Best of Dreigroschenoper 2071

Dominique Horwitz (Copyright: Ralf Brinkhoff)Dominique Horwitz & Friends
BEST OF DREIGROSCHENOPER 2071
Ein furios-musikalischer Theaterabend
von und mit Dominique Horwitz

ca. 01.11.2019 – 20.11.2019

Mit Dominique Horwitz
und der siebenköpfigen „Me and the Devil“-Band
Musikalische Leitung: Johannes Huth

»Und der Haifisch, der hat Zähne…«
Nach dem fulminanten Erfolg ihres teuflisch-musikalischen Theaterstreichs „Me and the Devil“ setzen sich Dominique Horwitz und seine siebenköpfige Band nun ein neues Ziel – und erfinden kurzerhand Brecht/Weills „Die Dreigroschenoper“ neu. Zu diesem Zweck erzählen sie von Sehnsucht und Widerstand im Heute und Morgen und spielen musikalisch mit dem 20. Jahrhundert, um das Publikum mit Verve ins 21. zu begleiten.
Sich ständig verändernde soziale Gegebenheiten fordern von uns eine sich ebenfalls immer wieder verändernde Sicht auf Gesellschaft, Kunst und Kultur. Länder und kulturelle Grenzen verschwimmen, eine Neuorientierung tut not: auch (oder gerade) in der Musik.
Und so bahnt sich die beunruhigende und aufregende „Dreigroschenoper“ des letzten Jahrhunderts hier als »neue« Dreigroschenoper, die im Jahr 2071 spielt, ihren Weg in die Zukunft – aufwühlend und kämpferisch wie eh und je.

Eine erste Brecht-Weill-Dreigroschenoper-Hommage stellte Dominique Horwitz bereits 1993 an den Hamburger Kammerspielen vor; zu der er 1998 einen Live-Mitschnitt auf CD veröffentlichte. Seitdem lässt ihn das 1928 uraufgeführte Stück nicht mehr los; zahlreiche erfolgreiche Gastspiele seines anarchischen „Best of Dreigroschenoper“-Querschnitts folgten. Nun also eine in der nicht mehr allzu fernen Zukunft spielende Neufassung – Brecht und Weill hätten sicherlich ihre diebische Freude daran…

Mit so bekannten Dreigroschenoper-Liedern wie „Moritat von Mackie Messer“, „Kanonen-Song“, „Barbara-Song“, „Anstatt-daß-Song“, „Die Seeräuber-Jenny“, „Eifersuchtsduett“, „Lied von der Unzulänglichkeit menschlichen Strebens“, „Zuhälterballade uvm.

Dominique Horwitz
Der in Paris geborene Charakterdarsteller zog als Jugendlicher nach Berlin. Mit 19 Jahren erhielt er sein erstes Schauspiel-Engagement in der TV-Produktion „Eine Jugendliebe“. Es folgte mit Peter Lilienthals preisgekröntem Film „David“ seine erste Kinoproduktion. Seitdem spielte er Hauptrollen in so wichtigen Filmen wie „Stalingrad“ (Regie: Josef Vilsmaier), „Stammheim“ oder „Strayk – Die Heldin von Danzig“ (Regie: Volker Schlöndorff). In Fernsehspielen wie „Der große Bellheim“ (Regie: Dieter Wedel) begeisterte er ein großes Publikum und erhielt für seine Rolle in Oliver Hirschbiegels „Trickser“ 1998 den Goldenen Löwen. Im Jahr 2000 wurde ihm der Internationale Fernsehpreis für seine Arbeit in Michael Verhoevens „Enthüllung einer Ehe“ verliehen, in der er einen transsexuellen Familienvater spielt. Außerdem war Horwitz 2013 und 2015 im Weimarer „Tatort“ zu sehen.
Trotz seiner über 80 Film- und TV-Produktionen fühlt er sich aber v. a. im Theater zu Hause: 1978 debütierte er im Berliner Cabaret des Westens und wechselte ein Jahr später an das Tübinger Zimmertheater. 1983 holte ihn Frank Baumbauer an das Münchner Residenztheater. Am Hamburger Thalia Theater, an dem er von 1985 bis 1988 fest engagiert war, schrieb er unter der Regie von Robert Wilson als diabolischer Stelzfuß in der Uraufführung von Tom Waits’ Musical „The Black Rider“ Theatergeschichte. Weitere Bühnenerfolge waren u. a. 1993 die Uraufführung von „The Best of Dreigroschenoper“ an den Hamburger Kammerspielen, 1995 Harold Pinters Stück „Moonlight“ am Berliner Ensemble (Regie: Peter Zadek), 1997 Brechts „Im Dickicht“ am Deutschen Theater Berlin, 2000 Falk Richters „Polaroids“ am Zürcher Schauspielhaus und 2005 die Uraufführung von Moritz Rinkes „Café Umberto“ am Düsseldorfer Schauspielhaus. 2010 inszenierte Dominique Horwitz in Meiningen mit großem Erfolg Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“. Im selben Jahr stand er in der Titelrolle des populären Versdramas „Cyrano de Bergerac“ von Edmond Rostand auf der Bühne des Hamburger Schauspielhauses. 2012 gab er sein Opernregie-Debüt mit Webers „Der Freischütz“ am Theater Erfurt. Auch als Sprecher und Sänger ist der Schauspieler gefragt. Sein Talent im musikalisch-literarischen Genre konnte er u. a. beim Strawinski-Abend „Geschichte vom Soldaten“ (mit Daniel Barenboim) und „Oedipus Rex“ (mit Valery Gergiev) unter Beweis stellen. In der Saison 2014/2015 wurde mit ihm bei den Bochumer Symphonikern erstmals ein Schauspieler Artist in Residence.

Nach seinen Erfolgen mit John Logans Künstlerdrama „ROT“, dem Chanson-Abend „Jacques Brel! Theater als Chanson“, dem teuflisch-musikalischen Abend „Me and the Devil“ (nominiert für den INTHEGA-Preis 2017) sowie den beiden Gastspiel-Produktionen der Spielzeit 2018/19 („Liebe und andere Unglücksfälle“ und „Dominique Horwitz und Murat Parlak erzählen DEUTSCHE MÄRCHEN“) wird Dominique Horwitz in der Spielzeit 2019/20 nun bereits zum sechsten Mal für die Konzertdirektion Landgraf auf Tournee gehen.