Licht im Dunkel

Licht im Dunkel (Szenenfotos: Bernd Böhner)Stadttheater Fürth / Theater im Rathaus Essen
LICHT IM DUNKEL
Schauspiel von William Gibson
Deutsch von Andreas PeglerZum letzten Mal im Spielplan!

Wiederholungstournee
ca. 06.01.2016 – 30.01.2016

Regie: Volker Hesse
Ausstattung: Stephan Mannteuffel
Mit Birge Schade, Laia Sanmartin, Wolfgang Hätsch,
Magdalene Artelt, Dalila Abdallah, Daniel Heck

3. INTHEGA-PREIS Neuberin 2012

Licht im Dunkel (Szenenfotos: Bernd Böhner) Licht im Dunkel (Szenenfotos: Bernd Böhner) Licht im Dunkel (Szenenfotos: Bernd Böhner)
Licht im Dunkel (Szenenfotos: Bernd Böhner) Licht im Dunkel (Szenenfotos: Bernd Böhner) Licht im Dunkel (Szenenfotos: Bernd Böhner)

Inhalt
Gegenwehr ist zwecklos! Dieses Schauspiel nach einer wahren Begebenheit lässt einen einfach nicht kalt. Broadway-Autor William Gibson bringt mit Licht im Dunkel eine biographische Episode aus dem Leben der berühmten Helen Keller auf die Bühne. Er hat über sie, die im Alter von 19 Monaten durch eine Krankheit Augenlicht und Gehör verlor und in eine hoffnungslose Welt der Stille und Dunkelheit eingeschlossen war, und über Annie Sullivan, ihre Lehrerin, einen der suggestivsten und emotional bewegendsten Texte geschrieben, der noch lange über den Theaterabend hinaus wirkt. Mitzuerleben ist, wie Glück möglich wird. Mit viel Geduld gelingt es Annie, durch eine Fingersprache Helens Isolation zu durchbrechen und Licht in das bisher dunkle Leben des hochbegabten Kindes zu bringen. Wie das Theaterstück hat auch die OSCAR-prämierte Verfilmung, für die Gibson nach seinem Bühnenerfolg das Drehbuch schrieb, die Besucher weltweit zu Tränen gerührt. Man muss kein Hellseher sein, um vorauszusagen: diese Aufführung wird das Publikum im Sturm erobern.

Pressestimmen

Bis ins Innerste berührt
Stehende Ovationen und Bravorufe nach einem Theaterstück. Nach dem Schauspiel „Licht im Dunkel“ unter der Regie von Volker Hesse hielt es die rund 500 Zuschauer nicht mehr auf ihren Plätzen. Stehend applaudierend gaben sie ihrer Begeisterung für ein Stück Ausdruck, das bis ins Innerste berührte. Es war ein anspruchsvoller Abend voller Emotionen und großes Theater, bei dem jede Geste saß, und das Publikum oft in völliger Stille verharrte, um nur keinen Moment zu verpassen.

Gelnhäuser Tageblatt, 19.01.2015.

Unter der Regie von Volker Hesse entfachte das Ensemble ein Feuerwerk der Emotionen. Die Zuschauer erlebten die Frustration und die Not der Eltern, Helens Verzweiflung und Einsamkeit, die sich in Wildheit und Ungehorsam Bahn brechen, und Annies Gewissheit, dass sie einen Zugang zu diesem Mädchen finden kann.
Antje Frey, Siegener Zeitung, 15.01.2015.

Helen Keller überstrahlt alles
Mit Laia Sanmartin in der Rolle des temperamentvoll widerspenstigen Kindes und Birge Schade als junge, energische Lehrerin war das Spiel hervorragend besetzt. Mit enormer physischer Präsenz und tiefem Nachempfinden der Psyche trugen die beiden ihre Kämpfe aus, zeigten all die Enttäuschungen und kleinen Fortschritte und schließlich das Einander-Verstehen und das Glück des ersten, hoffnungsvollen Begreifens. Um sie herum erstand mit dem Bild der Familie zugleich ein Szenario der damaligen Zeit. Und so feierte der Schlussapplaus zugleich mit einem überragenden Theaterabend auch noch einmal das „Wunder“, das an der unvergesslichen Helen Keller hatte geschehen können.

Südwest-Presse, 13.12.2014.

