Blue Moon

Plakat Blue MoonTheater in der Josefstadt, Wien
BLUE MOON
Eine musikalische Hommage an die Jazz-Ikone Billie Holiday
von Torsten Fischer und Herbert Schäfer
Uraufführungs-Inszenierung
ca. 04.10.2018 – 11.10.2018
ca. 26.04.2019 – 05.05.2019
Aufführungsserie auch am Renaissance Theater Berlin

Regie: Torsten Fischer
Bühnenbild und Kostüme: Herbert Schäfer, Vasilis Triantafillopoulos
Licht-Design: Manfred Grohs
Musikalische Einstudierung: Christian Frank

Mit Sona MacDonald und Nikolaus Okonkwo
Vierköpfige Live-Band: Klavier, Klarinette/Saxophon/Flöte, Kontrabass, Schlagzeug

Wir gratulieren Hauptdarstellerin Sona MacDonald! Für ihre berührende Darstellung der Billie Holiday wurde sie 2016 mit dem wichtigste Theaterpreis Österreichs, dem NESTROY-Preis, als beste Schauspielerin geehrt.

Was Sie erwartet
Im Mittelpunkt dieser musikalischen Hommage steht das kurze Leben der Jazzgesang-Ikone Billie Holiday (1915-1959) zwischen Triumph und Absturz, Rampenlicht und Gefängnis, Höhenflug und Drogensumpf. „Blue Moon“ beleuchtet in einem »Gemälde mit Musik« (Torsten Fischer) schlaglichtartig und ungeschönt das tragische Dasein der großen Sängerin, lässt in Erzählpassagen auch ihre männlichen Wegbegleiter zu Wort kommen und widmet sich vor allem den unvergesslichen Songs der Lady Day – wie sie auch genannt wurde: u. a. „Body and Soul“, „The Man I Love“, „All of Me”, „As Time Goes By” und natürlich „Blue Moon”.

Pressestimmen

Phänomenal: Sona MacDonald
Patrick Wildermann, Der Tagesspiegel, 21.12.2016

Ein Geschenk: Weil Sona MacDonald die erschütternde Aufrichtigkeit und unglaubliche Intensität, mit der sich Billie Holiday verzehrte, so eindringlich wie unangestrengt, so cool wie spektakulär nachzeichnen kann.
Irene Bazinger, Berliner Zeitung

Sona MacDonald brilliert als Billie Holiday.
Matthias Nöther, Berliner Morgenpost

Triumph für eine Schauspielerin. Sona MacDonald brilliert mit einer Palette schillernder Tonfarben und melodiöser Lautmalerei in allen nur vorstellbaren Facetten. (…) Okonkwo als vitaler Verehrer, Misshandler und Erzähler ist gleichfalls großartig. Ebenso die Band. (…) Die Premierenbesucher waren begeistert.
Barbara Petsch, Die Presse, 28.11.2015

Viel gewagt und alles gewonnen – auf diesen simplen Nenner lässt sich die Uraufführung von „Blue Moon“ in den Kammerspielen der Josefstadt bringen. Denn Regisseur Torsten Fischer hat mit Ko-Autor Herbert Schäfer eine kluge, bewegende, verstörende Hommage an die legendäre Jazz-Sängerin Billie Holiday verfasst, die von der Musik und von der famosen Sona MacDonald lebt. (…)
20 Songs haben Fischer und sein Team ausgewählt, anhand derer das meist kurze Glück und oft viel längere Leid der großen Billie Holiday (…) geschildert wird. Herbert Schäfer und Vasilis Triantafillopoulos haben dafür eine geschmackvolle Bühne mit Spiegel und Bar-Atmosphäre geschaffen; eine exzellente, vierköpfige Live-Band ist omnipräsent. Wie auch Nikolaus Okonkwo, der gekonnt zwischen Erzähler (man hält sich an Holidays eigene, verfälschte Biografie „Lady sings the Blues“) und Mitspieler changiert, der jedoch ihr den Vortritt lässt.
Und sie – das ist Sona MacDonald, die sich Billie Holiday und ihre Musik gespenstisch gut angeeignet hat. Da passt jede Geste, da stimmt jede Bewegung, da spürt man in den Songs die gesamte Fragilität wie auch die Wut der realen Billie Holiday.
Wie MacDonald (…) nicht nur singt, sondern gestaltet, ist Weltklasse. Denn mittels der Songs wird Holidays Geschichte erzählt. Die Gefahr einer bloßen Nummernrevue besteht aber nie. Denn Sona MacDonald imitiert Holiday nicht, sondern lebt sie unglaublich intensiv nach. Standing Ovations!
Peter Jarolin, Kurier, 27.11.2015

Mit Jubelstürmen bedachte das Publikum Sona MacDonalds denkwürdigen Versuch, in die Rolle von US-Sängerin Billie Hilliday zu schlüpfen. Die Hommage „Blue Moon“ (…) ist rundum geglückt. (…)
Eine geradezu schlampige Songrevue (…)hinreißend gelungen. (…)
MacDonald setzt ihr unerreichtes Vorbild aus lauter kleinsten Klanggesten zusammen. Sie imitiert Holiday nicht, sondern verschmilzt mit dem Gesang, den sie zugleich sorgfältig präpariert.
Ronald Pohl, Der Standard, 27.11.2015

Wenn Sona MacDonald Billie Holiday singt, ist sie dunkler Purpur. Ein Ton zwischen Herzblut und blauer Fleck. (…) Sie wolle nicht kopieren, sagte die Schauspielerin, sondern sich mit tiefer Verehrung annähern. (…) Ihre Stimme ein subkutaner Schmerz und gleichzeitig dessen Linderung. (…)
„Blue Moon“ erzählt davon, was Menschen sich und einander antun. Der Abend ist in diesem Sinne ein Plädoyer für Respekt. Er ist mehr Konzert als Drama (…), doch mehr Dialog war im Leben dieser Vereinsamenden nicht drin. Nikolaus Okonkwo ist dessen Chronist, ein sich unbeteiligt-lässig gebender Beteiligter an diesem Schicksal. Er ist alle Liebhaber, drei Ehemänner, die Drogendealer… (…) MacDonald singt Synkopen und Sarkasmus, spielt Eskalation und Eskapismus. Spielt Kumpelhaftigkeit als Attitüde einer Diva und das Gossenkind, das sich in Eleganz kleidet. (…)Sie gestaltet den Verfall dieser einzigartigen Stimme und die Ironie, dass sie im Verblühen an Ausdruckskraft zunimmt. (…)Torsten Fischer ist eine fabelhafte Hommage an diese Interpretin des Great American Songbook gelungen.
Michaela Mottinger, Mottingers-Meinung.at, 21.11.2015