Kiss me, Kate

Pakat "Kiss me, Kate" (2014)EURO-STUDIO Landgraf
KISS ME, KATE
Eine Musikalische Komödie
Buch von Samuel und Bella Spewack
Musik und Gesangstexte von Cole Porter
Neue Orchestration von Don Sebesky (Broadway 1999)
Deutsch von Günter Neumann
in einer Neufassung von Peter Lund

ca. 25.11.2015 – 25.01.2016

Regie: Hardy Rudolz
Musikalische Einstudierung und Leitung: Heiko Lippmann
Choreografie: Marie-Christin Zeisset
Bühnenbild: Eva Humburg  (2009 und 2015 ausgezeichnet mit dem Rolf Mares Preis)
Kostüme: Claudia Kuhr
Lichtdesign: Rolf Spahn

Mit Guido Weber als Fred / Petruchio; Beatrix Reiterer als Lilli / Katherine
in weiteren Rollen: Sophie Blümel, Marco Toth, Reinhard Brussmann,
Denis Edelmann, Nils Schwarzenberg, Jan Reimitz, Guido Kleineidam,
Timothy Roller, Angelo Canonico, Fehmi Göklü; Lisandra Bardél,
Jessica Lapp, Vera Weichel, Marion Wulf, Fin Holzwart
Es spielt die Big Band des Bulgarischen Nationalen Rundfunks

Mit 17 Darstellern und 14 Musikern
Mit Mikroportanlage; Orchestergraben erforderlich

„Kiss me, Kate“ ist in!
Der Musical-Klassiker mit unvergesslichen Hits wurde 2000/2001 am Broadway und in London jeweils als Beste Musical-Wiederaufnahme ausgezeichnet. Zurzeit läuft das Musical u. a. in Berlin, Wien, Magdeburg, Luzern, Dresden, Hannover oder Bad Hersfeld. Peter Lund hat eine gelungene Neufassung geschaffen, die insgesamt spritziger, frivoler und direkter ist.


Immer das Theater mit dem Theater auf dem Theater!

Wenn sich auf und hinter der Bühne Rolle und Privates vermischen, sind Komplikationen vorprogrammiert. So geht es auch Fred Graham, dem Leiter einer finanziell angeschlagenen Theatertruppe. Mit einer musikalischen Version von Shakespeares Komödienklassiker „Der Widerspenstigen Zähmung“ will es Fred noch einmal wissen. Dass er allerdings die Titelrolle der widerspenstigen Kate mit seiner Ex-Frau Lilli, dem ehemaligen Star der Truppe, besetzt hat, ist nicht unpikant – zumal er selbst den ‚Frauenzähmer’ Petruchio gibt und seine derzeitige Flamme Lois die zweitgrößte weibliche Rolle spielen lässt.

Kiss me, Kate_Guido Weber, Beatrix Reiterer © Bernd Boehner Kiss me, Kate_Marion Wulf, Angelo Canonico, Sophie Bluemel, Jessica Lapp, Timothy Roller, Fehmi Goeklue, Jessica Lapp, Fin Holzwart © Bernd Boehner Kiss me, Kate_Beatrix Reiterer, Guido Weber mit Ensemble © Bernd Boehner

Ziemlich schnell wird jedoch klar, dass es wieder heftig zwischen Lilli und Fred knistert. Als aber ein Lois zugedachtes Bouquet von Fred fälschlicherweise bei Lilli landet, kommt es zu diversen amourösen Missverständnissen und (im wahrsten Sinne des Wortes) schmerzhaften Schwierigkeiten. Für zusätzliche Turbulenz sorgen zwei Spielschulden eintreibende Gangster, die nicht nur Lillis sofortige Abreise verhindern wollen, sondern auch erstaunliche Kunstbeflissenheit an den Tag legen – ganz nach dem Motto: Schlag nach bei Shakespeare!