Großartiges Stück und fantastisches Ensemble
Birge Schade ist als Annie herausragend besetzt. Sie zelebriert intensives Schauspiel, ist eindrücklich der Gegenpart zu Helen. Sie ist die Sprecherin, Helens Kontakt zur Außenwelt. Das spielt sie facettenreich.
Laia Sanmartin ist geradezu brillant in ihrer Rolle als Taub-Blinde. Sie schreit und tobt, wird aggressiv, wirft mit Essen um sich, purzelt über die Bühne, klettert mit Leichtigkeit über Möbel und Schränke. Ihre Mimik ist beredt, ebenso die faszinierende Akrobatik. Das Publikum staunt ob ihrer unglaublichen Beweglichkeit. Ihre nonverbale Körpersprache nimmt die Zuschauer gefangen. Ein wunderbarer Abend mit Theater auf hohem Niveau und einem fantastischen Ensemble.

Ilse-Marie Voges, Mediengruppe Kreiszeitung Syke, 24.11.2014.

NDR-Radiokritik

Ein Glückstreffer. Laia Sanmartin und Birge Schade machen die Zähmung einer Widerspenstigen zum packenden Theatererlebnis. Die konsequente Erzieherin und die verzogene Schülerin tragen ihre Duelle mit wenig Worten aus, doch umso intensiver mit körperlichem Ausdruck und Einsatz. Zu Recht wurden beide Schauspielerinnen mit Bravorufen bedacht. Volker Hesses Inszenierung ist in mehrfacher Hinsicht als Entdeckung zu werten. Sie bietet ein Exempel über die Maßstäbe der Erziehung und ist eine Huldigung an die Gabe der Sprache. Außerdem arbeiten Regisseur und Schauspieler mit ungewöhnlichem Einsatz von stummen Szenen und Pantomime sowie eines lauten Soundtracks. In der künstlerischen Form spiegelt sich der Inhalt des Stücks über den Verlust von Hören und Sehen. Auch Stephan Mannteuffel überträgt das Thema in die Raumgestaltung mit Abkapseln und Aufbrechen, Sich-Zeigen und Sich-Verbergen. Genauso zieht sich Helen (fabelhaft: die Katalanin Laia Sanmartin, eine ausgebildete Schauspielerin und Clownin) in ihren Körper zurück oder wehrt sich mit Händen und Füßen. Birge Schades klare und kluge, so hartnäckige wie herzensgute Annie hat an mehreren Fronten zu kämpfen.
Hamburger Abendblatt, 21.04.2012.

Ein Glücksfall, ein richtiges Highlight
Wie Laia Sanmartin mit hohem Körpereinsatz eine Taubstumme spielt, die Welt um sich herum ertastend, hungrig nicht nur nach Nahrung, begierig auf alles, sich vom Tier, dem man Brocken zu essen ins Maul stopft, zum sprechenden Menschen entwickelt, das ist ganz starkes Theater. Birge Schade setzt kühle Entschlossenheit und Schlagfertigkeit dagegen. Bestens finden sich Magdalene Artelt (Helens Mutter), Wolfgang Häntsch (Helens Vater), Daniel Heck (Helens Halbbruder) und Dela Dabulamanzi (das Hausmädchen) in ihre Rollen.
Hamburger Wochenblatt, 21.04.2012

Volker Hesse setzt auf schnelle Schnitte und große Emotionen. Er agiert mit den Mitteln des Theaters, baut minimalistisch-monochrome Bilder und emotional reduzierte Rollenbeschreibungen. Ganz nah geht er an die Personen, lässt die Gefühle der Randfiguren oftmals nur erahnen. Die Hauptrollen allerdings werden in vollen Zügen zelebriert. Mit dem hochmotivierten Ensemble hat er jede Szene penibel durchgearbeitet. Da sitzt jede Geste, jede Bewegung. Das intelligente Bühnenbild liefert die passenden Raum, worin sich die Akteure die Seele aus dem Leib spielen. Allen voran Laia Sanmartin als Helen Keller, der man jede Regung zwischen panischer Angst und Verzweiflung, Resignation, Aufbegehren und überwältigender Freude abnimmt und Birge Schade als energische, sensible Erzieherin Annie Sullivan. Ein anspruchsvoller, berührender Abend, der mit begeistertem Applaus für das fantastische Ensemble endete.
Marielouise Scharf, Amberger Zeitung, 07.03.2012.

