch in diesen Begegnungen schimmert zwischen dem intelligenten Wortwitz der Dialoge auch immer Leere, Einsamkeit und Verzweiflung der Protagonisten auf. Sabine Kaack (…) spielt die dominante Elaine herb und direkt. (…) Martin Lindow, bekannt vor allem als TV-Fahnder, spielt diesen liebenswürdigen Möchtegern-Casanova tollpatschig und immer voller Angst erwischt zu werden. (…) Marie Anna Suttner bringt nicht nur Leben und Turbulenz auf die Bühne, ihr Spiel ist auch glaubwürdig und überzeugend. Als dritte Verabredung betritt noch einmal Sabine Kaack, jetzt als schwer depressive Jeanette, das Apartment. Die Schauspielerin meistert diese Doppelrolle sehr gut.
Manfred Herker, Schweinfurter Tagblatt/ Volkszeitung, 7.11.2016.

Eine tolle Aufgabe für den bekannten Theater-, TV- und Filmschauspieler! Selbiges gilt auch fpür die Doppelrolle von Sabine Kaack.Als Elaine Navazio darf sie sich draufgängerisch (…) inszenieren (…). Später schlüpft sie als melancholisch-depressive Jeanette Fisher ins altmodisch-elegante Chanelkostüm. Marie Anna Suttner hopst munter (…) als süßes, etwas wirres Pop-Mäuschen Bobbi Michele durch das gelungene Bühnenbild von Zoltan Labas. Zwischen Plüschtelefon, Spiegel und Tiffany-Läpchen, einladender Kuschelcouch und kühlmetallenem Stehventilator kochen die sommerlichen Temperaturen hoch.
Marielouise Scharf, Amberger Zeitung, 28.10.2016.

Marie Anna Suttner glänzt als kiffende Nachtclubsängerin mit Verfolgungswahn und Pin-up-Posen, Sabine Kaack kann in ihrer Doppelrolle sowohl als sexhungrige Alkoholokerin Elaine als auch die von Depressionen geschüttelte Jeanette auf der Bühne zum Leben erwecken. Über den Damen schwebt Martin Lindow als erfolgloser Liebhaber (…)
Sascha Schmierer, Fellbacher Zeitung, 26.10.2016.

Premierenkritik aus Essen

Fremdgehen für Anfänger
Bei der Premiere hatte (…) das Publikum seinen Spaß. 

Für den Essener Schauspieler Martin Lindow (…) ist es eine (…) Paraderolle. Er versteht sich auf Pointengewitter, punktgenauen Witz, selbst überbordende Komik sowie auf leise Töne und vielschichtige Charaktere. Sabine Kaack steht ihm in einer Doppelrolle in nichts nach. 
Der Stoff bleibt zeitlos. Und dass Ulrich Stark überdies seine Figuren mit ihren Marotten und Schwächen ernst nimmt, erweist sich (…) als große Stärke.
Begeisterter Applaus.
Dagmar Schwalm, WAZ, 8.12.2015.

Regisseur Ulrich Stark lässt mit leichter Hand seinen Protagonisten viel ‚Spiel’-Raum, den vor allem Lokalmatador Martin Lindow ausgiebig nutzt. Seine Wandlungsfähigkeit begleitet die Verwandlungen Barneys. Martin Lindow hat Heimspiel, weiß zu begeistern, im Verlauf zweier unterhaltsamer Stunden werden Gelächter und Zurufe aus dem Publikum immer lauter, Die Vorstellung (…) bekommt (…) zurecht stürmischen Applaus.
Daniel Heschke, Stadtspiegel Essen, 9.12.2015.