Kiss me, Kate_Reinhard Brussmann, Beatrix Reiterer, Guido Weber, Guido Kleineidam © Bernd Boehner Kiss me, Kate_Guido Weber, Beatrix Reiterer © Bernd Boehner Kiss me, Kate_Timothy Roller, Sophie Bluemel, Angelo Canonico, Marco Toth © Bernd Boehner

Wie die schwelende Liebesbeziehung zwischen der widerspenstige Lilli/Kate und ihrem raubeinigen Fred / Petruchio am Ende ausgeht, amüsiert das Musicalpublikum schon seit der New Yorker Uraufführung von „Kiss me, Kate“ 1948. Dank Cole Porters eingängiger Evergreens und spritziger Texte, dank der unwiderstehlichen Tanznummern und quirlig-komischen Bühnenhandlung ist und bleibt „Kiss me, Kate“ ein Dauerbrenner auf den Musicalbühnen dieser Welt, der nichts von seinem ursprünglichen Charme eingebüßt hat.

Kiss me, Vera Weichel, Nils Schwarzenberg, Fehmi Goeklue, Fin Holzwart, Marion Wulf, Lisandra Bardel, Angelo Canonico © Bernd Booehner Kiss me, Kate_Marco Toth, Sophie Bluemel © Bernd Boehner Kiss me, Kate_Guido Kleineidam (unten), Jan Reimitz (oben) © Bernd Boehner

Nach ihrer ersten Auszeichnung mit dem Rolf Mares Preis der Hamburger Theater (2009 für ihr Bühnenbild zu Susanna Mewes Stück „Leas Tag“) wurde die Bühnenbildnerin EVA HUMBURG im Oktober 2015 erneut mit dem ‚Hamburger Bühnen-OSCAR’ geehrt: diesmal für ihr aufwendiges Bühnenbild des Unterwasser-Dramas „Das Boot“ am Ernst Deutsch Theater. Hans Heinrich Bethge, Senatsdirektor der Kulturbehörde: „Der Rolf Mares Preis hat sich über die letzten Jahre als wichtige Instanz für Qualität fest etabliert, die über die Tore Hamburgs hinaus große Strahlkraft genießt.“

Pressestimmen

Shakespeare frisch, flott und fröhlich
Eine dermaßen gute Produktion hat man im Musical-Bereich lange nicht mehr gesehen. (…) [Regisseur Hardy Rudolz] dreht das Tempo des Musicals ordentlich auf. (…) Marie-Christin Zeisset hat eine großartige Choreografie angelegt. (…) Hervorragend lässt Guido Weber Fred Graham und Petruchio ineinander verschmelzen (…).Als Lilli Vanessi begeistert Beatrix Reiterer ebenso wie als Katharina Minola. (…) Sophie Blümel (…) zeigt sich sinnlich-lebensfroh und mit begeisterndem Duktus der erfahrenen Musical-Stimme. (…) Marco Toth spielt Lois’ Freund und zeigt Musical von Weltformat. (…) Heiko Lippmann treibt die Big Band (…) präzise, fordernd (…) zu einem transparenten, fröhlichen wie sinnlichen Musical-Klang an.
Michael S. Zerban, Opernnetz, 09.12.2015

Spritzig-bunt, absolut sehens- und hörenswert
(aon), Mittelbayerische Zeitung, 27.11.2015

Am Ende gibt es reichlich Jubel für Cole Porters Musical, das (…) mit Ohrwurm-Melodien, tollen Tanznummern und gelungenen Bühnenüberraschungen auftrumpft. (…) Es lebe die saftig-vitale Revue von Regisseur Hardy Rudolz. Die Big Band des Bulgarischen Nationalen Rundfunks brilliert (…), die Musicalsänger machen ihre Sache sehr gut, die Tänzerinnen und Tänzer sind ausgezeichnet. Die Tourneeproduktion kann ihren Weg durch Deutschland, Österreich, Schweiz und Südtirol mit großem Selbstbewusstsein antreten.
Marielouise Scharf, Amberger Zeitung, 27.11.2015