Regisseur Volker Hesse gelingt mit seiner Inszenierung ein bis ins kleinste Detail akribisch dargestelltes Bild. Die Dunkelheit, für sehende und hörende Menschen kaum vorstellbar, musste er für das Publikum sichtbar machen. Das ist ihm bestens gelungen, in dem er seine Protagonistin Aufenthaltsorte oder die umgebenden Menschen ohne trennende Grenzen ertasten lässt. Laia Sanmartin spielt die Helen Keller und hat eine extrem schwierige Rolle. Die Augen geradeaus gerichtet, schreit sie mit Gestik stumm die Not des tauben Kindes hinaus. Sie krümmt ihren Körper in Verzweiflung und zeigt unendliche Freude, als sie Wörter begreift. Man könnte mit ihr weinen, so gut vermittelt sie dem Zuschauer Glück und Faszination. Birge Schade glänzt als Erzieherin Annie Sullivan. Sie ist das perfekte Pendant zu dem aufgewühlten Kind. Ihre Haltung vermittelt Stärke. Glaubwürdig zeigt sie, wie Vertrauen in etwas zum Erfolg führen kann. Überzeugend sind ausnahmslos alle Darsteller in ihren Rollen. Magdalene Artelt, die sich als liebende Mutter um ihr Kind sorgt, Wolfgang Häntsch als strenger aber gewissenhafter Captain Keller, Kates Vater, Daniel Heck als der vernachlässigte Halbbruder James und nicht zuletzt Dela Dabulamanzi als Viney, das Hausmädchen der Kellers. Das Publikum verfolgte das Geschehen mit großer Spannung und stellenweise so fasziniert, dass die Atmosphäre wie bei einem Krimi knisterte. Fazit: „Ein Licht im Dunkeln“ ist ergreifend und ein äußerst gut interpretiertes und mit hervorragenden Schauspielern besetztes Stück.
Mittelbayerische Zeitung, Amberg, 08.03.2012.

Tief bewegende Schauspielkunst
Im Stück „Licht im Dunkel“ ziehen die Hauptdarstellerinnen Laia Sanmartin und Birge Schade das Publikum mit unvergesslich beeindruckender Intensität in ihren Bann. Nicht enden wollender Applaus. Mit ihrer großartigen Leistung faszinieren Laia Sanmartin als Helen und Birge Schade als Anne. Die Thematik und die gewaltige schauspielerische Leistung gingen unter die Haut. Helen, das Kind in seinem Gefängnis der Unfähigkeit, sich auszudrücken, rührt ans Herz. Welchen Weg die einfühlsame und energische Lehrerin nimmt, mit welcher Ausdauer und Leidensfähigkeit sie das verstockte, jedoch hoch begabte Mädchen an die Sprache heranführt, das ist unvergleichlich von Volker Hesse in Szene gesetzt und unvergesslich beeindruckend gespielt.
Dürener Nachrichten, 01.03.2012.

„Licht im Dunkel“ berührte zutiefst die mit begeisterten Ovationen dankenden Zuschauer
Laia Sanmartin verkörperte grandios die wie ein liebes Haustier gehaltene, völlig unerzogene, in ihrem Jähzorn tobende, sich kopfüber in den Schrank hängende kleine Helen. Selbstbewusst gab sich Birge Schade, verriet aber als Annie durch ihre Körperhaltung, ihren Gesichtsausdruck, wie angespannt diese war. Sehr ergreifend von beiden Schauspielerinnen dargestellt, ging Helen ein Licht auf, konnte sie die erlernten Fingerbewegungen den jeweiligen Gegenständen zuordnen. Wolfgang Häntsch überzeugte als Captain Keller, dem Patriarchen mit gut verborgenem und doch weichem Herzen, ebenso wie Magdalene Artelt als Kate, eine für die damalige Zeit typische Ehefrau, sowie Dela Dabulamanzi als ihr Hausmädchen.
Der Westen, 01.03.2012.

Großes Theater: Brillante Darsteller machen „Licht im Dunkel“ zum Schauspiel-Erlebnis
Das Ensemble überzeugt schauspielerisch auf ganzer Linie. Allen voran Laia Sanmartin als trotziges, missverstandenes Mädchen: In wilden Tobsuchtsanfällen randaliert sie beim Frühstück, wirft mit Essen, spuckt ihre Lehrerin an und stößt Tische und Stühle um. Ebenso gekonnt mimt sie Not, wenn sie sich mit der verhassten Erzieherin allein im Gartenhaus wiederfindet. Angst und Verzweiflung spiegeln sich in ihrem Gesicht wider, dazu stößt sie hilflose Laute aus. Die großartige Leistung der Darsteller würdigt das Stadthallenpublikum mit Beifallstürmen und Jubelrufen.
Sina Gebhardt, Offenbach-Post, 29.02.2012.